Eine kleinere EU wäre eine bessere EU

“……Seit Jahren schon wird ein auf den ersten Blick recht plausibles Argument von der gesamten politischen Elite wiederholt, wenn es um den Euro und die Europäische Union geht: Ein engeres Zusammengehen der europäischen Staaten sei schon alleine aufgrund des globalen Wettbewerbs unbedingt notwendig. Deutschland könne in diesem alleine nicht bestehen – zu übermächtig wäre die Konkurrenz der Chinesen, Inder, Brasilianer, von den USA ganz zu schweigen. Was zunächst recht glaubwürdig erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung jedoch als völlig haltlos. Das vermeintlich schlagkräftige Argument ist überhaupt keines, zumindest dann, wenn es nur um wirtschaftliche oder verwaltungstechnische Leistungsfähigkeit geht….” (hier)

17 comments

  1. Sybille Stoa

    Ich stelle salop mal folgende Fragen:
    Wo liegen die Probleme in der EU?
    Gibt es viele Problematiken mit Polen, Dänemark, skandinavischen Staaten, den baltischen Staaten, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Bulgarien?

    Großbritannien macht manchmal Probleme wegen seiner “Extrawürst”, aber diese sind vergleichsweise harmlos und immer nur kurzes Thema. Die Benelux Staaten machen auch eher selten Probleme, außer Luxemburg einmal ein großes mit seinen Banken. Selbst Irland mit seiner hohen Staatsverschuldung im €-Raum macht eigentlich kaum Probleme: http://www.haushaltssteuerung.de/staatsverschuldung-irland.html

    Irgendwie wirkt es aus meiner sehr subjektiven Sicht so, als würden die hauptsächlichen Probleme und Spannungen zwischen dem Club-Med und Deutschland liegen. Eigentlich versucht der Club-Med Deutschland aus unbekannten Gründen für irgendwelche Probleme verantwortlich zu machen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Irland, Polen, die baltischen oder osteuropäischen EU-Staaten Deutschland so stark kritisierten.

    Deutschland betreibt auch ungesundes Lohndumping in manchen Bereichen meiner Meinung nach, wenn es zum Beispiel um Hartz-IV Aufstocker geht, die staatlich subventionierte Arbeitskräfte sind (und jede Form der staatlichen Subvention widerspricht dem Neoliberalismus). Dennoch kritisieren andere Länder das relativ sachlich und Deutschland ist sich selbst des Problems bewußt und schwankt zwischen zu hohen Mindestlohn von links und weiterer Subventionierung seitens der CDU. Ein brauchbare Mittelweg wird sich hier schon problemlos finden lassen, aber dieses vergleichsweise geringe Problem hat nichts mit den Problemen des Club Meds zu tun.

  2. Thomas Holzer

    Nicht die Größen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen 😉

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  4. Christian Peter

    @weltbürgerlicheBedürfnisanstalt

    die EU ist aus rechtlicher Sicht weder Staat, Bundesstaat noch Staatenbund. Ihre doofen Vergleiche der USA mit der EU können Sie sich daher sparen.

  5. Reinhard

    Eine abwesende EU wäre die beste EU.
    Einfach RESET und Rückkehr zur Selbstbestimmung der Völker. Vertragswerke können mehr erreichen, vor Allem, wenn Vertragsbruch zu Spannungen führen kann und nicht zu gegenseitigem Schulterklopfen wie jetzt…

  6. Mourawetz

    Diese EU hat zu viel vom zentralistischen Staat französischer Prägung und zu wenig vom Föderalismus Deutschlands.

  7. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ihre doofen Vergleiche der USA mit der EU können Sie sich daher sparen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Als im Oktober 1972 der erste Airbus A300 vom Boden abhob, lachte man bei Boeing und Mc. Donell Douglas darüber und sagte: "Bis die das können, was wir können brauchen die mindestens 100 Jahre".
    Heute ist Airbus der Welt führender Flugzeughersteller, baut der Welt größtes Passagierflugzeug und ist technologisch Boeing weit überlegen.

    Als 1992 mit dem Vertrag von Maastricht die Einführung einer gemeinsamen Währung beschlossen wurde, lachte man in der Wallstreet darüber und sprach von einem "Micky Maus Geld". Dennoch hat sich die europäische Währung trotz Krise gegenüber dem USD hervorragend geschlagen.

    Es zeigt sich immer wieder, dass das was die Amis können, wir 100x besser können, wenn man uns lässt. Wir werden daher auch beim Aufbau der vereinigten Staaten von Europa weiterhin zielgerichtet und konsequent arbeiten, und wollen uns nicht in unserer Arbeit andauernd von destruktiven Kräften behindern lassen, die zumeist ohnehin von außereuropäischen Mächten finanziert und gestützt werden.

  8. Christian Peter

    @fdominicus

    ‘wäre eine kleiner USA eine bessere USA ?’

    nicht unbedingt, denn in den USA genießen die Gliedstaaten wegen des ausgeprägten Föderalismus mehr Souveränität, als die Staaten in der (zentralistischen) EU.

  9. world-citizen

    ………….. und in der EU gibt’s Provinzen wie etwa Südtirol, die weit mehr Souveränität geniessen als ein Staat in den USA.

  10. FDominicus

    @Christion. Unbedingt, schließlich gäbe es dann nicht nur Washington. Es gäbe veilleicht sogar mehr Vielfalt und vielleicht gäbe es ein land of the free. So wie es jetzt ist, ist es das Land des crony capitalism (keine Ahnung wie man das schön in’s Deutsche übersetzen könnte, Lobbyismus ist dafür m.E. viel zu schwach)

    Die USA hätten zumindest den Bürgerkrieg in dieser Form nicht “ertragen” müssen. Ob es insgesamt friedlicher abgelaufen wäre kann ich nicht beurteilen. Aber man darf es ruhig annehmen. Jedenfalls dürften 10 Mio nicht einen solchen Schaden anrichten können wie 300 Mio….

    Kleinere Länder, kleinere Kriege scheint mir durchaus plausibel zu sein….

  11. Reinhard

    @world-citizen

    “Es zeigt sich immer wieder, dass das was die Amis können, wir 100x besser können, wenn man uns lässt. Wir werden daher auch beim Aufbau der vereinigten Staaten von Europa weiterhin zielgerichtet und konsequent arbeiten, und wollen uns nicht in unserer Arbeit andauernd von destruktiven Kräften behindern lassen, die zumeist ohnehin von außereuropäischen Mächten finanziert und gestützt werden.”

    Junge, Junge, so kernige Sätze durfte ich seit dem 11. Parteitag der SED nicht mehr hören. Genosse Erich konnte es auch nicht besser.

  12. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Kleinere Länder, kleinere Kriege scheint mir durchaus plausibel zu sein…. <<<<<<<<<<<<<

    Die "kleineren" Kriege sind immer die, bei denen die meisten Menschen abgeschlachtet werden. Die großen Kriege dagegen finden nicht statt, weil alle Angst davor haben.

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