EU: Eklatante Vertragsbrüche & frivole Konfliktschürung

(LUKE LAMETTA) Die Vorstellung, dass Zentralbanken nichts anderes sind als große, legalisierte Geldfälscher (in der Ökonomie von Größen wie Selgin, White, Rothbard, Mises, Hayek, Hoppe oder Huerta de Soto uswuswf. so gesehen), ist bei der geistigen Emanzipation von Junk Science wie “Quantitative Easing” und all dieser “Stimulus”-Rhetorik generell hilfreich.
Die Inflationierung einer Währung und Monetarisierung von Staatsschulden sind keine gleichmäßig ablaufenden Prozesse: Wer das frische (Falsch)Geld aus dem Nichts als Erster bekommt, profitiert noch von den “alten” (Asset-)Preisen – die Letzten dagegen beißen die Hunde der Teuerung. Der Lamestream der Wirtschaftswissenschaft hinkt heute sozusagen selbst einem Richard Cantillon (1680 – 1734) hinterher, nach dem der entsprechende, massiv umverteilende “Cantillon-Effekt” benannt ist.

Die größte Pointen schlechthin aber liefern natürlich, wie so oft, Rote und Grüne: Gestern noch die “aufgehende Schere zwischen Arm und Reich” gar bitterlich beweint (Sozialbericht). Heute schon wieder kann man gar nicht genug bekommen von keynesianischen “Nachfragepolitik” der EZB. Die größte Angst besteht da höchstens im “too little too late” selbiger.
Aktien auf historischen Rekordständen?
Immobilienpreise explodieren?
Während 30% der Wähler über gar kein nennenswertes Vermögen verfügen?
Und wenn deren Mieten explodieren, verknappt man eben das Angebot. Via “Mietpreisbremse”. Qed.

Eklatante Vertragsbrüche und geradezu frivole Konfliktschürung nach innen und außen – beides nach wie vor betrieben unter der völlig sakrosankten Parole: ‘Friedensprojekt Europa’. Die Schweizer Nationalbank war jedenfalls nicht das letzte blaue Wunder, das den EU/Euro-Dschihadisten blüht. Dass die handelnden Personen irgendwann für all ihre monströsen Verfehlungen haften müssen, darf als unwahrscheinlich gelten.

19 comments

  1. Thomas Holzer

    “Dass die handelnden Personen irgendwann für all ihre monströsen Verfehlungen haften müssen, darf als unwahrscheinlich gelten.”

    Die vereinigte Linke wird sicherlich keine Schauprozesse gegen sich selbst veranstalten 😉

  2. Marianne

    @ Thomas Holzer
    Man wird schon einen Sündenbock finden. Gerade Sozialisten sind da sehr kreativ.

  3. Thomas Holzer

    @Marianne
    Da haben Sie schon recht; schuld sind immer die Anderen; es werden die Reichen, die Kapitalisten, die Spekulanten, die (Neo)liberalen, die Juden sein; niemals aber die Verursacher selbst

  4. aneagle

    @Thomas Holzer
    Kreativität ist nicht notwendig, die Sündenböcke sind schon lange ausgemacht und stigmatisiert.

    *Da wäre zum ersteren:
    der phöse Kapitalismus,
    jene Lebensform die mehr Menschen aus bitterster Armut geholt hat, als alle vereinigten Kommunismusprojekte zusammen an Armut bisher “unfairteilen” konnten,

    *auf der Individualebene:
    Spekulanten, Reiche, Kolonialisten, Imperialisten, Grund-Haus-Bodenbesitzer, kurz das KAPITAL, dessen höchster Lebenssinn darin besteht, dass die “Schere zwischen Arm und reich weit und weiter aufgeht”

    *und last but not least, wie könnte es anders sein:
    Der Mossad !
    Wie genau er das macht weiß natürlich niemand, aber alleine die Tatsache, dass kein schlüssiger Erklärungsansatz vorliegt, ist der typische “Beweis” für dieTäterschaft.

    So einfach funktioniert die schwarz/rot-blau/grüne Erdenscheibe. Allen alles klar? .-)

  5. Thomas Holzer

    Die vereinigte Linke ist der Kreativität sowieso unfähig 😉 daher auch immer die gleichen Stereotypen

  6. Syria Forever

    Guten Morgen.

    Vieles gibt es zur Zeit zu lesen betreffend des Euro. Keine Sorge, der wird sich von selbst erledigen, der Euro.

    @aneagle

    Wenn man den Gazetten und politischen Establishment trauen darf hat der Mossad mehr Mitarbeiter als Israel Einwohner? Oder vielleicht liegt es an den “Mossad Killer Bienen”, die werden pro Stück zu den Mitarbeitern des Mossad gezählt? Ja, Erdolf of Turkey und seine Schergen verdächtigten den Mossad vieler Dinge inkl. “Killer Bienen” und “Überwachungsmöwen” .
    Persönlich finde ich es absurd doch es zeigt auch den Respekt der Welt vor Intellekt und Innovation der Juden.
    9000 Jahre Geschichte. Erfinder der Schrift, des Geldes und der Administration.
    Shalom

  7. Heri

    Raunz net, kauf!
    Einfach die Situation richtig ausnutzen. Die Ortner-Leser schätzen die Situation richtig ein.
    Und was machen sie daraus?
    Es gibt in jeder Situation Chancen und daher Gewinner und Verlierer. Was seid ihr?

  8. Der Bockerer

    @Thomas Holzer: Die vereinigte Linke braucht auch nicht besonders kreativ zu sein, solange der Pöbel immer den gleichen Unsinn glaubt. Die ewige Wiederkehr des Gleichen – mehr ist es nicht.

  9. Thomas Holzer

    @Der Bockerer
    Da darf ich Ihnen uneingeschränkt zustimmen.
    Interessant aber auch, daß die gleichen EU-Politiker, Wirtschaftswissenschafter etc., welche bis dato fast alle Verträge ohne Konsequenzen gebrochen, oder das Brechen derselben stillschweigend akzeptiert haben, nunmehr darauf bestehen, daß laut Verträgen ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone automatisch auch einen Austritt aus der EU bedeutet, weil es so in den Verträgen niedergeschrieben sei.
    Man sieht, “Recht” wird so angewendet, wie es im Moment als “passend” erachtet wird……….

  10. Bernard Martin

    Wenn UNSERE Kinder in 10 Jahren fragen:
    “Geh bitte, erzählts mir nicht, dass Ihr nichts gemerkt habts!
    Ahso eh, und warum habts Ihr nichts unternommen?”
    Was sagen wir dann?

  11. Thomas Holzer

    @Bernard Martin
    Ganz einfach, der Wahrheit entsprechend……”wir” leben in einer Demokratie, die Mehrheit, in concretu, das vulgus populus!, entscheidet…………weil es die Mehrheit hat

  12. Fragolin

    @Herbert Manninger
    Schön wär’s, wenn es schnell ginge. Aber es bleibt zu befürchten, dass die Leiche noch ein paar Jahre am Tropf hängen wird. Jahre, in denen es innere Unruhen geben wird und die politische Elite, die noch das Maximum für sich abzuschöpfen versucht, auch vor dem künstlichen Schüren äußerer Konflikte zur Ablenkung der Massen nicht zurückschrecken wird. Und je länger es dauert, desto schlimmer wird der Kollaps.

    @Bernhard Martin
    Dann sagen wir: Für das Glück der Idioten, die ihre Blutegel immer und immer wieder gewählt haben, haben wir nichts getan. Für das Glück unserer Kinder liegt an einem Ort, den die Blutegel nicht kennen, genug Edelmetall. Und wir haben ihnen gelehrt, mit offenen Augen in die Welt zu schauen und für ihren Erfolg hart zu arbeiten.
    Die Verlierer werden die wohlstandsverwahrlosten Schmarotzer staatlicher Zuwendungen sein, die daueralimentierten Hüter der geschützten Werkstätten. Mit denen hält sich mein Mitleid in Grenzen. Jeder entscheidet sich selbst für eine Seite; wer auf der falschen steht wenn der Kahn kentert, hat Pech gehabt. Den Eisberg aufhalten können wir nicht, aber möglichst viele Rettungsringe für unsere Lieben sammeln und rechtzeitig ein Rettungsboot besetzen…

  13. A.Felsberger

    Die Rhetorik der QE-Befürworter und -Gegner ist beschämend. Unverhohlen führen sie einen ideologischen Streit über eine Maßnahme der Zentralbanken, die bestenfalls als “Vogelschiss” zu bezeichnen ist. Dazu ein einfaches Gedankenexperiment: Gesetzt die Welt bestünde nur aus einem Geschäftsbankensektor mit einer Währung, dann gilt für den Fall, dass Haushalte keine Kredite nehmen, Unternehmen und Staat keine Geldforderungen haben und das Eigenkapital des Geschäftsbankensektors Null ist: Verbindlichkeiten des Staates + Verbindlichkeiten der Unternehmen = Geld-Forderungen der Haushalte = Geldmenge. Auf der Aktivseite des Geschäftsbankensektors stünden alle Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, auf der Passivseite die Geld-Forderungen der Haushalte. Die Geldmenge ist in diesem Fall ident mit der Summe aller Staats- und Unternehmensanleihen.

    Gesetzt nun, es gäbe eine Zentralbank, die alle Staats- und Unternehmensanleihen aufkaufte, dann verdoppelt sich die Geldmenge zu: Verbindlichkeiten des Staates + Verbindlichkeiten der Unternehmen = Geldforderungen der Haushalte + Geldforderungen des GB-Sektors an die ZB. Auf der Passivseite des Geschäftsbankensektors stehen nach wie vor die Geld-Forderungen der Haushalte, auf der Aktivseite des GB-Sektors nun aber nicht mehr die Forderungen gegen Staat und Unternehmen, sondern die Forderungen gegen die ZB (=Zentralbanken-Geld). Auf der Aktivseite der ZB stehen nun die Forderungen gegen Unternehmen und Staat, auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegen die GB`S. Man sieht sofort: die Schuldmenge ist gleichgeblieben und die Geldmenge hat sich verdoppelt.

    Jedoch sind Zentralbanken-Geld und Geschäftsbanken-Geld zwei völlig verschiedene Geldsorten, wie leicht daraus abzulesen, dass das eine auf der Aktivseite der GB`s steht und das andere auf der Passivseite. Die Haushalte verwenden nur GB-Geld und würden sie ZB-Geld (=Bargeld) anfordern, dann reduziert sich die GB-Geldmenge im Gleichschritt. Daher: An der Geldmenge der Haushalte ändert sich durch QE nichts. Was steigt, ist das Zentralbanken-Geld der Geschäftsbanken. Nur was sollten die GB`s damit machen? Dieses ZB-Geld kommt nur in den Wirtschaftskreislauf, wenn die Geschäftsbanken Sachwerte kaufen. Warum sollten sie das tun? Wann immer eine Bank Sachwerte kauft erhöht sie ihr bilanzielles Risiko, weil Sachwerte Preisschwankungen unterliegen, die periodisch auf- und abzuwerten sind. Mit einem Wort: Das ZB-Geld existiert bloss als Verrechnungseinheit mit der ZB und ist für den Wirtschaftskreislauf unerheblich.

    Concluso: QE ist eine Massnahme, die das Zinsniveau weiter absenkt. An der zirkulierenden Geldmenge und an der existierenden Schuldmenge ändert sich nichts. Der ganze Streit, der hier geführt wird, ist eine Schimäre und ein guter Beleg dafür, wie sehr mittlerweile Ideologie unser Leben dominiert. Der Sachwertanteil des Bankensektors ist minimal, und wird (aus Gründen der Risikominimierung) auch minimal bleiben, sodass QE rein gar nichts bewirkt. Wer sich daraus Inflation erhofft, ist ein Narr.

  14. Fragolin

    @A.Felsberger
    “Nur was sollten die GB`s damit machen?”
    Das, was sie immer tun: die Unmengen an frischer Kohle in schwindlige oder gar eigens dafür konstruierte Finanzkonstrukte pumpen, in denen auf wunderbare Weise aus Geld noch mehr Geld werden soll. Die nächsten Blasen lassen grüßen.

  15. A.Felsberger

    @Fragolin: Der Geschäftsbankensektor ist primär ein Intermediär: Es stellt sich zwischen bestehenden Schuldnern (Staaten, Unternehmen) und bestehenden Gläubigern (Haushalte). Aus dem Schuldverhältnis “Staat <= Haushalt" wird das Verhältnis "Staat <= GB <= Haushalt". In dieser Intermediärrolle entsteht das GB-Geld als Dokument einer bestehenden Schuld. Nur sekundär ist das Bankensystem auch ein "Schuldschaffer", indem es Kredit an Haushalte und Unternehmen liefert. Schliesslich ist das Bankensystem ein Käufer von Sachwerten (Immobilien, Aktien) auf Kredit ("Endschuldner"). In den letzten Jahrzehnten hat die dritte Funktion an Bedeutung verloren – Banken haben sich von Aktienbesitz getrennt und der Immobilienbesitz stagniert -, während die erste und zweite Funktion bis zu einem Grad ausgebaut wurde, wo das Eigenkapital des Bankensektos schrumpft. Man darf nie vergessen: Wann immer eine GB eine Anleihe kauft, tut sie dies mit neu geschaffenem GB-Geld. Diese Bilanzverlängerung führt (ceteris paribus) zu einem Absinken der EK-Quote. Das Problem, das Sie ansprechen, ist sekundär: Die Banken haben von Aktien- und Immobilienbesitz die Nase voll, das Risiko ist ihnen seit langem zu hoch. Der Kauf von Derivaten ist ein Nullsummenspiel: Die eine Bank gewinnt, die andere verliert. Das Problem, das die Instabilitäten erzeugt, liegt alleine darin, dass die EK-Quote des gesamten Sektors zu niedrig ist. Sie ist in den letzten Jahrzehnten massiv abgesunken. Dies soll nicht heissen, dass es nie wieder zu "Betriebsunfällen" kommen wird, wo sich eine Bank in Derivaten massiv verspekuliert, aber für die Stabilität des Sektors als Ganzes ist alleine sein EK verantwortlich. Und das ist zu niedrig.

  16. A.Felsberger

    Man muss das Problem wie folgt denken: Die Staatschulden wachsen weltweit an, die Unternehmensschuld stagniert, vor allem in unseren Breiten. Umso mehr die Staatsschulden wachsen, desto stärker wächst auch die Bilanzsumme der Geschäftsbanken, denn letztendlich landet die Masse der Staatsanleihen auf der Aktivseite des GB-Sektors. In diesem Prozess sinkt die EK-Quote des GB-Sektors ab. Anders als immer behauptet führt die Staatschuld nicht direkt zu Instabilität, sondern indirekt, indem sie die EK-Quote des Bankensektors reduziert. Da nun dieser aber auch Kredite an Haushalte und Unternehmen vergibt, werden wegen der niedrigeren EK-Quote Ausfälle in diesen Positionen immer schmerzhafter. Kurzum: Die Staatsschuld steht nicht zur Disposition (deshalb sind auch die Zinsen darauf so tief), aber sie senkt die EK-Quote des GB-Sektors ab und macht ihn anfällig gegenüber dem Ausfall anderer Aktiva. Das QE zielt darauf ab, auf der Aktivseite der GB`s Staatsschuld gegen ZB-Geld zu tauschen. Dies wirkt zwar zinssenkend (weil auf ZB-Geld keine Zinsen anfallen), kann aber die Instabilität des Bankensektors nicht beseitigen. Das EK des Sektors bleibt von QE unberührt.

  17. Luke Lametta

    @Felsberger
    Die GBs kaufen keine Sachwerte wie etwa Staatsanleihen? Originelle Ansicht.

    @Herbert Manninger
    Woran würde man das merken? Ich bin da weniger optimistisch, “Friedens”projekt-Dschihad bis zum letzten Steuercent der (unfreiwilligen) Bürgen…

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