Eine kulturelle Bereicherung für Europa

“Ein 16-Jähriger klagt an: Auf dem Weg von Libyen nach Italien sollen nigerianische Flüchtlinge mindestens fünf Passagiere über Bord geworfen haben – um den “Zorn der Götter” zu besänftigen.” Interessanter Bericht über die Gepflogenheiten anderer Kulturen hier.

17 comments

  1. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Am Mittwoch teilte der dänische Finanzminister Claus Hjort Frederiksen in Kopenhagen mit, dass sein Land wieder Kontrollen an den Grenzen zu den EU-Nachbarn Deutschland und Schweden einführen wird. Auch Frankreich und Italien haben die Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum gefordert, um der illegalen Einwanderung und dem organisierten Verbrechen entgegenzuwirken. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ich bin gespannt, wann der Gouverneur von New York ankündigt, Grezkontrollen zu den Nachbarn New Jersey, Pennsylvania und Connecticut einführen zu wollen, weil in Texas und Arizona die Südgrenze löchrig ist.

    Wenn wir weiterhin von primitiven provinziellen Kleingeistern regiert werden, die nicht begreifen können oder wollen, daß wir alle im selben Europa leben, dann ist es hoch an der Zeit, sie auszutauschen.

  2. Rennziege

    @WC:
    Ich liebe Ihre ang’rührten Entrüstungen über alles. Weiter so, pittäh!
    Aber Sie irren, wie so oft, gleich doppelt und dreifach:

    (a) Ihre Vision von einem gegen benachbarte Bundesstaaten abgeschotteten New York offenbart den gewohnten Tunnelblick, vulgo kindliche Naivität. Die Vereinigten Staaten sind seit 1776 united, ohne dass eine ungewählte Sozialistenbande zentralistische Bevormundungen, gegenseitige Haftungen oder Planwirtschaft über alle oder einzelne Länder verhängen darf. Alle 50 Bundesstaaten haben eine gemeinsame Kultur, Geschichte und großteils gemeinsame Sprache — was sie nicht daran hindert, regionale Temperamente, Traditionen und Eigenheiten zu pflegen und untereinander in einen fiskalen Wettbewerb zu treten, um die Schaffung von Arbeitsplätzen für ihre Bürger zu ermutigen: wohlwissend, dass nicht der Staat, sondern freies Unternehmertum für Jobs sorgt. (Wie auch die Schweiz, der wirtschaftlich wie sozial erfolgreichste Staat Europas, gänzlich ohne Stacheldraht zwischen den Kantönlis täglich beweist.)

    (b) Und damit kann ich mir weitere Wörtlis ersparen. Das “selbe Europa”, das Sie halluzinieren, wird es nie geben. Zu verschieden sind Kulturen und Temperamente, zu zahlreich die Sprachen, zu unterschiedlich die Bereitschaft zu Fleiß und Eigeninitiative. Gemeinsam ist der Mehrheit der EU-Reststaaten nur eine geradezu unglaubliche Korruption, auch staatlich gefördert, der Hang zu einem guten Leben auf anderer Leute Kosten, ein mittelalterlich anmutender Privilegien-Adel, Enteignung der Bürger, Erwürgung der Meinungsfreiheit und die Einführung der Diktatur durch die Hintertür.
    Aber ich weiß ja eh, dass Sie ein Fan der Entmündigung und Entrechtung sind. Freiheit ist für Sie ein Blättchen Klopapier, das man nach kurzer Benützung runterspült.

    Aber, liebenswerter und naiver Genosse: Gerade Sie sollten wissen, dass es auch in Jauchengruben gärt.

  3. Thomas Holzer

    @world-citizen
    “Wenn wir weiterhin von primitiven provinziellen Kleingeistern regiert werden, die nicht begreifen können oder wollen, daß wir alle im selben Europa leben, dann ist es hoch an der Zeit, sie auszutauschen”

    Vielleicht sollten Sie vorab den Gedanken ventilieren, die Völker Europas auszutauschen; es könnte durchaus sein, daß die Bevölkerung Ihrer “Weltregierung” eher ablehnend gegenübersteht!

  4. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Die Vereinigten Staaten sind seit 1776 united, ohne dass eine ungewählte Sozialistenbande zentralistische Bevormundungen, gegenseitige Haftungen oder Planwirtschaft über alle oder einzelne Länder verhängen darf. Alle 50 Bundesstaaten haben eine gemeinsame Kultur, Geschichte und großteils gemeinsame Sprache <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Die gefährlichsten Lügen sind die Halbwahrheiten. Sie können nicht viel Ahnung von den USA haben, denn sonst müssten Sie wissen, daß dort z.B. mehr Sprachen gesprochen werden als in Europa -nur so nebenbei.

    Und was das ganze mit einer durchaus praktischen Frage zu tun haben soll, nämlich ob nicht die gemeinsame Bewältigung eines gemeinsamen Problemes effizienter ist, als kleingeistige Schrebergartenpolitik nach dem Motto: Heiliger Florian, verschone mein Haus – zünd doch lieber andere an.

    Ganz typisch kommt diese Geisteshaltung zum Vorschein, wenn man sich Schrebergartensiedlungen ansieht. Je kleiner der Garten, umso höher der Zaun, der ihn umgibt. Sehr zur Freude der Einbrecher und Diebe, die ein Häuschen ungestört ausräumen können, ohne von den Nachbarn überhaupt wahrgenommen zu werden. Daß es wirkungsvoller wäre, die gesamte Anlage mit einem Zaun zu umgeben und im inneren der Anlage das Prinzip der neighbourhood watch anzuwenden, scheint sich bis zu den Kleinhäuslern noch nicht herumgesprochen zu haben.

  5. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Vielleicht sollten Sie vorab den Gedanken ventilieren, die Völker Europas auszutauschen; <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Mit den "Völkern" verhält es sich so wie mit dem lieben Gott. Alle reden über ihn und viele beziehen sich auf ihn, aber niemand ist in der Lage, einen Beweis für seine Existenz zu präsentieren.

    Und so lange mir auch niemand einen Beweis für die Existenz von "Völkern" zu präsentieren vermag gilt folgendes:

    Es existiert das menschliche Individuum und die Menschheit als Gesamtheit aller Individuen.
    Und die Menschen tauschen sich ohnehin laufend aus: alte sterben weg und junge kommen nach. Das ist der ganz natürliche Lauf der Evolution.

    Das heliozentrische Weltbild ist richtig und das geozentrische ist falsch!

  6. Rennziege

    @WC:
    Seltsam, wie Sie sich immer mehr in Ihrer Irrealität vergaloppieren:
    “Sie können nicht viel Ahnung von den USA haben, denn sonst müssten Sie wissen, daß dort z.B. mehr Sprachen gesprochen werden als in Europa – nur so nebenbei.”
    Mehr als nebenbei kann das auch nicht gemeint sein. Mehr Sprachen als in Europa? Englisch und Spanisch sind bundesweit gebräuchlich. Natürlich können Sie auch Chinatown und ein paar Indianerdialekte dazuzählen, eventuell auch die Restsprache deutscher Einwanderer in Südwesttexas, die italienischen Gangster vierter Generation in Chicago — aber bis auf ein paar frisch eingewanderte Latinos spricht ganz Amerika Englisch miteinander, wenn es um mehr als Smalltalk geht.
    Und zur “Ahnung von Amerika”: ich war dort länger als Sie auf Ihrem Häusl, nämlich fünf Jahre lang, gleich nach der Uni: nicht als Touristin, sondern in Lohn und Brot, was mir viel gegeben hat für mein Leben und Denken. Dorthin kehren meine Familie und ich auch zuück, nach Amerika ein wenig weiter nördlich, Kanada eben.
    Wo frei denken, frei atmen und frei leben noch Grundrechte sind.

  7. Thomas Holzer

    @world-citizen
    Dann fragen Sie halt nicht die Völker, sondern die Bürger, oder die Einwohner, oder wie immer Sie auch die Personen(gruppe) benennen wollen, welche z.B. in diesem konkreten Fall in Norwegen lebt.

    Wenn manche Personen keine Argumente mehr haben, greifen Sie zu Spitzfindigkeiten oder werden zu Wortklaubern 😉

  8. KClemens

    @w-c,

    >>>>>Die gefährlichsten Lügen sind die Halbwahrheiten. Sie können nicht viel Ahnung von den USA haben, denn sonst müssten Sie wissen, daß dort z.B. mehr Sprachen gesprochen werden als in Europa -nur so nebenbei.<<<<<

    Kurze Gegenfrage: Wie lautet die Amtssprache in den USA und welche Amtssprache wird in der EU gesprochen?

  9. PP

    @world-citizen
    Nur um sicherzugehen den Kern ihrer Aussage richtig verstanden zu haben: Es gibt also verschiedene Völker so wenig, wie es den lieben Gott gibt? Weil die Existenz Gottes nicht beweisbar ist, ist die Existenz von Völkern weder bewiesen noch beweisbar? Wo würden sie denn bei dieser durchaus schlüssigen Nichtbeweisbarkeitsregel haltmachen?

    Vielleicht ist es ihnen schon aufgefallen, wie dumm es ist, sich auf die Existenz Gottes zu berufen und wie ebenso dumm es ist, sich auf die Nichtexistenz Gottes zu berufen.

    ICH denke, also bin ICH. Your mileage may vary.

  10. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Vielleicht ist es ihnen schon aufgefallen, wie dumm es ist, sich auf die Existenz Gottes zu berufen und wie ebenso dumm es ist, sich auf die Nichtexistenz Gottes zu berufen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    ……….. und noch dümmer ist es, sich auf so etwas wie einen "Volkswillen" zu berufen – so zu tun, als könne eine heterogene Masse einen einheitlichen Willen haben.

    http://2.bp.blogspot.com/-q9SED1c3-U8/UjIkHvVEF_I/AAAAAAAAB60/aI1n_UE98X8/s1600/Aufgelesen.jpg

  11. Thomas Holzer

    @world-citizen
    Da bin ich ganz auf Ihrer Seite 😉 mehr als selten, aber einmal darf es sein 🙂
    Nur Sie als Demokrat sollten doch zumindest einen sog. Mehrheitswillen anerkennen, oder Anerkennen Sie einen Mehrheitswillen nur dann, wenn dieser Ihren Vorstellungen entspricht?!

    Wenn “Ihre” heterogene Masse mehrheitlich für eine Öffnung/Abschaffung von Grenzen eintritt, dann ist diese “Willensbekundung” zu berücksichtigen, wenn diese Masse für eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen eintritt, dann nicht?!

    Yep, indeed, ist schon schwierig mit der Demokratie 🙂

  12. Graf Berge von Grips

    Bitte lasst den Wc nicht in ein Raumschiff, bei der Erstbesiedelung eines extraplanetarischen Planeten….

  13. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Nur Sie als Demokrat sollten doch zumindest einen sog. Mehrheitswillen anerkennen, oder Anerkennen Sie einen Mehrheitswillen nur dann, wenn dieser Ihren Vorstellungen entspricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Zum einen muss gesagt werden, dass eine Suggestivfrage, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden kann, ohnehin keinen "Mehrheitswillen" zum Ausdruck bringt, sondern im allerbesten Fall eine augenblickliche Stimmung.

    Und zum anderen gehört festgehalten, dass Mehrheitsentscheide nicht dazu missbraucht werden dürfen, Menschenrechte und Minderheitenrechte zu beschneiden.

    Es steht z. B. einer Mehrheit nicht zu, über die Lebenszeit von einzelnen Individuen zu verfügen. Der Mensch ist kein Volkseigentum.

  14. Thomas Holzer

    @world-citizen
    Wir wissen schon, daß Sie es gerne für sich drehen und wenden, wie es Ihnen gerade passt.
    Darf aber trotzdem festhalten: es gibt sehr wohl Fragen, welche mit “Ja” oder “Nein” beantwortet werden können, und keine Suggestivfragen darstellen! 😉

    Ist es ein Menschenrecht, Grenzverkehrskontrollen durchzuführen? oder widerspricht diese Durchführung den Menschenrechten?
    Oder, anders gefragt: was haben Grenzkontrollen mit Menschenrechten und/oder Minderheitenrechten zu tun.
    So diese Ihrer Meinung nach diese verletzen, so haben alle europäischen Staaten bis zur Einführung des “Schengen-Abkommens” diese anscheinend mit Füßen getreten und 24/7/365 verletzt.
    Eigenartige Rechtsansicht, erlaube ich mir festzuhalten

  15. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Ist es ein Menschenrecht, Grenzverkehrskontrollen durchzuführen? oder widerspricht diese Durchführung den Menschenrechten? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Als Bürger der Europäischen Union ist es mein Recht, mich im gesamten Unionsgebiet frei zu bewegen und mich an jedem Ort beliebig lange aufzuhalten.
    Grundlose Zurückweisungen, etwa weil dem Grenzbeamten meine Nase nicht gefällt gibt es ja auch heute noch in zahlreichen Ländern der Erde. Aber wenigstens in unserem kleinen Europa wurde dieser Unsitte ein Riegel vorgeschoben.

  16. Manuel Leitgeb

    @world-citizen
    Mein Kommentar ist schon recht spät dran, und ich weiß nicht, ob er noch gelesen wird, aber was soll’s.
    Die Grenzkontrollen richten sich gegen Nicht-EU-Bürger und können daher eingeführt werden, sie als EU Bürger können vom Grenzbeamten natürlich nicht an der Einreise gehindert werden.
    Eine Korrektur zum Aufenthalt: Sie können sich NICHT beliebig lang in anderen EU Ländern aufhalten!
    Um sich länger aufzuhalten (meistens länger als 3 Monate) müssen sie zusätzliche Auflagen erfüllen. In der Regel sind das genüg Mittel zum Selbsterhalt (z.B. durch Arbeit) und/oder fester Wohnsitz (gemeldeter Nebenwohnsitz). Da ich selbst im EU-Ausland gearbeitet habe, kenne ich diese Regelungen persönlich.

  17. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>> Eine Korrektur zum Aufenthalt: Sie können sich NICHT beliebig lang in anderen EU Ländern aufhalten! Um sich länger aufzuhalten (meistens länger als 3 Monate) müssen sie zusätzliche Auflagen erfüllen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Wenn ich in einem Land Wohnsitz nehme, dann muss ich mich nach 90 Tagen dort anmelden und dann wird geprüft, ob ich ein ausreichendes Einkommen habe.
    So weit die Vorschrift. In der Praxis fragt heute zum Glück niemand mehr, wie lange ich mich irgendwo aufgehalten habe, auch wenn es mehr als 90 Tage waren. Die Ein- und Ausreise wird innerhalb der EU nirgendwo registriert und Einreisestempel gibt's zum Glück auch nicht mehr.
    Und selbst wenn ich irgendwo dauerhaft bleibe und die Anmeldevorschrift ignoriere, wird mir niemand etwas tun, so lange ich unauffällig bleibe und keine Straftaten begehe.

    So läuft es in der EU, aber anderswo ist's komplizierter: Da muss man vielfach schon bei der Passkontrolle ein Rückreiseticket und den Nachweis einer vorausbezahlten Unterkunft vorweisen können um überhaupt eingelassen zu werden. Und bei längerem Aufenthalt wahrscheinlich auch noch eine Krankenversicherung abschließen, denn die heimische Pflichtversicherung wird außerhalb der EU ja auch nicht anerkannt. So kann ein Daueraufenthalt auch für Bezieher einer üppigen Rente mitunter unerschwinglich werden.

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