Erleichterung im Heer

Von | 25. November 2013

(GEORG VETTER) Am 20. November 2013 habe ich meine erste Rede im Parlament gehalten. Anlass war die Erklärung der Innenministerin und des Verteidigungsministers hinsichtlich ausländischer Nachrichtendienste in Österreich (http://www.youtube.com/watch?v=9hFBmySQBQA). Ich habe die vor ein paar Tagen in den Medien erwähnte Strafanzeige der Innenministerin zum Anlass zu genommen, zum ersten Mal davor zu warnen, die Gesellschaft allzu oft durch die Brille des Staatsanwaltes zu sehen. Solche Angelegenheiten sind auf diplomatischem Weg zu lösen. Dass der Inhalt meiner Rede insbesondere bei den Grünen und den Blauen kaum auf Resonanz – und wenn auf negative – stieß, hat mich nicht verwundert. Erfreulich waren allerdings die positiven Reaktionen in den betroffenen Ministerien, womit ich nicht gerechnet habe. Reden im Parlament können sich also offensichtlich nicht nur auf die öffentliche Meinung, sondern auch auf die Funktionsfähigkeit und das Selbstbewusstsein des Verwaltungsapparates auswirken. Am vergangenen Freitag nahm ich schließlich am Jahresempfang der Bundesheerkommission teil und hatte unter anderem die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit dem amtierenden VerteidigungsministerGerald Klug. Ich habe von ihm einen überaus professionellen Eindruck. Im Bundesheer selbst ist die Erleichterung nach wie vor spürbar, die sein Wechsel an die Spitze des Ressorts mit sich gebracht hat.

Ein Gedanke zu „Erleichterung im Heer

  1. Manuel Leitgeb

    Diese Erleichterung zieht sich bis in die unteren Ränge durch. War letzte Woche auf Milizübung, und obwohl man weder besonders optimistisch noch erfreut ist weil halt an fast allem Mangel herrscht, ist es doch ein anderes Gefühl wenn der (neue) “Chef” die eigene “Abteilung” (Miliz) nicht abgrundtief haßt und am liebsten auslöschen möchte.

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