Eine Grüne Abgeordnete, die 70.000 Euro verdient – pro Monat

“….In Österreich sorgen die Einkommensangaben der Nationalratsabgeordneten regelmäßig für gesteigerte Aufmerksamkeit, nicht so die weit aufschlussreicheren Angaben der EU-Mandatare. Dabei wäre es interessant, darüber nachzudenken, warum ausgerechnet die mit einem Direktmandat ausgestattete grüne Abgeordnete Sarah Wiener die absolute Gagenkaiserin unter Österreichs Abgeordneten ist. Für die drei Jahre vor ihrer Wahl gibt sie immerhin ein kumuliertes Einkommen von rund 70.000 Euro monatlich an.   mehr hier

12 comments

  1. Sokrates9

    Halte es für toll wenn Abgeordnete etwas von Wirtschaft verstehen und gut verrdienen?
    Trotzdem wurde mich die ÖKO Bilanz von Wiener interessieren! Immer brav mit dem, Fahrrad unterwegs?

  2. aneagle

    Eine gute Köchin ist eben Goldes wert. Neben dem demokratischen Multispitzenkandidaten Kogler ein Beweis für die durchschlagende Intelligenz der Grünen und ihrer Wähler.;)

  3. Falke

    @aneagle
    Wobei Kogler ja eine – bei den Grünen durchaus übliche – Wählertäuschung begangen hat. Zuerst Kandidat bei der EU-Wahl, lässt sich dort als Spitzenkandidat der Grünen bestätigen, und dann nimmt er das Mandat nicht an, sondern tritt – wieder als Spitzenkandidat – bei den NR-Wahlen an. Was, nebenbei bemerkt, ein Beweis für die sehr dünnen Personaldecke bei den Grünen ist: Kogler, Kogler und wieder Kogler. Kein Wunder, nach dem Debakel mit den sogenannten “Frauenpower”. Glawischnig, Felipe (wer kennt die noch?) und Lunacek. Auf Bildern sieht man allerdings – neben Kogler an vorderster Front – dahinter eine ganzen Reihe weiblicher Kandidaten, die aber vorsichtigerweise weder etwas sagen, noch namentlich erwähnt werden.

  4. aneagle

    @Falke
    Kogler hat das demokratische Prinzip der EU bereits verinnerlicht und erfolgreich nachgeahmt. 3 KandidatInnenen bewerben sich um den Spitzenplatz der parlamentarischen EU-Wahl. Komissionspräsident wird jemand der sich gar nicht als Kandidat beworben hat und nicht zur Wahl stand.
    Das ist bereits Demokratie 4.0. Erdogan wäre bei so viel Demokratie vor Neid erblasst. Insofern ist Koglers Bewerbung in diese EU schon nachvollziehbar, ebenso wie sein konsequenter Nichtantritt des EU-Amtes. Kogler vertraut eben zu Recht auf das Gehirndefizit seiner Wähler, die sich nicht einmal durch seine offene Wählerverachtung von ihm abbringen lassen. Tja, wie war das bei den Grünen immer schon? Unserer Ehre heisst Treue, oder so ähnlich?

    PS: nicht nur Kogler hat sich, so schäbig es auch sein mag, in ein EU-Amt beworben und dieses nicht angetreten. Auch im Falle des Ibiza-Urlaubers scheint die Pflichtauffassung für Wahlergebnisse nicht ausgeprägt zu sein. Gleich und gleich gesellt sich eben gerne.

  5. Falke

    @aneagle
    Wobei das EU-Parlament (also die sogenannte “demokratische Vertretung” der EU-Bürger) auch ein Beispiel seiner niedertächtigen Wählerverachtung abgeliefert hat, indem es eben diese Kandidatin, die gar nicht zur Wahl stand, trotzdem – knapp aber doch – gewählt hat und damit wieder einmal erstens bewiesen hat, wie unnötig es ist und zweitens bestätigt hat, dass dort vorwiegend (oder ausschließlich) politischer Ausschuss sitzt.

  6. LePenseur

    Cher “aneagle”,

    Auch im Falle des Ibiza-Urlaubers scheint die Pflichtauffassung für Wahlergebnisse nicht ausgeprägt zu sein.

    Sorry, aber da vergleichen Sie Äpfel mit Birnen!

    Kogler trat als Spitzenkandidat an, konnte also davon ausgehen, daß durch das damals bereits überdeutlich erkennbar, nahezu rückstandslose Verpuffen der Jetzt/Pilz-Gruppe es schon mit dem Teufel zugehen müßte, daß die GrünInnen nicht wenigstens ein Mandant bei den EU-Wahlen gewinnen würden. Das wäre somit sein Mandat (als Spitzenkandidat, no na!) gewesen, uind er hat es nicht angenommen. Das ist evident: Wählertäuschung.

    Strache hat an völlig unwählbarer Stelle kandidiert, ganz offenbar nur deshalb, um ein paar persönliche Fans vielleicht auch noch für die FP-List “abzuholen”. Er konnte nach seinem Rücktritt von der Liste auch nicht mehr gestrichen werden, dazu war der Termin bereits verstrichen. Nun wurde er durch eine vielleicht gut gemeinte (oder, was ebenso vermutet werden kann, durch eine geschickt lancierte Intrige, um die neue FP-Führung in Troubles zu bringen) Aktion völlig ungeplant durch Vorzugsstimmen an die Spitze gebracht.

    Hier finde ich es keineswegs als Zeichen, daß “die Pflichtauffassung für Wahlergebnisse nicht ausgeprägt” ist, wenn Strache das Mandat nicht annahm (v.a. da seine Causa ja keineswegs geklärt ist!), sondern im Gegenteil höchst anständig und loyal gegenüber seinen Wählern, die mit ihrer Stimme ja die FPÖ im EU-“Parlament” vertreten sehen wollten (sonst hätten sie ihm ja gar keine Vorzugsstimme geben können!), aber sicher zum größten Teil nicht bedachten, daß eine Vorzugsstimme für Strache diesen ebenso wie die FPÖ insgesamt in eine mißliche Lage bringt.

    Das war eine Aufwallung der Gefühle nach dem Motto “Es ist eine Schweinerei, wie jetzt mit dem H.C. umgegangen wird, wo der doch erkennbar mit kriminellen Mitteln gelinkt und möglicherweise unter Drogen zu unbedachten Aussagen verleitet wurde” (N.B.: ich werte das jetzt nicht, sondern gebe nur meine Vermutung über die Stimmung der Vorzugsstimmen-Geber)!

    Daraus einen Wählerauftrag abzuleiten, zum Schaden der FPÖ in EU-“Parlament” zu gehen, hat Strache m.E. mit völliger Berechtigung abgelehnt.

    Kogler hingegen hat im Gegenteil vermutlich nie die Absicht gehabt, nach Brüssel zu gehen, denn von dort aus hätte er seine Partei ja denkmöglich nicht wirklich leiten können.

  7. Johannes

    Respekt für Frau Wiener, so viel verdient und dennoch in die Politik gegangen. Was auffällt, sehr viele haben als EU-Abgeordnete die Zeit einen lukrativen Nebenerwerb nachzugehen. Soll mir recht sein aber es zeigt schon das EU- Abgeordneter zu sein kein Fulltimejob ist. Wahrschenlich wäre er es wenn man alle Sitzungen besucht, Anträge erarbeitet, in Ausschüssen tätig ist, sich in die Materie einliest, wenn man zu den Leuten geht (nicht nur vor Wahlen), Meinungen einholt (nicht nur von Lobbyisten), Netzwerke aufbaut (nicht nur für seine eigenen Nebengeschäfte) kurzum wenn man für sein Land und dadurch auch für Europa hart arbeitet.

  8. aneagle

    @ LePenseur
    Stimmt wahrscheinlich, so wie Sie das sehen. Allein, die Optik der taktischen Machenschaften ( nicht zuletzt, im Vorfeld auch jene, zu Gunsten der lieben Gattin) hatte doch ein besonderes Geschmäckle. Sie zeugt nicht wirklich vom glaubwürdigen Respekt des Wählerwillens.

    Wenn einem einfachen Wähler bei einem EU- Wahlgang komplex erklärt werden muß, warum er Äpfel mit Birnen vergleicht, ist, auch wenn das alles richtig sein mag, in der Demokratieauffassung des Wahlwerbers der demokratische Wurm (zumindest im Apfel) drin.

    Vordergründig erwarte ich als Wähler blauäugig, dass der Wahlwerber, der sich verantwortungsvoll und kompetent um ein hohes Amt bewirbt, den Nutzen der EU über seinen Eigennutz oder auch den seiner Partei zu stellen hat. Das geht aus Straches Handlungsweise nicht zwingend hervor.
    In einem aber, stimme ich Ihnen uneigeschränkt zu: Herr Kogler, der ohne Not seinen Schwerpunkt auf das reine Machtkalkül legt, schlägt in der charakterlichen Verachtung des Wählerwillens, den ungelenken Strache um Längen. Zuverlässig sind lediglich die mangelnden demokratischen Anforderungen beider Wählerkohorten in den beiden so ähnlichen Parteien. Schauderbar. 😉

  9. aneagle

    Korr., muß heissen: schlägt charakterlich in der Verachtung des Wählerwillens den ungelenken…

  10. Gerald

    Soll das eine Neiddebatte nach sozialistischem Vorbild werden? Ich habe größte Hochachtung vor jedem der sich aus eigener Kraft ohne ein Parteigänger zu sein, ein derartiges Einkommen schafft. Wenn er dann in die Politik geht, will er vielleicht seine Fähigkeit für die Allgemeinheit einbringen. Bei welcher Partei er dies dann tut, hängt von der jeweiligen Überzeugung ab, ändert jedoch nichts am zuvor erarbeiteten Erfolg.

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