Eine kleine Sonntagspredigt

Von | 20. September 2015

Dem Nörgler, der sich über die Ungerechtigkeit der Marktwirtschaft beklagt, kann man nur einen Rat geben: Falls du Reichtum erwerben willst, versuche, die Öffentlichkeit zu befriedigen, indem du ihr etwas anbietest, was billiger ist oder was größeren Beifall findet. … In einer Marktwirtschaft, die nicht von durch die Regierung auferlegten Eingriffen sabotiert wird, ist es die ausschließliche Schuld jedes einzelnen, wenn er nicht den Schokoladenkönig, den Filmstar oder den Boxmeister überholt (Ludwig von Mises)

10 Gedanken zu „Eine kleine Sonntagspredigt

  1. Stefan M.

    Oder den Waffenschieber, den Crackdealer und den Kinderporno-Ringbetreiber.

  2. Mourawetz

    wie man immer gleich bewiesen kriegt, ist das eine Einstellung, die diametral den Ausbeutern der Erfolgreichen im Wege steht.

  3. H.Trickler

    Leider hat sich der Raubtierkapitalismus in einer Weise entwickelt, wie es sich Mises damals nicht vorstellen konnte.

    Es wäre erfreulich, wenn sich “Fremde Federn” bemühen wollte, nicht nur damals richtige Zitate aus einem Umfeld zu vermitteln, welches sich in den letzten 20 Jahren komplett gewandelt hat.

  4. Thomas Holzer

    @H.Trickler
    1.) Es sind immer Menschen, welche handeln
    2.) Ich sehe weit und breit keinen (Raubtier)Kapitalismus in EU-Europa

  5. Wolf

    Leider wird aber bei uns jeder, der eine Idee hat, die er kommeriell verwerten will, eben “durch die von der Regierung auferlegten Eingriffe sabotiert”, auf jeden Fall aber behindert und sekkliert.

  6. H.Trickler

    @Thomas Holzer:

    Ad 1) Ja und? Suchen Sie etwa Raubtiere??

    Ad 2) Diese Akteure zeigen sich ungeniert in Englisch sprechenden Gebieten. Aber auch in der EU gibt es Konstrukte, welche Firmen erwerben, ausschlachten und damit Gewinne machen um dann den Rest verfallen zu lassen. Und das ist nur ein Aspekt von Raubtierkapitalismus.

  7. Thomas Holzer

    Der Mensch ist schlecht, und das Leben ist einfach ungerecht 😉

  8. FDominicus

    @Trickler.
    Wiederlegen Sie doch einfach mal:
    Betrachten wir Deutschland doch einmal mit “kapitalistischen Augen”. Wir erkennen ein Land mit einem staatlichen (dh. sozialistischen) Rentensystem, einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem, einer Staatsquote von über 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer in einem kompliziertes Geflecht zwischen Markt und Staat eingebundenen Energiewirtschaft, mit mindestens Hunderttausend Betrieben in “kommunalem Eigentum” (d.h. Staatseigentum) und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren. Wir erkennen ein Land, in dem fast 40% der Bevölkerung ganz oder überwiegend von Staatsleistungen lebt und in welchem das gesamte Leben der Bürger von staatlichen Regelungen überwuchert ist. Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muss mit ideologischer Blindheit geschlagen sein. Und wer gar von Turbo- oder Raubtierkapitalismus redet, den muss der Verstand ganz verlassen haben (oder die panische Angst vor dem Machtverlust zu verbalen Veitstänzen getrieben haben).”
    Roland Baader

  9. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Und in Österreich haben wir eine Steuerquote von weit über 60%
    Eine Staatsquote von weit über 50%
    Die paar versprengten -von H.Trickler geschilderten- bösen Übernahmen dienen nur dazu, den Zorn des tumben Wahlvolkes auf einen nicht existenten Feind zu fokussieren

  10. Mourawetz

    also bei den Raubzügen des Staates mit seiner konfiskatorischen Waffe “Einkommenssteuer” etwa von Raubtierkapitalismus zu sprechen, ist frivol. Mir sind ein paar “Raubtierkapitalisten” lieber als Legionen von Ratshausbeamten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.