“EU braucht nicht Reformen, sondern einen Systemwechsel”

“……Europa braucht einen Systemwechsel, ähnlich wie die osteuropäischen Staaten vor 25 Jahren. Ich war damals Finanzminister und habe immer gesagt, dass wir keine Reformen brauchen. Reformen gab es gegen Ende des Kommunismus genug. Wir brauchten eine grundlegende Veränderung des Denkens und des Benehmens. Das gleiche gilt heute für die EU…. Vom europäischen Sozialismus hin zu einem echten Kapitalismus.” (Vaclav Klaus, hier)

5 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Aus meine Sicht, der Mann hat recht!
    In Kollegenkreisen hatten wir schon vor zwanzig Jahren die Diskussion “Bundesstaat oder Staatenbund”? Die deutschen Kollegen waren für Bundesstaat. Eh klar, da kann man alles durchorganisieren und die Welt so schön einrichten, wie es halt der deutschen Seele besser entspricht. Im Bundesstaat müsste man diskutieren , Kompromisse schließen, Eigenheiten beachten etc.. das ist aufwändig und mühsam und daher nicht in aller Sinne!
    Ich vermute auch, dass der Euro eben zur “Züchtigung” einzelner Staaten dienen sollte nach dem Motto, wenn ihr die Maastrichtverträge nicht einhaltet , aber dann wehe euch!?
    Durch die theoretische Angleichung der Verschuldensgrenze sollten auch die wirtschaftspolitischen Maßnahmen erzwungen werden? (da ja niemand mehr abwerten konnte…).
    PS: ein Freund von mir (Dipl.Ing.) vertrat die Meinung, wenn das betriebliche EDV System durchorganisiert und vereinheitlicht ist, hat er auch die -real existierenden – Führungsprobleme gelöst. So kann man sich täuschen! 🙂

  2. Thomas Holzer

    Nur wird dieser Systemwechsel sicherlich weder von den Politikerdarstellen auf EU- noch auf nationaler Ebene durchgeführt werden.
    Es wird vielmehr weiter, unverdrossen, in die falsche Richtung fortgeschritten; hin zu noch mehr Etatismus, noch mehr Sozialismus

  3. cppacer

    Vaclav Klaus, ein Mann mit Hausverstand und Weitblick. Niemals werden wir hier bei uns
    solches hören von unseren Volksvertretern.

  4. Marcel Elsener

    Vaclav Klaus ist einer der wenigen zeitgenössischen Politiker, die tatsächlich staatsmännisches Format haben. Er sieht die Lage in Europa (insbesondere bezüglich der EU) durchaus realistisch, auch wenn ich ihm in einzelnen nebensächlichen Punkten widersprechen würde.

    ‘Die Finanztransfers, die wir aktuell sehen, sind keine Hilfen für Griechenland. Es sind Hilfen für die Weiterexistenz der Eurozone.’

    Eine sehr wahre Feststellung von Herrn Klaus. Es geht um die Absicherung des herrschenden Machtkartells und der Vorteile von dessen Günstlingen.

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