Eine Troika für Österreich, bitte!

“Wir sehen: Dieses Land ist nicht reformierbar. Zumindest nicht von innen. Wir werden also wohl noch ein paar Downgradings erleben. Und irgendwann wird uns dann eine Troika die Reformarbeit aus der Hand nehmen. Ist vielleicht ohnehin besser so.” (hier)

8 comments

  1. Fragolin

    Wer noch vor ein paar Jahren davon träumte, bei einem Zerfall des Euro in eine starke Nord- und eine schwache Südwährung würde Österreich im Norden heimisch werden, der muss spätestens heute begreifen, dass wir dem Balkan näher sind als der Nordseeküste.

  2. Thomas Holzer

    “…………….dass wir dem Balkan näher sind als der Nordseeküste.”

    Das war Österreich schon immer 😉

    Ich denke auch, die österreichischen Politikerdarsteller würden einer Troika noch renitenter gegenüber stehen als die Vertreter von Syriza derzeit in Brüssel den EU-Finanzministern 😉

  3. menschmaschine

    Bei nüchterner Betrachtung der Fakten ist klar zu sehen, dass Österreich am Ende ist:
    Rekordschulden
    steigende Arbeitslosigkeit
    höchste Inflation der Eurozone bei niedrigstem Wirtschaftswachstum
    sinkende Sparquote
    sinkende Investitionen
    sinkende Zahl der Betriebsansiedlungen
    etc etc.

    Die “Golden Generation” der heute 60-70jährigen zockt mit all ihren Privilegien noch einmal richtig ab, so lange es geht. Für diese Generation wird es sich ausgehen, dass sie ihr ganzes Leben gemütlich verbracht haben. Großteils auf Pump zu Lasten nachfolgender Generationen. Hinterlassen wird von ihnen ein Trümmerfeld, das Österreich Jahrzehnte zurückwerfen wird.
    Jungen Menschen kann man nur zur Auswanderung raten.

  4. Herr Karl jun.

    Bezeichnend für das Land war der allgemeine Tenor in den Kommentaren dazu: Relativierung, Verniedlichung, Realitätsverbiegung oder ganz festes Wegschauen; gleichzeitig die Versicherung an alle angsthasigen Apanagenempfänger und Rentiers in diesem Land, dass das Downgrading eh keine Auswirkung hat. Und weit und breit nicht einmal eine Andeutung einer Ambition, es in Zukunft besser machen zu wollen.

  5. H.Trickler

    Und dabei ist die einfache Lösung in der Eidgenossenschaft seit langem durch Volksbeschluss eingeführt: Bund und Kantone sind durch gesetzliche Grundlage verpflichtet, ausgeglichene Abschlüsse vorzulegen.

    Und weil in Volksabstimmungen Steuererhöhungen nur ganz selten angenommen werden, müssen die Würdenträger mit den vorhandenen Mitteln auskommen – Basta!

  6. Herbert Manninger

    Und jetzt basteln sie, also unsere Polit-Voll…..n, an einer Steuerreform um uns zu ,,entlasten”.
    Das heißt dann im Klartext: Sie befreien uns von der Last noch vorhandener Geldreserven.

  7. Erich Bauer

    Die “Wertkonservativen” rotieren ja geradezu schon. Ich hätte nie gedacht, dass im “wertkonservativen” Umfeld derart viele “Hobby-Währungsexperten” umtriebig sind. Bei den Bayern wusste man ja schon, dass sie nicht einmal über Banken bescheid wissen…

    In Berlin wird der „Ton“ immer rauher, droht doch Griechenland die diktierte Einstimmigkeit in Brüssel zu unterminieren: Die Regierungspartei CSU fordert die rigorose „Bestrafung“ Athens, indem sie sich für den sofortigen Zahlungsstopp an Griechenland aussprach. Inzwischen vergleicht der griechische Finanzminister das umstrittene Troika-Verhalten mit CIA-Folter. Wahrscheinlich ein „Verschwörungstheoretiker“…

    CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach verlangt, laut Nachrichtenagentur Reuters, Griechenland einen „Denkzettel“ zu verpassen. Denn nach wie vor sieht Athen eine Abkehr vom strikten „Spar“-Programm vor, das die Eurogruppe Griechenland verschrieben hatte, um dem Land einen Verbleib im Euroverbund zu sichern. Die EU hingegen, vor allem Deutschland, ist jedoch nicht kompromissbereit. Finanzpolitiker Michelbach fordert vielmehr, alle Zahlungen an Athen zu stoppen, um die Regierung wieder auf „Linie“ zu bringen.

    Wenn das keine Währungs-„Ukraine“ wird…?

  8. Duck Donald

    Leider hat unser BK nicht die Einsicht was getan werden muss und auch ein Großteil des Volkes nicht.

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