Eine Leserin schreibt

Von | 1. Februar 2014

“Die Staatsquote wird bei uns wohl so bald nicht herunter kommen, und daher wird auch kein wirklicher Spielraum für Reformen oder gar Entlastungen da sein. Zusehr ist der aufgeblähte Verwaltungsapparat durch den Proporz abgesichert.Zwei jüngere Beispiele direkt aus dem Leben gegriffen: Eine Bekannte von mir arbeitet in einem Amt in Wien, auf einem sehr gut bezahlten Posten. Sie sagt mir privat, sie kann ihre Arbeit in ca. 10% ihrer Arbeitszeit erledigen, die restlichen 90% der Zeit macht sie was sie will.

Ein Bürgermeister einer Stadt in Oberösterreich sagte kürzlich im privaten Rahmen: “zwei Drittel unserer Beamten sind überflüssig, nur wenn ich das öffentlich sag’, bin ich auf der Stelle politisch tot.”

Das heisst, diese Leute wissen natürlich, was los ist. Das ist ja ein offenes Geheimnis. Nur sind diese “überflüssigen Beamten” halt Wähler und von der Beamtengewerkschaft gut vertreten. Deswegen wird sich bei uns gar nix ändern, und so gehen wir sehenden Auges langsam den Bach hinunter.” (N.N.)

17 Gedanken zu „Eine Leserin schreibt

  1. Reinhard

    Und welche Partei breitet ihre schützenden schwarzen Flügel über dieser überflüssigen Beamtenschaft aus?
    Wirtschaftskompetent und entfesselnd…

  2. Karl K.

    Sorry für das O.T. aber nachdem Frau Weiss hier ja Reklame für das TS macht ein Wörtchen dazu:

    Liebe Brechstange, liebe Frau Weiss!

    http://www.österreich.at/nachrichten/Team-Stronach-will-Waffen-fuer-alle/130381445

    Peinlicher geht es wohl nichtmehr. Waffen für alle, so auch für Leute von den Linken, etc. etc.

    Das kann wohl nicht der Ernst einer mittlerweile 1% Partei sein.

    Und nein Frau Weiss, es ist nicht die Presse die ihre Partei in Grund und Boden schreibt, das erledigen sie schon ganz alleine selbst!

  3. Goetz Goetz

    Die Staatsquote beträgt in Österreich nach meinem Wissenstand 52 %. Man muß kein großer Volkswirtschaftler sein, um zu wissen was passiert, wenn diesem Staat das Geld ausgeht. Das wird zwar dank Herrn Dhragi nicht so schnell geschehen, aber der Crash kommt sicher. Und dann “Gnade uns Gott”,

  4. Christian Peter

    Was darf man sich in einem Land erwarten, in dem :

    – 20 % aller Arbeitnehmer in der öffentlichen Verwaltung tätig sind,
    – 25 % aller Arbeitsstunden in der öffentlichen Verwaltung geleistet werden,
    – Staatsdiener um 30 % mehr verdienen, als für vergleichbare Tätigkeiten in der Privatwirtschaft bezahlt wird,
    – sich die Beamtenzahl von 1935 – 2003 (für nahezu idente Aufgaben) verdreifachte,
    – Staatsdiener um 7 Jahre früher pensioniert werden als in der Privatwirtschaft,
    – Staatsdiener nach wie vor unglaubliche Privilegien genießen (u.s.w) ?

  5. gms

    Goetz Goetz,

    “Die Staatsquote beträgt in Österreich nach meinem Wissenstand 52 %. Man muß kein großer Volkswirtschaftler sein, um zu wissen was passiert, wenn diesem Staat das Geld ausgeht.”

    Dieses Schreckgespenst wird m.E. unredlich überzeichnet, wie Anpassungen beweisen in Ländern, die mit dem Rücken zur Wand standen und zwangsweise reformierten. Nach ein paar Jahren war die Chose gegessen. Das Beispiel Schweden ist bekannt, jenes von Estland vermutlich ebenso, das im Jahr 2000 begann, den Kommunismus abzuschütteln [1]

    Im Übrigen ließe sich die Staatsquote durch Privatisierungen im Handumdrehen senken, ohne zugleich die Bürger auch nur ein Promill weniger auszupressen. Diese Privatisierungen würden zwar einige popeldrehende Minderleister auf die Straße spülen, im Gegenzug aber auch qualifizierte Arbeitskräfte neu schaffen. Daß selbiges Szenario analog für eine verminderte Abgabenquote gilt, sei bloß der Vollständigkeit halber angemerkt.

    Tu ne cede malis — Fürchte das Unheil nicht. Langfristig kann uns nichts Besseres passieren, alsdaß dem Staat das Geld ausgeht, zumal es eingedenk der verantwortlichen Protagonisten sowieso unvermeidlich ist.

    [1] welt.de/print-welt/article259512/Von-Estland-lernen.html

  6. wrl

    Christian Peter

    Klingt doch irgendwie schlüssig – die 20% erbringen eine wesentlich höhere Arbeits(stunden)leistung als der Rest der Arbeitnehmer, da relativieren sich die 30% Mehrgehalt doch irgendwie, oder? 🙂

    Ich weiß nur nicht wieviele der 25% ÖD-Arbeitsstunden tatsächlich produktiv sind…

    Schönes Wochenende

  7. Christian Peter

    @wrl

    es relativiert sich gar nichts, ganz im Gegenteil, der steigende Arbeitsaufwand ist Ausdruck geringer Produktivität : 1964 betrug der Anteil der Verwaltung an allen geleisteten Arbeitsstunden lediglich 10 % (heute : 25 %). Im selben Zeitraum reduzierte sich das Arbeitsvolumen der gesamten österreichischen Wirtschaft dank Rationalisierung und Produktivitätssteigerung um mehr als 12 % : Österreich wird (unproduktiv) zu Tode verwaltet.

  8. Sybille Stoa

    Die Steuereinnahmen 2013 stiegen im Vergleich zum Vorjahr 2012 um 4,4% an:
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1556759/Budget-2013_Weniger-Einnahmen-trotz-hoherer-Lohnsteuer

    Das BIP 2013 wuchs aber nominell nur um 2,4% im Vergleich zu 2012.

    Trotzdem wurden weniger Steuern als erwartet (+5,5% erwartete Steuereinnahmen) eingenommen.
    Der Bedarf an Einnahmen steigt ständig und jetzt sogar weit mehr als das BIP wächst und es ist trotzdem noch immer zu wenig.

    Arbeitslosigkeit stieg 2013 um 11,9% gegenüber dem Vorjahr 2012 an:
    http://www.ams.at/_docs/001_monatsbericht.pdf  

    Ein Bekannter schrieb heute auf twitter:
    “75% der Grün-Wählerinnen glauben unhinterfragt, dass internationale Konzerne und Banken an dem allen schuld sind. Ein Grünwähler, der sogar bei einer Investmentbank arbeitete und gut verdiente, glaubte das.
    Niemand überprüft mehr wissenschaftlich und kalkulatorisch das erzählte.
    Das ist Aberglauben und tiefstes Mittelalter, der kritische Geist der Aufklärung ist bereits tot hier.”

  9. rubens

    Karl K

    Wer für die Drogenfreigabe plädiert, wie hier im Forum, muss auch für einen freieren Umgang mit Waffen sein. Vorausgesetzt muss in beiden Fällen Eigenverantwortung und Verantwortungsbewusstsein sein. Also wo wäre hier das Problem, Karl K?

  10. sybille Stoa

    @rubens das Waffengesetz ist sehr liberal in Österreich, siehe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_(%C3%96sterreich)

    In Deutschland sind unter anderem:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Shuriken
    http://de.wikipedia.org/wiki/Springmesser
    verboten, während das in Österreich erlaubt ist.

    Nicht meldepflichtig und frei käuflich ab 18 sind:
    Luftdruckgewehre und -pistolen sowie CO2-Gewehre und -Pistolen mit einem Kaliber < 6 Millimeter, Waffen mit Lunten-, Radschloss- und Steinschlosszündung, einschüssige Schusswaffen mit Perkussionszündung, Schusswaffen die vor 1871 erzeugt wurden

    meldepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtige Waffen sind:
    Repetierbüchsen, Bockbüchsflinten, Drillinge, Einlaufflinten, Doppelflinten, Bockflinten

    Reichen 3 Samurai-Schwerter, 2 Luftdruckpistolen und 1 Repetierbüchse aus um sich zu bewaffnen oder brauchen Sie Halbautomatik-Feuerwaffen?

  11. DNJ

    ad Karl K.
    Schusswaffenbesitz für unbescholtene Bürger darf doch um Himmels Willen kein Tabu sein. Die Kriminalisierung freier und ihr Eigentum und Leben schützen wollender Bürger ist unerträglich und zynisch.

  12. DNJ

    ad Stoa
    Luftdruckwaffen sind für die Elbstverteidigzung ungeeignet, ebenso wie die meisten Blankwaffen, da sie großes Geschick erfordern. Sinnvoll im häuslichen Bereich sind Faustfeuerwaffen mit anstzändigem Kaliber (mind 9 mm Para) oder Schrotflinten. Alles andere ist Spielzeug, selbstverständlich fallen aber Pistolen unter halbautomatische Waffen (Selbstlader). Was sie dabei besonders gefährlich machen woll, weiß ich aber nicht.

  13. sybille Stoa

    DNJ eine Glock ist nicht gefährlich, eine MP oder STG77 mit kurzem Lauf und 30 oder mehr Schuss Munition im Magazin würde ich hergeben. Nicht alles der Halbautomatikwaffen mit Schnellfeuerkraft und großem Magazin fällt unter Kriegsgerät.
    Mir geht es darum, dass 6-7 Schuss zur Selbstverteidigung reichen, aber nur schwer für Amokläufe missbraucht werden können.

  14. sybille Stoa

    Genauso wie ich nur für die Liberalisierung einer Droge bei sehr stark kontrolloierten Bedingungen bin, bin ich das bei Waffen genauso.
    Man muss in beiden Fällen Nutzen und Schaden abwägen.

  15. DNJ

    ad Stoa
    Eine Glock hat 17 Schuss — mit 3 oder 4 Reseervemagazinen ist man schnell bei 60 bis 70 Schuss Kapazität, wenn man dann eventuell noch eine zweite Pistole hat, verdoppelt sich das …. und jemand, der mit diesen Waffen gut umgehen kann, ist gefährlicher als ein Amateur mit StG77 oder MP, zumindest auf Distanzen bis 30 m oder Indoor. Dh konkret einen Amoklauf kann ich nicht so simpel verhindern, indem ich sage Glock ist ok, aber StG tabu. Wenn die Opfer unbewaffnet sind kann man sogar mit einer doppelläufigen Schrotflinte einen Amoklauf starten. Weil kaum jemand den Mut finden wird sich auf einen Bewaffneten zu werfen, was nur funktioniert, wenn es drei oder vier gleichzeitig tun. Soviel Mumm bringen wenige auf. Sollte aber jemand eine versteckte Faustfeuerwaffe tragen und im richtigen Moment zücken, dann wendet sich das Blatt schnell. So sehe ich das zumindest.

  16. sybille Stoa

    Mit einem STG77 kann ich auch snipen, sogar mit dem nicht durchgängingen Fadenkreuz, wo in der Mitte nur der Ring ist. Mit einem entsprechend langen Lauf und zusätzlichem Drall kann mam beim STG77 die Austrittsgeschwindigkeit so erhöhen, dass jeder Treffer …

    Einen geplanten Amoklauf von jemand, der im Amokzustand noch schnell genug Magazin wechseln kann, kann man wirklich schwer stoppen. Soweit gebe ich ihnen recht.

  17. DNJ

    ad Stoa
    Alles klar: ich kenne diese Waffen wie das StG77 gut genug, jedoch: snipende Amokläufer sind eher selten. Und bedenken Sie zum Beispiel mit welch lächerlichem Waffen-Material die Highschool Amokläufer in Columbine unterwegs waren, KK-Selbstlader und Pistolen. Die 22lr ist übrigens auch eine beliebte Killerpistole in Südamerika: billige Mun, relativ leise und Projektile ballistisch schwer einer bestimmten Waffe zuzuordnen.

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