Einfach ehrlich sein!

“Ein internationaler Verleger hat mir berichtet, dass Facebook bei ihm nach Fact-Checkern gefragt hat. Der Verleger antwortete: „Ja, wir haben Fact-Checker – wir nennen sie Journalisten.“ Genau das ist es: Unsere beste Methode, die Leute vom Konsum von Fake News abzubringen, ist, wenn wir authentisch und wahrhaftig berichten. Das ist die Aufgabe von Zeitungen. Und das heißt: Durch gute Recherche die Wahrheit ans Licht bringen und sie veröffentlichen, auch wenn es unbequem ist….” (Springer-CEO Mathis Döpfner, hier)

6 comments

  1. Reini

    War der Bericht auch Ehrlich gemeint? 😉
    … das waren noch Zeiten wie die Straftaten von Flüchtlingen verheimlicht wurden, um das Volk nicht zu verstimmen… da wurden die sogenannten “Fake News” von Politikern angeprangert, auch wenn sie wahr waren. Durch den politisch eingeschränkten Journalismus wird eine Regierung immer unglaubwürdiger, sie schaffen sich selbst ab!

  2. Fragolin

    Journalisten sind heute mehrheitlich Copy-and-paste-Drücker auf Praktikantenniveau, deren größte Herausforderung darin besteht, eine APA-Meldung oder die Aussendungen offizieller Pressestellen in die richtige Zeichenanzahl zu transferieren. Das ist nicht Faktencheck sondern Stumpfsinn.
    Sonst würden nicht solche Schmankerl passieren wie die Freude über die Wahl Clintons zur Präsidentin oder das Verbot der NPD durch den VfGH. Und solche Leute taruen sich auch noch das Maul aufzureißen…

  3. mariuslupus

    Ehrlichkeit, Anstand von Journalisten die vom Staat und den Parteien angefüttert werden, die in den von oben gelenkten Medien publizieren, zu erwarten, ist mehr als unsinnig. Journalisten berichten nicht mehr, sie sind zu Propagandisten verkommen. Stehen nicht in Opposition, oder kontrollieren sogar die Machthaber, sie sind ein
    Instrument der Machthaber zu Sicherung ihrer Machtposition, geworden. Der Berufsethos wurde dem Opportunismus geopfert.

  4. Marcel Elsener

    Journalisten berichten heute nicht mehr über das, was geschehen ist, sondern ihre Meinung über das, was geschehen ist. Demzufolge ist der Medienkonsument von heute dazu verdammt, seine Meinung auf der Basis von Journalistenmeinungen zu bilden anstatt aufgrund von berichteten Fakten. Darum nennt man unsere Epoche auch postfaktisches Zeitalter.

  5. Rennziege

    Nicht ganz OT, sogar beängstigend:
    Beruflich für eine Woche nach Hamburg verschlagen, klickte ich “Die Presse” an, um wie gewohnt Christian Ortners Freitags-Kolumne zu lesen. (Viel mehr hat das einstige Flaggschiff des österreichischen Journalismus ja nimmer zu bieten.)
    Staun! Ortners Texte sind online jetzt kostenpflichtig. Warum wohl?
    Um mit der letzten mutigen Feder der Redaktion schwindende Kiosk- und Abo-Verkäufe zu entschmerzen? Das dürfte sich schwerlich rechnen, zumal sinkende Page Impressions auch Online-Werbeerlöse dämpfen.
    Stichhaltiger finde ich die Vermutung einer weiteren Anbiederung an die rotgrünen Pfründentröge der Presseförderung, Stadt-, Staats-, Baddei- und obrigkeitlichen Inserate. Motto: “Schaut’s her, Häupl und Kern! Den ärgsten Kritiker der segensreichen rotgrünen Politik können jetzt nur noch die Gstopftn lesen; für eure Klientel schreiben unsere affinen Talente gewohnt gefällig, göö? Oisdann: Her mit der Marie, Genossen!”

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