Endlich kann der Antiamerikanismus wieder raus!

“…..Wie dünn das Brot ist, auf dem manche unserer Politiker und Kommentatoren fingerdick ihren Erkenntnis-Käse streichen, zeigt schon allein die Schnappatmung bei Trumps Ankündigung, in all seinen Entscheidungen zunächst die Interessen der USA im Blick zu haben. Wie kann er nur! Dabei ist doch genau dies eigentlich seine Aufgabe. Nur weil unsere ewige Kanzlerin selten von Deutschland spricht, sondern ständig das Wort „Europa“ im Munde führt, heißt das ja nicht, dass sie auch automatisch für Europa in Gänze die Verantwortung übernommen hat. Sie mag das in Reden so ausdrücken – wenn man in ihren Reden überhaupt von Ausdruck sprechen kann – sie ist jedoch in Deutschland gewählt worden und primär für genau dieses Land verantwortlich. Wie absurd das Spielen der Europa-Karte eigentlich ist, wird deutlich, wenn man das Wort Europa im Gedanken zum Beispiel durch Frankreich oder Polen ersetzt. Käme gar nicht gut an bei unseren Nachbarn, oder? Tut es ja auch nicht, wie wir wissen.

Trump spricht nun also über seine primäre Verantwortung für die USA und überall bricht Panik aus. „Was? Wollen sich die USA etwa isolieren? Geht gar nicht!” Dieselben Leute warfen den USA stets vor, sich überall einzumischen, profitierten aber gleichzeitig mit großer Schadenfreude davon, wenn sich die Vereinigten Staaten die Finger dabei verbrannten. „America first“ ist somit eine logische Formel für einen amerikanischen Präsidenten, auch wenn uns das eigenartig erscheint, weil Frau Merkel eher nach dem Motto „Germany last“ agiert und das als perpetuierte Bestrafung der retro- und geschichtsaffinen Deutschen für gerechtfertigt hält. Das allgegenwärtige schlechte Gewissen in diesem Land ist der Nasenring, an dem wir uns in jede beliebige Richtung ziehen lassen. Allerdings sollte man darauf bestehen, dass Politiker, die gern an diesem Strick zerren, uns zumindest versichern, dass die Reise in die richtige, die gute Richtung geht…..” (hier)

3 comments

  1. Thomas Holzer

    “………….weil es sich in eine kunterbunte Zukunft träumt und dabei stets darüber informiert sein will, was Hitler gerade so macht.”

    Ja, ja: Genau das ist es, das tiefe Schuldgefühl der Linken und allzu Vieler in Deutschland, damals nicht dabei gewesen und Widerstand geleistet zu haben.
    Eine derartige Selbstüberhöhung und Selbstgerechtigkeit ist schon ziemlich einzigartig…

  2. Peter Malek

    Man sollte immer differenzieren zwischen dem einzelnen Politiker und seinen Wählern, bzw. der Nation. Es ist doch im höchsten Maße blödsinnig, wegen einem Politiker eine ganze Nation unter Generalverdacht zu stellen.
    Andersrum aber: Wie oft haben wir schon erlebt, dass Politiker die Kritik an ihrer Person ummünzen auf Kritik an der Nation?!
    Ich kann mich noch an die Schüssel-Regierung erinnern. Unser lieber Wolfgang hat das damals öfters so gespielt….

  3. mariuslupus

    Der Schock der tatsächlichen Wahl von Donald Trump sitzt bei den EU Politikern und den von ihnen gesteuerten Medien, ganz, ganz tief. Zuerst Schock, jetz unkontrollierte Wut. Wut hindert am zuhören. In den Medien war,
    vor lauter Wut, niemand mehr in der Lage Trump bei seiner Rede zuzuhören, wirklich zuzuhören.
    Es wurde nur der eigene Glaube bedient, Trump ist ein Hass-Prediger.(Hat sogar der zuküftige BP von D, von Merkels Gnaden, gesagt). Eine Abkehr von der bisherigen Stimmungsmacherei, und die Rückkehr des Realitätsins ist eher unwahrscheinlich.

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