Erdogans Kampf gegen die Moderne

Von | 24. März 2017

Während der Westen sich in der Propagandafalle des türkischen Staatspräsidenten verfangen hat, der mit seinen absurden Nazi-Vergleichen die gewünschten Reaktionen erzielte, ist der Propagandaapparat der AKP schon viel weiter.

So kann man in sozialen Netzwerken in Postings seiner Anhänger immer öfter die Formel „Bu bir savaş. Hilal ve Haç arasındaki bir savaş” lesen (Dies ist ein Krieg. Ein Krieg zwischen Halbmond und Kreuz).

Damit wird das Narrativ vermittelt, der Gegner westlicher Regierungen sei nicht der türkische Staatspräsident sondern der Westen verschwöre sich gegen türkische Muslime und den Islam. Diese Erzählung kann man seit 2016 vermehrt auch in türkischen Regierungsmedien hören und lesen. (weiter hier)

14 Gedanken zu „Erdogans Kampf gegen die Moderne

  1. stiller Mitleser

    @ Rado
    die erste (jetzt alte) Generation hier bei uns ist ja nicht das Problem, das Problem sind die Jungen und die Funktionäre, die “ihre” Leute nicht aus dem Griff lassen (und das TV aus den großen Schüsseln)

    Z.B: der mit diversen Auflagen ringende, zwar autoritär-erdoganfreundliche aber nicht aktiv religiöse Kleinunternehmer wird von einem relig. Funktionär regelmäßig besucht, der ihm Beratung anbietet und sagt:” ignoriere die Auflagen der diversen MAs, die Ungläubigen wissen nichts, Allah gibt uns die Wahrheit, die Armenier und Juden am Naschmarkt (die erfolgreichste, hoch beneidete Gastroszene) machens auch so, warum Du also nicht auch”.
    Vermutlich kriegt der Besuchte aber dann doch eine Strafe, was seinen Zorn gegen die Behörden der Ungläubigen und die Ungläubigen überhaupt schürt usw..usw..

  2. Rado

    @stiller Mitleser
    Weder die alten noch die Jungen Türkenzuwanderer sind das Problem, mit denen würden wir schon fertig.
    Das Problem sind die Verräter in unseren eigenen österreichischen Reihen in ihrer Verschlagenheit und Dummheit. Ganz vorne Othmar Karas, der immer noch Marktschreier für den Türkeibeitritt oder wenigstens eine Visafreiheit mit der Türkei ist, von ihm stammt das Zitat des “Brückenbauens” hin zu Erdogan oder her zu uns. Wie weit diese Leute in ihrer Gier zu Gehen imstande sind, erkennt man auch an einem Spindelegger oder einer Bandion Ortner. Es gibt keine rote Linie!

  3. stiller Mitleser

    @ Rado
    Brückenbauen wirft doch immer was ab, das war auch bei den Befürwortern der Erweiterung durch dafür ungeeignete Länder so, oder?

  4. Reini

    Rado,… die selbstverherrlichten Brückenbauer werden als Erster als Märtyrer von der Brücke gestürzt! … siehe Merkel!

  5. Rado

    Othmar Karas und Co sind vor allem die Marktschreier der EU Kommission. “Gemeinsame Marktschreier” sozusagen. Mit der Tätigkeit eines gewählten Abgeordneten in einem Parlament ist deren Treiben kaum zu erklären.

  6. Falke

    @Rado
    Nicht zu vergessen, dass Karas auch einer der lautesten Marktschreier für die Wahl von Van der Bellen war.

  7. mariuslupus

    Nicht zu vernachlässigen. Erdogans mächtige Verbündete in der EU. Nicht die Türken, auch wen Türken und andere Moslems, bereits Schlüsselpositionen in den Regierungs- und Parteiapparaten besetzen, sondern die Politiker die an den Schalthebeln der Macht, ihren Hass auf die europäische Zvilisation, auf die christlichen Traditionen und auf die Aufklärung, voll ausleben. In diesen Hass auf die Errungenschaften der europäischen Kultur, haben sie sich natürlich für einen gleichgesinnten Verbündeten entschlossen. Für den möchtegern Erben des Kalifats, den Sieger über den kemalistischen Laizismus und den Erbauer der neuen islamischen Diktatur in der Türkei.
    Nicht vergessen. Die Türkei ist nach dem Wunsch der EU Obrigkeit, ein wertvoller und geschätzter Beitrittskandidat. Sollte die EU in der Zukunft, aus Deutschland, der Türkei und Junckerschen Luxemburg, bestehen, wäre das auch keine schlechte Lösung

  8. Mona Rieboldt

    mariuäslupus
    Wie ich Österreich kenne, wird es wieder das Gleiche machen wie Deutschland. Siehe massenhafte Aufnahme von 80% moslemischer Jungmänner genau wie Deutschland . Und so lange D in der EU bleibt, wird auch A nicht austreten. Auch gewählt wird in A nicht anders als in D, sonst wäre ja nicht der EU-Schleimer van der Bellen gewählt worden.

  9. Mona Rieboldt

    mariuslupus
    sorry für das reingerutschte “ä” in Ihren Namen

  10. mariuslupus

    @Mona Riebold
    Liebe Frau Riebold, freut mich, dass wir der gleichen Meinung sind. Alles andere, ist kein Anlass für Freude. Wahrscheinlich würde auch Austria mit VdB an der Spitze, beschliessen mit der Rest EU solidarisch unterzugehen, als die letzte Alpenfestung, so zu sagen.

  11. Mona Rieboldt

    mariuslupus
    Ich würde Österreich wünschen, so selbstbewußt zu handeln wie Ungarn und Polen.
    BTW: Es wäre lieb von Ihnen, wenn sie mir noch ein “t” gönnen würden, ich heiße “Rieboldt”.

  12. Johannes

    Eigentlich witzig wie jetzt alle Obergescheiten in der EU die schon seit Jahren, wenn es nach ihnen gegangen wäre, die Türkei dazu genommen hätten schmähstad sind. Jetzt stehen sie da mit offenen Mündern und wissen nicht so recht wie sie den Erdowahnschen Amoklauf kommentieren sollen. Es zeigt sich also das die EU Granden in der Türkei Frage fundamental daneben lagen, das sie einem Wunschdenken erlegen sind der nichts mit der Realität gemein hat. Die Türkei hat die Maske fallen lassen und ein Beitritt kann keine Option mehr sein.

    Was mich aber beunruhigt, was wenn die Massenmigration die stattgefunden hat, die nicht mehr so wie der Türkei Beitritt zu verhindern ist, die gleiche naive Fehleinschätzung war und nun gegen allen Berechnungen der EU-Thinktanks ebenso anders laufen wird als erwartet? Es steht zu befürchten das die Gremien der Europäischen “Zentralregierung“ keinen Bezug zur Realität haben, es scheint in der Tat so zu sein, dass ein Glaspalast der denkbar schlechteste Ort für Realpolitik zu sein scheint.

  13. mariuslupus

    Mona Rieboldt
    Entschuldigung für das “t”.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.