Eine neue bürgerliche Partei in Wien?

“….Es herrscht Unruhe in der Wiener ÖVP-Führung. Anlass dafür sind, wie das Magazin „Format“ berichtete, Überlegungen und teils konkrete Pläne für eine neue, alternative bürgerlich-liberale Partei. Diese neue Liste wird derzeit von der ÖVP nahe stehenden Personen, die vor allem aus der Wirtschaft kommen, sowie von ehemaligen ÖVP-Politikern diskutiert…..” (hier)

14 comments

  1. Thomas Holzer

    Ja eh! typisch OEVP, es wird diskutiert(sic!)
    Jedem, der in dieser Rumpfpartei was zu sagen hat, sollte nicht mehr diskutieren, sondern endlich handeln! Aber das haben die wahrscheinlich schon alle verlernt.

  2. Riso

    Genau was wir brauchen, eine neue “liberale” Partei.
    Weils ja so wenige davon gibt.

    Eine Kopie der Schweizer VP wäre mir bei weitem lieber.

  3. Mario Gut

    Bürgerliche Wiener wollen 1. eine wirklich wirtschaftsliberale Partei, aber nicht den 10.Aufguss des Schwulen-Adoption Minderheiten Programms (an dem dann auch die NEOS scheitern werden – kapiert hat´s Herr Strolz in seiner, vom “restless Syndrom” betroffenen Inszenierung, definitiv nicht).
    Also eine Bewegung “Zurück zur Normalität” – keine permanent Unterstützung der uns tagtäglich umgebenden Freakshow. Laßt sie einfach “links” liegen – man wird es danken!
    Wenn die Idee der ÖVP Urban Partei in diese Richtung gehen soll, kann sich nur wieder die FPÖ freuen. Anleihen bei der AFD in Deutschland nehmen!

  4. Thomas Holzer

    @Mario Gut
    Sie haben absolut recht!
    In unseren Zeiten wird liberal/libertär sein leider mit X-Beliebigkeit verwechselt!
    Da fällt mir ein altes Sprichwort ein: “Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann” 🙂
    Wobei die AfD mit ihren jüngsten Auslassungen zu Russland meiner Meinung nach gehörig daneben gegriffen hat-

  5. sybille Stoa

    @Mario Gut
    naja Neos möchte halt auch bei den GrünInnen etwas Stimmen gewinnen und deswegen machen die das Programm. Die bürgerlichen Grünen haben genug von links linken Anarchos und mit dieser toleranten kann man sie gewinnen.
    Ich verstehe aber auch nicht, warum bürgerliche wie sie sich so wegen der Homogeschichte echauffieren. Im Endeffekt werden von wenigen Homos noch viel weniger adoptieren wollen und diejenigen, die die eher bürgerlichen Adoptionsbedingungen erfüllen müssen (‘stabile Beziehung’, ‘geregeltes gutes Einkommen’, ‘nicht vorbestraft’, …) sind so eine kleine Gruppe, da fragt man sich schon, was das für sie für eine Relevanz hat.
    Ich würde von dieser neuen bürgerlichen ÖVP den Beweis haben wollen, dass sie das Pensionssystem reformiert und Steuern senkt, nur dann wäre sie für mich wählbar.

  6. sybille Stoa

    Dass Problem ist halt, dass sie Homos als Freaks bezeichnen und manche von denen gut verdienen und weniger Steuern zahlen wollen.
    HC – Strache als kleines Heimkind aus einer wenig korrekten Familie ist auch ein Freak und wird es für die deutschnationalen Adeligen auch immer bleiben. Hingegen zählt für Neos nur die Leistung 🙂

  7. gms

    Sybille Stoa,

    hinter dem Ansinnen über die Adoption von Kindern durch Homosexuelle verbirgt sich ein Kampf, der bereits um 1890 offen und unverblümt deklariert wurde:

    “Aufhebung der Familie! Selbst die Radikalsten ereifern sich über diese schändliche Absicht der Kommunisten.
    Worauf beruht die gegenwärtige, die bürgerliche Familie? Auf dem Kapital, auf dem Privaterwerb. Vollständig entwickelt existiert sie nur für die Bourgeoisie; aber sie findet ihre Ergänzung in der erzwungenen Familienlosigkeit der Proletarier und der öffentlichen Prostitution.
    Die Familie der Bourgeois fällt natürlich weg mit dem Wegfallen dieser ihrer Ergänzung, und beide verschwinden mit dem Verschwinden des Kapitals.
    Werft ihr uns vor, daß wir die Ausbeutung der Kinder durch ihre Eltern aufheben wollen? Wir gestehen dieses Verbrechen ein.
    Aber, sagt ihr, wir heben die trautesten Verhältnisse auf, indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen.
    Und ist nicht auch eure Erziehung durch die Gesellschaft bestimmt? Durch die gesellschaftlichen Verhältnisse, innerhalb derer ihr erzieht, durch die direktere oder indirektere Einmischung der Gesellschaft, vermittelst der Schule usw.? Die Kommunisten erfinden nicht die Einwirkung der Gesellschaft auf die Erziehung; sie verändern nur ihren Charakter, sie entreißen die Erziehung dem Einfluß der herrschenden Klasse. [..]
    Die sozial[istisch]en und kommunistischen Schriften[..] haben daher höchst wertvolles Material zur Aufklärung der Arbeiter geliefert. Ihre positiven Sätze über die zukünftige Gesellschaft, z.B. Aufhebung des Gegensatzes zwischen Stadt und Land, der Familie, des Privaterwerbs, der Lohnarbeit, die Verkündigung der gesellschaftlichen Harmonie [..] drücken bloß das Wegfallen des Klassengegensatzes aus [..]”

    Karl Marx/Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei
    mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm

    Daß Marx sich dabei nicht nur auf die bürgerliche Ehe bezieht, wird aus seiner Schrift “Die deutsche Ideologie” offensichtlich, wo er schreibt: “Bei den Wilden versteht es sich von selbst, daß jede Familie ihre eigene Höhle oder Hütte hat, wie bei den Nomanden das separate Zelt jeder Familie. Diese getrennte Hauswirschaft wird durch die weitere Entwicklung des Privateigentums nur noch nötiger gemacht. [..] Das die Aufhebung der getrennten Wirtschaft von der Aufhebung der Familie nicht zu trennen ist, versteht sich von selbst.”

  8. sybille Stoa

    @gms
    im Gegensatz zu ihnen sehe ich nicht 1890 Homosexuelle als Problem der Gesellschaft, sondern
    2.200.000 Pensionisten
    200.000 Privilegienpensionisten
    500.000 Arbeitslose
    1.000.000 beschäftigte im staatlichen oder staatsnahen Sektor
    sowie eine schleichende Islamisierung
    Verlust an Innovationskraft
    immer höhere die Wirtschaft abtötende Steuern
    als Problem.

    So hat halt jeder seine Prioritäten!

  9. sybille Stoa

    Besonders sind die 1890 Homos, wenn sie über ein stabiles Einkommen aus der freien privaten Wirtschaft verfügen, Nettozahler und keine Staatsschnorrer, wie 3.900.000 restliche in Österreich.

  10. gms

    Sybille Stoa,

    “im Gegensatz zu ihnen sehe ich nicht 1890 Homosexuelle als Problem der Gesellschaft”

    Hätten Sie Ihren Verstand benutzt, anstatt obiges im Affekt ins Keyboard zu hämmern, wäre Ihnen dieser hanebüchene Bullshit ziemlich peinlich. Diesem Affekt ist wohl auch Ihr eigenartiges “1890 Homosexuelle” (?!) zuzuscheiben.

    Daher nochmal langsam zum bedächtigen Nachturnen: Um 1890 (als Jahreszahl gelesen: Achtzehnhundertneunzig) wurde die Famile für die aufkommenden Kommunisten zum offen erklären Ziel-1-Gebiet zwecks Aushöhlung und Abschaffung. Die Familie war und ist für Linke untrennbar mit dem verpönten Privateigentum verbunden, zugleich stehen familiäre Bande auch auf anderen Ebenen erkennbar im Konflikt mit Beziehungen zum Staat.

    Hinzu kommt die von linken Vordenkern immer wieder getrommelte Pflicht, niemals still zu stehen, hierbei immer wieder neue Opfergruppen auszumachen und für eigene Zwecke zu vereinnahmen. Was auch immer in den letzten Jahrzehnten hierzulande unter der Ägide einer Frauen- und Familienpolitik unternommen wurde, folgt auch und insbesondere den vor 120 Jahren ausformulierten Prinzipien.

    Wenn die Familie erst mal zum Beliebigen geworden ist, das insbesondere mit eigenem Fleisch und Blut nicht mehr zwingend in Verbindung gebracht wird, ist ein wichtiger Meilenstein der Linken erreicht. Wer meint, Sozialisten sähen in Schwulen und Lesben etwas anderes als eine willfährige Manövriermasse, der glaubt auch an einen Osterhasen im Renntierschlitten. Frauen, Flüchlinge und Homosexuelle (sprich aktuelle Opfergruppen) dürfen sich selbstverständlich nach eigenem Ermessen politisch instrumentalisieren lassen, bloß soll niemand behaupten, es ginge dabei alles mit redlichen Absichten vorsich.

  11. sybille Stoa

    Mein lieber GMS, gescheiterte Ehen gehen meiner Meinung weniger auf Homosexuelle zurück, sondern auf viele andere Dinge, wie postmoderne Dekadenz, ein krankhaftes staatlich überreguliertes System, wo sich der Staat immer mehr ins Privatleben der Leute einzumischen droht.
    Sie sind für mich genau so ein Staatsfetischist, der Homosexuellen unter Androhung der Staatsgewalt was aus dem Blickwinkel einer völkischen Perspektive verbieten und vorschreiben will. Jede weitere Einmischung der Staatsgewalt sehe ich als problematisch an. Prostituierte forderten auch keine Kriminalisierung der Freier durch die Staatsgewalt und trotzdem wurde dies bereits in vielen EU-Staaten umgesetzt.
    Jede Einmischung in die Privatangelegenheiten von anderen, die nicht missbrauchende, sondern auf beidseitigen Einverständnis beruhende Sexualität betreffen, gehen den Staat gar nichts an. Der verdammte Staat und die Kotzstaatlichkeit mischt sich bereits zu viel in die Privatsphere der Bürger ein.

  12. sybille Stoa

    Diese Staaten in der EU sind bereits in höchstem Maße faschistoid geworden, wenn die Staatsgewalt auf beidseitigem Einverständnis beruhende Sexualität (egal ob privat oder gewerblich) teilweise kriminalisieren und regulieren will

  13. gms

    Sybille Stoa,

    “Mein lieber GMS, gescheiterte Ehen gehen meiner Meinung weniger auf Homosexuelle zurück ..”

    Ja, nein, vielleicht — niemand hat hier Gegenteiliges behauptet.

    “Sie sind für mich genau so ein Staatsfetischist, der Homosexuellen unter Androhung der Staatsgewalt was aus dem Blickwinkel einer völkischen Perspektive verbieten und vorschreiben will.”

    Na ja, zumindest können Sie sich für Ihre absurde Replik auf Ihr hoffnungslos defektes Hermeneutik-Modul berufen, zumal mangelnde Sprachkenntnisse wohl ausscheiden.

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