Es ist erlaubt, besser als andere zu sein (noch)

(JOSEF STARGL) Die Auswirkungen der EZB-Geldpolitik in der Europäischen Versorgungsunion und der Fiskalpolitik im Versorgungsstaat zerstören immer mehr das Vertrauen in eine Leistungswettbewerbsordnung/in die Marktwirtschaft.
Der zunehmend verbreitete Glaube an eine Versorgung auf Kosten von anderen und zu Lasten der Zukunft ist (auch) mit einer immer geringeren Wertschätzung von Eigeninitiative und von Eigenleistungen verbunden.
Es ist weder unmoralisch noch unsozial, mehr als andere zu leisten. Die Menschen sind nicht gleich in ihren Begabungen und Talenten. Sie haben die gleiche Würde und (beanspruchen) eine Gleichheit vor dem Gesetz.
Die individuelle Freiheit unter dem Recht ist in einer offenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung eine Freiheit zur Vielfalt, zum legitimen Abweichen und zum Anderssein.
Es ist unverantwortlich, jemanden daran zu hindern, mehr als andere zu leisten. Leistungstüchtigere sollten weder eingebremst noch benachteiligt werden. Leistungseliten sind erlaubt.
Nicht die Herkunft oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sollten entscheidend sein. Wir benötigen mehr Regelkultur und weniger Beziehungskultur.
In einer offenen Lerngesellschaft schätzen freie und eigenverantwortliche Bürger die Eigenleistungen und deren wohlstandsfördernde Folgen. Wer den Wunsch hat, etwas zu bewegen sowie neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen, der darf auch seine Persönlichkeit einbringen und sich entfalten.
Es ist erlaubt, besser als andere zu sein und sich im Wettbewerb (mit Regeln) gegenüber anderen durchzusetzen. Die Verschiedenheit der Personen und der Ergebnisse ihrer Leistungen stehen ihrer Gleichwertigkeit als Mensch nicht im Wege. Es ist erwünscht, mit Eigenleistungen konkrete Probleme (besser als andere) zu lösen und sich – auch im Interesse der „gemeinsamen Sache“ sowie des „Wohlstands für ALLE“ – zu bewähren.
Offene Ordnungen eröffnen die Chance, selbständig zu denken, sich eigene Ziele zu setzen/neue Aufgaben zu stellen und sich bei der Verfolgung dieser nicht entmutigen zu lassen, sondern auch „gegen die Wand laufen“ zu lernen, um Widerstände zu überwinden.
Freie, eigenverantwortliche und eigenleistungsorientierte Bürger dürfen neugierig Fragen stellen, Risiken eingehen, Irrtümer und Fehler korrigieren sowie neue Wege beschreiten. Sie können auch andere Menschen zu Leistungen ermutigen. Ungleichheit (als Ergebnis von Leistungen) wirkt fordernd und fördernd! Unterschiede sind vorteilhaft und ermöglichen auch eine Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Europäische Versorgungsunion und der Versorgungsstaat sind mit einer permanenten Bewirtschaftung des Neides, mit einer Ergebnisgerechtigkeit, mit Zwangsumverteilungen und mit (innereuropäischen) Zwangsentwicklungshilfen verbunden (worden). Das fördert die (beabsichtigte) Zentralisierung und Mehrung von (politischer) Macht, aber auch die Abhängigkeit bevormundeter und entmündigter Bürger sowie Wohlstandsverluste.
Eine permanente Geringschätzung und „Bestrafung“ von Eigenleistungen im Zwangsumverteilungsstaat und in der Zwangsumverteilungsunion sind nicht die Lösung, sondern das Problem!
Wie können wir die geld- und fiskalpolitisch bewirkte Marktvertrauenskrise überwinden? – Mit mehr Wertschätzung von Eigenleistungen/mit mehr Marktwirtschaftsfreundlichkeit

5 comments

  1. Gerhi09

    Jede hoch entwickelte Gesellschaft – das zeigt die Geschichte, zuletzt bei den Römern – degenierte und ging unter. Auch wir sind schon knapp vor dem Kulminationspunkt. Das wird nix mehr.

  2. sokrates9

    Unternehmertum zählt nicht mehr! Leistung ist total out! Holt was euch zusteht ist die Devise! Wobei als Definition hier die Gleichheit und Umverteilung sozialistischer Art gemeint ist!

  3. Cora

    Alle sollen gleich sein: Daher Abschaffung der Einkommenssteuer-Progression, Abschaffung der Prozentalbesteuerung, Fixbeträge, die alle zu bezahlen haben. Gleiche Steuern für gleiche Menschen. Oder? Warum muss ich mehr zahlen, als andere? Was ist daran gerecht? Die Diskriminierung von Leistungsträgern muss aufhören.

  4. Falke

    @Cora
    Sie haben schon recht, doch versteht und verlangt der linke (sozialistisch-kommunistisch-grüne) Mainstream, der sich ja in der EU immer mehr durchzusetzen scheint, unter Gleichheit genau das Gegengteil: nämlich dass alle Menschen gleich (intelligent, fähig, fleißig usw.) sind, die Unterschiede aber rein sozial bedingt und daher ungerecht sind. Zum Ausgleich muss den Vielverdienern (also den Leistungsträgern) möglichst viel weggenommen und den Wenigverdienern und Nichtstuern (also den Lestungsunfähigen und -unwilligen) gegeben werden. Und die Vermögenden und Erben müssen jedenfalls enteignet werden. Wer links-grün wählt zeigt, dass er/sie der gleichen Meinung ist und – so man über ein halbwegs ansprechendes Einkommen verfügt oder gar etwas geerbt hat – durchaus bereit ist, sich den Großteil davon wegnehmen zu lassen.

  5. sokrates9

    Falke@ sehen sie in diesem EU – mainstream eigentlich irgendeinen Unterschied zum “klassischen” Kommunismus? Selbst der Begriff Kommisare wurde wieder eingeführt!

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