EU-Kommission: Euro bringt Arbeitslosigkeit und soziale Härten

Von | 29. Januar 2014

Aus einer aktuellen  Pressemitteilung der Europäischen Kommission: “Ohne die Möglichkeit einer Währungsabwertung müssen die Länder des Euroraums auf die interne Abwertung (Lohn- und Preismäßigung) zurückgreifen, um wieder Kostenwettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Diese Strategie hat jedoch ihre Grenzen und Nachteile – nicht zuletzt in Form höherer Arbeitslosigkeit und sozialer Härten – und ihre Wirksamkeit hängt von vielen Faktoren ab, wie der Offenheit der Wirtschaft, der Stärke der Auslandsnachfrage und der Existenz von Maßnahmen und Investitionen zur Förderung der kostenunabhängigen Wettbewerbsfähigkeit.” – Eh, aber heisst das jetzt etwa gar, dass die EU-Kommission vom Euro in seiner heutigen Form nicht mehr gar so überzeugt ist?

14 Gedanken zu „EU-Kommission: Euro bringt Arbeitslosigkeit und soziale Härten

  1. Thomas Holzer

    Und wie viele Millionen hat diese “Erkenntnis” den Steuerzahler -welcher sehr wohl-grosso modo- rechnen kann- gekostet?!
    Die Beantwortung dieser Frage wäre sehr aufschlußreich 🙂

  2. Reinhard

    Also wissen sie doch, was sie tun, und sie tun es mutwillig!
    Sowas kann man nur noch als Hochverrat am Volk bezeichnen.

  3. rubens

    Prof. Hankel und Stronach werden eben doch noch in die Geschichte eingehen.

  4. Thomas Holzer

    @Rubens
    Nicht übertreiben!
    Nur weil man “Binsenweisheiten” von sich gibt, geht man nicht in die Geschichte ein! 😉

  5. FDominicus

    Währungsabwertung? Ja, wer braucht schon Importe….. Und natürlich ist Diebstahl der Leute die Geld haben um noch etwas kaufen zu können kluge Politik….

    Abwertung ist nur ein anderes Wort für Sparer enteignen.

  6. Gerhard Huemer

    Bevor jetzt wieder alle dümlich auf die Kommission einprügeln – war nicht bei der Euroeinführung vereinbart, dass die Regierungen für die Einhaltung der Maastricht Kriterien sorgen und war es wirklich die Kommission, die die Problemländer gezwungen hat, ihre Löhne rascher als die Produktivität zu erhöhen?
    Wären doch Fragen, über die sebst nicht Ökonomen nachdenken könnten anstatt hier alle an ihrer Unwissenheit teilhaben zu lassen.

  7. Thomas Holzer

    @Gerhard Huemer
    und wer hat die “Personen” in die Kommission entsendet?!
    Waren/sind das nicht die Regierungen?!
    Haben nicht Regierungsvertreter mit Wissen und(sic!) Zustimmung der Kommission alle möglichen/unmöglichen Verträge ausgehebelt?!

  8. gms

    Thomas Holzer,

    Ahem, ich glaube, Sie verwexeln da was. Die EU-Kommision ist laut pausenlos rauf und runter georgelter Jobdescription oberste Hüterin der Verträge. Vermutlich aber gilt auch hier einmal mehr die Daumenregel, daß jenes, was von der Politik immer und immer wieder lautstark wiederholt wird, einzig und allein von diesem konstanten Pfeifen im Wald gestützt wird.

  9. gms

    Gerhard Huemer,

    nachdem ich Ihnen redliche Absichten unterstelle, rechne ich Sie mal taxfrei zu jener Gruppe von Menschen, die sich zu einem “pacta sunt servanda” bekennen. Das Traurige an dieser Gruppe, zu der auch ich mich zähle, ist die Naivität, das eigene Credo vorbehaltlos auch beim Gegenüber zu vermuten.

    Bestätigten Gerüchten zufolge soll es auch Menschen geben, die das eine vereinbaren und das andere tun. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Die Textzeile der Europa-Hymne, alle Menschen werden Brüder, steht nicht im Widerspruch dazu, wonach auch in Familien sich die Skrupelloseren durchsetzen, und dieses Durchsetzen mangels Mißtrauen innerhalb dieser Bande leichter von statten geht, als über Familiengrenzen hinweg.

    So — wir bemerken also, daß wir seit Jahren von ein und derselben Gruppe von Leuten hinters Licht geführt werden. Jetzt läßt es sich weitermachen wie bisher, oder man stellt Grundsatzfragen. Wofür optieren Sie?

  10. rubens

    Sie sind aber schnell im Urteil, Herr Holzer. Vielleicht kommt es auf Binsenweisheiten an und nicht auf irgendwelche theoretische Modelle und innovative Finanzprodukte, die allesamt auf Betrug der Mehrheit hinauslaufen.

  11. Thomas F.

    Na und? Dann muss man eben Löhne und Preise reduzieren, bzw durch die Marktkräfte nach unten gehen lassen.
    Viel besser als systematisch die Sparvermögen zu entwerten.

  12. FDominicus

    Thomas F. hat recht. Dann muß man eben mit den Löhnen runter und nicht einfach alle Sparer bestehlen. Ich schrieb ja Abwertung bedeutet “nur” Sparer enteignen. Nicht mehr, und auch nicht weniger. Wer das befürwortet kann auch keine Grenze ziehen Sparer direkt zu “bestehlen”. Dann ist sogar der zypriotische Weg noch “ehrlicher”. Nämlich diese Enteignung war Diebstahl.

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