Erdogan – der Kalif, der aus der Volksneurose kam

Von | 4. April 2016

“Wie können die ihn immer noch wählen?” Das Erfolgrezept Erdoğans lautet Verfolgungswahn, Hybris und Fanatisierung seiner Anhänger. Zugeschnitten auf die Untiefen der türkischen Seele….. (hier)

9 Gedanken zu „Erdogan – der Kalif, der aus der Volksneurose kam

  1. Thomas Holzer

    “„Wie können die ihn immer noch wählen?“”

    Diese Frage stelle ich mir bei den Wahlergebnissen in Österreich seit Jahrzehnten 😉

    Der mangelnden Alternativen durchaus bewußt seiend

  2. Reini

    … „Wie können die ihn immer noch wählen?“ …
    … das allgemeine blinde (dumme) Volk hat die Meinung … “na wenn soll man den sonst wählen” … und regt sich hinterher über das Pensionssystem, Bildungssystem, Flüchtlinge, EU, usw… hinterher auf!!!

    … man könnte die kleineren Parteien wählen, es wird zwar zur (k)einer Verbesserung kommen, aber die Großen Parteien werden zum Nachdenken angeregt, … 😉

  3. waldsee

    im text :
    Verfolgungswahn, Größenwahn, Personenkult, Fanatismus, Gleichschaltung – es sind die Zutaten einer totalitären Diktatur. Und sie schreitet voran.
    52% ist das wahlergebnis,aber sicher bei > als 2/3 ist es vorherrschender denkinhalt.
    auch bei denen ,die kein kopftuch vorzeigen.das ist meine persönliche erfahrung.

  4. Mona Rieboldt

    Unter Erdogan wurde es wirtschaftlich besser in der Türkei. Daher wird er auch gewählt, er kann sich aber besonders auf die Wähler im streng moslemischen Anatolien verlassen. Deutschland war doch damals begeistert, als er das Militär entmachtete, obwohl das Militär die Hüter von säkularen Werten waren. Deutschland hat durchaus Erdogan auch zur Macht verholfen. Man hat ihm hier auch gestattet, in Deutschland Wahlkampf zu machen.

    Es wird in dem Artikel gegen die Person Erdogan polemisch agiert, in dem Zusammenhang dann auch Putin erwähnt. Die Machthaber im Iran sind nicht weniger wahnhaft als Erdogan, aber da wird es keine Kritik geben, weil von der Regierung nicht gewollt.

  5. Falke

    @Reini
    Noch genauer (jedenfalls bei uns): Die meisten Leute schimpfen über die Regierung und über die SPÖ/ÖVP. Wenn man allerdings als Alternative etwa die FPÖ erwähnt, kommt wie das Amen im Gebet: “Die sind ja auch nicht besser!” Und damit kommen bei der nächsten Wahl wiederum dieselben an die Macht, die das Land konsequent und zielgerichgtet an die Wand fahren.

  6. Reini

    @Falke
    … oder wenn man den “geschützten” Posten behalten will muss man(n) und die Familie den “richtigen Chef” wählen,.. 😉 … also die richtige Hand die einen (an)füttert!

  7. astuga

    “Wie können die ihn immer noch wählen?”

    Naja, das fragt man sich auch anderswo ständig.
    Wer wählt bloß bei uns noch immer die SPÖVP?
    Eine Regierung muss es bloß schaffen, genug Systemprofiteure an sich zu binden.
    Zumindest das ist ein gemeinsames Element von SPÖVP wie der AKP Erdogans.

    Der Rest an Wählerstimmen entstammt dann dem unvermeidlichen Reservoir an dummen Menschen, das wohl überall auf der Welt bei 20-30 % liegen dürfte.

  8. waldsee

    @astuga es wurde im artikel von erdogan gesprochen , nicht von spövp.
    beide sind nur dahingehend gefährlich,weil sie den typus erdoganwähler förmlich ins land locken.

  9. astuga

    @waldsee
    Danke, ich kann Lesen!
    Und ich habe mir erlaubt, im Kommentar auf diesbezügliche Parallelen in anderen Ländern hinzuweisen.
    Auch weil mich die SPÖVP mehr tangiert als Kalif Erdogan in der Ferne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.