Eine Verteidigung des kapitalistischen Wirtschaftssystems

“…Kapitalismus gilt im deutschen Sprachraum als Schimpfwort. Eamonn Butler zeigt indes, weshalb Kapitalismus nicht einigen wenigen Privilegierten zugutekommt, sondern letztlich jedermann.” (NZZ, hier)

5 comments

  1. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Das hängt davon ab, ob es Leute gibt, denen es egal ist, ob ihnen das Geld um sich z.B. ein Haus zu kaufen erst in siebzig Jahren statt heute zur Verfügung steht.

    Der Zins beinhaltet die Zeitpräferenz, eine Risikoabgeltung und einen Anreiz Dinge, die in der eigenen Verfügungsmacht stehen, anderen eine Zeit lang zur Verfügung zu stellen.

    Ein Eingriff in diese Aspekte vom Zins ist nichts anderes als ein Eingriff in die Eigentumsrechte einer Person, da die Eigentumsrechte nicht nur a) den Besitz an der Sache selbst und b) die Früchte dieser Sache umfasst, sondern auch c) die uneingeschränkte Verfügungsmacht des Eigentümers mit dieser Sache zu tun was ihm beliebt, umfasst.

    Das der verordnete Zinssatz in einem Teilreserve-System nicht unbedingt mit einem Zinssatz zu vergleichen ist, der sich bei einer goldgedeckten Währung am Markt ergeben würde, steht auf einem anderen Blatt Papier.

  2. Cora

    Vetternwirtschaft ist ja auch im kommunistischen China gang und gäbe, jener noch ungebrochenen kommunistischen Volkswirtschaft. Wird von der KPCh bekämpft. Wenn sie systemimmanent ist, ist das wohl ein vergebliches Ansinnen, die Achillesferse Chinas?

  3. Falke

    Kapitalismus war (ist) ein Schimpfwort in kommunistischen Staaten. Das zeigt, wie weit nach links die heutige Gesellschaft in Deutschland und Österreich gerutscht ist.

  4. Selbstdenker

    @Falke:
    Ich bekenne mich öffentlich zum Kapitalismus. Die Reaktionen sind im ersten Moment Überraschung und nach einem kurzen Gespräch häufig sogar Zustimmung.

    Im Gegensatz zu der häufig auch hier im Forum geäußerten Behauptung, dass die meisten Menschen in der einen oder anderen Form dem Sozialismus anhängen, ist meine Erfahrung die, dass die meisten Menschen durchwegs Befürworter vom Kapitalismus sind, dies jedoch aus mehreren Gründen nicht artikulieren können:

    1) Es herrscht eine allgemeine Verwirrung in Sachen Begriffe und Zusammenhänge vor. Selbstversuch: lassen Sie jemanden mit wenigen Worten beschreiben was “Kapital” ist.

    2) Dadurch, dass sich die meisten Bürgerlichen primär um die eigenen Dinge kümmern, wird es linken Pseudointellektuellen leicht gemacht ihre mehrfach widerlegten um zum Teil nicht einmal testbaren Hypothesen als axiomatische “Wahrheiten” in den öffentlich-medialen Raum einzuspeisen. Wenn die Lüge nicht ausreichend hinterfragt wird, hat sie das Zeug dazu in den Köpfen der Menschen zur gesetzten “Wahrheit” zu werden.

    3) Die Menschen neigen dazu ihre Meinung zu verstecken, wenn sie glauben in der Minderheit zu sein. Wenn man einer Mehrheit glaubhaft macht, dass sie eine Minderheit sei, kann man sie so zum Schweigen bringen. Die vorgegebene Meinung wird dann zum “alternativlosen” Evangelium erklärt und Kritiker als zu vernichtende Häretiker verfolgt.

    Ich lege jedem das Buch Basic Economics von Thomas Sowell ans Herz:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/04/16/basic-economics-thomas-sowell-audible-audio-edition/

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