Elektroautos: Markt oder Zwang?

(ANDREAS TÖGEL) Dem deutschen Soziologen Franz Oppenheimer verdanken wir die Einsicht, dass man Einkommen nur durch den Einsatz wirtschaftlicher Mittel (durch Produktion und Handel) oder mit politischen Mitteln (mittels Zwang und Gewalt) erzielen kann. Ein Drittes gibt es nicht. Grundsätzlich erfolgt jede menschliche Entscheidung entweder frei und führt fallweise zu einem privatrechtlich geschlossenen Vertrag, oder sie wird erzwungen.

Ein rezentes Beispiel um diesen Unterschied aufzuzeigen, bildet die individuelle Mobilität. Wer nicht über unbegrenzte Mittel verfügt, sich nur ein einziges Fahrzeug leisten kann oder will und daher auf Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit seines fahrbaren Untersatzes achten muss, wird, sofern er Europäer ist, in den meisten Fällen einem sparsamen Dieselfahrzeug den Vorzug geben. Er hat dafür den Marktpreis zu bezahlen und kann mit einer entsprechenden Gegenleistung rechnen. Eine Vorgang, der in der Sphäre freier Entscheidung von frei agierenden Marktteilnehmern erfolgt. Markt pur.

Jetzt kommt aber die Politik in Gestalt grüner Ideologie ins Spiel, die in ihrem unermesslichem Ratschluss beschließt, eine bestimmte Antriebstechnik, nämlich den Elektroantrieb, zu forcieren und daher großzügig zu subventionieren. Die Maßnahmen reichen von der direkten Bezuschussung des Kaufs sündteurer Elektrokarren, über die positive Diskriminierung der Elektromobilität (Steuererleichterungen, Gratisparken, etc.), bis hin zu Subventionen für Produzenten von Elektrofahrzeugen oder Fahrbatterien.

Flankierend dazu werden Belastungen, Regulative und Einschränkungen (beispielsweise Fahrverbote) für die Nutzung konventionell angetriebener Fahrzeuge eingeführt. Von einer freien Entscheidung des Konsumenten kann unter diesen Umständen nicht mehr die Rede sein. Den unter dem Eindruck dieses giftigen Cocktails wird der Boden des Wirtschaftlichen verlassen und jener der Sphäre von Zwang betreten: eine lupenreine Plan- und Kommandowirtschaft, in der ein arroganter Klüngel von Politfunktionären sich anmaßt, besser zu wissen was für den einzelnen gut ist, als dieser selbst.

Ein Internetnutzer brachte es dieser Tage auf einem Blog auf den Punkt: „Die mit dem Bus zur Arbeit fahrende Krankenschwester sponsert mit ihren Steuern den Tesla-Drittwagen der Professorengattin, sodass Elon Musk [der Tesla-Chef, Anm.] sich mit einem nicht markttauglichen Produkt die Taschen noch voller machen kann.“ Viel präziser kann man es nicht formulieren. Die Umverteilung von unten nach oben könnte nicht besser funktionieren. In einem nicht verzerrten, nicht politisierten Umfeld sind Elektroautos so gut wie unverkäuflich. Mit 70kg Treibstoff im Tank kommt man mit einem modernen Diesel-Pkw 1.500 Kilometer weit. Mit einer 600 kg schweren Batterie gerade einmal 400 Kilometer. Bei Anschaffungskosten von 30.000 Euro aufwärts, geringen Reichweiten und ungelösten Probleme bei der Entsorgung der hochgiftigen Altbatterien, ist der Kaufanreiz überschaubar. Tesla & Co. produzieren – hochsubventioniert – am Markt vorbei.

Schuld sind – wie immer – Staatsinterventionen in die Wirtschaft. So etwas geht – siehe sowjetische Zwangskollektivierungen, Maos „Großer Sprung nach vorn“ oder Maduros Misswirtschaft in Venezuela – niemals gut. Jedenfalls nicht für diejenigen, die für die jeweilige Chose zu bezahlen haben.

Tesla plant, wie das deutsche Managermagazin berichtet, die Errichtung einer „Gigafabrik“ in Brandenburg, nahe Berlin. Es scheint, dass dort beträchtliche Subventionen fließen sollen (die Rodung von mehr als 100 Hektar Wald fällt da schon gar nicht mehr ins Gewicht). Große Politik liebt eben den Schulterschluss mit dem Big Business.

Dass keiner der Wortführer des „Green-Deal“ sagen kann, woher denn die gigantischen Mengen an Kobalt und Lithium kommen sollen, die für einen weitreichenden Umstieg von Verbrennungs- auf Elektromotoren nötig sind, irritiert offenbar niemanden – am allerwenigsten die Massenmedien, die sich unisono als Herolde der zeitgeistigen Klimareligion betätigen und die CO2-Vermeidung propagieren.

Fazit: eine freie Entscheidung ist stets besser als eine unter Zwang getroffene.

21 comments

  1. sokrates9

    EU – Perfekte hirnlose Planwirtschaft! Woher kommt das ? analog der früheren UdSSR kommen nicht mehr Leute mit Verstand in entsprechende Schlüsselstellen in Politik und Medien sondern es herrscht Nepotismus und reines Jasagertum diverser “Eliten”.

  2. Hatschi Bratschi

    Ich frage mich immer, wie der Elektro-Gebrauchtwagenhandel aussehen wird. Wer kauft sich ein gebrauchtes Batterieauto, wo eine neue Batterie mehr kostet, als der Rest des Fahrzeugs. Im Falle eines Tesla S kostet eine neue Batterie rund 35.000 Euro, generell rund die Hälfte des Neufahrzeugpreises. Wer ginge also das Risiko ein, nach Ablauf der Akku-Garantie so etwas zu kaufen? Und wieviele Arbeitsplätze werden durch die Elektrisierung des Massen-Verkehrs verloren gehen? Tankstellen, Kfz-Werkstätten etc. Und was machen wir mit den Millionen Akkus, die jährlich anfallen? Ganz abgesehen vom Raubbau an Natur und Mensch, beim Fördern von Lithium und anderen wichtigen Rohstoffen für die Akkuproduktion. Über die ausbeuterischen “Arbeitsbedingungen” der elenden Taglöhner, die ihre Gesundheit für wohlhabende westlich/umweltbewusste Elektro-Piloten opfern, ganz zu schweigen. Und das geschieht auch noch durch staatliche, sprich Steuergeldförderung. Eigentlich unfassbar.

  3. GeBa

    Übrigens hat Gerald Grosz eine perfekte Lösung 👍 gefunden, um E-Autos noch umweltfreundlicher zu machen, denn schließlich haben auch deren Reifen einen Abrieb, die Feinstaub bilden. Dauern nur ein paar Minuten, bitte hört ihm zu::

  4. GeBa

    Das regelt noch immer nicht die Entsorgung.
    Denn der Osten, der sich jetzt unsere alten Autos holt, der wird dankend auf diesen E-Schrott verzichten, die sind nämlich nicht so blöd.

  5. Gerald

    Würde Dummheit weh tun, könnten wir uns in unseren Städten nicht mehr ohne Gehörschutz bewegen!

  6. aneagle

    Die reichen Eu-Staaten arbeiten ganz offen an der Eliminierung der Individualmobilität. Dafür lassen sie sich von einem staatlich alimentierten Mob auch noch feiern. Frankreich und Polen werden mit ihren emissionsfreien Atomkraftwerken die Gewinner der Energiewende sein. Und in den Städten werden eben die Bremsbeläge und Reifen der vielen Öffis für ausreichend viel Feinstaub sorgen.

    Aber die Wähler, die sich die Individualmobilität nicht mehr leisten werden können, weil nur mehr Grüne und andere Politiker “für die gute Sache” fahren und “nur wenn es wirklich wichtig ist” (© Lusia Neubauer), fliegen dürfen, werden anders wählen, so schaurig diese Aussicht dann sein mag. Bis dahin allerdings, müssen die Regierungen schaffen, was schon die DDR geschafft hat: Demokratie mit 99,9% Wählerzustimmung, seriös bestätigt von den 97% Wissenschaftlern für nachhaltige Demokratie, Bio-Gender und genfreies Klima.

    Meine Kinder tun mir leid im freien Radfahrer-Europa einer Gesellschaft, in welcher angeblich niemandem mehr die Jugend gestohlen wird. Bevor die Einschränkungen spürbar werden, ist es angezeigt bereits heute für die freie Mobilität des Einzelnen (wann, wohin, womit, wie lange und wie weit), ein Menschenrecht zu fordern und durchzusetzen, am besten im Verfassungsrang.

    Wer trotz gegenteiligem Mainstream, immer noch drauf besteht, dass 2+2 = 4 ist, die physikalischen Gesetze der Thermodynamik unverändert Geltung haben, sowie ein Faible für aufwendig recherchiertes Zahlenwerk hat, wer den leisen Verdacht hegt, dass die Energiewende teurer, schlechter und umweltschädlicher ist, als alles bisherige und nur zum Zwecke der Transformation in die Unfreiheit voran getrieben wird, findet seine Bestätigung im Buch von Oswald Metzger – Demnächst ohne Auto-. Metzger, ein ehemals Grüner, lässt keine Frage zur gruseligen Realität des öffentlichen Verkehrs offen

  7. Falke

    Woher die gigantischen Mengen an Lithium kommen, hat kürzlich der ORF – sogar recht kritisch – vorgezeigt: Aus riesigen salz- und lithiumhältigen Seen im Norden Argentiniens und im Süden Boliviens, wo durch dessen Abbau die Natur unwiederbringlich zerstört und wegen der dazu erforderlichen Mengen an Süßwasser zu trockenen Sandwüsten verkommt. Und vor allem wird dadurch der dort lebenden einheimischen Bevölkerung, großteils Indios, die Lebensgrundlage entzogen, da sie nichts mehr anbauen können und es zu wenig Trikwasser für die Lamazucht gibt. Das ist aber den – ach so menschenfreundlichen – Grünen völlig egal.

  8. Dieter Graf

    Jeder, der die Grundrechnungsarten beherrscht kann sich auf einer Serviette ausrechnen, dass Elektromobilität wesentlich billiger ist als jeder Verbrenner. Der höhere Kaufpreis wird nach etwas 3 Jahren durch niedrige Nutzungskosten wettgemacht. Teure Wartungskosten fallen weg und der Wiederverkaufswert ist deutlich höher. 400km Reichweite sind mehr als ausreichend zumal 90% der Fahrten unter 100km pro Strecke sind. Jene die 1.000km oder mehr am Stück fahren haben im Straßenverkehr nichts verloren. Die Rohstoffe kommen aus Minen so wie andere auch – Kobalt wird in nicht unerheblichen Mengen für Superlegierungen und Spezialstähle für die Luftfahrt verwendet – und kann darüber hinaus – wie auch Lithium – aus recyelten Akkus zurückgewonnen werden. Alles besser, als Öl von terrorfinanzierenden Staaten zu kaufen.

  9. Johannes

    Dieter Graf @:
    “Jene die 1.000km oder mehr am Stück fahren haben im Straßenverkehr nichts verloren.“
    Woher nehmen Sie das Recht dieses Urteil zu sprechen? Wer gibt Ihnen, als Beispiel, das Recht einer Familie mit Kindern zu verbieten mit dem Auto nach Lignano oder Jesolo zu fahren, um dann dort mobil, Ausflüge unternehmen zu können.

    Wenn es so wäre wie sie es schildern dann wären, wie es scheint, Sie und Frau Merkel die einzigen welche die Grundrechnungsarten auf Servietten beherrschen.
    Noch etwas verstehe ich nicht ganz, wenn das Elektromobil so unschlagbar ist warum hat der Markt es nie produziert?
    Waren die Konsumenten und die Automobilindustrie die ganze Zeit über zu dumm um diese Vorteile zu erkennen oder gibt es vielleicht doch einige Nachteile und Hindernisse die sie nicht erwähnten?

    Ich sehe die Zukunft von reinen Elektrofahrzeugen als ein nebenher zu Verbrennungsmotoren, sehr spezialisierte Fahrzeuge vor allem für Fahrten zur Arbeit oder im Nahverkehrsbereich (Einkaufen, Kinder zur Schule, Stadt, Kurzstecken bis 200km)
    Diese Autos müssen extrem leicht werden, es ist ein Unding auf 3 Tonnen schweren Limousinen, vierzig Zentimeter breiten Reifen und 150-400 kW Leistung bei einem Kaufpreis von 60. 0000 Euro aufwärts zu setzen.
    Dort liegt nach meiner Meinung nicht die Zukunft der Elektromobilität für den Durchschnittsverdiener.

    Je schmäler die Reifen umso niedriger der Rollwiderstand, das setzt voraus das man auf relativ kleine Autos mit geringen Batteriegewicht setzen müsste. (zwei bis drei konventionelle Autobatterien würden reichen)
    Was ich als Laie auch nicht verstehe ist warum man die Oberfläche von Elektroautos nicht mit Photovoltaik-Zellen ausstatten kann. So könnte sowohl während der Fahrt als auch im Stau aber auch bei jedem anderen Stehen des Fahrzeuges, zu jeder Zeit am Tag, eine zusätzliche Ladung erfolgen.

    Das bewusste nennen eines Datums wann der letzte Verbrennungsmotor erzeugt werden darf halte ich für verrückt, es zerstört mehr als wir uns heute vorstellen können und wird zu Chaos und unausgegorenen Konzepten führen.
    Hätte man die Elektromobilität gefördert und dann so wachsen lassen wie es der Konsument wünscht, wäre es nach meiner Meinung zwar langfristig aber dafür friktionsfrei abgelaufen.

  10. aneagle

    @Dieter Graf
    hört,hört:…”jene, die 1000km oder mehr am Stück fahren, haben im Straßenverkehr nichts verloren..”-sagt wer?
    PS: Apropos Öl: Norwegen und Schottland finanzieren schon lange keinen Terror mehr. Venezuela hoffentlich bald auch. Gas ist eine bessere Alternative, als Südamerika um sein Trinkwasser zu erleichtern. Und ob die Endlagerung der alten Batterien so unproblematisch ist, glaube ich, wenn ich es sehe. Aber auch alle 2-300km im Winter ca. 1 Stunde im Wartekammerl mit den anderen Stromladenden zu hocken, stelle ich mir idyllisch vor. Aber klar- Transporte jenseits der 1000km werden energieneutral per Nanopartikel-Beamer bewerkstelligt.

  11. Rennziege

    @Dieter Graf: “Jeder, der die Grundrechnungsarten beherrscht” — da gehören Sie gewiss nicht dazu.
    (a) Kaufpreis durch niedrigere Nutzungskosten wettgemacht? Die kWh-Preise an den wenigen E-Auto-Zapfstellen, auch in Kanada und den USA, übersteigen die Kosten fossiler Kraftstoffe pro km-Reichweite um den Faktor zwei bis drei.
    (b) Wartungskosten mögen billiger sein, ja. Aber der Wiederverkaufswert z.B. eines Tesla, dessen Lithium-Batterie halb so viel kostet wie das komplette E-Mobil, hält sich durchaus in Grenzen; denn die Batterie hat nach drei Jahren nur die halbe Ladekapazität.
    (c) “Die Rohstoffe kommen aus Minen so wie andere auch” — Unfug! Minen wie andere auch arbeiten nicht mit blutenden Kinderhänden, entziehen dem landwirtschaftlichem Umland nicht das gering vorhandene Wasser.
    (d) Aus recycelten Lithium-Akkus irgendwas zurückgewinnen zu wollen ist theoretisch möglich, aber immens teuer, gefährlich und unwirtschaftlich.
    (e) “Alles besser, als Öl von terrorfinanzierenden Staaten zu kaufen?” Finanzieren die USA, die mittlerweile zu den größten Rohölproduzenten geworden sind, etwa den Terror? Oder Putins Russland?
    Aber ich mag Ihre Argumente, zumal sie so leicht zu widerlegen sind. Außerdem, sofern Sie noch nicht ganz der Greta-Träumerei verfallen sind: Ohne fossile Energie, die unserer Erde vor Jahrmillionen (unschuldig, naturrein, öko, vegan etc.) geschenkt wurde, wird noch lange Zeit nix gehen.
    Herzliche Grüße!

  12. Sokrates 9

    Dieter Graf@Gestern war riesige Autobahnkolonne von Ungarn yTschechien Richtung Wintersportorte.Die kommen sicher auf 10 00 Kilometer .Wird spannend mit Hunderten Übernachtungrn um Strom zu tanken!Sie haben Recht – Wintersport gehoert generell verboten, ist doch nur Umweltschaedlich!Hoffe dass die Fremdenverkehrsorte bald sehen was sie sich mit den yGruenen da eingehandelt haben!

  13. Sokrates9

    Gerade gelesen:Der gruene Kogler musste fuer seinen Schladmingbesuch Leihwagen nehmen weil vorhandene E Dienstautos diese Entfernung nicht schaffen!

  14. Dieter Graf

    Der Wissenstand der hier postenden Menschen ist erschreckend. Niemand hat offenbar jemals in einem Elektroauto gesessen, noch ist damit ein paar 1.000km gefahren. Es wird lediglich jener Unsinn kritiklos nachgeplappert, den andere vorplappern. Ich versuche es ein letztes Mal mit Fakten:
    1) Wer sagt, dass man nicht 1.000km am Stück fahren soll: Der gesunde Menschenverstand
    2) Die Kosten pro km liegen bei etwa 30% von jenen fossiler Treibstoffe, wenn man zu Hause lädt (ca. 18 Cent/kWh). Bei den Schweinepreisen, die einige Anbieter verlangen (Smatrics, Ionity) zugegeben deutlich höher. Deshalb werden sich die deutschen Hersteller niemals durchsetzen. Bei Tesla ist das Laden gratis.
    3) Nur 2% des Kobalts wird direkt als Primärprodukt (durch blutende Kinderhände) gefördert und das ist zweifelsfrei inakzeptabel. 98% fallen in Nickel- und Kupferminen als Nebenprodukt an. Auch über die Zustände in diesen Minen ließe es sich diskutieren, aber ohne Kupfer wird es halt schwierig.
    4) Mal abgesehen vom Erdgas welches wir aus Norwegen beziehen (ca. 50% des Bedarfs) kommt unser Öl kommt weder aus den USA, noch aus Schottland oder Venezuela, sondern größtenteils aus Saudi-Arabien, Libyen und Katar. Auch Russland ist aufgrund seiner expansiven Politik (Krim) als Lieferant abzulehnen. Mittlerweile investieren diese Staaten (Katar Staatsfonds, 350 mrd. US$) ihr (unser) Geld in europäische Schlüsselunternehmen (Luftfahrt, Banken, Häfen) und sitzen z.T. bereits in den Aufsichtsräten. In 2…3. Generationen wird Europa ausverkauft sein. Wir können aber gegensteuern, in dem wir keine fossilen Produkte mehr kaufen und die Milliarden hier in erneuerbare Energien investieren und den Kapitalabfluss stoppen. Das hat nichts mit Greta zu tun, sondern knallhart mit Wirtschaftlichkeit.
    5) Endlagerung gibt es bei Uran, nicht bei seltenen Erden. Diese werden wiederaufbereitet. Ein Geschäftsmodell welches seit Jahrzehnten hoch profitabel funktioniert
    6) Der Wiederverkaufswert bei Tesla liegt nach 5 Jahren und 250.000km noch immer bei 30% des Kaufpreises. Jener von Verbrennern bei gerade mal 10%. (Willhaben, Autoscout).
    7) Die Akkukapazität hat nach drei Jahren nicht nur noch 50%, sondern ist nach 5 Jahren und 250.000km um ca. 5…7% geringer als beim Neuwagen. In Zahlen sind das 285km anstatt 330km Reichweite. In Deutschland hat kürzlich der erste Tesla 1 mio. km erreicht – und er fährt noch immer!
    8) Die Ladezeiten betragen 15…20 Minuten weil man den Akku nicht voll lädt, sondern nur so viel wie man bis zu nächsten oder übernächsten Station benötigt. Das reicht gerade für eine Pinkelpause oder für einen Snack und für die Smartphonejunkies um nachzuwischen, was sie in den letzten beiden Stunden alles versäumt haben. Voll geladen wird erst am Ziel wo man sich schlauerweise ein Hotel mit gratis-Ladestation sucht.
    Diese und weitere Fakten finden Sie auch in meinem Buch:
    https://www.starmuehler.at/cases/10-argumente-gegen-das-elektroauto-die-sie-gleich-vergessen-koennen
    Nachsatz:
    Jeder kann sein Geld ausgeben wofür er will. Käufer von Verbrennern bezahen NoVA und motorbezogene Versicherungssteuer – beides Deppensteuern, für die man keine Gegenleistung erhält und die nur dazu dienen, unsere aufgeblasene Verwaltung und deren Vasallen zu erhalten. Dazu kommt noch die Mineralölsteuer, die ebenfalls nur dem Stopfen von Budgetlöchern dient.
    Ich habe vor 5 Jahren aufgehört, diese Steuern zu entrichten und mir seither einen 5-stelligen Betrag erspart. Ach ja, ein paar Tonnen CO2 habe ich nebenbei auch eingespart.

  15. CE___

    @ Dieter Graf

    Zum Nachsatz:

    Ja, solange das E-Auto ein absolutes Nischenprodukt ist und bleibt werden E-Auto-Besitzer und Fahrer gut im Windschatten der Verbrenner-Auto-Besitzer fahren die alle Abgaben und Steuern auf individuelle (und auch der öffentlichen!!!) Mobilität schultern.

    Ich denke, hoffe, Sie sind jedoch nicht SO naiv um zu glauben dass das E-Auto nicht genauso einmal mehrfach obszönst “versteuert” und “vergebührt” wird wenn es einmal, wenn auch durch gesetzlichen Zwang, in der Mehrheit auf den Strassen befindet.

  16. Johannes

    Wann immer mir jemand daherkommt mit der Aussage “Der Wissenstand der hier postenden Menschen ist erschreckend.“ werde ich hellhörig. Dann ist aus meiner Erfahrung meist nicht viel echtes Wissen aber oft sehr viel Lobbying hinter solchen Aussagen. Wenn man sich dann genauer anschaut was Herr Graf so als “Wissen“ verkaufen möchte dann ist es nicht mehr als Behauptungen und allgemeine Aussagen die sie in jedem Verkausfolder einer Elektroautoanbieters lesen können.

    Eines kann ich ihnen mit Sicherheit versprechen Herr Graf, der Staat wird auch auf Sie nicht vergessen und die Deppensteuer auf Strom wird, wenn genügend Benützer vorhanden, nicht auf sich warten lassen.

    Bis dahin viel Spaß beim Sparen und bitte nicht so oft erschrecken wenn sie zu wissen glauben was andere nicht wissen. Die kommende Entwicklung wird uns zeigen wer recht hatte, wer es am besten wußte, oder ob beide in bestimmten Bereichen recht hatten.

    Eine Frage haben sie trotz allem Selbstbewußtsein nicht beantwortet, wenn es so ist wie sie es mit absoluter Gewissheit wissen, warum geht es dann so schleppend in diese Richtung, warum muss es dann politisch verordnet werden, warum müssen den Menschen die Verbrennungsmotore verboten werden, wenn doch die Vorteile, auch finanziell so offensichtlich sind?

    Und jetzt sagen sie bitte nicht, “weil der Wissensstand der Menschen so erschreckend sei“, für so blöd dürfen sie die Leute dann doch nicht halten.

  17. Dr. Franky

    @Dieter Graf:
    Ich selbst bin Ingenieur und arbeite in der Entwicklung der E-Fahrzeuge in Deutschland.
    Was Sie oben schreiben ist bestenfalls ein Wunschdenken, der an der Realität komplett daneben geht. Es macht eher den Anschein, dass Sie ein Lobbyist sind, der bewusst irreführende Informationen als Tatsachen verkaufen will.

    Ich würde bitte gerne wissen welches E-Fahrzeug 250.000 km lang fährt?
    Nur eines.

    Ein E-Fahrzeug kostet mind. 50-80% mehr bei der Anschaffung und soll schon nach 3 Jahren günstiger sein?
    Bitte um die entsprechende Rechnung.

    Ladezeit von 20 Minuten? Mit welcher Leistung wird geladen? Wo finden Sie flächendeckend die Schnellladestationen?

    Studien vom ifo-Institut, von VW und vom Joanneum Research haben das Gegenteil von dem gezeigt, was Sie hier schreiben. Wenn die Realität nicht passt, Pech für die Realität. Man schreibt halt die Studien schlecht, schließlich kommt der Strom aus der Steckdose und ist gratis.

    Die Menschheit müsste ja ganz schön blöd sein, wenn sie die Vorteile von einem E-Fahrzeug nicht auf den 1. Blick sieht. Zum Glück haben wir ja Leute wie Sie, die uns per Zwang zum Glück bringen wollen.

  18. LPD

    Jedenfalls ist es amüsant zu beobachten, wie sich von Tatsachen unbeleckte Weltverbesserer ihre feuchten Green Energy-Hirngespinste als ‘Rechenmodell’ zusammenzimmern.

  19. aneagle

    Dieter Graf wirbt hier für sein Buch. Das ist legitim, wenn man es denn möchte oder braucht. Ansonsten ist mit der selbstgerechten Argumentation von Menschenverstand, erschütterndem Unwissen, und Serviettenmathematik, kein Blumentopf und keine hohe Leserzahl zu gewinnen. Interessierte können auf der Amazon Kaufseite die bisherigen 6 Feedbacks für das Buch lesen, bevor sie es erwerben wollen. Neben den 2 obligaten Jubelmeldungen, runden die verbliebenen 4 Leserreaktionen das reale Bild des Mannes mit dem gesunden Menschenverstand und der Serviette ganz schön ab. Eigentlich schade, der phantasiebegabte Autor schreibt recht unterhaltsam. Nur, mit der Blickwinkelbreite happert es m.E.ein wenig, wie die schlüssige Gegenargumentation in diesem Blog zeigt. Aber, es mache sich jeder sein eigenes Bild. 😉

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .