EU: Aufschwung? Welcher Aufschwung, bitte?

“……Vor der EU-Wahl beeilen sich die Regierungen und die EU-Bürokraten, die Lage in den Euro-Krisenstaaten schönzufärben. Doch die nackten Zahlen zeigen: Es gibt keinen Aufschwung. Nach der Wahl müsste drastische Maßnahmen folgen, um die Euro-Zone vor der Implosion zu bewahren….” (hier)

10 comments

  1. S.M.

    Die unglaubliche Fehlinformation und Propaganda seitens der EU- Befürworter ist sagenhaft.

    Die Medien und Hauptparteien werden nicht müde zu behaupten, dass Österreichs Exporte so sehr vom Beitritt profitiert haben. Sehen wir uns hierzu die Daten an:

    http://de.kushnirs.org/makrookonomie/export/export_austria.html#t1

    Beobachten wir den Zeitraum zwischen 1975 und 1995. Die Exporte vervielfachten sich von 12 auf 83 Milliarden Dollar. Das sind knapp 700%!
    Im Zeitraum von 1995 bis heute steigerten sich die Exporte von 83 auf weit über 200 Milliarden. Das sind 300%.

    Auch auffällig ist, dass die Wachstumsraten konstant sind. Wenn überhaupt, dann ist die Wachstumsrate ab 1995 schlechter als zuvor, da Österreich sich vor 1995 dreimal mehr als 127% steigern konnte. Diese Steigerungsrate hatten wir seit dem Beitritt nicht ein einziges Mal.

    Sehen wir uns weiter das BIP per capita an:

    http://de.kushnirs.org/makrookonomie/gdp/gdp_austria.html#p1_2

    Innerhalb von zehn Jahren stieg das BIP/Kopf von 8300 auf knapp 30.000 Dollar. Das sind 350% Plus. Auffällig ist, dass ab dem Beitritt das BIP ca. 6 Jahre lang stagnierte bis sank. Lediglich zwischen 2002 und 2008 fand eine Steigerung auf 50.000 Dollar statt. Das ist gerade einmal ein Plus von 65%. Seit 2008 stagniert das BIP wieder und ist eher am Sinken.

    Abschließend bleibt festzustellen, dass der Beitritt weder einen signifikanten Anstieg der Exporte noch des BIPs per capita brachte.

    Zudem ist aus der Statistik nicht ersichtlich, mit welchen Staaten der Export sich derart erhöhte. Laut den oben gezeigten Daten verdreifachte sich das Exportvolumen seit dem Beitritt. Laut Statistik Austria verdoppelte sich das Volumen mit den wichtigsten Handelspartnern Deutschland und Italien nur.

  2. Reinhard

    Die Brüsseler Machtelite müsste zugeben, Fehler begangen und Billionen an Geldwert sinnlos verbrannt zu haben, nur um frühere Fehler (wie einen gemeinsamen Währungsraum nicht synchronisierter Volkswirtschaften) zu vertuschen. Sie müsste zugeben, leichtfertig Verträge gebrochen und an jeder demokratischen Entscheidung vorbei selbstherrlich neue Regeln festgelegt zu haben, die zum Schaden der Steuerzahler von der eigenen Fehlbarkeit ablenken sollen. (Das kennen wir auch als lokale Provinzposse um die HAA.)
    Die Führer sind immer unfehlbar, koste es das Volk, was es die Führer wolle!
    In der DDR gab es auch immer nur übererfüllte Pläne und dafür in den Geschäften nix zu fressen. Von Jubelmeldungen wird keiner satt, aber das System hat sich bewährt…

  3. S.M.

    Die unglaubliche Fehlinformation und Propaganda seitens der EU- Befürworter ist sagenhaft.

    Die Medien und Hauptparteien werden nicht müde zu behaupten, dass Österreichs Exporte so sehr vom Beitritt profitiert haben. Sehen wir uns hierzu die Daten an:

    http://de.kushnirs.org/makrookonomie/export/export_austria.html#t1

    Beobachten wir den Zeitraum zwischen 1975 und 1995. Die Exporte vervielfachten sich von 12 auf 83 Milliarden Dollar. Das sind knapp 700%!
    Im Zeitraum von 1995 bis heute steigerten sich die Exporte von 83 auf weit über 200 Milliarden. Das sind 300%.

    Auch auffällig ist, dass die Wachstumsraten konstant sind. Wenn überhaupt, dann ist die Wachstumsrate ab 1995 schlechter als zuvor, da Österreich sich vor 1995 dreimal mehr als 127% steigern konnte. Diese Steigerungsrate hatten wir seit dem Beitritt nicht ein einziges Mal.

    Sehen wir uns weiter das BIP per capita an:

    Innerhalb von zehn Jahren stieg das BIP/Kopf von 8300 auf knapp 30.000 Dollar. Das sind 350% Plus. Auffällig ist, dass ab dem Beitritt das BIP ca. 6 Jahre lang stagnierte bis sank. Lediglich zwischen 2002 und 2008 fand eine Steigerung auf 50.000 Dollar statt. Das ist gerade einmal ein Plus von 65%. Seit 2008 stagniert das BIP wieder und ist eher am Sinken.

    Abschließend bleibt festzustellen, dass der Beitritt weder einen signifikanten Anstieg der Exporte noch des BIPs per capita brachte.

    Zudem ist aus der Statistik nicht ersichtlich, mit welchen Staaten der Export sich derart erhöhte. Laut den oben gezeigten Daten verdreifachte sich das Exportvolumen seit dem Beitritt. Laut Statistik Austria verdoppelte sich das Volumen mit den wichtigsten Handelspartnern Deutschland und Italien nur.

  4. Heinrich Elsigan

    S.M. Sie schauen sich eine Statistik an und ziehen daraus Schlussfolgerungen.
    Sind das nur Warenexporte (Handelsbilanz) oder auch Dienstleistungsexporte (Leistungsbilanz)?
    Die Handelsbilanz von Österreich ist jetzt nie so toll, aber zusammen mit Waren und Dienstleistungen schaut es in der Leistungsbilanz schon besser aus (auch Tourismus und Transit und Tanktransit gilt als Export) und Zahlungsbilanz (Kapitalexporte für Investitionen im Ausland und Rückflüsse aus denselbigen) müsste es noch besser aussehen.

    Die account balance (Zahlungsbilanz) ist die Königin der Bilanzen nur muss man hier auch aufpassen, weil wenn sich der Staat vom Ausland neues Geld ausborgt, schaut das wie eine Kapitalinvestition auf den ersten Blick aus, aber der Staat hat sich nur verschuldet und es erfolgen permanente Abflüsse für die Kreditraten in Folge.

    Trade: http://www.tradingeconomics.com/austria/balance-of-trade
    Account: http://www.tradingeconomics.com/austria/current-account-balance-bop-us-dollar-wb-data.html

    http://wko.at/statistik/jahrbuch/2013_c12.pdf

  5. Heinrich Elsigan

    Und noch etwas @S.M.
    Sie müssen sich auch die Steuern, Schulden, Löhne gleichzeitig ansehen.
    siehe: http://blog.area23.at/2014/04/macroeconomic-indicators-of-austria.html
    Der Staat hat seit 2000 einfach irre im Inland und an die Bundesländer zum Umverteilen begonnen.
    Die haben sich wahrscheinlich gedacht “die EU bringt eh wirrtschaftlichen Aufschwung und die Pensionisten, die Landeshauptleute, die Beamten und Kevin & Jessica haben auf Pump viel konsumiert.”

    Dafür die EU verantwortlich zu machen ist von Ihnen so was von lächerlich.

    Es sind immer die anderen Schuld, nie werden die Fehler vor der Nase gesucht!

  6. Heinrich Elsigan

    Sie schauen sich eine Statistik an und ziehen daraus Schlussfolgerungen.
    Sind das nur Warenexporte (Handelsbilanz) oder auch Dienstleistungsexporte (Leistungsbilanz)?
    Die Handelsbilanz von Österreich ist jetzt nie so toll, aber zusammen mit Waren und Dienstleistungen schaut es in der Leistungsbilanz schon besser aus (auch Tourismus und Transit und Tanktransit gilt als Export) und Zahlungsbilanz (Kapitalexporte für Investitionen im Ausland und Rückflüsse aus denselbigen) müsste es noch besser aussehen.

    Die account balance (Zahlungsbilanz) ist die Königin der Bilanzen nur muss man hier auch aufpassen, weil wenn sich der Staat vom Ausland neues Geld ausborgt, schaut das wie eine Kapitalinvestition auf den ersten Blick aus, aber der Staat hat sich nur verschuldet und es erfolgen permanente Abflüsse für die Kreditraten in Folge.

    Trade: http://www.tradingeconomics.com/austria/balance-of-trade
    Account: http://www.tradingeconomics.com/austria/current-account-balance-bop-us-dollar-wb-data.html

    http://wko.at/statistik/jahrbuch/2013_c12.pdf

  7. Sybille Stoa

    Die EU hat uns nichts gebracht!
    Na, was hätte sie uns bringen sollen?
    Die gebratenen Tauben in den Mund?
    Das war ursprünglich so gedacht, dass man gemeinsam mehr Leistung erbringt.
    Passiert ist: Mehr Umverteilung auf Pump und höhere Steuern und daran ist dann die EU schuld!

  8. Heinrich Elsigan

    Die Fehlinformationen liegen überall.
    Hat die EU nichts gebracht?
    Nein, wenn nur wenn man Handels- und Leistungsbilanz verwechselt.
    Mineralölsteuer durch Tanktourismus und Transit, Geld für die Asfinag mit Vignette und LKW Maut (Route Deutschland – Italien) durch Transit, Dienstleistungsexporte, etc. müssen auch bewertet werden.
    Und selbst wenn sich nicht viel tat, wer ist schuld daran, dass unser BIP / GDP, unsere Exporte, … nicht so gut wuchsen?
    Wir oder die EU?

    Die Daten der Exzellenzen der AWO enthalten mehr Details: https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/ZahlenDatenFakten/Daten_zum_Thema_Aussenhandel_Zahlungsbilanz.html
    Wenn diese Daten nicht reichen, dann schreibt man eine Mail an die AWO, das machte ich auch bereits.

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