Es geht nur mit Kapitalismus….

Von | 27. März 2016

Derzeit leben 7,3 Milliarden Menschen auf diesem Globus. Schenkt man den Schätzungen der Vereinten Nationen Glauben, werden es in 2050 9,7 Milliarden sein, in 2100 11,2 Milliarden. Sie alle wollen essen, sich kleiden, wohnen, ihre materiellen Lebensverhältnisse verbessern. Dazu müssen sie die knappen Ressourcen dieser Welt beanspruchen. Wie lässt sich eine friedvolle und produktive Kooperation zwischen den Menschen national wie international gewährleisten? Welche Möglichkeiten gibt es, die Umweltbelastung verträglich gestalten?

Die Antworten auf diese Fragen sind in einer grundlegenden ökonomischen Erkenntnis zu finden. Sie lautet: Der Kapitalismus ist die einzig dauerhaft durchführbare Form des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens….. (weiter hier)

10 Gedanken zu „Es geht nur mit Kapitalismus….

  1. Carl Schurz

    Für mich persönlich keine neue Erkenntnis, sondern selbst erlebt und historisch belegt, wie für viele andere auch.
    1. das “Wirtschafts-und Gesellschaftsexperiment” zwischen zwei Staaten und wenn man soll will, zwischen zwei Blöcken in Europa bis 1989. Obwohl die östlichen Geheimdienste mit Agitation und Propaganda massiv versuchten das westliche Gesellschaftssystem zu destabilisieren. By the way. McCarthy lag gar nicht so falsch , wie man heute weiß.
    2. Historisch ist der Wettbewerb zwischen zwei Denkschulen (Adam Smith und Malthus) entschieden. Smith hatte in den Grundzüge so etwas von recht, dass die noch heute der Malthusischen Denke angehörenden, vorwiegend etatistischen, respektive sozialistischen Vertreter geradezu als Anachronismus bezeichnet werden müssen. Oder wie ich gerne behaupte: Sozialismus ist eine Geisteskrankheit.
    By the way. Knappe Ressourcen? Bitte? Wieder so eine malthusische Tendenz. Welche lebensnotwendigen Ressourcen sind wirklich beschränkt? Ein pensionierter Geologe mit umfangreichen Berufserfahrungen schrieb vor einigen Jahren, dass aus seiner Sicht der Mensch gerade einmal an der Erdkruste gekratzt hat. Und wenn ich daran denke, dass im extraterristischen Raum jede Menge Rohstoffe “herumfliegen “, dann Bedarf es deutlich mehr als malthusischen Elaboraten hinterherzuheulen.
    Ich meine: wenn etwas wirklich kapp sein könnte, dann die Intelligenz und das mangelnde Selbstbewusstsein der sogenannten westlichen Kultur. Die Dummheit ist fast unendlich vorhanden. Es wird Zeit sich zu entscheiden.

  2. gms

    Carl Schurz,

    Kluge Worte, gut formuliert, danke!

    “By the way. McCarthy lag gar nicht so falsch , wie man heute weiß.”

    Korrekt. Perfide war die Unterwanderung aber insofern, alsdaß die Linken das Treiben auf beiden Seiten des Atlantiks konzertierten, es die USA also mit einem verdeckten Re-Import zu tun hatten [1].

    McCarthy zeigte ja nicht nur die Infiltration Hollywoods auf, sondern auch jene der US-Administration und Medien. Sozialismus war und ist in den Augen der Plutokraten ein ideales Mittel zur Umverteilung von Reichtum nach oben, und nachdem der Kommunismus in der UdSSR abdankte und als abschreckendes Vergleichsmodell wegfiel, erlebten auch die USA ihren gezielten Linksruck.

    Zeitgleich ‘erfanden’ Europas Sozialisten den öminösen Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Die Verlautbarungsorgane der Globalisten (ie “Economist”, FT, “Zeit”, “Standard”) feierten wiederum diese Sozialisten im Nadelstreif und Protagonisten des “Dritten Weges”, wie etwa notorische Insider Blair, Bildt oder Vranitzky, regelrecht als Messiase. Dasselbe geschah später mit Merkel, die der BRD gleichfalls einen globalistischen Linksdrift verpaßte, wie alle anderen Insider an der Spitze ihrer Regierungen dies mit ihren Ländern taten.

    Die Anfeindungen, die Kapitalismus und Liberalismus gestern und heute flächendeckend erlebt, sind definitiv kein Zufall, sind doch beides die einzig wirksamen Mittel zur Begrenzung von Machtkonzentration.

    [1] wildboar.net/multilingual/easterneuropean/russian/literature/articles/whofinanced/whofinancedleninandtrotsky.html

  3. astuga

    Da mittlerweile Links als die neue Mitte verkauft wird, ist zwangsläufig die ehemalige Mitte die neue Rechte, und die Konservativen sind rechtsradikal.

    Und die liberalen Kräfte zerbröselt es laufend, weil sie nicht wissen wohin.
    Oder weil zu viele linke Irrlichter auf den liberalen Zug aufspringen.

  4. A.Felsberger

    Wie großartig der Kapitalismus als Weltsystem funktioniert, darf man an der aktuellen Völkerwanderung ja wiedermal bestaunen. Nur davon findet sich natürlich kein Wort in diesem Artikel, weil die Frage der Mobilität von der ökonomischen Theorie seit jeher verdrängt wird. Ricardos Theorem der komparativen Kostenvorteile fußt zum Beispiel auf Immobilität von Arbeitskraft und “Kapital” und läßt bloß Endprodukte zirkulieren. Dass sich das ganze Gebäude in Luft auflösen würde, wenn man Mobilität der Arbeitskraft zuließe, war Ricdardo noch bewußt. Den heutigen Ökonomen freilich ist das gänzlich wurscht: Sie beten alte Theoreme runter, nicht mal zur Kenntnis nehmend, dass sie in der heutigen Gegenwart längst überholt sind. Das ist die Vorgangsweise jener, die man völlig zu Recht Apologeten schimpft…..

  5. Christian Weiss

    “Wie großartig der Kapitalismus als Weltsystem funktioniert, darf man an der aktuellen Völkerwanderung ja wiedermal bestaunen.”

    Irgendwie scheinen Sie das ironisch zu meinen. Aber die Fluchtwelle zeigt doch eindrücklich, dass Menschen immer von unfreien, gelenkten Wirtschaftssysteme in freie, marktwirtschaftliche Gesellschaften wandern. Die Leute flohen und fliehen aus Kuba, aus der DDR, aus Nordkorea, aus der islamischen Welt.
    Die Zielländer dieses Exodus sind Staaten, die (noch) im kapitalistischen Wohlstand leben. Für die Unqualifizierten sind im Moment noch die gemästeten Sozialstaaten der EU und der EFTA das beliebteste Ziel.
    Die Zielländer qualifizierter Zuwanderung im Speziellen sind zudem erstaunlich übereinstimmend mit jenen Staaten, die über ein hohes Mass an wirtschaftlicher Freiheit verfügen: Schweiz, Australien, Kanada, Neuseeland, Singapur.

  6. gms

    A.Felsberger,

    “Wie großartig der Kapitalismus als Weltsystem funktioniert, darf man an der aktuellen Völkerwanderung ja wiedermal bestaunen.”

    Darf man das? Das ist nett, bloß als Auftakt erkennbar lahm im Sinne Ihrer Argumentation.

    “Nur davon findet sich natürlich kein Wort in diesem Artikel, ..”

    Natürlich — interessant.

    “.. weil die Frage der Mobilität von der ökonomischen Theorie seit jeher verdrängt wird.”

    Für selbstdeklarierte Naturkundler mag sich das seit jeher so darstellen.

    “Ricardos Theorem der komparativen Kostenvorteile fußt zum Beispiel auf Immobilität von Arbeitskraft und „Kapital“ und läßt bloß Endprodukte zirkulieren. Dass sich das ganze Gebäude in Luft auflösen würde, wenn man Mobilität der Arbeitskraft zuließe, war Ricdardo noch bewußt.”

    Na dann schildern Sie uns als Wissender in Bewußtseinsfragen doch mal, welche Effekte Ricardo antizipierte, so man die Grenzen seines Theorems um Wanderungsbewegungen von Arbeitskraft erweitert. Das wird lustig.

    “Den heutigen Ökonomen freilich ist das gänzlich wurscht: Sie beten alte Theoreme runter, nicht mal zur Kenntnis nehmend, dass sie in der heutigen Gegenwart längst überholt sind.”

    Welch eine sich selbst überholendes Wurschelei.

    “Das ist die Vorgangsweise jener, die man völlig zu Recht Apologeten schimpft…..”

    Als gläubiger Saldenmechaniker rinnen Ihre abschließenden Sätze ebenso kraftlos aus, wie Ihre Präludien und versuchten Injurien dazwischen.

  7. A.Felsberger

    >Aber die Fluchtwelle zeigt doch eindrücklich, dass Menschen immer von unfreien, gelenkten Wirtschaftssysteme in freie, marktwirtschaftliche Gesellschaften wandern > Sagen Sie, Herr Weiss, ist Ihnen wirklich entgangen, dass der Sozialismus vor 25 Jahren zusammengebrochen ist? Wo sehen sie denn auf dieser Welt “gelenkte Wirtschaftssysteme”, wenn ich mal von dem letzten verbleibenden, ja absurden Fall Nordkoreas absehe? Nicht einmal auf Kuba trifft Ihre Schilderung zu. Das ist, was einem zum Wahnsinn treibt: Die völlige Weltabgewandtheit des liberalen Diskurses…..

  8. A.Felsberger

    Na, Herr Gms, dann erzählen Sie mal Ihre Geschichte über den Ursprung und die Gründe der weltweiten Völkerwanderung. Ich bin gespannt. Sollte es die gleiche Geschichte sein, die mir der Herr Weiss auftischt, dann können Sie sich Ihre Antwort sparen. So etwas langweilt mich nur….

  9. Christian Weiss

    “Wo sehen sie denn auf dieser Welt „gelenkte Wirtschaftssysteme“, wenn ich mal von dem letzten verbleibenden, ja absurden Fall Nordkoreas absehe? Nicht einmal auf Kuba trifft Ihre Schilderung zu. Das ist, was einem zum Wahnsinn treibt: Die völlige Weltabgewandtheit des liberalen Diskurses…”

    Auf Kuba gibt es unter grössten Einschränkungen allenfalls fürs Kleingewerbe einen Hauch von wirtschaftlicher Freiheit.
    Und auch die EU ist alles andere als ein kapitalistisches Paradies. Gewisse Produkte sind schlicht und ergreifend verboten, andere unterliegen inzwischen hanebüchenen Bestimmungen.
    Überlegen Sie mal, was aktuell mit der “Energiewende” abgeht.

    Vielleicht mal den “Index of economic freedom” zu Gemüte führen. Sie werden feststellen, dass die Wanderungsbewegungen in bemerkenswerter Weise mit dem Grad der wirtschaftlichen Freiheit übereinstimmen. http://www.heritage.org/index/ranking

  10. gms

    A.Felsberger,

    > Wo sehen sie denn auf dieser Welt „gelenkte Wirtschaftssysteme“

    Heute schon aus dem Fenster geblickt? Mit einer Staatsquote von 53% fällt Austriachstan schon mal evident in diese Kategorie. Angesichts des weltweit herrschenden Geldsozialismus oben drauf, der einer traurigen Handvoll Witzfiguren gestattet, per _Lenkung_ von Geldmenge und Zins die globale Wirtschaft zu verkurbeln, stellt sich die Gegenfrage, wo Sie ein “ungelenktes Wirtschaftssystem” erkennen wollen — was auch immer das unter Beachtung hermeneutikverkleisternder Anführungszeichen sein soll.

    “Das ist, was einem zum Wahnsinn treibt: Die völlige Weltabgewandtheit des liberalen Diskurses…..”

    Ihr Wahnsinn ist entschuldigend zur Kenntnis genommen.

    “Na, Herr Gms, dann erzählen Sie mal Ihre Geschichte über den Ursprung und die Gründe der weltweiten Völkerwanderung. Ich bin gespannt. Sollte es die gleiche Geschichte sein, die mir der Herr Weiss auftischt, dann können Sie sich Ihre Antwort sparen. So etwas langweilt mich nur….”

    Das andauernde Ausrinnen von Sätzen in einer Abfolge hingetropfter Punkte weist eher darauf hin, wonach Sie sich selbst langweilen. Solch geistige Inkontinenz kombiniert mit Wahnvorstellungen erklärt die aufgetischte Spannung auch ohne Mithilfe von außen. Soviel zur Geschichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.