Eine Quote für Nobelpreise muss her…

(ANDREAS TÖGEL)  Die kürzlich erfolgte Vergabe der Nobelpreise für das Jahr 2013 bietet einen guten Anlass, sich die Liste der bisher geehrten Personen etwas genauer anzusehen. Insgesamt wurden die Preise (inklusive „Wirtschaftsnobelpreis“) an bisher 876 Personen verliehen, wovon einige mehrfach ausgezeichnet wurden. In mehreren Jahren, besonders während der beiden Weltkriege, entfiel die Preisvergabe. In den meisten Kategorien (ausgenommen Literatur) überwiegt die gleichzeitige Ehrung mehrerer Laureaten.

 

Die folgende Betrachtung konzentriert sich auf die Wissenschaftspreise, und zwar jene für Physik, Chemie und Medizin (Physiologie). Eine Vergabe nach sachlichen, anstatt nach politisch-ideologischen Kriterien ist hier wahrscheinlicher als in den übrigen Sparten. Man sollte nicht übersehen, daß in Skandinavien die politische Landschaft noch weiter links angesiedelt ist als im Rest Europas. Eine entsprechende politische Schlagseite bei der Preisvergabe ist unvermeidlich. Der Friedensnobelpreis bleibt daher unberücksichtigt. Sein rein politischer Charakter ist offenkundig. Da er bevorzugt an Kriegstreiber wie Theodore Roosevelt, überflüssige Vereine wie das „Ständige Internationale Friedensbüro“ in Genf, den Völkerbund, die UNO und / oder deren Funktionäre, Politverbrecher wie Le Duc Tho, Rassisten wie Eli Wiesel, Mordbrenner wie Yassir Arafat und Windbeutel wie Al Gore und Barack Obama verliehen wird, erhebt sich die Frage, welcher Teufel das Nobelkomitee bei der Auswahl der Preisträger in dieser Kategorie reitet.

Aus denselben Gründen wird auf die Würdigung der Kategorie Literatur verzichtet. Auch der Literaturnobelpreis wird überwiegend aus politischer Opportunität verteilt und hat mit der Qualität des Oeuvres der Ausgezeichneten allenfalls am Rande zu tun.

 

Der seit 1969 verliehene „Wirtschaftsnobelpreis“ bleibt ebenfalls unberücksichtigt und zwar aus zwei Gründen: Zum einen handelt es sich um keinen „echten“ Nobelpreis, sondern es ist ein „von der schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteter Preis für Wirtschaftswissenschaften“. Zum anderen ist seine Vergabe nicht weniger stark politisch motiviert als der des Friedensnobelpreises. Daß sich die schwedischen Reichsbanker einmal dazu herablassen, einen nicht bedingungslos Staatsgläubigen für seine Forschung zu ehren, ist ein Ausnahmefall. Wenn es einmal geschieht – wie im Fall Friedrich August von Hayeks anno 1974 – dann muß er seinen Preis mit einem ultralinken Paternalisten (diesfalls mit dem – zu Recht – längst vergessenen Gunnar Myrdal) teilen. Immerhin stellen die schwedischen Zentralbanker damit ihren ausgeprägten Sinn für grotesken Humor unter Beweis.

 

566 Mal wurde der Nobelpreis in naturwissenschaftlichen Disziplinen verliehen: 166 Mal für Chemie, 196 Mal für Physik und 204 Mal für Medizin. Bis 1945 dominierte Deutschland alle drei Fächer und stellte mehr Preisträger als alle anderen Nationen. Die USA spielten bis dahin keine herausragende Rolle. Ab 1946 stellt sich das Bild vollständig anders dar: In den letzten Dekaden vergeht kaum ein Jahr ohne amerikanische Laureaten. Stellten die USA bis 1945 18,37% der Preisträger in Physik, 6,38% in Chemie und 14% in Medizin, konnten sie nach dem Krieg in jeder der drei Kategorien eine absolute Mehrheit, nämlich 54,11% in Physik, 51,2% in Chemie und 57,5% in Medizin erringen. Die Bedeutung der deutschen Wissenschaftler ging dagegen zurück – auch gegenüber den Briten, der nunmehr erfolgreichsten europäischen Nation. Zu berücksichtigen ist bei diesen Betrachtungen indes der „Brain-Drain“ in Richtung USA. Viele der US-Preisträger waren oder sind keine gebürtigen Amerikaner, sondern Immigranten aus Europa und Asien (auch Beethoven und Hitler feierten ihre größten Triumphe schließlich nicht in den Ländern ihrer Geburt…).

 

Schwarze Gesichter sucht man bei den Wissenschaftsnobelpreisträgern vergebens. Es gibt keine. Eine überwältigende Mehrzahl der Gewinner ist weiß. Die Muslimische Welt, die immerhin 20% der Weltbevölkerung stellt, ist mit insgesamt vier Preisen (zwei davon in Medizin) ebenso krass unter-, wie Juden überrepräsentiert sind. 111 (oder 19,61%) der Preisträger waren oder sind Juden – und das bei einem Anteil von nur 0,2% an der Weltbevölkerung. Das sollte passionierte Antisemiten zum Grübeln veranlassen…

 

Der Ferne Osten spielt bei den Nobelpreisen eine überraschend geringe Rolle. Japan ist mit 15 Verleihungen (eine davon vor 1946) die erfolgreichste Nation Asiens. China konnte bislang erst zwei Mal (in Physik) reüssieren. Auch der Anteil der Sowjetunion/Russlands nimmt sich mit 12 Ehrungen (zwei davon vor 1946) bescheiden aus. Der Frauenanteil ist extrem niedrig – hier kann wohl nur eine verbindliche Quote Abhilfe schaffen. Besonders der Physikpreis ist absolut „genderungerecht“ verteilt – er ging erst zweimal an Frauen. Jener für Chemie viermal und der für Medizin zehnmal. Marie Curie gewann die Auszeichnung sowohl in Physik (1903) als auch in Chemie (1911). Linus Carl Pauling landete als bislang einziger Mann ebenfalls in zwei verschiedenen Kategorien Erfolge – allerdings nur einen davon in einer Naturwissenschaft (Chemie 1954, den anderen für Frieden 1962).

 

Wie sind die beschriebenen Ergebnisse zu interpretieren? Jene nicht wenigen Europäer, die sich gegenüber den angeblich „dummen und ungebildeten Amis“ gerne aufs hohe Ross setzen, sollten ihr Urteil überdenken. Tatsache ist, daß medizinische Innovationen heute zu zwei Dritteln aus den USA kommen. Ausgemachte Blödmänner können da nicht am Werk sein. Die Fähigkeit einiger weniger Europäer, fehlerfrei Ovid oder Platon in Originalsprache zu zitieren, dürfte für deren persönliches Fortkommen und den Fortschritt der Menschheit von deutlich geringerem Wert sein, als aus den USA stammende Entwicklungen neuer Therapien zur Behandlung maligner Erkrankungen…

 

Besonders erstaunlich erscheint es, dass der wachsame Blick stets aufregungsbereiter Gender- und Minderheitsanwälte bislang offenbar noch nicht auf die Vergabepraxis des Nobelkomitees gefallen ist. Lächerliche 2,41% Frauenanteil bei den Chemienobelpreisen oder skandalöse 1,02% in der Kategorie Physik sind ja wohl einzig und allein den in der Stockholmer Jury herrschenden, patriarchalen und heteronormativen Strukturen geschuldet. Daß bislang kein einziger der Wissenschaftspreise an einen Schwarzen, Türken, Inuit oder Rom vergeben wurde, wirft zudem ein grelles Licht auf den vom Vergabekomitee zelebrierten Rassismus. Ein Skandal! Damit und mit der himmelschreienden Diskriminierung von Muslimen muss nun endlich Schluss sein!

 

Es ist daher höchste Zeit für eine Quotenregelung! Analog zu den eben im Zuge der in Deutschland stattfindenden Koalitionsverhandlungen beschlossenen künftigen Vergabepraxis in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen, sollten mindestens 30% aller Wissenschaftsnobelpreise (besser wären 50%!) für Frauen reserviert werden. Außerdem 20% für die Söhne und Töchter Allahs. Diese Ziele wären allerdings zweifelsfrei leichter zu erreichen, wenn die Kategorie Medizin/Physiologie um die Fachgebiete Kosmetik und Haarpflege und die Kategorien Physik & Chemie um das Fachgebiet Entwicklung von Bombengürteln erweitert würde. Mit ein wenig gutem Willen sollte dann eine sozial, ethnisch und gendergerecht ausgewogene Vergabe der Nobelpreise möglich sein. Das halsstarrige Festhalten an unzeitgemäßen, rein leistungs- und ergebnisorientierten Vergabeprinzipien sollte endlich überwunden werden!

13 comments

  1. mannimmond

    “Die Fähigkeit einiger weniger Europäer, fehlerfrei Ovid oder Platon in Originalsprache zu zitieren, …”

    Diesen klassischen Bildungsballast, der zweifellos für “persönliches Fortkommen und den Fortschritt der Menschheit von deutlich geringerem Wert” [ist], “als aus den USA stammende Entwicklungen neuer Therapien zur Behandlung maligner Erkrankungen… ” haben wir doch längst abgeworfen! Wer kann denn heute noch “Ovid oder Platon in Originalsprache …zitieren?”

    In Deutschland und Österreich dominieren doch heute ganz andere Bildungs- und Forschungsschwerpunkte: Genderwissenschaften, kritische Patriarchatstheorie, Migrationsforschung und ähnlich Zukunftsträchtiges.

  2. herbert manninger

    Eine Nobelpreisquote wäre ein weiterer wichtiger Stützpfeiler des PC-Lügen-Wolkenkuckucksheimes.

  3. Rennziege

    Nobler Trost für Österreich, endlich! Der nächste Friedensnobelpreis geht unaufhaltsam an Werner Faymann, wie ein im Komitee zu Stockholm residierender Maulwurf durchsickern ließ.
    Begründung: Unser knallroter Kanzler hat immerwährenden Frieden mit den weiland pechschwarzen Konservativen geschlossen, indem er sie brüderlich zur sozialistischen Planwirtschaft umerzog. Und er hat, ganz anders als Preisträger Obama, noch nie eine drone losgeschickt; dies könnte er auch gar nicht, da er das Wort nicht ins Wienerische übersetzen kann.
    Collateral benefit: Bei Nobelpreisträgernverbieten sich untergriffige Fragen nach unauffindbaren Maturazeugnissen.

  4. Gutartiges Geschwulst

    “Eine Quote für Nobelpreise muss her…”
    Soeben misstraue ich meiner Wahrnehmung, liebe Leute! Existiert diese Quote nicht bereits seit A.D. 2004, als Elfriede Jelinek den Dynamit-Preis erhielt? Egal.

    “China konnte bislang erst zwei Mal (in Physik) reüssieren”, …
    …, womit die Auswahlkriterien eindeutig als rassistisch entlarvt sind! Wieso gibt es keinen Nobelpreis für Produktpiraterie?

    “… außerdem 20% für die Söhne und Töchter Allahs.”
    Wieso nur 20%?! Haben die Nachkommen von Fatima d’Arc und Abdullah Einstein nicht mehr für die Menschheit geleistet, als 20%?
    120% sind die geringste, verhandelbare Einheit, sonst gibt´s Explosionen!

  5. Gutartiges Geschwulst

    @Rennziege: “Der nächste Friedensnobelpreis geht unaufhaltsam an Werner Faymann, wie ein im Komitee zu Stockholm residierender Maulwurf durchsickern ließ.”

    Da ich Ihre Kommentare schätze, verehrte Rennziege, stünde meiner Zustimmung nichts im Wege, sofern Nobelpreise tatsächlich an Maulwürfe vergeben würden, statt an amtieriende “Sozialdemokraten”.

  6. menschmaschine

    @ geschwulst

    “..sofern Nobelpreise tatsächlich an Maulwürfe vergeben würden, statt an amtieriende “Sozialdemokraten”.

    wo wäre der unterschied? beide wühlen gerne im morast, beide sind mit blindheit geschlagen, beide sind irgendwie unterirdisch. 😉

  7. nometa

    “111 (oder 19,61%) der Preisträger waren oder sind Juden – und das bei einem Anteil von nur 0,2% an der Weltbevölkerung. Das sollte passionierte Antisemiten zum Grübeln veranlassen…”

    Aha, okay, also wenn Juden dumm wären, wäre es gerechtfertigt, sie zu hassen. Aber da sie nun mal einen überdurchschnittlichen IQ aufweisen, war es falsch, was die Nazis getan haben. Anders wäre das schon bei Moslems, Schwarzen etc….
    Herr Tögel, Sie sind und bleiben ein Psychopath, dessen Menschenhass in beinahe jedem Artikel mindestens zwischen den Zeilen penetrant durchscheint. Sie könnten Ihren Hass nicht einmal verbergen, selbst wenn Sie es wollten.
    Anders als Sie bewerte ich Menschen nicht nach Intelligenz oder Reichtum oder “Leistungsfähigkeit”, sondern nach Charakter. Es versteht sich daher von selbst, dass (Un)Menschen wie Sie bei mir ganz unten angesiedelt sind.
    Und tschüss!

  8. Rennziege

    26. November 2013 – 14:33 — nometa
    Allein schon mit Ihren primitiven Anwürfen beweisen Sie abendfüllend, dass jede Zeile von Andreas Tögels Diagnose stimmt. In Ihrem Fall erst recht — denn Charakter braucht auch Hirn; also fehlt Ihnen offenkundig beides.

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