Erdogan kommt, Faymann schweigt

“…..Als jüngstes Regierungsmitglied übernahm Außen- und Integrationsminister Kurz die Aufgabe, Erdoğan öffentlich zu warnen, die türkische Gemeinde in Wien mit Brandreden zu spalten. Zu Recht und aus gutem Grund. Das ist ehrlicher und zielführender, als auf Tauchstation zu gehen. Diese Rolle übernahmen der Bundeskanzler und der Bundespräsident. Quelle surprise…..” (hier)

18 comments

  1. S.M.

    Offener Brief:

    Sehr geehrter Herr Faymann!

    Sie sind nun seit etlichen Jahren Bundeskanzler der Republik Österreich. Ich beglückwünsche Sie zu diesem Erfolg, auch wenn Ihnen diese Arbeit sicherlich schon einige Nerven und so manches graues Haar gekostet hat. Sie werden aber dafür von mir und all den anderen Steuer- und Abgabenzahlern auch fürstlich entlohnt. Falls Sie einmal darüber nachgedacht haben sollten, warum Ihnen das Amt physisch und psychisch so zusetzt, so sage ich Ihnen, warum das so ist. Sie haben Verantwortung, Herr Bundeskanzler! Ja Sie haben eine sehr große Verantwortung. Sie sind mit Ihren Ministern für die Verwaltung dieses Staates zuständig. Unseres Staates! Nun kann man über Ihre Politik und die Gesetze, für die Sie verantwortlich zeichnen, viel diskutieren; ich selbst bin der Meinung, dass schon Ihre Wirtschaftspolitik dem Wohl des Landes abträglich ist. Nicht etwa, weil Sie zu wenig enteignen, sondern weil Sie meiner Meinung nach keine Sekunde darauf verwendet haben, darüber nachzudenken, warum die Welt so ist, wie sie ist und warum manche Staaten erfolgreich und stark waren/sind und manche nicht. Ich setze mich gerne mit Ihnen an einen Tisch und wir debattieren darüber. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich die besseren Argumente habe und leider auch, dass Sie diese Argumente, auch wenn sie Sie überzeugen sollten, beiseitewerfen wie einen schmutzigen Lappen, nachdem er die zweifelhafte Freude genoß, die Kloschüssel vom Kot und Urin der vergangengen Tage zu befreien.
    Was Sie jetzt aber tun, Herr Bundeskanzler, oder eher nicht tun, das kann ich nicht mitansehen, ohne Ihnen ernsthaft ins Gewissen zu reden!
    Sie lassen einen fremden Regierungschef hier in unserem Land auftreten und zu Menschen sprechen, die unserer geschätzten Meinung nach entweder in unserem Land leben wollen, oder sich aber verabschieden sollten.
    Sie lassen es wirklich zu, dass ein Mann hier in unser Land kommt und so tut, als würde er zu seinem Volk sprechen!
    Nein, Herr Bundeskanzler, dies hier ist nicht sein Land, dies ist nicht sein Volk sondern unser Land, unsere Nation, eine Nation, Herr Bundeskanzler, die Ihr Vater und meine Großväter mit Blut und Schweiß aufgebaut haben. Eine Nation, für die unsere Ahnen ihr Leben gegeben haben, nur damit Sie und ich jetzt so miteinander kommunizieren können, damit wir in einem Rechtsstaat und in einer Demokratie leben, zumindest noch.
    Dieser Mann hat hier nichts zu suchen, er ist ein Fremder und er ist Gast! Sie sollten Ihn am Flughafen empfangen, sich mit ihm austauschen und ihm dann eine gute Reise wünschen, wohin auch immer sein Flieger gehen mag!
    Es ist beschämend, dass Sie einen Mann in unserem Land reden lassen, der offen zur Schau stellt, dass ihm der Islam wichtiger als die europäischen Werte sind, der dafür bekannt ist, dass er Europa am liebsten unter türkischer Fahne sehen wollte!
    Sind dafür unsere Soldaten in den Kriegen gegen die Türken gestorben?
    Und noch beschämender ist es, dass Sie nicht sofort jeden, der diesem Mann zuhört und somit offen bekennt, dass er hier in unserem Land nicht sein möchte, nicht sofort des Landes verweisen lassen, mit der Bitte, er möge sich doch in seiner Heimat, der Türkei, wohl fühlen. Denn das hier, Herr Bundeskanzler, ist unsere Heimat! Wir lieben Österreich, wir lieben die Natur, die Bräuche, die Sprache, die Kultur, das Essen. Und jeder, der sich hier nicht heimisch fühlt, der sich bemüßigt fühlt, ständig mit einer türkischen Flagge herumzuwedeln, der soll sein Glück bitteschön woanders suchen!
    Dass Sie eine solche Abneigung, die diese Menschen gegen unser Land haben, auch noch fördern, indem Sie Herrn Erdogan zu ihnen sprechen lassen, das setzt dem ganzen die Krone auf.

    Ich fordere Sie hiermit auf, Herrn Erdogan nicht in unserem Land sprechen zu lassen! Schicken Sie ihn mit freundlichen Grüßen nach Hause oder treten Sie zurück! Denn ein Mann, der dazu nicht in der Lage ist, ist kein Bundeskanzler der Republik Österreich, sondern ein Verräter!

  2. Graf Berge von Grips

    Sehr geehrter Herr Feymann!

    Verzeihen sie bitte, dass ich Sie nicht mit Herr Bundeskanzler anrede, aber ich scheue mich, eine Berufsbezeichnung zu benennen, die der Realität nicht entspricht.
    Ich spreche auch Frau Müller im Cafehaus nur mit Frau Müller an und nicht mit Frau Hofrat.
    So gesehen sind Sie als Bundeskanzler absolut entbehrlich. Als Mensch empfehle ich Ihnen, sich um einen Job bei PID zu bewerben.

    Ihr
    Graf Berge von Grips

  3. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Sind dafür unsere Soldaten in den Kriegen gegen die Türken gestorben? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    So ein Satz ist der unwiderlegbare Beweis, dass dessen Schreiber des selben Ungeistes Kind wie Herr Erdogan ist.

    Und einen Krieg zwischen Österreich und der Türkei hat es weder zu meinen, wie auch zu den Lebzeiten meiner Eltern und Großeltern gegeben.

  4. world-citizen

    Der Kampf soll sich nicht gegen die Türkei und nicht gegen die Menschen dort richten, sondern gegen einen Ungeist, der im Europa des 21. Jahrhundert keinen Platz mehr haben darf und dem aber leider in Österreich ebenso wie in der Türkei immer noch viel zu viele abergläubige Menschen huldigen.

  5. Herr Karl jun.

    Faymann scheint eben zu wissen, dass nüchterne Kritik am nationalistisch-islamofaschistischen Getue von Erdogan mehr Eier braucht als sein hetzereischer Anti-Papst-Rummel im Jahre 1983, der ihm als SJ-Obmann ein strafrechtliches Verfahren (Anzeige und Vorerhebungen) wegen “Herabwürdigung religiöser Lehren” einbrachte. Es war dies das erste und bisher einzige Verfahren dieser Art in der 2. Republik.

  6. Reinhard

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/3823278/Turkische-Predigerschule-in-Wien-wird-bereits-gebaut?from=gl.home_bildung

    Noch Fragen?

    @world-citizen
    Sie haben es den “Abergläubigen” vergangener Generationen zu verdanken, dass Sie heute überhaupt in der Öffentlichkeit den Mund aufmachen und ihren tagverträumten Gutmenschenunsinn verbreiten dürfen. Seien Sie dankbar, dass es so ist. Und genießen Sie es, denn wenn es so weitergeht, wird Ihnen dieses Vergnügen nicht mehr lange beschieden sein. Die bösen reaktionären Ewiggestrigen, die noch bereit gewesen wären, zur Verteidigung der Werte ihrer Heimat in den Tod zu gehen, wurden von Ihren großen Idolen erfolgreich ausgerottet. Dem was kommt haben wir nichts entgegenzusetzen als der Laberei von Leuten Ihres Kalibers. Das klärt der Wächterrat mit dem Herausschneiden der Zunge, mal so als gelebtes Beispiel für die Macht des Wortes und die Macht des Schwertes.
    Passen Sie auf, dass Sie sich nicht eines Tages zurücksehnen in die bösen sozial kalten und ewiggestrig verstockten Zeiten, als man noch eine Meinung haben durfte, die von der des Propheten abwich…

  7. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Seien Sie dankbar, dass es so ist. Und genießen Sie es, denn wenn es so weitergeht, wird Ihnen dieses Vergnügen nicht mehr lange beschieden sein. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ja, ich bin dankbar, aber gewiss nicht Ihnen. Denn wenn es nach Ihnen ginge, wären diese Rechte ohnehin schon abgeschafft.

  8. ricbor

    @world citizen

    Der Kampf soll sich nicht gegen die Türkei und nicht gegen die Menschen dort richten, sondern gegen einen Ungeist, – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=29362#comments-

    Das Problem ist nur, dass 2/3 der türkischen Wähler diesen Ungeist in ihr Parlament gewählt haben. Und man kann seelenruhig davon ausgehen, dass auch die übergroße Mehrheit der in Europa lebenden Türken ähnlich denkt.

  9. Mona Rieboldt

    Wenn Erdogan die Türken in Deutschland und Österreich als seine Landsleute ansieht und diese ihn so bewundern, dann soll Erdogan sie doch gleich alle mit nehmen in die Türkei. Dann sind doch alle zufrieden.

  10. Rennziege

    18. Juni 2014 – 13:05 Mona Rieboldt
    Schöner Gedanke, Mona. Aber im Orient gibt’s keine sozialen Wundertüten, von denen man gut leben kann, während man die Armutschkerln verachtet, die sie ungefragt füllen müssen.

  11. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das Problem ist nur, dass 2/3 der türkischen Wähler diesen Ungeist in ihr Parlament gewählt haben. Und man kann seelenruhig davon ausgehen, dass auch die übergroße Mehrheit der in Europa lebenden Türken ähnlich denkt. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Und wie viele haben in Frankreich FN gewählt? Wie viele haben in Österreich FPÖ gewählt?
    Erst sollte man das eigene Haus sauber machen bevor man mit dem Finger auf andere zeigt.
    Und im Übrigen haben nicht 2/3 Erdogan gewählt, sondern lediglich 49,8%. Sind zwar viel zu viele, aber immer noch keine Mehrheit.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_der_T%C3%BCrkei_2011

  12. S.M.

    @ Weltfremdbürger

    Also wirklich, bei Ihnen bekommt man Kopfschmerzen, wenn man Ihre Beiträge liest. Nicht etwa, weil sie Recht haben, Sie sind schlicht des Argumentierens nicht mächtig.

  13. Reinhard

    @world-citizen

    “Denn wenn es nach Ihnen ginge, wären diese Rechte ohnehin schon abgeschafft.”

    Sie haben sich schon wieder in Ihrem eigenen Kopf verlaufen und verwechseln ihn mit meinem. Man kann Ihnen wirklich nicht abgewöhnen, von sich auf andere zu schließen, oder?
    Habe ich Ihnen hier schon einmal den Mund verboten oder eine Einschränkung der Meinungsfreiheit verlangt? Nein. Das einzige, was ich mir herausnehme, ist, Leute Ihres Schlages für realitätsferne Tagträumer, selbstgerechte Egozentriker und ausgemachte Idioten zu halten. Ansonsten können Sie und Ihresgleichen soviel Hirnmüll absondern, wie Ihnen täglich zwischen den Ohren verwest. Ich erachte dies sogar als unterhaltsame Auflockerung des Tages.

  14. Reinhard

    @world-citizen

    Und nochwas:
    Sie stehen auf Zahlenspielchen?

    NRW Österreich 2013: FPÖ haben gewählt ca. 20,5% bei einer Wahlbeteiligung von ca. 75%, also etwas über 15% der Wahlberechtigten. Damit eroberten sie 22% der Parlamentssitze.

    PW Türkei 2011: AKP haben gewählt ca. 50% bei einer Wahlbeteiligung von etwa 83%a, also knapp 42% der Wahlberechtigten. Das reicht für knapp 60% der Parlamentssitze. Dazu kommt, um den Geist der türkischen Wahlberechtigten zu verstehen, noch die MHP, eine nationalistische Rechtspartei ähnlich dem französischen FN, mit immerhin 13% (~11% der Wahlberechtigten). Also weit über die Hälfte der Wahlberechtigten und etwa 2/3 der Wählenden haben islamistisch/nationalistisch gewählt.

    15% der Österreicher wählen nationalistisch, 53% der Türken tun dies.
    So, und WAS wollen Sie nun mit Ihrem Hinweis auf die FPÖ genau aussagen, außer, dass Sie nichts zum Aussagen haben???

  15. ricbor

    @world-citizen

    Und im Übrigen haben nicht 2/3 Erdogan gewählt, sondern lediglich 49,8%. Sind zwar viel zu viele, aber immer noch keine Mehrheit.

    Ich sehe gerade, dass AKP und MHP -mithin Islamisten und Rechtsradikale- sogar 69% der Parlamentssitze haben. Da hat sich eine Volksbewegung im Ungeist etabliert. Im übrigen rege ich an, vor Beantwortung eines Kommentars denselben genau zu lesen.

    Das stimmt. aber zur AKP kommmen noch wieter islamistische und rechtsradikale Parteien

  16. Rennziege

    18. Juni 2014 – 16:09 ricbor
    Im übrigen rege ich an, vor Beantwortung eines Kommentars denselben genau zu lesen.
    Liebevolle Aufforderung, aber vergebens. Der putzige WC hat sich vielfach als Legastheniker geoutet. Diese bedauerliche Schwäche zu verstehen und zu tolerieren steht ihm zu — und wird dank der Gesamtschul-
    Vergewaltigung aller Kinder (bis auf die der Bonzen, die ihre G’schrappen wohlweislich in katholische Privatschulen schicken) ca. zwei Dritteln aller Absolventen zustehen.

  17. Thomas Braun

    Es leben bereits so viele Türken in Wien, dass es sich für Erdogan lohnt, hierher zu kommen, um Wahlkampf zu machen. DAS ist der eigentliche Wahnsinn!

  18. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Es leben bereits so viele Türken in Wien, dass es sich für Erdogan lohnt, hierher zu kommen, um Wahlkampf zu machen. DAS ist der eigentliche Wahnsinn! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Und genau deswegen wäre es wünschenswert, wenn alle Menschen nur dort wählen sollten, wo sie ihren ständigen Aufenthalt haben. Dann würden die Wahlkämpfe eben auf jene Gebiete beschränkt bleiben, wo auch tatsächlich gewählt wird.

    http://www.wohnsitzbuergerschaft.blogspot.com

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