Endlich, Islamisten am Stephansplatz!

Von | 19. Juli 2013

Freitag nachmittag: Islamistische Anhänger des  ägyptischen Politikers Mohammed Mursi lassen am Wiener Stephansplatz grad die Grüne Fahne der Religion des Friedens flattern und benehmen sich dazu eher lautstark unzivilisiert, dürfte aber milieubedingt sein. Polizei nicht rasend interessiert. Schön, dass der ägyptischen Fast-Bürgerkrieg nun auch Wien zu bereichern beginnt. Ist ja ohnehin so wenig los hier.

19 Gedanken zu „Endlich, Islamisten am Stephansplatz!

  1. Rennziege

    Auch die Hagia Sophia zu Konstantinopel Istanbul war einst eine christliche Kathedrale. Warum sollte nicht auch der gute alte Steffl über kurz oder lang zur Moschee werden? Das Abendland der kaffirs soll gefälligst leiden und dulden lernen!
    Kardinal Schönborn und der Steffl-Pfarrer sind eh Feuer und Flamme dafür. Falls die Muftis noch keine Lust haben, zieht halt die Löwelstraße in die hehren Gewölbe ein, wo dem Eintretenden als erstes das vielsprachige Schild begegnet, ungewollt passend: “Vor Taschendieben wird gewarnt.”

  2. caruso

    Nur das hat mir noch gefehlt zu meiner Glückseligkeit! Ich bin kein Christ, bin überhaupt sozusagen gottlos,
    aber eine solche unzivilisierte Masse auf dem Stephansplatz ist sogar mir zu viel. Ich verstehe die Haltung der christlichen Kirchen dem Islam gegenüber überhaupt nicht. Wohl verstanden: Ich rede nicht von den Moslems, sondern ausschließlich vom Islam, von dem der weit überwiegende Teil eine nicht gerade sympathische politische Ideologie ist.
    lg
    caruso

  3. Astuga

    Die muslime sind nicht das problem, auch die gewaltbereiten unter den sog. radikalen sind es nicht. Die nuetzen lediglich jene freiraeume und chancen die wir ihnen bieten. Warum sollten sie auch anders handeln? Das eigentliche problem sind unsere politiker und teile der gesellschaftlichen eliten. Sie zahlen ja persoelich auch keinen preis dafuer, oft genug profitieren sie jedoch davon – siehe saudisches zentrum in wien.

  4. world-citizen

    Rennziege :
    Auch die Hagia Sophia zu Konstantinopel Istanbul war einst eine christliche Kathedrale. Warum sollte nicht auch der gute alte Steffl über kurz oder lang zur Moschee werden?

    Die Hagia Sophia ist aber keine Moschee, sondern ein Museum – seit 1926.

  5. Astuga

    Die hagia sophia als gesamtkomplex gilt offiziel als museum, aber ein bereich wurde erneut als gebetsraum gewidmet. Angeblich fuer die musl. museumsangestellten. Wird aber auch von musl. touristen gerne besucht. Eine christl. nutzung bleibt hingegen verboten, dafuer darf der muezzinruf unter erdogan auch wieder vom minarett erschallen. Tolles museum… Uebrigens wird auch die praxis der zwangsumwidmung von kirchen in museale einrichtungen weiterhin fortgesetzt.

  6. Astuga

    Tatsaechlich geht die politik sogar in richtung umwidmung in moscheen. Siehe iznik und trabzon.

  7. KClemens

    world-citizen :

    Rennziege :Auch die Hagia Sophia zu Konstantinopel Istanbul war einst eine christliche Kathedrale. Warum sollte nicht auch der gute alte Steffl über kurz oder lang zur Moschee werden?

    Die Hagia Sophia ist aber keine Moschee, sondern ein Museum – seit 1926.

    Richtig, aber erstens hat Rennziege nicht behauptet, daß die Hagia Sophia keine Moschee gewesen wäre, auch wenn sie es nicht explizit erwähnt hat.

    Und bis Atatürk daraus ein Museum gemacht hat, war die Hagia Sophia ein paar Jahrhunderte lang eine Moschee. Und wenn Herr Erdogan so weitermacht, wie er schon angefangen hat, wird sie in ein paar Jahren auch wieder kein Museum mehr sein, sondern wieder eine Moschee.

  8. KClemens

    Astuga :Die hagia sophia als gesamtkomplex gilt offiziel als museum, aber ein bereich wurde erneut als gebetsraum gewidmet. Angeblich fuer die musl. museumsangestellten. Wird aber auch von musl. touristen gerne besucht. Eine christl. nutzung bleibt hingegen verboten, dafuer darf der muezzinruf unter erdogan auch wieder vom minarett erschallen. Tolles museum… Uebrigens wird auch die praxis der zwangsumwidmung von kirchen in museale einrichtungen weiterhin fortgesetzt.

    Sorry habe Ihr Post erst gelesen, als ich meins schon abgesetzt hatte.
    Das hat Erdogan aber nicht erst gestern eingeführt, sondern vermutlich schon seit Mitte der 1990er Jahre. Er war ja lange genug Büyükbasbakan* von Istanbul.

    *Oberbürgermeister

  9. KClemens

    Astuga :Tatsaechlich geht die politik sogar in richtung umwidmung in moscheen. Siehe iznik und trabzon.

    Dafür brauchen Sie weder nach Iznik noch nach Trabzon zu gehen. Dazu reicht schon ein Blick ins Ruhrgebiet….

  10. Rennziege

    @world-citizen
    Typisch für Sie, WC: Wichtiges ins Klo spülen und Unwichtiges mit unrichtigen Daten als Klopapier ins Netz stellen:

    Seit anno 1453, der Eroberung Konstantinopels durch die ottomanischen Türken unter Sultan Mehmed II., wurde die Hagia Sophia (kein weiblicher Vorname, sondern griechisch Ἁγία Σοφία, “heilige Weisheit”) flink zur Moschee umgestaltet, wobei unschätzbare Kunstwerke vernichtet wurden.
    Bis 1931 blieb sie das; dann wurde die Hagia Sophia für vier Jahre geschlossen, renoviert und anschließend als “Museum der Republik Türkei” wieder zugänglich gemacht.

    Mustafa Kemal Atatürk wusste haargenau, warum er diesen unvergleichlichen christlichen Prachtbau nicht als Moschee, sondern als religiös neutrales Kunstwerk wiederbelebte: um die Öffnung des türkischen Orients für westliche Kultur und geistige Beweglichkeit zu manifestieren, für ein Miteinander statt Gegeneinander.

    Seine späten Epigonen, hüben wie drüben, wissen das nicht mehr, und sie wollen es auch gar nicht wissen; sie wollen mit fetten EU-Subventionen bequem zurück ins frühe Mittelalter reisen. — Ich fürchte, dass Sie diesen Holzweg so schätzen wie Ihre krummen Jahreszahlen. Aber Sie wissen ja, wie man diversen Unrat runterspülen kann, gell?

  11. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Seit anno 1453, der Eroberung Konstantinopels durch die ottomanischen Türken unter Sultan Mehmed II., wurde die Hagia Sophia (kein weiblicher Vorname, sondern griechisch Ἁγία Σοφία, “heilige Weisheit”) flink zur Moschee umgestaltet, wobei unschätzbare Kunstwerke vernichtet wurden. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Toll, wie gut Sie sich daran erinnern können. Offenbar waren Sie dabei.

  12. world-citizen

    @Astuga

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> afuer darf der muezzinruf unter erdogan auch wieder vom minarett erschallen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Dazu brauchen sie die Hagia Sophia nicht. Die blaue Moschee hat 6 und nicht bloß 4 Minarette.

  13. Rennziege

    @world-citizen
    “Offenbar waren Sie dabei.”
    Typische Reaktion eines Ostblock-Toilettenwärters, wenn er darauf hingewiesen wurde, dass sein Spülkasten ebenso löchrig ist wie sein Hirn und die Unterhosen seiner Stammkunden.

  14. world-citizen

    @Rennziege

    Ich bin jedes mal fasziniert von dieser hochintellektuellen differenzierten Sachdiskussion, die in diesem Forum stattfindet.

    Im Übrigen würde es mich keinesfalls stören, wenn der Stephansdom ein Museum würde. Einziger Nachteil wäre, daß wir ihn dann mit unserem Steuergeld erhalten müssten.

  15. Mourawetz

    @world-citizen
    Lieber World citizen,

    wenn die Hagia Sophia keine Moschee mehr ist, nachdem man aus ihr ein Museum gemacht hat, dann ist auch eine Dampflokomotive keine solche mehr, nachdem man sie ausrangiert und einem Eisenbahnverein zugeeignet hat. Sie sieht zwar immer noch so aus wie eine Dampflok, schnauft genauso wie seit je, aber leider: world citizens Logik hat zugeschlagen und bums aus! ist sie nur mehr ein Museum. Damit hat sie plötzlich viel mehr gemeinsam mit der Hagia Sophia auch wenn man mit jener nicht fahren kann, das tut nichts zur Sache. Ein Museum ist nun mal ein Museum und keine Moschee oder gar Dampflokomotive. Man könnte auch der Meinung sein, die Hagia Sophia ist eine Moschee, die ursprünglich eine christliche Kirche war und heute nur mehr als Museum genutzt wird. Aber muss ja nicht sein.  

    Die Logik world citizens ist zwar nicht einleuchtend,  hat aber dafür was Friedenstiftendes:  man hätte sie der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich beibringen sollen, die mit dem Vorwurf der Volksverhetzung gleich bei der Hand war, als sie die angebliche Moschee Hagia Sophia in einem Lego-Spielzeug wieder zu erkennen glaubte. Liebe  türkische Kulturmitglieder, hätte damals der world citizen euch an seiner Weisheit teilhaben lassen, viel Ärger wäre erspart geblieben und ihr hättet bei eurem Raki sitzen bleiben können.  Die Lego-Leute haben ein Gebäude aus der Star Wars Trilogie nachgebaut, das George Lucas einem Museum nachempfunden hat.  Tja, wenn ihr das damals gewusst hättet’s. 

  16. world-citizen

    @Mourawetz

    Wir brauchen keine Beispiele aus der Geschichte. Die Gegenwart genügt: In Ottakring verkaufte die kath. Glaubensgemeinschaft eine nicht mehr benötigte Kirche an die serbisch orthodoxe Glaubensgemeinschaft.
    Ein “Gotteshaus” wechselte seinen Besitzer – ganz ohne Krieg oder Eroberung; einfach durch einen Kaufvertrag. Der Vorgang war den Medien nur eine Kurzmeldung wert. Niemand fühlte sich bedroht.

  17. Mourawetz

    @world-citizen
    Genau diese Geschichtsvergessenheit ist so typisch für den Typ Mensch, der anfangs des 20. Jhdt. aufgekommen ist. Dieser berücksichtigt nichts, was außerhalb seines Horizonts liegt und seien es Tatsachen. Sieht er sich dennoch mit einer für ihn unangenehmen Tatsache konfrontiert, wird sie unwirsch abgetan: “die Hagia Sophia ist aber keine Moschee”. Stößt man ihn dann auch noch mit der Schnauze drauf, wird der Betrachtungswinkel der Welt willkürlich verkleinert: nur die Gegenwart zählt.  Wenn die eigene Sicht mit der Welt nur dann in Einklang zu bringen ist, wenn man sich eine Burka mit Sehschlitz umstülpen muss, wieviel ist so ein Weltbild dann noch wert?

  18. world-citizen

    Mourawetz :
    @world-citizen
    Genau diese Geschichtsvergessenheit ist so typisch für den Typ Mensch, der anfangs des 20. Jhdt. aufgekommen ist. Dieser berücksichtigt nichts, was außerhalb seines Horizonts liegt und seien es Tatsachen.

    Ich kenne die Geschichte, aber ich bin nicht gewillt, mich zu deren Sklaven machen zu lassen, insbesondere wenn es sich nicht um meine Geschichte handelt.

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