Erdogan tut den Muslimen in Europa keinen Gefallen

Von | 29. Oktober 2020

“… Der türkische Präsident präsentiert sich im Streit mit Macron um die Mohammed-Karikaturen als Verteidiger der Muslime und beschwört einen neuen Kulturkampf mit dem Westen herauf. Im Interesse von Europas Muslimen ist das nicht. NZZ, hier

15 Gedanken zu „Erdogan tut den Muslimen in Europa keinen Gefallen

  1. sokrates9

    Wo bleibt eigentlich die EU mit der Verteidigung Markrons? Wo ist der österreichische Bundespräsident? ( eine Frage die sicherlich bei den Lesern ein Lächeln auslöst – so weit sind wir schon).Klar ist so ein Kampf nicht im Interesse von Europas Muslimen, die Macht wird derzeit wesentlich subtiler übernommen.Eine Diskussion ob der Koran über den Verfassungen von demokratischen Staaten steht wird tunlichst vermieden.

  2. Herbert Manninger

    Erdogan mit seiner Ungeduld tut der schleichenden Machtübernahme des Islam in Europa keinen guten Dienst mit seiner brutalen Vorgangsweise. Die Europäer könnten ja erschreckt aufwachen. Könnten…

  3. Franz Meier

    Die politische Atmosphäre ist stark aufgeheizt. Im Prinzip sollten alle EU-Mitglieder ihre Botschafter aus Ankara sofort abziehen, das wäre nur konsequent. Man kann sich natürlich auch fragen, ob die Karikaturen wirklich notwendig sind. Aber vielleicht ist es an der Zeit die offene Konfrontation mit den radikalen Muslimen zu suchen. Vielleicht ist es an der Zeit Dinge richtig zu stellen, die versäumt wurden. Das haben europäische Politiker, Richter, Staatsanwälte und Journalisten 40 Jahre lang vermieden und sie haben es zu verantworten. Die radikalen Muslime sind eine (kleine) Minderheit, sie terrorisieren nicht nur uns Europäer, sie terrorisieren auch ihre eigenen Leute. Ich bin überzeugt, dass ein friedliches Miteinander mittelfristig möglich ist. Unsere Linken verstehen die sozialen Strukturen innerhalb der Migranten in keiner Weise, sie haben keine Ahnung. Was die toleranten, sensiblen, korrekten Europäer nämlich immer noch nicht begriffen haben ist: Die Mehrheit der in Europa lebenden Muslime will ihren Geschäften, ihrem Leben nachgehen, sie wollen für ihre Familien und Kinder ein besseres Leben als es in den “Failed Countries” des arabisch-muslimische Raumes je möglich sein wird. Sie wären schon bereit sich eines Tages allmählich zu integrieren und den “europäischen Traum” zu leben. Genau das verwehren ihnen aber ihre eigenen Leute, ihre eigenen radikalen Mitbürger, genau das verwehren ihnen ihre radikalen Imame. Sie verhindern mit dem bösen Gift das sie verspritzen und der bewusst mittelalterlichen Auslegung ihrer Religion jegliche Integration und beflügeln die Parallelgesellschaften, die Europa zerstören. Sie hetzen jeden Tag junge Männer auf. Die gemässigten Muslime haben selber grosse Angst vor den Radikalen. Sie trauen sich nicht zu widersprechen, da sie selber bedroht werden. Einem radikalen Muslim offen zu widersprechen kann ein Todesurteil sein, das funktioniert wie bei der Mafia. Unsere europäischen Politiker, Richter, Lehrer, Schauspieler und all die intellektuellen Akteure und Meinungsmacher lassen die gemässigten Muslime vollkommen im Stich, sie unterstützen seit Jahrzehnten die falschen Muslime, nämlich die Radikalen. Moscheen in denen gegen unsere Lebensweise gepredigt und gehetzt wird, müssen sofort ohne wenn und aber geschlossen werden. Der Einfluss ausländischer Verbände, Vereine und Geldgeber, Spender ist zu reduzieren, zu unterbinden und zu beenden. Imame und Radikale, die gegen unsere Werte, gegen unsere Demokratie hetzen, müssen im Eilverfahren und ohne jahrelange Einsprachemöglichkeit sofort abgeschoben werden. Erinnern wir uns an den “Kalifen von Köln”, er hat deutsche Gerichte jahrelang zum Narren gehalten. Wie dumm sind die Deutschen? Was mit den Ausgewiesenen und Abgeschobenen in ihrer Heimat geschieht, ist nicht unser Problem. Wer bei uns den sozialen Frieden bewusst stört, den Zusammenhalt unserer europäischen Gesellschaften verhindert, wer eine Integration bewusst sabotiert, wer jeden Tag gegen unsere Werte hetzt, wer andere ständig zu Gewalt und Hass anstiftet, hat sein Bleiberecht verwirkt. Ein Zusammenleben ist möglich, aber nur wenn die Regeln klar und deutlich kommuniziert werden und wenn die politische Linke, wenn die linken Fernsehmoderatoren, die linken Richter aufhören aus falsch verstandener Toleranz die Radikalen in Schutz zu nehmen, ja sie sogar mit ihren Urteilen zu unterstützen. Muslimische Jungs aus der Unterschicht wollen und brauchen Führung. Sie verstehen die linken Intellektuellen, die sich auf der Toilette ihres Cafés einen Joint drehen und über die Welt philosophieren nicht. Sie brauchen klare Regeln an die sie sich halten müssen. Sie erwarten sogar bestraft zu werden. Den linken Schmusekurs verstehen sie nicht. Radikale Prediger und Hetzer auszuweisen und zu verhindern hat rein gar nichts mit Islamophobie zu tun. Im Gegenteil, wir wollen mit den gemässigten Muslimen in Frieden leben, nicht mit den Radikalen. Die radikalen Elemente müssen weg, schleunigst. Vielleicht wird es Gesetzesänderungen brauchen. Ob der EuGH das zulässt werden wir aber erst sehen, denn dort sitzen ebenfalls Richter, die die Radikalen schützen und mit jedem ihrer Urteile unterstützen. Macht das wirklich Sinn?

  4. Falke

    Was die Worte Macrons wert sind, hat man gerade heute in Nizza und Avignon gesehen, sozusagen als sofortiger Beweis, dass er ein zahnloser Tiger ist, vor dem sich kein muslimischer Terrorist fürchten muss, weil er eben nur heiße Luft produziert, aber nichts tut. Das heißt nichts anderes, als dass die islami(sti)schen Morde so lange weitergehen werden, bis Macron radikale Maßnamen gegen den Islam (ohne “enschuldigenden” Umweg über den sogenannten “Islamismus”) in Frankreich ergreift – was aber angesichts der 6 Mio Moslems sowie der besonders islamfreundlichen Gesetze in Frankreich illusorisch ist.

  5. TomM0880

    @Franz Meier
    “Man kann sich natürlich auch fragen, ob die Karikaturen wirklich notwendig sind.”

    Wer sich diese Frage stellt, der hat grundlegende Dinge nicht verstanden.

  6. astuga

    Man könnte sich auch fragen, was eine 70-jährige Frau die in einer Kirche betet mit diesen Cartoons zu tun hatte.
    Sicher nicht genug um ihr grausam mit einem Messer den Kopf abzuschneiden (“Köpfen” hört sich etwas verharmlosend an).
    Noch dazu wo es weitaus mehr und schlimmere Karikaturen gibt die das Christentum zum Ziel haben.

    Sind eigentlich die diffamierenden und aggressiven Passagen in Koran und Ahadith (bis hin zum Tötungsaufruf) die sich gegen Andersgläubige richten notwendig?

  7. Franz Meier

    @Tom0880
    Ich verstehe schon was Sie meinen und ich akzeptiere Ihre Kritik, aber müssen wir nicht pragmatisch bleiben? Ist hier nicht eine gewisse Halbherzigkeit im Spiel? Fehlt hier nicht der Wille solche Attentate ein für alle Male abzustellen? Das geht schon viel zu lange so dahin in Europa. Die Frage ist doch was man mit den Karikaturen erreicht. Wenn man die Angelegenheit bis zum bitteren Ende durchziehen würde, wenn man es endlich auf einen offenen Konflikt mit den Radikalen ankommen lassen würde, ihnen den Tarif ein für alle Male mit der ganzen Härte unserer Gesetze durchgeben würde, wenn man beinhart bleiben würde, die Spielchen mit den ewigen Rekursen und dem Weiterziehen an eine nächste Instanz abschaffen würde, die schuldigen Radikalen in Schnellverfahren aburteilen und sofort abschieben würde, die radikalen Imame in wenigen Tagen ausser Landes bringen würde, die Moscheen in denen gehetzt wird, am nächsten Tag gleich ganz schliessen würde, den Geldfluss aus dem Ausland vollkommen unterbinden würde mit dem die radikalen Vereine finanziert und unterstützt werden…Ja dann könnte man die Meinungsfreiheit tatsächlich durchsetzen. Das wollen aber unsere Linken gar nicht. Ist Frankreich dazu bereit? Sind die anderen betroffenen europäischen Länder dazu bereit? Ist die EU geeint und dazu bereit, spricht sie mit einer Zunge? Wohl kaum. Die deutschen Politiker sprechen wahnhaft von humanistischen Werten und Pflichten, aber sie stehen eigentlich auf türkische Regime. Den Deutschen tropft der Speichel aus dem Mund, wenn sie an die potentiellen Geschäfte mit dem radikalen Regime im Iran denken. Die Deutschen verurteilen Saudi Arabien, finden den Iran aber ganz toll. So gesehen bewirken die Karikaturen bisher leider wenig, ausser vielen brutal ermordeten Toten. Ich ziehe meinen Hut vor den wenigen Mutigen in Frankreich, sie verdienen Respekt. Ihr Staat kann sie aber nicht mehr schützen. Sie riskieren ihr Leben. Wofür? Es wird sich immer irgendwo ein (junger) Araber finden, der den Auftrag zu Mord und Sühne ausführt. In irgendeiner Moschee irgendwo in Europa wird wieder ein Racheakt ausgeheckt. Irgendein Bahnhof, Flughafen, irgendeine U-Bahn oder Kirche wird wieder Schauplatz der nächsten Morde werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schauen Sie sich die hysterischen, aufgeheizten Reaktionen in der muslimischen Welt doch an. Aus Polen und aus Ungarn hören wir nichts von dauernden Kirchenschändungen, Morden, Vergewaltigungen, Gewalt im öffentlichen Raum, hoher Kriminalität. Die Westeuropäer – vor allem die Deutschen – stehen total auf die Migranten, sie finden sie ganz toll, sie kriegen nicht genug von ihnen, sie sind verrückt und süchtig nach ihnen und nach ihren Problemen, sie gehen sogar auf die Strassen demonstrieren wenn der Migrantenstrom abreisst: “Wir haben Platz”. Die Deutschen fliegen die Migranten sogar nachts heimlich nach Hannover ein. Deswegen stelle ich die rhetorische Frage, ob die Karikaturen notwendig sind und ob sie schlussendlich etwas bringen. Es fehlt bei unseren Politikern und bei unseren Wählern der tatsächliche Wille die Angelegenheit ein für alle Male zu einem Ende zu bringen, damit wir wieder in Frieden leben können in Europa. Damit wir uns wieder den Herausforderungen der Zukunft stellen können. Unsere linken Utopisten und Ideologen werden es nicht zulassen, sie wollen die Anarchie. Daran wird sich nichts ändern.

  8. Johannes

    Interessant finde ich das Ulrich von Schwerin am 27.10.2020 klare Worte findet.
    Am 29.10.2020 dann plötzlich von Provokation um der Provokation willen schreibt und damit Charlie Hebdo meint.
    Seine Analyse ist nach meiner Meinung falsch und wird der unglaublich diffizilen Entlarvung der größten Bedrohung Europas in keiner Weise gerecht.
    “Der große Diktator” des genialen Charlie Chaplin.
    War es eine Provokation um der Provokation willen?

    Fast möchte man meinen die beleidigten Erdogans begreifen besser welche Macht in diesen Karikaturen steckt. Während unsere Eliten betreten und verschämt versuchen die Macht dieser entlarvenden Bilder auf eine missglückte Zeichnung herabzuwürdigen.

    Wenn wir Menschen im Land haben die wegen ein paar Pinselstriche unschuldigen Menschen die Köpfe abschneiden und wenn wir registrieren können das diese Taten viele Sympathisanten, ebenfalls in unserem Land hervorruft, so haben wir ein Problem ungeahnten Ausmasses.

    Es ist fast skurril lächerlich nach diesen Morden über karikaturistische Stilfragen zu diskutieren.

    Da ist eine Macht in Europa herangewachsen und sie beginnt uns ihre Spielregeln aufzuzwingen.
    Noch glauben wir mit Kompromissen durchzukommen aber ich denke es ist nur ein Spiel auf Zeit.

  9. Johannes

    Ich halte es für einen großen Fehler als Ursache der Terroranschläge Karikaturen verantwortlich zu machen.
    Islamistische Hassprediger werden immer und überall, wann und wo sie es wollen einen Grund erfinden um den globalen Islamismus gegen uns in Rage zu bringen.

    Dem kann man sich mit Sicherheit so oder so nicht entziehen.
    Es entspricht unserem seit Jahren von den Linken antrainiertem Selbstverständnis die Schuld immer bei uns selbst zu suchen.
    Daher, nach meiner Meinung, selbst bei sehr vernünftigen Journalisten der unzulässige Konex zwischen vermeintlicher Ursache und Wirkung.
    Ich erinnere mich an eine Sonntags-Krone-Bunt auf der vorletzten Seite die obligatorische Karikatur.
    Europa als eingezäumtes Gehege, die Bevölkerung als Affen auf den Bäumen, eine Migrationsfamilie steht vor dem Tor und wird von den “Affen” (Europäern) mit Bananen und Äpfeln beworfen.

    Hat mich nicht erfreut von der Krone so dargestellt zu werden, würde trotzdem alles dafür geben dass, wenn sie es so wollen, sie es weiterhin so zeichnen können.
    Muss es halt nicht kaufen.
    Es bringt nichts unsere Maßstäbe für andere zu verbiegen außer das wir damit unsere Freiheit verschenken.

  10. Falke

    Ich finde, Franz Mayer hat durchaus recht: Wenn man versuchen will, den islami(sti)schen Terror in Europa nachhaltig abzustellen, müssen die Staaten mit dem eisernen Besen durch die moslemische Organisationen, Moscheenvereine usw. fahren und radikale Zellen gnadenlos ausrotten, potenzielle Gefährder wenn möglich abschieben, ansonsten in Haft nehmen. (Das wäre meiner Meinung nach nur die zweitbeste Lösung; die beste wäre – ich habe es schon mehrfach geäußert – ein absolutes Verbot des Islams bei uns, was angesichts der mehrfachen Mordaufrufe im Koran durchaus rechtlich möglich wäre; das ist allerdings wohl illusorisch). Tut man das aber nicht, muss man tatsächlich damit leben, dass aus jedem nichtigen Anlass terroristische Attentate passieren, wobei die Politiker ja nicht gefährdet sind, sondern “nur” das gemeine Volk; die Politiker finden dann große (und leere) Worte, wie jetzt gerade Macron, die aber bei den potenziellen Islamisten höchstens einen Lacher hervorrufen. Praktisch gesehen, bleibt dann tatsächlich nur die Möglichkeit, auf die “Beleidigung” islamischer Werte zu verzichten; die “Herabwürdigung” des Islams ist ja ohnehin gesetzlich verboten.

  11. sokrates9

    Man kann einen Kampf nur gewinnen wenn man eindeutige und klare Regeln hat die ohne Toleranz exekutiert werden müssen. es gibt kein halbes Tor im Fußball, wenn der Ball im Tennis 1 Zentimerter aus ist ist er aus, selbst wenn ein Moslem reklamiert dass er “gut” ist Es gibt Regeln die nicht verhandelbar sind.Wer Menschenrechte, Verfassungen nur soweit anerkannt als sie Korankompatibel sind gehört hochkantig rausgeschmissen und kann nicht Sozialleistungen vom ” Feind”. empfangen.Warum müssen wir Schleier akzeptieren und unsere Regeln sei es welcher Art auch immer an Invasoren anpassen?Wir tun das als Feiglinge aber und übersehen dass unsere Philosophie immer mehr verwässert wird.Schwimmunterricht für Alle war Hundert Jahre kein Thema, jetzt gibt es Diskussion ob das Mädchen zumutbart sei und niemand haur auf den Tisch oder sonstwo hin..

  12. astuga

    Rund 50 muslimische, türkische Jugendliche entweihen und verwüsten Kirche in Wien.
    Auslöser war angeblich ein Video das zum “Islamischen Widerstand” aufgerufen hat.
    https://www.krone.at/2264773

    Widerstand? Wogegen?
    Diesen Leuten wird doch seit Jahr und Tag Zucker in den Arsch geblasen.
    Übrigens brannten auch schon bei uns Kirchen, etwa der Dom in Wiener Neustadt (Täter – jugendliche eh schon wissen).

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