“Es wird um die Dominanz islamischer Werte gehen”

“Deutschland wird kein anderes Land werden. Aber es wird sehr selbstbewusst und entschieden für seine und die kulturellen Errungenschaften der westlichen Welt streiten müssen. Die Zahl der Muslime wird sich in Deutschland etwa verdreifachen. Das führt natürlich zu einem höheren Grad an Selbstbewusstsein und damit verbunden zu mehr Anerkennung und Respekt im öffentlichen Leben. Es wird um die Dominanz und das Vordringen islamischer Werte in der Gesellschaft gehen. Religion und Staat sind im Islam untrennbar. Westeuropa ist jedoch säkular strukturiert, Religion ist Privatsache. Bei uns gelten die vom Parlament beschlossenen Gesetze und keine geoffenbarte göttliche Ordnung” (Heinz Buschkowsky, ehemaliger Bürgermeister des „Problemkiez“ Neukölln, hier)

12 comments

  1. Rado

    Da ist es ja endlich wieder. Der Begriff “Respekt”. Seit der Gründung des Islamischen Staates war er nicht mehr zu lesen. Jetzt ist er wieder da.

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    Habe das Buch von Buschkowsky “Neukölln ist überall” gelesen und kann es jedem der an einem realistischen Lagebericht ist, empfehlen.
    Nur der Satz im Interview über Pirincci mit dem KZ hat mich verwundert, denn Herr Reichel hat kürzlich in einem Beitrag in diesem Blog nachgewiesen, dass der Satz aus dem Zusammenhang gerissen wurde, und zinnverdreht wiedergegeben wurde? (so etwas Ähnliches hatten wir schon einmal bei Martin Walser, der erst dann rehabilitiert wurde, als der Gesamttext der Rede nicht mehr zu verheimlichen war und es offensichtlich wurde, dass eineiige Journalisten bewusst manipuliert hatten).

  3. Reini

    zum Bericht,… wusste man dies nicht schon vor einem Jahr?!?! … oder noch länger zurück?!? … das Millionen Flüchtlinge warten?! … die Islamisierung Europas?!? Arbeitsplätze, Wirtschaft, Wohnraum, Finanzierung, usw,… und dann das große Erwachen “Ja, wer konnte das den damals wissen?” … bis jetzt hat keiner noch eine Lösung oder einen Plan!!!!! … warten wir ab bis die Bombe hochgeht! … da braucht man kein “Experte” sein!

  4. elfenzauberin

    Heinz Buschkowsky hat inhaltlich völlig recht. Er vergisst allerdings, dass die zugewanderten Menschen, denen es eher an ihrer Religion und ihren Traditionen und weniger an Demokratie und Rechtsstaat gelegen ist, auch wahlberechtigt sind und früher oder später auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen werden.

    Religiöse Gesetze sind nämlich in den Augen der Religiösen unumstößlich, da sie eben von Gott kommen. Unsere Gesetze sind von Menschenhand erschaffen und können bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen abgeschafft bzw. abgeändert werden.

    Was das bedeutet, wenn man sich die demographische Entwicklung ansieht, brauche ich wohl nicht zu erläutern.

  5. Thomas Holzer

    Respekt erweise ich einzelnen Personen, aber doch keiner Religion oder Weltanschauung

  6. Lisa

    @elfenzaueberin: Unsere Gesetze sind aber letztlich auch nur eine laizistische Umsetzung christlicher Werte, also im Grunde auch religiös motiviert. Armenfürsorge, Hilfe für Witwen und Waisen, Nächstenliebe usw., all das, was früher Kirchen und Klöster übernommen hatten, ist heute politisch festgelegt: Sozialamt, Rentenversicherungen, Krankenkassen usw. Und nicht zuletzt unsere Asylgesetze, die Menschenrechte und das Grundgesetz!

  7. astuga

    “Bei uns gelten die vom Parlament beschlossenen Gesetze…”

    Halt nur blöd, wenn sich bereits jetzt weder die eigene Regierung unter Merkel noch die EU darum schert.

  8. Mona Rieboldt

    @Lisa
    Sicher fußt Europa auf christlichen Werten. Dennoch gibt es eine Trennung von Staat und Kirche, in Frankreich noch stärker als in D. Aber auch in D gelten heute staatliche Gesetze, siehe Homoehe etc., Ehescheidung, das mit der katholischen Kirche nicht zu machen ist.
    Aber wenn Sie mögen, können Sie sich ja gern der Scharia unterwerfen, es gibt ja Religionsfreiheit in D, im Islam nicht, aus dem Islam können sie nicht einfach austreten wie aus christlichen Kirchen.

  9. waldsee

    nicht täuschen.
    es wird permanente reibereien geben.
    das spirituelle vakuum
    wird weder der humanismus,die ökohysterie und schon gar nicht irgendein sozialist. modell ausfüllen.
    die katholen haben sich abgemeldet,einige dhimmis braucht man ja.

  10. gms

    Lisa,

    “Unsere Gesetze sind aber letztlich auch nur eine laizistische Umsetzung christlicher Werte, also im Grunde auch religiös motiviert.”

    Das stimmt aus folgenden Gründen nicht: Das Christen- oder Judentum zwingt den Menschen nicht zur Wohltätigkeit, und schon garnicht mit irdischen Mitteln. Wollte man noch eins oben draufsatteln, so sieht das Christentum eine Wahl vor, wem man wie hilft — eine Option, die der Staat nicht gewährt.

    Benedikt XVI: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“

    “Armenfürsorge, Hilfe für Witwen und Waisen, Nächstenliebe usw., all das, was früher Kirchen und Klöster übernommen hatten, ist heute politisch festgelegt: Sozialamt, Rentenversicherungen, Krankenkassen usw. Und nicht zuletzt unsere Asylgesetze, die Menschenrechte und das Grundgesetz!”

    Das deutsche Grundgesetzt ist ein eigenes Kapitel und wird aus gutem Grund nicht “Verfassung” genannt. Ebenso eigentümlich war in den letzten Jahrzehnten der Umgang mit Menschenrechten, die, initial als Freiheitsrechte definiert und konzipiert, konsequent zu Anspruchsrechten pervertiert wurden.

    Daß der Staat als vorgeblicher Vertreter des Volkes sich einer Sache annimmt, sei’s nun der Religion oder humanistischer Werte, und diese hernach “verstaatlicht”, mag vielleicht eine “Umsetzung” sein, bloß was diese mit der ursprünglichen Idee gemein hat, muß erst noch bewiesen werden.

  11. Lisa

    @gms: Stimmt, die Freiwilligkeit macht den Unterschied (übrigens auch im Islam ) Damit indes nicht willkürlich entschieden wird, wurden Gesetze daraus. Es ist auch heute immer noch ein “Gebot” der Nächstenliebe, nicht ein Gesetz. Die “ursprünglichen Ideen” sind ja, sobald sie festgeschrieben sind, sowieso nie mehr das, was ihre Vertreter ursprünglich damit erreichen wollten. Der Kommunismus ist nur eins der Beispiele, wie sich ein nobler Gedanke von Gemeinsinn und Gerechtigkeit in Terror und Gewalt verwandelte. Wir brauchen nun mal Gesetze, nallerdings haben es sich einige Menschen angewöhnt, nur auf ihre Rechte zu pochen, ohne die Pflichten zu akzeptieren, die mit jedem Recht verbunden sind. Nur dürfte es in einer Demokratie schwieriger sein, Gesetze über Pflichten durchzuboxen als solche über Rechte!

  12. gms

    Lisa,

    > Damit indes nicht willkürlich entschieden wird, wurden Gesetze daraus.

    Exakt damit wurde der religiöse Kern, falls denn dieser je tatsächlich irgendwie kausal für’s Gesetz war, entfernt, ist doch die “gottgefällige Wohltätigkeit” zwingend an eine freie individuelle Entscheidung gebunden.
    Andernfalls könnte man auch auch Strafgefangenen nachsagen, sie seien deshalb die gesittesten und zivilisiertesten Zeitgenossen, weil sie angekettet in ihren Zellen keinen Schabernack treiben können.

    Mit solchen Gefängnisreligionen ist kein Staat zu machen, zumal nach der Wegnahme des Apfels nur der Wurm übrigbleibt.

    > Der Kommunismus ist nur eins der Beispiele, wie sich ein nobler Gedanke von Gemeinsinn und
    > Gerechtigkeit in Terror und Gewalt verwandelte.

    Unsere hiesigen Gesetze eint mit dem Kommunismus, daß damit Menschen aus Fleisch und Blut nicht artgerecht “gehalten” werden. Den Wunsch nach ewigem Frieden-Freude-Eierkuchen kann mit Nachsicht aller Taxen jeder noch so verqueren Ideologie nachsagen, entscheidend für dessen Eintreten jedoch ist weniger das anvisierte Ziel, als vielmehr die Grundlagen, und hier wiederum das Menschenbild.

    Humanistische Religionen leiten die Spielregeln vom zutreffend erkannten Wesen der Handelnden ab, wohingegen das Gesellschaftsklempnerische das menschliche Wesen als Knetmasse ansieht, welche in ihrer Form den oktruierten Regeln folgt und damit ein vorgeblich besseres Wesen bildet.

    > Wir brauchen nun mal Gesetze

    Mag sein. Angesichts der erodierenden Gesellschaft und Blick auf mögliche Ursachen ist der Befund stimmig, wir würden juristisch zunehmend gegen den Strich gebürstet, und eben dies hat nichts mit christlich-jüdischen Religionsinhalten zu tun.

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