Eine brutale Mimose?

Von | 20. Mai 2017

“Kommunikationswissenschafter Peter Vitouch hat den unter Druck geratenen „ZiB2“-Anchor Armin Wolf in der Radiodiskussion “Punkt eins” als „brutale Mimose“ bezeichnet. Er wirft ihm „destruktiven Journalismus“ vor, weil er Gesprächspartner vorführe….” (hier)

9 Gedanken zu „Eine brutale Mimose?

  1. stiller Mitleser

    Tatsächlich war Wolfs Methode 15 Jahre lang sehr erfolgreich, weil er sein Lager, das die medialen Hinrichtungen mitgenoß, gut bedient hat. Nun ändert sich die Windrichtung und Vitouch bleibt klug am Wind.
    Man wird sehen, ob Wolf elastisch genug für ein give in mit ein wenig Zerknirschung sein wird, gut beraten wäre er, denn langsam ächzend (und für die Leserschaft hier natürlich ungenügend) dreht der Meinungskarren (im Herbst erscheint das Buch Ulrich Greiners, hanseatischer Sozialdemokrat, in dem von “heimatlos”, nämlich selber heimatlos geworden zu sein, die Rede sein wird – ein Indikator, dem der Mainstream folgen wird).

  2. Der Realist

    Meist hat er als Gesprächspartner ja Leichtgewichte, diese vorzuführen ist relativ einfach und da kann man dann so richtig die Sau rauslassen. Eines haben ORF-Moderatorn ganz bestimmt gelernt, sie wissen ganz genau wie weit sie die Deckung verlassen dürfen.

  3. Falke

    Die ZiB2-Interviews von Armin Wolf mit Politikern sind drchaus o.k., weil Wolf es meist nicht dabei bewenden lässt, dass die Politiker auf konkrete Fragen nicht antworten und auch sonst nur heiße Luftblasen produzieren. Wenn sie “vorgeführt” werden, haben sie es nur dem eigenen Ungeschick zu verdanken. Das große “Aber”: Hart ist Wolf vorwiegend gegen “Rechte”, hier vor allem bei FPÖ-Politikern. Die Links-Grünen behandelt er eher streichelweich, obwohl er auch hier manchmal durchaus unangenehm werden kann: Ich kann mich erinnern, dass Faymann einmal furchtbar böse auf Wolf war; auch Unterrichtsministerin Hammerschmid hat er bei ihrem ersten ORF-Auftritt ziemlich vorgeführt.

  4. sokrates9

    Habe mal mit Chinesen einen Test gemacht und ihnen TV – Ausschnitte von Turnherr und Wolf gezeigt. Da sie die ich kennen, urteilten sie rein körpersprachlich! Und da war für sie ganz leicht zu erkennen, dass Turnherr
    VdB beinahe anbetete und wie Wolf Rechte / Linke Interviewpartner behandelt!
    Erinnere mich noch an Interview mit Kohl, der damals die Verlängerung der Regierungsperiode von 4 auf 5 Jahre damit verteidigte, dass die Leute dauernd wählen müssten ob Cola Light oder Cola Normal besser sei und sie daher froh seien, nicht so oft wählen zu müssen! Ein aufgelegter Elfmeter für jeden Profi! Wolf war leider ” anders” vorbereitet!. Seine nächste Frage war ob es stimme, dass der Großvater vom Kohl oder irgend ein anderer Verwandter tatsächlich NAZI gewesen sei!!!

  5. Hausfrau

    Armin Wolf wird sich nicht mehr ändern, er bleibt ein Wolf – manchmal auch im Schafspelz. Im geht es in erster Linie um sein eigenes Anseehen und Selbstwwertgefühl. Ehrlich wäre er, weenn er sich offen als Linker deklarieren würde, denn die dummen ORF-Zuseher glauben immer noch, dass er völlig überparteilich und neutral ist.

  6. Thomas Holzer

    @Der Realist 10:03h
    Die “Leichtgewichtigkeit” seiner “Gegner”, salopp formuliert “Interviewpartner” kann man aber dem Herrn Wolf nicht vorwerfen.
    Daß er “linkslastig” ist, ist evident, daß er sehr oft “nachfrägt”, detto!

  7. Johannes

    Wer hin und wieder Wolfsche Twittereien beobachtet weiß, meiner Meinung nach, sehr bald welchem politischem Lager er nahe steht.
    Ist sein gutes Recht aber dadurch setzt er sich zumindest dem berechtigten Vorwurf der Parteiigkeit aus.
    Ob das für einen Nachrichten Anchorman und seine Reputation als, zumindest in seiner Sendung unparteiischer Journalist förderlich ist muß er und sein Chef beurteilen.

    Zuviel jammern würde ich jedoch nicht, jeder der bei Wolf eingeladen ist kann sich wehren, wenn ich ein reines Gewissen habe kann ich dem Mann offen begegnen, die Möglichkeit diesen gehypten Moderator zu entzaubern geht am besten mit klaren kurzen Antworten. Ich glaube es hat wenig Sinn ihm die Sicht der Dinge erklären zu wollen, je kürzer die Antworten um so eher geht im die gut vorbereitete Munition aus und ohne die ist, so glaube ich, nicht viel dahinter bei diesem Mann.

  8. waldsee

    @Realist “””Eines haben ORF-Moderatorn ganz bestimmt gelernt, sie wissen ganz genau wie weit sie die Deckung verlassen dürfen.”””

    Das Schöne am Fall des Wolfes ist,daß die Entzauberung der linksfaschistischen Medienwelt beginnt,wenigstens beginnt!

  9. Michael Haberler

    Armin Wolf interviewt Armin Wolf zum Thema “Public Value durch Tugendsignale, demonstriert am Beispiel …x-beliebiger Vollpfosten, der Armin Wolf bei der Demonstration stört…”. Zugeschaltet aus Brüssel: Armin Wolf.

    Wo ist der Bus mit den Leuten, die das noch interessiert?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.