Eine Frage der Prioritäten….

Meldung 1: In Österreich sind Senioren finanziell gut abgesichert, obwohl sie relativ früh in Pension gehen. Das zeigt eine Studie, welche die Lebensbedingungen von älteren Menschen in 91 Ländern vergleicht.Meldung 2: Die Universität Wien ist beim jährlichen Times Higher Education World University Ranking heuer weiter zurückgefallen. Nach den Plätzen 139 (2011) und 162 (2012) reichte es für die einzige heimische Uni unter den Top 200 nur noch für Rang 170.

15 comments

  1. Rennziege

    Die Uni Wien ist im Higher World University Ranking ein weiteres Mal (auf Rang 170!) abgestunken? Es geht kontinuierlich bergab. Aber wen wundert’s?
    Wenn das Schwergewicht der meisten Lehrstühle auf musealer Marxismus-Exegese, Tschänderei, Öko-Geschwätz, angestaubten Feminismus-Parolen und winzigen Randgruppen der Gesellschaft liegt — welcher Absolvent der einst weltweit angesehenen Alma Mater Rudolphina Vindobonensis kann mit diesen geistigen Fußfesseln im real existierenden Leben noch was reißen?

    Die Moskauer Lomonossow-Universität steht auf Platz 50; sie hat ihren Marxismus begraben. Die Wiener Uni exhumiert ihn freudig, medial bejubelt, und erhebt diese Mumie zum neuen “humanistischen” Bildungsideal. (Vermutlich auch aus Notwehr, weil die dank zielstrebig idiotischer “Bildungs”-Reformen angelieferten, oft unzulänglich alphabetisierten Maturanten keinen Satz mehr verstehen, der länger ist als anderthalb schmalspaltige “Krone”- oder “Heute”-Zeilen und keine gutmenschlich simplifizierte Parole enthält.)

    So gesehen, ist Platz 170 für die Uni Wien noch ein Kompliment:
    http://german.ruvr.ru/2013_03_05/Moskauer-Lomonossow-Universitat-wieder-auf-der-Weltliste-der-angesehensten-Hochschulen/

  2. Mona Rieboldt

    Liebe Rennziege,
    schön, Sie wieder zu lesen.
    Dieser Gendermist trägt wirklich Blüten. So werden schon an drei Unis in D die Professoren als Professorin angeredet. Und diese Waschlappen von Männern wehren sich nicht einmal dagegen. Auch die Lehrstühle für Genderirrsinn vermehren sich. Dafür können sogar viele Germanistik-Studenten nicht mehr richtig Rechtschreibung und Grammatik.

  3. herbert manninger

    ALLE Kinder sind hochbegabt, unruhige Störenfriede im Unterricht entpuppten sich als unterfordert, die Evolution hat in Österreich im letzten Jahrzehnt einen Quantensprung hinsichtlich Intelligenz getan, wohl auf Druck diverser linker Ideologen.
    Schön, jetzt warten wir nur noch ungeduldig auf die massenhaften Nobelpreisverleihungen, Oslo, wir kommen!

  4. Reinhard

    @Mona Rieboldt
    Es geht auch anders.
    Vor einiger Zeit entdeckte ich meinen Namen auf einer Anwesenheitsliste hinter dem Titel “Referentin”. Ich strich das “in” kurzerhand durch. Bei der Abgabe im Sekretariat des Bildungsträgers rügte mich die Sekretärin freundlich, dies wäre nicht zulässig. Ebenso freundlich empfahl ich ihr, sich dann eben einfach die Mühe zu machen, die Anrede auf dem Formular dem Geschlecht des oder der Betroffenen anzupassen, andernfalls ich das “in” immer streichen werde, denn mir stehe es genauso wie jeder Frau zu, korrekt angesprochen und nicht wegen meines Geschlechtes diskriminiert zu werden. Was soll ich sagen? Seither werde ich als “Referent” geführt und keiner beschwert sich. Es geht doch.

  5. Mario

    Ich werde bald dreißig und bin seit sechs Jahren in der universitären Lehre und seit etwas über zwei Jahren aus Leidenschaft in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung tätig. In wenigen Monaten werde ich mein Doktorat wie schon mein Diplomstudium zuvor mit Auszeichnung erworben haben und obwohl ich nichts lieber tun würde, als mein berufliches Leben in den Dienst der Wissenschaft zu stellen, werde ich gezwungen sein, zumindest die Universität zu wechseln, da es überall in Österreich inzwischen gängige Praxis ist, aus Prinzip absolut niemanden länger als sechs Jahre anzustellen (danach hätte er nämlich Anspruch auf eine Festanstellung und um dies zu verhindern gibt es Automatismen, die es einem Institut unmöglich machen, jemanden länger als sechs Jahre zu beschäftigen). Danach gibt es noch Tricks, wie Karenzvertretung und derlei Blödsinn, doch am Ende ist ein Wechsel an eine andere Uni und der damit verbundene Umzug unvermeidlich. Kein einziger meiner Kollegen unter vierzig hat einen unbefristeten Vertrag und ebenfalls kein einziger unter vierzig hat Familie. Ich allerdings schon, eine süße kleine Tochter, der ich es keinesfalls zumuten will, sie aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen, weg von Heimat und Familie, nur um dann in vier bis sechs Jahren mit absoluter Sicherheit (weil Automatismus) erneut umziehen zu müssen. Und wofür das Ganze? Um ständig die besten Leute zu haben? Bin ich etwa ein Leistungssportler, der um seinen Platz in der Weltrangliste kämpfen muss? Die Universitäten verlangen absolute Hingabe für die Sache (welcher Forscher hört schon auf, über das gegenwärtige Problem nachzudenken, nur weil es gerade halb fünf geworden ist?), bezahlen einen Dreck und bieten nicht die geringste Sicherheit. Und sich am Ende über solche Ergebnisse wundern. Musste einfach mal raus!

  6. Mona Rieboldt

    @ Reinhard
    Wenigstens ein MANN, der sich gegen diesen Irrsinn wehrt. Danke!

  7. Zaungast

    “Die Universitäten verlangen …., bezahlen einen Dreck und bieten nicht …”

    Wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt, dann eben keine Geschäfte mit Universitäten.

  8. Reinhard

    @Mario
    Ist ja schön, wenn Sie etwas mit Begeisterung tun. Ich baue mit Begeisterung Fahrzeuge, deshalb ist das mein Hobby, mein Beruf ist etwas anderes. Ich mache ihn gerne, er macht mir Spaß und ermöglicht mir die Einkünfte für meinLeben und mein Hobby.
    Wenn Sie so ein guter und begeisterter Wissenschaftler sind, erwägen Sie doch eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft, Forschung und Entwicklung findet dort rund um die Uhr statt, nur eben nicht um ihrer selbst Willen sondern unter dem Gesichtspunkt des Nutzens. Deshalb verlangen die Firmen auch Leistung, zahlen aber auch nicht so schlecht.
    Also entweder geht es Ihnen um’s Leben, dann suchen Sie sich einen Job, den sie gut und gerne machen können, oder genießen Sie Ihr Hobby an der Uni, aber jammern’s bitte nicht um den Preis, mit dem Sie sich dieses erkaufen…

  9. Mario

    @Reinhard
    Universitär beschäftigte Wissenschafter, deren Forschung nicht in ökonomischer Kooperation geschieht, sondern gänzlich vom Staat finanziert wird, sind also nichts weiter als eigentlich sinnlose Existenzen, welche das Glück haben, für ihr Hobby bezahlt zu werden? Der LHC am CERN hat ein Budget von 7.5 Milliarden Euro und dient einzig und alleine der Grundlagenforschung. Teurer Spaß für das Hobby einiger weniger Verrückter! Was sie schreiben ist polemischer Schwachsinn. Grundlagenforschung liegt im Interesse aller und da diese eben nicht zielgerichtet und an finanziellen Überlegungen orientiert ist, folgt, dass der Staat für sie aufkommen muss, so wie er auch Straßen baut und Krankenhäuser betreibt. Grundlagenforschung ist kein Hobby, sondern eine ungemein wichtige Aufgabe – aus Sicht der Menschheit als Ganzes vielleicht die wichtigste überhaupt! Und ja, ich rege mich darüber auf, dass der Staat denkbar schlechte Rahmenbedingungen für jene Menschen schafft, die den Willen und die Fähigkeiten haben, Erkenntnisse und Wissen im Dienste der Allgemeinheit zu erschließen! Denn im Moment folgen viele ihrem Rat, der Universität den Rücken zu kehren, um in irgendeinem Unternehmen ach so nützliche Forschung zu betreiben. Im Gegensatz zu ihnen bin ich nicht der Meinung, dass dies eine gute Sache ist.

  10. Zaungast

    “… dass der Staat für sie aufkommen muss …. eine ungemein wichtige Aufgabe … im Interesse aller… ”

    Für was der Staat alles aufkommen “muß” und was alles ungemein wichtig und unverzichtbar im Interesse aller ist – da reichen 3 Staatsbudgets nicht. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Pinke Pinke, wer hat so viel Geld?.. Diskutieren wir doch mal mit Blecha&Khol, etwas Geld von den Pensionisten zu den Universitäten umzuschichten. Wird bestimmt eine erquickliche Debatte.

    “Der LHC am CERN hat ein Budget von 7.5 Milliarden Euro…”

    Dann nichts wie hin zu diesem Futtertrog.

  11. Mario


    “Der LHC am CERN hat ein Budget von 7.5 Milliarden Euro…”

    Dann nichts wie hin zu diesem Futtertrog.

    Das ist ein Scherz, oder? Dort stehen Geräte wie der ATLAS-Detektor:
    http://de.wikipedia.org/wiki/ATLAS_%28Detektor%29
    Dieses Ding ist 45 Meter lang, wiegt 7000 Tonnen und besteht aus Millionen von Einzelteilen, die noch nie in dieser Art zu einem funktionierenden Ganzen zusammengefügt wurden. Und es funktioniert, weil sich jene Handvoll Menschen auf der Welt, die wissen, wie man so etwas baut und betreibt zusammengefunden haben, um es zu konstruieren und herzustellen. Für Personalkosten bleibt bei solchen Maschinen (für deren Betrieb ganze Kraftwerke bereitstehen) nicht viel übrig, denn bezahlt werden die meisten davon wohl nicht besser als der CNC-Fräser im stahlverarbeitenden Betrieb nebenan. Und sie bezeichnen eine derartige Einrichtung allen Ernstes als Futtertrog? Kein Wunder, dass es mit der politischen Kultur den Bach runter geht. Menschen wie sie und Reinhard sind der beste Beweis dafür, dass die Bevölkerung heutzutage auf genau das steht, was die Politiker ihr geben: plumpe, unreflektierte Polemik! Für ernsthaft Argumente oder gar sinnvolle Diskussionen ist da kein Platz mehr. Wie sagt man so schön: Die Bevölkerung bekommt die Politik, die sie verdient.

    “Diskutieren wir doch mal mit Blecha&Khol, etwas Geld von den Pensionisten zu den Universitäten umzuschichten. Wird bestimmt eine erquickliche Debatte.”

    Ich kann mir ehrlich gesagt gut vorstellen, dass ein derartiger Vorschlag zu den vielversprechendsten gehören würde, den in Pension befindlichen Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen, einer Reform zu ihren finanziellen Lasten zuzustimmen. Nach dem Motto: Lasst eure Pensionsanpassung geringer ausfallen und wir betrieben dafür Forschung, zum Wohle eurer Enkel und der Menschheit als Ganzes. Doch wird es zum Vorschlag dieser Form der Zweckbindung niemals kommen, weil ihn Leute – wie etwa sie – für lächerlich halten.

  12. Zaungast

    @Mario

    Geschätzter Herr Mario, Ihnen mag manches als plumpe, unreflektierte Polemik erscheinen. Manchmal steht jedoch auch ein bißchen mehr dahinter. Beispielsweise die Einsicht, daß ein Blecha oder ein Khol realiter nie auch nur einen Cent von den Pensionsgeldern freiwillig hergeben werden. Sie, geschätzter Herr Mario, scheinen noch einen gewissen naiven Idealismus und Optimismus zu haben, der anderen, vielleicht älteren Forumskommentatoren durch praktische (Lebens-)Erfahrung verloren ging. Was sich dann mitunter einstellt, ist Ironie und Zynismus. Ein Pessimist ist bekanntlich ein Optimist mit praktischer Erfahrung…

  13. Mario

    “Sie, geschätzter Herr Mario, scheinen noch einen gewissen naiven Idealismus und Optimismus zu haben, der anderen, vielleicht älteren Forumskommentatoren durch praktische (Lebens-)Erfahrung verloren ging. Was sich dann mitunter einstellt, ist Ironie und Zynismus.”

    Dass sie mich aufgrund oder zumindest trotz meiner bisherigen, immerhin recht angriffigen, Wortmeldungen schätzen, bedeutet wohl, dass sie diese nicht unbedingt als falsch oder unfair empfinden. Das schätze ich wiederum an ihnen.
    Ich denke, aus meinen bisherigen Kommentaren kann man herauslesen, dass ich keineswegs optimistisch bin – eher das Gegenteil. Meinen naiven Idealismus aus Mangel an Hoffnung zu Gunsten von Ironie und Zynismus aufzugeben, erscheint mir jedoch als zutiefst unvernünftig. Es ist der Weg des Kritikers und Gegners eines Problems, zum Teil desselben.

  14. Zaungast

    @ Mario

    Noch eine Anmerkung zum Futtertrog. Wir befinden uns hier in einem wirtschaftsliberal gestimmten Forum, was bedeutet, daß Staatsausgaben per se recht argwöhnisch betrachtet werden. Das liberale Spektrum ist breit, manche sind Staatsausgaben großzügig gesonnen, andere hingegen wollen den Staat sogar überhaupt ganz abgeschafft sehen. Wie auch immer, Tatsache ist, daß Staatsausgaben durch Steuerleistungen gedeckt werden müssen und daß Staatsgelder stets allerlei Begehrlichkeiten seitens potentieller Staatsgeldempfänger wecken. Und nie reicht das Geld, immer ist es zuwenig. Wofür Geld ausgegeben wird, ist eine politische Machtfrage. In der Bevölkerung hat jeder so seine eigenen Vorstellungen, was gerecht und sinnvoll ist. Und jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme. Die Summe all dieser Kräfte ergibt dann letztlich die reale Politik.

    Sie, geschätzter Herr Mario, begeistern sich leidenschaftlich für Wissenschaft&Forschung, halten das für sehr sinnvoll und nützlich und erwarten, daß dafür Steuergeld fließt, letztlich auch in Ihre Tasche. Diesem frommen Begehren stehen mächtige andersgelagerte politische Interessen entgegen. Das erzeugt verständlichen Frust. Die Reaktion in diesem Forum war eine hauptsächlich pragmatische: “Take it or leave it.” Auch wenn’s Ihnen nicht gefällt. Oder wünschen Sie gegen Windmühlen zu reiten?…

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