EU am Abgrund

(MARCUS FRANZ)  Der Brexit hat die obersten EU-Vertreter ziemlich alt aussehen lassen. Und das Schlimme dran ist, dass die Damen und Herren in Brüssel anscheinend gar nicht verstehen (wollen/können?), wie sehr ihnen jetzt der Hut brennt. Trotzige Kinder reagieren ähnlich unreif wie Juncker und Co auf das britische Votum: Statt zu sagen, OK, da läuft etwas verdammt schief in Brüssel und der Brexit ist ein sofort umzusetzender Handlungsauftrag, versteifen sie sich auf die Rolle der Bewahrer und Beschützer des Status Quo. Falscher kann man sich in der tiefsten Krise der EU nicht verhalten. Auch wenn die Schimpfe von Brüssel aus hinüber nach England unter einhelligem Zuspruch der Linksmedien stattfand – sie ist trotzdem völlig fehl am Platz.

Wer jetzt noch immer nicht versteht, dass das Problem in Brüssel und Berlin und definitiv nicht in London zuhause ist, der sollte so ehrlich sein und den Rücktritt auf sich nehmen. Schöngeredet wurden die zentralen Defekte der EU-Politik schon lange genug und die Punkte, die es zu ändern gilt, liegen längst auf der Hand:

1. Die Migrationspoliitk
Die kontraproduktive und schon ans Absurde grenzende Einladungs- und Grenzöffnungs-Manie Deutschlands in Verbindung mit einem nicht existenten Schutz der Außengrenzen wird der EU den finalen Stoß versetzen, wenn nicht sofort eine 180-Grad-Wende erfolgt. Diese muss eine passagäre Schließung aller Binnengrenzen beinhalten. Und diese muss aufrecht bleiben bis zum klaglosen Funktionieren der Hotspots an den Außengrenzen und bis zum einwandfreien Arbeiten des Schengen-Grenzschutzes. Offene Grenzen werden die Sozialstaaten und die Kultur Europas zerstören. Das ist zweifellos die schlechteste, leider aber heute noch immer wahrscheinlichste Variante für alle Beteiligten und Betroffenen. Daher werden, wenn diese Wende nicht eintritt, weitere Staaten den Absprung wagen.

2. Europa der Nationen
Die Mehrheit der Europäer will ihre Identität im Rahmen von sowohl von innen wie auch von außen gut erkenn- und spürbaren Nationalstaaten erhalten. Alle Bestrebungen, einen EU-Superstaat zu errichten, der euphemistisch die “Vereinigten Staaten von Europa” genannt wird, sind sofort abzustellen. Was wir brauchen, ist eine Wirtschaftsunion mit einigen gemeinsamen politischen Eckpunkten, die neu zu diskutieren sind. Denn die Bürger brauchen Arbeitsplätze und keine Brüssler Polit-Phrasen vom ach so schönen gemeinsamen und gleichgeschalteten Europa. Im Grunde interessiert die Leute nur eines:

3. Der Wirtschaftsraum
Brüssel und alle Mitgliederstaaten müssen sich auf die 4 Grundfreiheiten der EU rückbesinnen und allen wirtschaftlichen Bestrebungen den Vorrang geben. Nur die freie Marktwirtschaft macht uns frei. Ein Brüssler Superstaat mit Bürokratie-Monstern und Vorschrifts-Orgien knechtet uns und zwängt uns in ein Korsett, das uns die Luft zum Handeln abdrückt. Und ohne Handel gibt es kein Gedeihen. Die Freiheit der Unternehmen und die Unterstützung jeder wirtschaftlichen Produktivität kann erst jene sozialen Budgets schaffen, die wir für die Versorgung der Schwächeren, Alten und Kranken brauchen. Zuerst kommt die Wirtschaft und dann das Soziale, nicht umgekehrt – weil ohne ausreichende Produktivität scheitert jedes Sozialsystem.

Diese 3 Punkte müssen in die linkshypertrophen und nur internationalistisch denkenden Gehirne der EU-Granden hinein. Ansonsten stehen wir heute noch am Abgrund, sind aber schon morgen einen Schritt weiter.

25 comments

  1. Mourawetz

    Die desaströse Willkommenskultur wird als Hauptgrund völlig ausgeblendet. Statdessen wird behauptet durch das Votum sei es zu Xenophobie gegenüber Polen und Rumänen gekommen.

  2. aneagle

    Das sichtbare Scheitern der EU hat einen Namen: Merkel. Ihrem Weitblick “verdanken” wir Alki-Juncker und seinen Blinddarm Schulz. So einfach ist das. Next Stop: Visegrad

  3. nattl

    Also GB hatte vor allem mit der hohen Einwanderung zu kämpfen. Denn die haben nicht nur aus der EU Zuwanderung sondern auch aus dem Commonwealth. Und vor ein paar Jahren konnte man tatsächlich kaum mehr einen nicht-polnischen Installateur oder Elektriker finden. Zumal ein Großteil der Zuwanderer aus Polen extrem fleissig ist und sich innerhalb weniger Jahre ein Vermögen erarbeitet während die autochthonen Briten (ähnlich wie bei uns) bestenfalls einfache Jobs in Verwaltung annehmen will oder überhaupt gleich zuhause bleibt. Wenn man sich dann nichts leisten kann, schaut man nicht auf die eigene Unfähigkeit sondern auf die bösen Zuwanderer, die einem den Job, den man selbst nie machen wollte wegnehmen will.

    Ein EU-Europa der Nationen wird es nicht mehr geben, da die Bürokraten und EU-Politiker dann ihre Jobs einbüssen müssten. Die EU hat ihren Zenit überschritten. UK hat den Anfang gemacht, jetzt kommen die anderen. Visegrád, Frankreich, Niederlande etc. In zehn Jahren besteht Europa aus Deutschland (die ja sowieso aufgrund ihres Selbsthasses alles mitmachen), Schweden (das sich dann bereits zu Teilen in ein Kalifat verwandelt hat), Belgien (falls es bis dahin nicht selbst schon zerbrochen ist), Luxemburg, ein paar Ländern am Balkan und in Südosteuropa, die an der Nadel der deutschen Geldspritzen hängen und natürlich Österreich, die mit hündischer Gehorsamkeit alles machen, was der große Bruder Deutschland vortanzt. Vielleicht ist dann auch schon die Türkei dabei und die AKP im deutschen Bundestag vertreten. Wenn Deutschland dann wieder soviel “Macht” hat, werden die restlichen Europäischen Staaten wieder Angst bekommen, und dem deutschen Michel wieder verdientermaßen eins aufs Haupt geben. Vielleicht zerschlagen sie dann endlich dieses unsägliche Land der Vollidioten und schaffen die Grenzziehung vor 1871.

    Der Wirtschaftsraum wurde schon vor vielen Jahren aufgegeben. Das wahre große Geld wird heutzutage woanders gemacht. Wir haben keine nennenswerte Industrie mehr bis auf ein paar hochspezialisierte mittelständische Unternehmen, die der Staat nach möglichkeit ausbluten lässt. Aber hey, das brauchen wir doch nicht. Seit den 80ern wird uns in der Schule gelehrt, dass man vom tertiären Sektor alleine supertoll leben kann. Wir schneiden uns gegenseitig die Haare und beraten uns dabei. Toll. Europa ist tot. In ein paar Jahren werden wir das Billiglohnland für asiatische Konzerne sein. Wir werdens aber immer noch nicht kapiert haben.

  4. Carl Schurz

    Ad nattl “…vom tertiären Sektor alleine supertoll leben kann. Wir schneiden uns gegenseitig die Haare und beraten uns dabei. Toll. Europa ist tot. In ein paar Jahren werden wir das Billiglohnland für asiatische Konzerne sein. Wir werdens aber immer noch nicht kapiert haben.”
    Den Müll mussten wir bereits ab 1976 anhören, wie auch den pseudowissenschaftlichen Unfug des Club of Rome. Immerhin wurde vorsichtig die Rentenentwicklung wegen der bereits bestehenden Demographischen Entwicklung hinterfragt und vor einem Überrennen Europas durch Afrika ab 2000 gewarnt. Es würde mich nicht wundern, wenn einige dieser Dinge noch vorsätzlich provoziert wurden. Völlig Dämlichkeit kann man der heutigen Elite aber nicht ausschließen.

  5. sokrates9

    ….Diese 3 Punkte müssen in die linkshypertrophen und nur internationalistisch denkenden Gehirne der EU-Granden hinein…Die Hoffnung besteht, allein mir fehlt der Glaube! Ich sehe keinen einzigen Querdenker in der gesamten EU – Bürokratie der an mehr als sein Gehalt denk. Von einer kommunistisch erzogenen Merkel oder einem Hollande eine Änderung ihrer Politik zu erwarten ist illusorisch!

  6. Der Realist

    bemerkenswert ist schon, dass jetzt alle draufkommen, inklusive unserem Kurz Wastl, dass da vieles schiefgelaufen ist und dringend Handlungsbedarf besteht. Hätten die “Eliten” in Brüssel und auch in den einzelnen Mitgliedsstaaten sich nur ein wenig unter das gemeine Volk gemischt, es wären ihnen wohl schon früher die Augen geöffnet worden. Sehr viele Wichtigmacher mästen sich in Brüssel und zelebrieren stets penetrant ihre “Überlegenheit”, da wird halt oft die Realität total ausgeblendet.
    Seit Jahren bin ich überzeugt, ohne einschneidende Strukturänderungen wird diese EU bald von ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden.
    Mit schönen Reden gibt sich die Bevölkerung nicht mehr zufrieden, das wird auch Herr Kern bald zu spüren bekommen, und der Unmut kann schnell zur Wut werden.

  7. Thomas F.

    4. Verschlankung des aufgeblähten Apparates an Bonzen und Parasiten in Brüssel
    Der Wanderzirkus, den sie EU-Parlament nennen, ist völlig überflüssig. Die Obermade im Speck Martin Schulz kassiert kolportierte EUR 44 000 pro Monat und zahlt davon 9% Steuer (wir fast 50%). Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Sogar jeder der zahlreichen Kofferträger eines jeden von diesen verdient sich ein ein paar Jahren Aufenthalt in Brüssel eine goldene Nase.

  8. Thomas Holzer

    Wozu braucht es überhaupt Brüssel, (EU)-Parlament und Politikerdarsteller, um freien Handel durchzuführen?!
    Konnte mir bis dato noch niemand erklären.

  9. Falke

    @aneagle
    Genau das ist auch meine Meinung: die EU-Krise und immer stärker werdende EU-Ablehnung hat einen Namen: Merkel. Juncker, Schulz usw. sind ihre Hofnarren und würden mit dem Abdanken Merkels ebenfalls verschwinden oder in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen. Erst dann werden die notwendigen Reformen erst möglich; ob sie allerdings mit neuem Personal auch durchgeführt werden, ist eine sehr theoretische Frage.

  10. Rennziege

    8. Juni 2016 – 06:12 — Gunter
    “Ob diese Meldung stimmt?” Ja, natürlich! Britische Zeitungen berichten darüber, auch der amerikanische Drudge Report.
    Hier ein Beispiel aus dem Londoner “Express”:
    http://www.express.co.uk/news/politics/683739/EU-referendum-German-French-European-superstate-Brexit

    Die EU-Bonzokratie muss wahnsinnig sein, diesen von Frankreich und Deutschland dominierten Superstaat, der in der Mehrheit der EU-Länder nur Brechreiz auslöst, ausgerechnet jetzt zu propagieren. (Also mauscheln sie fürs erste im kleinen Kreis; der üble Plan ist aber nach außen gedrungen.)
    In Mitteleuropa liest man darüber kein Wort, nicht einmal in der FAZ.

  11. Dr.Fischer

    Merkel und Co haben gekreißt:

    Geheimdokument: “Europäischer Superstaat” in Planung
    Eine echte Schuldenunion, eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik und eine gemeinsame EU-Armee: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Amtskollege ziehen ihre ganz eigenen Schlüsse aus dem Brexit-Referendum.

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault haben in einem neunseitigen Positionspapier Forderungen nach einer “politischen Union” in Europa vorgelegt. Die Vorschläge scheinen dabei mit Bundeskanzlerin Merkel abgestimmt zu sein. Merkel sagte in einer Regierungserklärung am Vormittag vor dem Bundestag, dass sie sich mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi auf eine Vertiefung der EU geeinigt habe.

    Das Dokument von Steinmeier und Ayrault macht konkrete Vorschläge für eine solche Vertiefung. Zwar heißt es in der Einleitung, dass ein “einfacher Ruf nach mehr Europa” nicht die Lösung der Probleme nach dem Brexit-Referendum sein könne. Doch in ihren konkreten Vorschlägen fordern Steinmeier und Ayrault dann genau das: Weniger nationale Kompetenzen und mehr Entscheidungshoheit für die EU-Bürokratie.

    Konkret schlagen Steinmeier und Ayrault eine engere Kooperation in drei Bereichen vor:

    eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Außenpolitik
    eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik
    eine “Vollendung” der Wirtschafts- und Währungsunion

    Im Folgenden einige der Kernforderungen aus dem Dokument:

    http://www.godmode-trader.de/artikel/geheimdokument-europaeischer-superstaat-nimmt-form-an,4750665

  12. Falke

    @Dr. Fischer
    Wenn man das liest, kann man nur eines wollen: raus aus dieser EU, die sich offenbar zu einem Völkergefängnis entwickeln soll, im Vergleich zu dem der Vielvölkerstaat Sowjetunion ein freier demokratischer Rechstsstaat war.

  13. Gerald Steinbach

    Aber eigentlich die “richtige” Schlussfolgerung aus den Debakel mit GB, dann kann und darf keiner mehr austreten
    Besonders bedrohlich finde ich die Ansage gemeinsame Integrationspolitik und Migrationspolitik,
    Wahrscheinlich werden dann auch gemeinsame Bonds ausgegeben und bedingt durch den Club Med wird dann das Verschulden natürlich teurer, mitgefangen ist mitgehangen

  14. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Die gemeinsamen Bonds werden das erste sein, was umgesetzt werden wird, weil am einfachsten!
    Die Sozialisten haben in den 27 die Mehrheit, und Merkel wird um den Erhalt der 27 ihr Volk verkaufen!

  15. gms

    Gunter,

    > Ob diese Meldung stimmt? [ultimatum-blueprint-final-solution-european-super-state]

    Wie Mitposter hier schon ausführten — es stimmt. Dasselbe konnte man gestern sogar im “Bangkok Telegraph” nachlesen, allein die deutschsprachigen Medien dürfen es nicht aufgreifen, hat doch Schäuble die Worte gesprochen, ein derartiger Vorschlag würde im Falle eines Leave-Votums den Bundesbürgern nicht zu vermitteln sein. Allenfalls die “Presse” in Österreich preschte am Freitag vor mit dem Hinweis auf den existierenden “Plan der fünf Außenminister”.

    Ebenso medial schwach beleuchtet blieb das gemeinsame Papier von Schulz und Gabriel ähnlichen Inhaltes, das in bester orwell’scher Manier festhält, man müsse sich jetzt bescheiden geben und sich unionsseitig auf die wirklich wichtigen Belagen fokusieren, notabene Wirtschaft und Soziales.

    Zyniker oder solche mit Wissen um Meinungslenkung könnten nun festhalten, es sei schlau eingefädelt, im Hintergrund das Absurde zu ventilieren, um das hernach gemeinschaftlich Präsentierte nicht ganz so idiotisch aussehen zu lassen.

    Wollte man eine Prognose über die nächsten Wochen abgeben: Getrommelt wird vermehrt Chaos und ein kommender ökonomischer Niedergang UK’s als Konsequenz eines Ausstiegs. George Osborn, Finanzminister und Remain-Voter, hat hierfür passend heute schon Steuererhöhungen angekündigt, die Ratingagenturen senkten artig den Score für GB und der willfährige Mainstream bis hinauf zur amerikanischen “Washington Post” berichten von Übergriffen gegen Ausländer als Folge des Votums.

    Parallel wird die Hoffnung forciert, die Briten würden zuguter Letzt gar nicht austreten, weil es im Parlament dafür keine Mehrheit gäbe respektive Johnson nicht Kanzler würde. Daher auch Merkel’s Rücknahme des Zeitdrucks bezüglich Artikel 50. Wäre ja noch schöner, hätte man Jo Cox umsonst geopfert.

    Dessen ungeachtet stehen die Weichen sowieso für eine Union der zwei Geschwindigkeiten, und sogar diese ließe sich präsentieren als vorgeblicher Lerneffekt aus dem Referendum, wonach die Vertiefung zur Lösung aller Krisen nach wievor unabdingbar, aber nolens volens nicht mit allen Ländern zu bewerkstelligen sei.
    Daß in Deutschland und Österreich dem verdutzten Medienkonsumenten aktuell verklickert wird, Landsleute würden mehrheitlich in der EU bleiben wollen und zugleich Referenden ablehnen, dient flankierend dem kommenden Ansinnen, indem man die Vertiefung mit einem vorgeblich nicht zustimmungspflichtigen Zusatz zu den bisherigen EU-Verträgen gestaltet. Daß die Zeit drängt, liegt auf der Hand, stehen doch 2017 in Frankreich und der BRD Wahlen an. Ist bis dahin der sprichwörtliche Drops nicht gelutscht, hat man die Debatte mit verdammt unsicherem Ausgang in den Wahlkämpfen davor.

  16. Thomas Holzer

    Und “plötzlich” sind Nationalisten die ganz Guten; aber natürlich nur, weil es schottische Nationalisten sind, katalonische sind noch immer ganz böse 😉
    Merke: Nationalisten, welche in der EU verbleiben wollen, in die EU eintreten wollen, sind gut, jene Nationalisten, welche aus der EU austreten oder gar nicht eintreten wollen, sind böse….
    Ein Schelm, wer Böses denkt

  17. Thomas Holzer

    Ich warte noch immer auf einen intelligenteren Mitposter als ich einer bin, der mir meine Frage beantworten kann!
    “Wozu braucht es überhaupt Brüssel, (EU)-Parlament und Politikerdarsteller, um freien Handel durchzuführen?!”

  18. Mona Rieboldt

    Was die Invasion illegaler Asylanten angeht, so verkauft Merkel ihren eigenen Weg als Politik der EU. Und Alki Juncker macht sofort mit, ebenso der cholerische Schulz. Und der österreichische Kanzler Kern macht ebenfalls mit wie vormals Faymann. Heute wird auf GB geschimpft, gestern auf Ungarn und Orban. Die Angst geht um in der EU. Den Visegrad-Staaten wurden hohe Zahlungen angedroht, wenn sie keine Asylanten aufnehmen. Das wird die EU jetzt nicht mehr wagen durchzuführen.

    Wer aber meint, Frankreich würde sich aus der EU verabschieden, liegt falsch. Restriktive Arbeitsgesetze, Krawall-Gewerkschaften, Reform unfähig, daher hat Frankreich sehr hohe Arbeitslosenzahlen. Und sie hoffen auf Geld aus Deutschland, daher macht Hollande auch gern bei Merkel mit. Dass jetzt auch Renzi als Dritter im Bunde hofiert wird, schmeichelt Renzi. Und Österreichs SPÖ ist auch auf Merkels Seite.

    Die EU scheint noch lange nicht am Ende.

  19. mariuslupus

    “EU am Abgrund”, klingt bedrohlich, ist es aber nicht. EU ist nicht Europa, auch wenn Merkel diesen seichten Spruch als Axiom vor sich herschiebt. Europa wird es auch ohne die EU geben. Ein Europa der Nationalstaaten, und ganz sicher ein demokratischeres Europa wie es Merkel&Co haben möchten.
    Gegenfrage, warum sollten Engländer noch in der EU bleiben sollen ? Welche Zukunftsaussichten kann dieser zentral gelenkte Despotismus noch bieten.
    EU am Abgrund. Eigentlich eine Gute Aussicht. Hoffentlich, demnächst , einen Schritt weiter.

  20. Mona Rieboldt

    nattl
    “..zerschlagen sie dann dieses unsägliche Land der Vollidioten..”
    Aus dem Satz davor, nehme ich an, dass Sie Deutschland meinen. Nun für Vollidioten ist die deutsche Wirtschaft erstaunlich stabil und gut. Warum sich dann Österreich so gern an einem Land der Vollidioten orientiert, Merkel nicht wirklich widerspricht, ist wahrscheinlich deswegen, weil da ebenfalls viele Vollidioten leben. Auch kleine Länder können wirtschaftlich groß sein, Schweiz und Singapur machen es vor, Österreich ist es nicht.
    Neid und Hass vernebeln Ihnen offenbar das Gehirn. Vollidioten unter sich halt. Bei Ihnen fehlt halt nur noch das Wort Nazi für Deutschland, passt dann aber ebenso auf Österreich.

  21. Waltraud Astl

    Bei aller berechtigten Kritik an “der EU”, der “Brexit” ist allein der völlig verantwortungslosen Politik des Herrn Cameron geschuldet. Er hat ohne Not dieses Referendum einberufen, die Bevölkerung im Unklaren gelassen, der Gockelkampf mit Boris Johnson war ihm wohl wichtiger als sein Land.
    Pokern, Hasardieren und wenn es schiefgeht müssen andere die Suppe auslöffeln.

  22. gms

    Mona Rieboldt,

    “Bei Ihnen fehlt halt nur noch das Wort Nazi für Deutschland, passt dann aber ebenso auf Österreich.”

    ich kann und will nicht für nattl sprechen, vielleicht aber dennoch etwas zum Kalmieren der Wellen beitragen, nachdem Sie mit dem obligatorischen N-Wort schon mal die Richtung vorgaben und auch nattl sich mittelbar darauf bezog mit: “Deutschland (die ja sowieso aufgrund ihres Selbsthasses alles mitmachen)”.

    Tatsache ist, wonach die Bundesbürger wie sonst niemand in der westlichen Welt von relevanten politischen Entscheidungen ausgeschlossen sind. Zugleich kursiert der Spruch, in Deutschland könne es keinen Aufstand der Bürger geben, müßte dafür doch vom “braven Michel” verbotener Weise der eine oder andere Rasen betreten werden.
    Ebenso Tatsache ist die jahrzehntelange “Re-Education” der Deutschen nach dem Krieg und die zugleich heute noch verwendete Allzweckwaffe einer “ewigen deutschen Schuld”, mit der Politiker die Unterordnung deutscher Interessen begründen, zuletzt paradeypisch in der sogenannten Flüchtlingskrise und davor beim Euro, dessen Scheitern den Kontinent zum Explodieren gebracht hätte, so man den wissenschaftlichen Analysen aus der Uckermark Glauben schenkt.

    Damit sind wir bei des Pudels Kern: Wieso konnten deutsche Frontfiguren mit solchen Ansagen durchkommen? Warum dauerte es so lange, bis den Meisten klar wurde, daß sie persönlich im Kontext des dritten Reichs definitiv nichts falsch gemacht hatten und ihnen das heutige Gedöns von wegen “deutscher Vergangenheit” am Allerwertesten vorbeigehen kann, käme doch auch niemand auf die Schnapsidee, den heutigen Russen zum Sammeln moralischer Rabattmarken die noch jüngeren Verbrechen Stalins umzuhängen.

    Können wir uns darauf einigen, wonach Propaganda wirkt und diese kausal ist dafür, was bei oberflächlicher Betrachtung wie Selbsthass wirkt? Klar paßt das für Österreich ebenso, bloß war dieses aufgrund seiner geopolitischen Bedeutungslosigkeit niemals Ziel-1-Gebiet volkserzieherischer Anstrengungen. Die für Europa relevante Musik spielt nun mal in der BRD; es wurde dementsprechend über Jahrzehnte hinweg in die Zange genommen mit den heute erlebbaren Effekten.

  23. gms

    Waltraud Astl,

    “Bei aller berechtigten Kritik an „der EU“, der „Brexit“ ist allein der völlig verantwortungslosen Politik des Herrn Cameron geschuldet.”

    Welch entzückender innerer Widerspruch, zuerst berechtigte Kritik zu konzedieren und nach dem Beistrich postwendend eine Alleinschuld wo anders zu behaupten.
    Offenbar reicht es nicht, daß jeder potentielle Unsinn auch einmal real ausformuliert wird, er muß darüber hinaus noch von jeder geeigneten Echokammer wiederholt werden.

  24. Mona Rieboldt

    gms
    Vielen Dank für Ihren Text. Es ging mir um den Satz “zerschlagen dieses …Land der Vollidioten…”, darauf habe ich reagiert.

    Die Sache mit dem Selbsthass ist aber allein bei den Linken und Grünen, grüner Jugend, zu finden. Sie skandieren “Deutschland du Stück Scheiße” etc. und auf einer solchen Demo lief auch Claudia Roth mit, die immerhin Stellvertreterin des Bundestagspräsidenten ist. Dass das nicht hochgekocht wurde, ist der gesamten rot-grünen Presse zu “verdanken”. Aus dieser Ecke kommt auch die “ewige Schuld”. Bei der Idealisierung der moslemischen Asylanten stört sie der Antisemitismus dieser Asylanten aber nicht.

    Sie finden diese Art “Selbsthass” aber nicht bei anderen Deutschen, sondern nur in obigen Gruppen und der rot-grünen Presse, Systempresse. Man nimmt diese natürlich stärker wahr, weil sie so laut sind.

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