Erdogan-nahe Zeitung: Opfer von Orlando sind „Perverse“

Von | 14. Juni 2016

„Es ist das größte und folgenschwerste Verbrechen, das jemals in den USA von einem einzelnen Täter begangen wurde: 50 Tote und 53 Verletzte sind die Folge des Massakers im Schwulenclub Pulse in Orlando im Bundesstaat Florida, das sich am Sonntagmorgen ereignete. Kaum 36 Stunden liegt das Massaker nun zurück, da bezeichnet die türkische Zeitung Yeni Akit die Opfer als ‚Perverse‘.  (weiter hier)

11 Gedanken zu „Erdogan-nahe Zeitung: Opfer von Orlando sind „Perverse“

  1. Fragolin

    @Der Realist
    Richtig. Was man über Schwule und Lesben und die ganzen 60 “Geschlechter” denkt ist das Eine, eine Bluttat an Zivilisten das Andere. Nur in den kranken Windungen religions- oder ideologiefanatisch weichgewaschener und hartgebügelter Einzellerhirne führt das Eine automatisch zum Anderen.

  2. Calderwood

    Was kann perverser sein als eine Religion, die im Namen eines bizarren Hirngespinsts (Allah) zu Massenmorden anstiftet?

  3. Falke

    @Calderwood
    Ich habe schon mehrmals geschrieben, dass eigentlich der Koran nach der bei uns herrschenden Gesetzeslage als Hetzschrift verboten werden müsste, und damit auch der Islam. Jedenfalls hat Donald Trump durchaus recht, wenn er verlangt, dass Moslems keine Einreiseerlaubnis in die USA erhalten sollten – “ungerechter Generalverdacht” hin oder her.

  4. Lisa

    @Falke: Das ist auch so ein Punkt, der mir immer wieder zu denken-und zu halndeln 😉 – gibt: der Koran, wörtlich gelesen (interpretieren dürfte man ja eigentlich nicht) ist eine staatsgefährdenden Hetzschrift. Der Isalm, auf dem Koran basierend, ist keine Religion im transzendenten Sinn, sondern eine politische Ideologie, die sich Religion nennt.

  5. Falke

    @Lisa
    So etwas Ähnliches ist ja auch Scientology, nennt sich auch “Religion”. Immerhin werden dort die naiven Leute nur abgezockt und nicht umgebracht.

  6. Christian Weiss

    Es ist ja recht bemerkenswert, dass wir vor vielen Jahren im Konfirmandenunterricht noch vor allerlei gefährlichen Sekten gewarnt wurden. Scientology galt als besonders gefährlich, aber auch die Zeugen Jehovas (obwohl im Kern auch evangelisch) empfanden die Religionslehrer und Pfarrer unserer liberalen Kirche als hoch problematisch. Vor dem Islam wurden wir damals nicht gewarnt. Er war damals auch noch kein grosses Thema. Heute wird im Religionsunterricht um Toleranz für jeden religiösen Humbug geworben und insbesondere im Zusammenhang mit dem Islam heisst es als Antwort auf jeden Terrorakt und jeden gehängten Homosexuellen und jedes wegen Ehebruchs im Gefängnis gelandeten Vergewaltigungsopfer, das habe alles mit dem Islam gar nichts zu tun.

    Ich vermute hinter dieser seltsamen Diskrepanz in der Beurteilung und Betrachtung verschiedener Religionen, dass die Islamverteidiger weit mehr Angst vor dem Islam haben als die Islamkritiker. Mit Scientologen und Zeugen Jehovas muss man sich nicht arrangieren, die sind so Wenige. Aber mit der Weltreligion Islam legt man sich dann lieber nicht an. Da duckt man sich und versucht, keine Aggression zu provozieren.

    Erstaunlicherweise sehe ich, der ich mich als dem Islam gegenüber sehr kritisch eingestellter Mensch, die Sache eigentlich gelassener: Wer den Muslimen klare Grenzen aufzeigt, wie weit ihre religiösen Praktiken gehen dürfen, hat weit weniger Probleme mit ihnen.
    Nur als kleines Beispiel: Wir haben im Rahmen eines Vereines viele Jahre lang anlässlich des im Kanton Zürich weitverbreiteten Traditionsanlasses “Räbeliechtli-Umzug” Schweinswürstchen verteilt. Immer wieder kamen Kinder mit muslimischen Hintergrund mit der Frage, ob da in den Würstchen Schweinefleisch drin sei. Auf unsere Bejahung sind sie dann einfach wieder gegangen. Unsere strickte Weigerung, die Würstchen gegen solche auf Geflügelbasis zu tauschen, was ein paar Toleranzfuzzis gerne gesehen hätten, blieb ohne Folgen Seitens der Muslime. Es wurde als Tradition akzeptiert.
    Diejenigen, die jedoch jedem Mist nachgeben, werden auch mit immer drastischeren Forderungen konfrontiert und irgendwann lebt man an einem Ort, wo der Muezzin vom Turm plärrt, die örtliche Metzgerei kein Schwein mehr verkauft, die Badestätten geschlechteregetrennte Öffnungszeiten haben und das halbe Dort mit Kopftuch rumläuft.
    Wer früh Widerstand leistet, leistet einfacher Widerstand.

  7. Gerald Steinbach

    Irgendwann wird uns einer erklären das der Islam mit den Islam nichts zu tun hat, und das man dies dreidimensional sehen muss

  8. astuga

    Ich glaube, man muss das nochmal betonen: Hier handelt es sich nicht um die isolierte Tat eines Verrückten die mit dem Islam nichts zu tun hat, oder um eine extreme Auslegung des Islam.

    Homosexualität gilt als Haram (verboten, mit irdischer Strafe).
    Entsprechend wurde das in der gesamten islamischen Geschichte gehandhabt, und im isl. Gegenstück zum Strafrecht.
    Und entsprechend wird Homosexualität in allen isl. Ländern heute noch kriminalisiert und ist zum Teil mit Todesstrafe belegt.

    Es gibt aber gerade im persisch geprägten Kulturraum (wozu historisch auch Afghanistan und Pakistan gehört) eine homosexuelle Tradition die sich lange gehalten hat.
    Ähnlich der antiken griechischen Päderastie aka “Knabenliebe” (siehe Gedichte von Abu Nuwas und Wikipedia: Bacha Bazi).
    Da ist auch viel Heuchelei mit im Spiel, und oft ist nicht klar, was eigentlich als Homosexualität gilt und was nicht (etwa: wird dabei Penetriert oder nicht?).

  9. astuga

    Homosexualität ist übrigens in der Türkei ein Grund vom mehrjährigen Militärdienst befreit zu werden.
    Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Militärarzt den Anus eines Kadetten eigenhändig stimuliert um zu überprüfen, ob dieser auch tatsächlich schwul ist.

  10. GS

    wir haben es nicht leicht in Europa…

    sind in der Zange…

    auf der einen Seite dieser Herr Erdogan….auf der anderen Seite dieser Herr Putin..

    beide Faschisten (nicht nur) im Geiste..

    brandgefährlich..

  11. Lisa

    @Christian Weiss: der Islam war auch gar nicht präsent, schon gar nicht so aufdringlich und aggressiv wie heute. Ich denke auch, dass es mit Angst zu tun hat: sie sind nicht nur mehr als irgendeine Sekte, sondern überhöhen ihren Selbstwert dadurch auch noch. Die linke Wange hinhalten zieht nur als Anstoss zur Einsicht, wenn beide die gleichen Wertvorstellungen haben: für einen Angreifer mit anderen Wetvorstellungen ist das nur ein besonders willkommener Kampfvorteil. Wie die Fische im Aquarium: die Kampffische machen sich sofort über die Friedfertigen her, also kann man sie nicht zusammenlassen. Zwar gibt es auch unter Tieren Mutterliebe, aber so etwas wie Nächstenliebe, Mitleid, Gerechtigkeit gibt es da nicht! Stark ist gut, schwach ist schlecht. Ich will damit nicht sagen, dass der Islam primitiver oder tierischer sei als das Christentum, aber “wilder” ist er schon…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.