“Entscheidend ist, wer einwandert”

Von | 13. August 2016

Ein 20 Jahre altes Interview mit dem Verhaltensforscher Irenäus Eibel-Eibelsfeldt:

FOCUS: Sie warnen seit Jahren vor den Folgen der Immigration; zugleich schauen Sie so gelassen auf die Zukunft des Abendländers?

Eibl-Eibesfeldt: Es geht mir zunächst einmal um die Erhaltung des inneren Friedens. Entscheidend ist deshalb auch, wer einwandert. Die europäische Binnenwanderung hat es immer gegeben, mitunter auch massive Immigrationswellen und kriegerische Überschichtungen. Aber die Bevölkerung im breiten Gürtel von Paris bis Moskau hat etwa die gleiche Mischung, sie ist anthropologisch nah verwandt. Die europäischen Nationalstaaten haben das Glück, relativ homogen zu sein.

FOCUS: Der Begriff des Ausländers müßte also durch den des Kulturfremden ersetzt werden?

Eibl-Eibesfeldt: Ich würde sagen: Kultur-fernen. Die integrieren und identifizieren sich nicht so leicht. Bei den innereuropäischen Wanderungen wurden die Leute integriert.

FOCUS: Und das ist Bedingung?

Eibl-Eibesfeldt: Es gibt diese schöne Idee, daß Immigranten ihre Kultur behalten und sich als deutsche Türken oder deutsche Nigerianer fühlen sollen, weil das unsere Kultur bereichert. Das ist sehr naiv. In Krisenzeiten hat man dann Solidargemeinschaften, die ihre Eigeninteressen vertreten und um begrenzte Ressourcen wie Sozialleistungen, Wohnungen oder Arbeitsplätze konkurrieren. Das stört natürlich den inneren Frieden. Die Algerier in Frankreich etwa bekennen sich nicht, Franzosen zu sein, die sagen: Wir sind Moslems. Vielfalt kann in einem Staate nebeneinander existieren, wenn die Kulturen verwandt sind, jede ihr eigenes Territorium besitzt und keine die Dominanz der anderen zu fürchten braucht – wie etwa in der Schweiz.

FOCUS: Also müssen die Türken in Deutschland die Deutschen fürchten?

Eibl-Eibesfeldt: Gegenseitig. Wenn man über Immigration Minoritäten aufbaut, die sich abgrenzen und ein anderes Fortpflanzungsverhalten zeigen, wird das Gleichgewicht gestört. Immigrationsbefürworter sagen: Die werden sich angleichen. Nur: Warum sollten sie eigentlich? Deren Interesse kann doch nur sein, so stark zu werden, daß sie bei Wahlen eine Pressure-Gruppe darstellen, die ihre Eigen-interessen durchsetzen kann.

FOCUS: In Amerika werden die Weißen in hundert Jahren vermutlich Minderheit sein . . .

Eibl-Eibesfeldt: Das hat in erstaunlicher Offenheit das „Time-Magazine“ ausgesprochen. Die Amerikaner haben gerade kulturferne Immigranten gefördert in dem Glauben, man dürfe nicht diskriminieren. Aber Diskriminierung – auf freundliche Weise – betreibt ja jeder! Die eigenen Kinder stehen uns näher als die der anderen, die Erbgesetze nehmen darauf Rücksicht, und es ist ja auch schon diskriminierend, daß kein Fremder in meinen Garten darf. Auch ein Land darf seine Grenzen verteidigen. Wenn jemand den Grenzpfahl in Europa nur um zehn Meter verschieben würde, gäbe es furchtbaren Krach, aber die stille Landnahme über Immigration soll man dulden?

FOCUS: Das gebietet der Philanthropismus, sofern der nicht ein evolutionärer Irrläufer ist.

Eibl-Eibesfeldt: Es wird nicht in Rechnung gestellt, daß wir, wie alle Organismen, in einer langen Stammesgeschichte daraufhin selektiert wurden, in eigenen Nachkommen zu überleben. Europäer überleben nun mal nicht in einem Bantu, was gar keine Bewertung ist, denn für den Biologen gibt es zunächst einmal kein höheres Interesse, das sich im Deutschen oder im Europäer verwirklicht – nicht mal in der Menschheit.  (weiter hier)

7 Gedanken zu „“Entscheidend ist, wer einwandert”

  1. Fragolin

    Zitat E.-E.: “Die Leute, die so demonstrativ ihren Heiligenschein polieren, tun das ja nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie dadurch hohes Ansehen, hohe Rangpositionen, also auch Macht, gewinnen können – früher als Held, heute als Tugendheld. Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit, und wenn die Folgen sich als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: Das haben wir nicht gewollt.”
    Dem muss man nichts hinzufügen.
    Außer vielleicht: Niemand sage, wir wären nicht rechtzeitig gewarnt worden.
    Aber bekannntlich zählt der Prophet im eigenen Lande nichts…

  2. stiller Mitleser

    @ Fragolin
    “Aber bekanntlich zählt der Prophet im eigenen Lande nichts…”

    sondern wurde akademisch und publizistisch marginalisiert und isoliert und noch seine Kinder und Enkel
    werden gedrängt sich zu distanzieren…

  3. sokrates9

    Unsere ungebildeten intellektuellen Proleten die derzeit in Führungspositionen sind, glauben alle Arten von Gesetzen aufheben zu können: Wirtschaftliche Gesetze, strafrechtliche Gesetze ethmologische Gesetze, religiöse Gesetze, staatsrechtliche Gesetze, naturwissenschaftliche Gesetze, alles kann sanktionslos frei interpretiert werden und der herrschenden PC- Denke angepasst werden!- Nur das wird nicht funktionieren: Die Natur schlägt zurück, die Natur setzt auf Artenvielfalt und will keinen multikultieinheitsbrei!

  4. Fragolin

    @sokrates9
    Nicht nur die Natur.
    Eine der tausend Facetten der Verlogenheit der Gutmenschen ist ja neben dem Verteufeln der eigenen Kultur die Überhöhung und Verehrung der fremden Kultur. Sie fordern Mittel zum Erhalt der kulturellen Besonderheiten der Fremden und sprechen der eigenen Kultur im gleichen Atemzug das Existenzrecht ab. Sie reden von einer bunten Welt und wollen die eigene Farbe daraus restlos getilgt sehen.
    Warum wohl diffamieren sie jeden, der die eigene Kultur für genauso schützenswert betrachtet, als Xenophoben, also krankhaft das Fremde Hassenden? Weil sie nur dadurch davon ablenken können, dass sie selbst Xenophile, krankhaft das Fremde Liebende und das Eigene Hassende sind. Die Natur stellt das Eigene vor das Fremde. Wer das Fremde vor das Eigene stellt ist der eigentliche Gestörte.

  5. mariuslupus

    Die Aussagen von Professor Eibl-Eibesfeld sollten nur mit Vorsicht gelesen werden. Könnten politisch unkorrekt sein. Hat mit Konrad Lorenz gearbeitet. Die Linken und Grünen haben den Nobelpreisträger, flugs, braun eingefärbt.
    Wie weit wird der Selbsthass dieser Leute noch gehen? Welche Makel werden sie noch bei Boltzmann, Wittgenstein, Schrödinger entdecken ?

  6. astuga

    Vor Jahren gab es mal im deutschen TV ein eher dümmliches Studiogespräch mit Eibl-Eibesfeldt und irgendeiner halbprominenten “Euro-Afrikanerin” zum Thema Multikulturalismus.

    Als diese dann anfing, Multikulti-Gesellschaften ernsthaft mit bunten Blumenwiesen zu vergleichen, war klar, dass die Diskussion gelaufen ist.
    Denn wie es so schön heißt: Mit Idioten zu diskutieren bringt nichts. Sie ziehen dich auf ihr Niveau hinunter, und schlagen dich mit Erfahrung.

    Blumenwiesen sind vielleicht aus unserer entfernten Perspektive schön anzusehen.
    Aber in der Realität der Lebensformen dort sind sie Schauplatz rücksichtsloser Verdrängungskämpfe um Licht und Ressourcen, und ein Ort wo es bloß um Fressen und Gefressen werden geht.
    Eben wie reales Multikulti…

  7. Hanna

    Ich habe Jahrzehnte lang als Journalistin gearbeitet, in diversen Ländern … und die Ignoranz und Respektlosigkeit, die heutige Medienleute, alle jung und viele ignorant und eigentlich recht unappetitlich, an den Tag legen, hätte damals den Job gekostet. Ich habe vor ein paar Jahren wieder kurz bei einer Zeitung in Ö gearbeitet, und es war der reine Horror, wie großkotzig und dabei ziemlich unfähig diese jungen Leute sind. Kein Wunder stehen oft so unsäglich dumme, falsche und ganz einfach arrogant-bevormunderische Artikel in den Zeitungen; Was Recherche ist und Artikelaufbau, das weiß heute niemand mehr. Diversität ist schon okay, aber es ist ein Status im Menschsein, etwas Unveränderliches, das es immer schon gab … und dazu gehört räumliches Getrenntsein, damit alle unterschiedlichen, einzigartigen menschlichen soziokulturellen Formen sich entwickeln können. Aber das kapiert scheinbar kein einziger heutiger Journalist, der über das unsägliche Thema “Humanität” schreibt. Ich war viel in Afrika und Asien unterwegs, und ich kann guten Gewissens sagen, dass die Leute von dort, unbedingt wieder dorthin in deren eigene gewachsene Kulturen zurück gehören, und wir müssen uns um die Trümmer unserer Kultur kümmern … wir, das sind die über 40/45-Jährigen …

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