“Eine große Maschine aus Raub, Missbrauch und Chaos”

Von | 6. Dezember 2015

“…..Ganz offen ausgesprochen: Staatliche Gewalt, so wie wir sie kennen, hat sich niemals darauf beschränkt und wird sich auch niemals darauf beschränken, die Bürger vor Gewalt und Betrug zu schützen. In Wirklichkeit ist diese staatliche Gewalt selbst der schlimmste Verletzer der legitimen Rechte der Menschen auf Leben, Freiheit und Eigentum. Für jedes private Eigentumsrecht, das geschützt wird, werden tausend andere verletzt. Auch wenn die staatliche Gewalt vorgibt, Betrug verhindern und bestrafen zu wollen, ist die staatliche Gewalt selbst der größte Betrug: Eine große Maschine aus Raub, Missbrauch und Chaos, alles geheiligt durch ihr selbstgeschaffenes „Gesetz“, das alle ihre Verbrechen als bloße staatliche Handlung umdefiniert – eine Gaunerbande, die sich durch ihre eigenen Richter und Legionen von Mördern und Schlägern vor echter Gerechtigkeit schützt….” (hier)

7 Gedanken zu „“Eine große Maschine aus Raub, Missbrauch und Chaos”

  1. Christian Peter

    Nicht der Staat ist das Problem – sondern die katastrophale Politik in unseren Breitengraden.

  2. Thomas Holzer

    Nicht das Konstrukt Staat ist das Problem, sondern die präpotenten Proponenten, welche jedoch ganz demokratisch legimitiert, Großteils in ihre Funktionen gewählt wurden;
    gegen ihre Politik gibt es keinen Widerstand, das (Wahl)Volk lässt sich ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, Quoten, Tschänderasterei, Bevormundung nehmen in atemberaubender Geschwindigkeit zu und werden in ebendieser Geschwindigkeit achselzuckend zur Kenntnis genommen

  3. gms

    Thomas Holzer,

    > Nicht das Konstrukt Staat ist das Problem

    Das kann man auch anders sehen, nämlich als problematisches territoriales Gewaltmonopol, welches dem Regenten erst ermöglicht, gegen das Volk zu regieren mit Mitteln, die er diesem in Schutzgeldmanier fortwährend abpreßt.

    Macht korrumpiert! Die These, ohne ein mitspielendes Volk wäre das nicht möglich, ließe sich leicht auf jede Täter-Opfer-Beziehung übertragen, die nicht existierte, wäre der Unterlegene bloß stärker, smarter oder sonstwie besser gerüstet, sich dem Würgegriff zu entziehen.

    Wie im Schach werden kleine positionelle Vorteile sukzessive ausgeweitet, bis konsequent Figuren fallen und der Bürger matt ist. Was verschärft dies noch? — Wenn eine kleine Gruppe gegen die Masse spielt, haben Erstgenannte als einzelne Individuen mehr zu verlieren und ebenso mehr zu gewinnen, weshalb sie auch zielgerichteter und skrupelloser agieren.

    Spielregeln des Zusammewirkens zwischen Politik und Bürgertum, nota bene Grundgesetze, wurden immer von jenen erstellt, die hernach die Macht anstreben oder zumindest eigenen Einfluß sichern wollten. Bei nüchterner Betrachtung der legistischen Sollbruchstellen anno dazumal und der Ereignisse der letzten Jahrzehnte bleibt nur ein nüchterner Befund: Das Matt mit Ansage wurde damals schon ausgesprochen.

    Klar gibt es Staaten, die den Kern eines “failed by design” nicht insich tragen, wie etwa die Schweiz, deren Verfassung [1] bei allen nachträglich eingebauten Schwächen ein Vorbild an Klarheit ist und, fast noch entscheidender, kein Verfassungsgericht vorsieht, bei dem eine kleine Schar den Bürgern verbindlich vorschreiben darf, was denn die Verfassung zu bedeuten habe.
    Ebenso bemerkenswert ist Liechtenstein, das ungeachtet der Verfassung von der urliberalen Einstellung seiner Regenten [2] profitiert.

    Einem plausiblen Gedanken folgend sind jene Konstrukte die besten, die keinen Mißbrauch erlauben, und das sind nun mal jene, die eine Machtagglomeration verhindern. Der Staat aber ist sinnbildhaft für Machtanhäufung und somit einzig in jenem Utopia vertretbar, wo engelsgleiche Hüter selbstlos über die Befindlichkeiten ihrer Schäfchen wachen und Bürger daher ihren eigenen Geschäften nachgehen können, anstatt permanent vor irgendwelchen fiesen und erst in einigen Jahren Wirkung entfaltenden Winkelzügen der Obertanen auf der Hut zu sein.

    [1] admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/index.html#a8
    [2] amazon.de/Staat-im-dritten-Jahrtausend/dp/370670093X

  4. Thomas Holzer

    Liechtenstein war für mich schon immer ein erstrebenswertes Vorbild; natürlich auch nur mit einem Regenten mit so einer urliberalen Einstellung.

    Ob dies in Österreich -ohne Oktroyierung- umsetzbar wäre, wage ich nach mehr als 40 Jahren verordnetem Sozialismus zu bezweifeln………..

  5. Lisa

    Ich denke, es liegt vor allem an der Grösse eines Staatsgebildes. Es müssten wieder Regionen das Sagen haben, so etwas wie die so arg kritisierte “Kleinstaaterei” zu Zeiten des Deutsch Bundes etwa, hätte durchaus Potenzial und könnte die Bürger durch echte direkte Partizipation (direkte Demokratie) auch aus der politischen Lethargie locken. Liechtenstein und die Schweiz sind klein – in F wird versucht, mit Zentralismus die Sache zusammenzuhalten, in D versucht mans mit moderatem Föderalismus. Der Nachteil bei kleinräumigen politischen Einheiten: es gibt mehr soziale Kontrolle, Konkurrenz und Unruhe. Zum Beispiel hat sich in der Schweiz einfach ein Teil eines “Landes” (Kantons) selbständig gemacht, ein paar Bomben, terroristische Umtriebe der Béliers und drei Volkdabstimmungen, dann hatten sie ihre Region, ihren eignen Kanton Jura endlich. Sitzen zwar jetzt als zweitärmster Kanton ganz schön in der Patsche. Was bleiben müsste: Militär, Währung, nationale und/oder europäische Aussengrenzen (mit Kontrolle, bitte!), Finanzausgleiche zwischen den REgionen – allerdings nur, wenn äussere Gründe für die wirtschaftliche Minderleistung verantwortlich sind und nicht die Faulheit der Bürger…

  6. gms

    Lisa,

    “Der Nachteil bei kleinräumigen politischen Einheiten: es gibt mehr soziale Kontrolle, Konkurrenz und Unruhe. [] dann hatten sie ihre Region [] Jura”

    Weder die Schweiz noch Liechtenstein erwecken aktuell den Eindruck der Unruhe, sie tun dies insbesondere nicht im Vergleich zum vielfach größeren Frankreich. Historische Ereignisse zur Erlangung der Unabhängigkeit argumentativ zu bemühen wiederum hat betreffend Kausalität erkennbar einen Makel.

    “Was bleiben müsste: Militär, …”

    Begründung? Auch dünkt es sonderbar, Autonomie vermeintlich zu begrüßen, selbige aber ausgerechnet dort zu negieren, wo Werkzeuge zur Aufrechterhaltung dieser Autonomie betroffen sind.

    “.., Währung”

    Das staatliche Gewaltmonopol in Geldfragen verliert nicht an Absurdität, wenn man es über mehr oder minder eigenständige Regionen stülpt.

    “nationale und/oder europäische Aussengrenzen []”

    Wer sich für ein territoriales Gewaltmonopol stark macht, muß wohl auch tautologisch geographische Grenzen fordern.

    “Finanzausgleiche zwischen den REgionen – allerdings nur, wenn äussere Gründe für die wirtschaftliche Minderleistung verantwortlich sind und nicht die Faulheit der Bürger…”

    Was abseits sozialistischer Dogmen soll ein guter Grund für einen erzwungenen Transfer von Wohlstand sein? Hätten Menschen ein Motiv, andere und ihnen unbekannte zu alimentieren, dann würden sie es auch ohne die Faust Leviathans im Nacken tun. Offensichtlich aber scheint das Mem der erzwungenen Solidariät unausrottbar.

  7. Lisa

    @gmx. Ich hab mir die Mühe genommen, auf Ihre kritisierten Punkte einzeln einzu gehen, darum wirds etwas lang! (sorry)@gms
    Mit Unruhe meinte ich nicht unbedingt Bomben oder andere Polit-äggschn, sondern ganz allgemein ist nie alles ganz sicher, sondern wird immer wieder in Frage gestellt, es muss debattiert werden, muss man sich dauernd mit irgendwelchen Vorstössen, öffentlichen Bauvorhaben, Lehrplänen, neuen Gesetzen, EU ja oder nein etc. beschäftigen, alle paar Wochen zur Urne, an Gemeindeversammlungen, über Themen immer wieder diskutieren und dazu befragt werden, die in repräsentativen Demokratien mit leichter, flinker Hand von (hoffentlich vertrauenswürdigen) Politikern behandelt werden. Der Jura ist nur ein Beispiel: die Kantone Basel-Stadt und die Landschaft diskutieren auch schon eine Weile den (Wieder)Zusammenschluss.
    Autonomie eher im wirtschaftlichen Sinn, militärisch wären die Regionen zu schwach, um etwa „die Türken vor Wien!!!“ (oder die Russen oder die Amis oder die Chinesen 😉 ) abzuwehren. Dann brauchte es auch nicht diese überflüssigen Vorschriften aus Brüssel, weil jede Region selbst entscheidet, ob sie den Käse aus Rohmilch herstellt oder die Gurken klein und krumm statt wässerig und gerade wachsen dürfen. Finden gewisse Produkte keinen Absatz, haben sie das selbst zu verantworten: entweder machen sie die krummen Gurken oder den Rohmilchkäse zum u.s.p. – oder sie müssen auf kreative andere Ideen kommen.
    Die Währung könnte zwar wirtschaftlich schlechten Standorten mit Auf- und Abwertungen entgegengewirkt werden, verkompliziert aber sowohl den freien Personenverkehr innerhalb der EU, Preisvergleiche und den Wust von komplizierten Umrechnungen (wie vor der EU)
    EU-Aussengrenzen und EU-Militär (Gewaltmonopol)und Milizarmeen für ein paar Dutzend europäische Regionen sollten doch genügen: regionale (Waffen-)Kriege können dadurch verhindert werden. Klar gibt es Menschen, die lieber die Nationalflagge hissen wollen, weils ihnen ein besseres Selbstwertgefühl gibt, Italiener statt „nur“ Südtiroler zu sein – oder Deutscher oder Österreicher statt. „bloss“ Württemberger oder Vorarlberger. Es gibt ja auch immer noch (oder : wieder!) Serben, Kroaten und Mazedonier, die sich einen Tito herbeiwünschen…
    Ich denke, Nationalstaaten sind in einer globalen Wirtschaft obsolet. Die Welt – oder nur schon Europa, taugt nicht zur Identifikation – und die brauchts, damit sich Bürger nicht einfach resigniert aus der Politik, wirtschaftlicher Aktivität und dem Interesse für den Mitbürger verabschieden Das sit auch der Grund für die von ihnen kritisierte Zwangssolidarität („Wieos sollen wir unsern Reichtum teilen?“: Die Menschen in Ihrer Region sind ihnen vertrauter als die mit dem gleichen Pass in einem katalanischen Dorf, manche sogar persönlich bekannt. Da sehen Sie mit eigenen Augen und ciht bloss in den Medien, wo Ihr Steuergeld hinfliesst. Wo es um die Unterstützung wirtschaftlich darniederliegender Regionen innerhalb einer Gemeinschaft geht, könnten – do ut des – pragmatische Gründe das rechtfertigen. ArmeVerwandte unterstützt man nicht, weil man sie so gut kennt, sondern weil sie verwandt sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.