Eine Lehre aus der Griechen-Krise

“Die Eurozone muss eine Konkursordnung für Staaten entwickeln, die verhindert, dass andere Staaten via Schuldensozialisierung in die Rolle von Gläubigern kommen.” Ein Kommentar von Hans-Werner Sinn, hier.

10 comments

  1. H.Trickler

    Die Politikdarsteller werden auch diese Publikation – weil zu ketzerisch – totschweigen oder ins Lächerliche ziehen.

  2. Fragolin

    Das ist doch keine Lehre aus der Griechen-Krise sondern etwas, was der gute Mann bereits vor Jahren als dringliches Problem benannt hat.
    Ich bewundere den Langmut Sinns, der mit seinen Prognosen bisher immer Recht behalten und die richtigen Auswege aufgezeigt hat. Jahrelang wird er in jede Tagesthemen zugeschaltet um dort immer und immer wieder die gleiche Wahrheit zu verkünden und immer, aber wirklich immer, zähnezwinkernd als seltsamer alter Mann mit kauzigem Bart und kruden Ansichten präsentiert zu werden. Die Politdilletanten fragen ihn grundsätzlich nur nach seiner Meinung, um sofort das Gegenteil als Lösung aller Probleme zu präsentieren, und damit noch mehr davon zu erzeugen.
    Ich warte auf den Tag, an dem Herr Sinn Frau Slomka lächelnd ins Gesicht sagt: “Warum soll ich Ihre Frage beantworten? Sie nehmen mich eh nicht ernst und die, die das tun sollten, hören mir nicht zu. Da kann ich auch La Paloma pfeifen und dabei ein Ei auf dem Kopf balancieren.”

  3. sokrates9

    Die EU, ein Verein der schon immer die primitivsten ökonomischen Gesetze ignorierte und glaubt die Welt mit Solidarität und Sozialismus retten zu können ist derart lernresistent, dass Sinn´s Worte völlig SINNLOS sind!

  4. Thomas Holzer

    “…………die verhindert, dass andere Staaten via Schuldensozialisierung in die Rolle von Gläubigern kommen.”

    Das war doch von den Politikerdarstellern gewollt!
    Sie hatten, haben die Hoffnung, daß durch eine Sozialisierung der Schulden auf alle Euro-Staaten sich der Wunsch nach einer Euro-Zentralregierung leichter durchsetzen lässt; “unsere” Politikerdarsteller haben -wieder einmal- ein Szenarium “erarbeitet”, welches in Bälde als alternativlos bezeichnet werden wird

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    Es gibt noch Politiker mit Rückgrat: Herr Bosbach (CDU) zeigt auf, dass er damals ein ganz anderes Konzept mutbeschlossen hat: weder eine Haftungsunion noch eine Transferunion!
    Und wenn die Kronen-Zeitung ähnliches wiederholen wollte, könnte es auch der amtierende BK (Politikdarsteller W.F.) verstehen. Weil zum Zeitpunkt der Beschlussfassung hat er sicher noch sein Maturazeugnis gesucht oder studiert?
    🙂

  6. Weninger

    @Holzer
    Ich glaube gar nicht an den großen Masterplan, es geht immer nur ums Weiterwursteln bis zur nächsten Wahl und die wohlverdiente Politpension, mit Sitz in einem Aufsichtsrat a la Schröder oder Schüssel. Und vielen Interviews wie jetzt im Sommer, was man heute alles anders machen würde. Gähn.-

  7. Sven Lagler

    @Fragolin

    Zumindest Wolfgang Bosbach, ebenso in vielen Diskussionsrunden zu sehen, gibt jetzt Hans Werner Sinn Recht. Und Schäuble scheint ebenso immer mehr Sinns Kurs zu befürworten. Die Hoffnung lebt.

  8. FDominicus

    Herr Sinn ist immer noch ein glühender Verehrer von Zentralbanken und mit Geld hat er auch nichts am Hut, deswegen ist ein Rat zumindest in dieser Hinsicht nicht’s wert. Sorry, wer nicht gegen das Zahlungsmittelmonopol des Staates ist und Zentralbanken für unverzichtbar hält will auch den Teufel mit Beelzebub austreiben.

    Der € wird wie alle Fiat-Währungen massiv inflationiert und die Folgen will man dem Kapitalismus anhängen, dabei gibt es gerade bei Zwangzahlungsmittel eines ganz bestimmt nicht – einen Markt. Der “Markt” ist völlig beherrscht von den Zentralbanken…

  9. Christian Peter

    @FDominicus

    Zentralbanken sind nicht das Problem, zu Zeiten der Deutschen Mark bzw. des Schillings hat das Geldsystem jahrzehntelang hervorragend funktioniert.

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