EU-Kommissionschef Juncker fordert EU-Armee

“Jean-Claude Juncker will Russland zeigen, dass die EU ihre Werte verteidigt: Mit einer eigenen Armee könne Europa glaubwürdig auf Bedrohungen reagieren, glaubt er. Seine Idee erntet viel Zustimmung….” (hier)

13 comments

  1. Christian Peter

    Darauf haben wir noch gewartet : Eine Armee für einen nicht existierenden Staat, für ein nicht existierendes Volk, geführt von Menschen, die sich keinen Wahlen stellen und von den Bürgern Europas weder gewählt noch abgewählt werden können.

  2. Thomas Braun

    @Chris. Peter
    Volle Zustimmung!
    Man denke aber auch an die vielen, wunderbaren Bürokraten-Jobs in einem neu zu schaffenden “EU-Kriegsministerium”. Da lacht doch das Herz jedes aufrechten EU-Fans!

  3. Selbstdenker

    @Christian Peter, @Thomas Braun:
    Stimmt, wir brauchen keine EU-Armee.
    Als Antwort für die zunehmende militärische Bedrohung benötigt Europa eine Wiederbelebung der Nato.

    Ich glaube nicht, dass Putin eine “EU-Armee” fürchten würde. Das Einzige, wozu eine “EU-Armee” taugen würde, ist, dass sie im Namen des nicht existierenden Staates gegen auf diesem Kontinent lebende Menschen eingesetzt werden würde.

    Ich erinnere mich an den Jugoslawien-Konflikt, bei dem die “Europäische Verhandlungslösung” länger andauernde Massaker an verschiedene Bevölkerungsgruppen erst ermöglicht hat. Nur mit dem Eingreifen der Nato wurde dieses Abschlachten beendet.

    Putin, Erdogan und alle anderen kleineren und größeren Schurken wissen um die dysfunktionalen Europäischen Institutionen Bescheid.

  4. Christian Weiss

    Eigene Währung, eigene Armee… Eigene Steuern hat der Juncker ja auch schon gefordert. So läuft das, wenn man auf die Schaffung eines Staates hinarbeitet. Die Armee wird zwar gegen aussereuropäische Aggressoren nichts taugen, weil man weder die volkswirtschaftlichen Reserven hat, um dafür auch noch Geld auszugeben, noch wird man sie je gegen despotische Barbaren wie z.B. den IS einsetzen. Aber um renitente Mitgliedsstaaten einzuschüchtern, die über EU-Austritt nachdenken, wird es schon reichen.

  5. Enpi

    Europäische Armee? Schlechte Idee. Keiner braucht einen weiteren parallelen Militärapparat zusätzlich zu den heute bestehenden. Der Westen hat dafür die NATO. Besser und billiger wäre es daher die redundanten nationalen Armeen aufzulösen, und die freigewordenen Ressourcen der NATO zur Verfügung zu stellen. Dann könnte man innerhalb der Allianz statt als zweitklassige Auxialiartruppe auch auf gleicher Augenhöhe mit den USA agieren.

  6. aneagle

    Die euro-armee muss her, am besten über das wochenende. Friedensprojekte brauchen über kurz oder lang immer eine armee. Jetzt halt auch europa. In dieser konstellation ohne demokratische kontrolle. Wie praktisch ! Kostet geld wie sau, bringt gar nichts, , hält renitente bürger von uneuropäischen gedanken ab und macht was ich will –
    Fluncker: ein europäischer paradiestraum wird wahr. 🙂

  7. Selbstdenker

    @aneagle
    Es wird stets auf den passenden Anlass gewartet um ein lang gehegtes Ziel durchzudrücken. Die durchgedrückte Maßnahme taugt zwar nicht zur Lösung der vorgeschobenen Problematik, aber das fällt – falls überhaupt – den Bürgern erst auf, wenn es zu spät ist.

    Die Vorgänge um die Erschaffung und die Aufrechterhaltung vom Euro sind von einer derart kriminellen Energie getragen, dass es schwer fällt hier noch an Zufälle und an eine Verkettung von mehreren Ungeschicken zu glauben.

  8. Ehrenmitglied der ÖBB

    Politische Tricks wie bei Kreisky?
    Bereits Kreisky hatte das bis zur Perfektionieren betrieben : wenn es innenpolitisch kriselt, dann muss man durch spektakuläre Vorschläge ablenken !
    (da die Katastrophe Griechenland bzw. Euro immer näher kommt, lenkt man durch Forderungen wie eigene Armee etc. ab…. aber was sagt Herr Klug dazu?)

  9. Herr Karl jun.

    Darf den Juncker so etwas überhaupt fordern, ohne vorher den Ego-Häuptlingstellvertreter, den Wolfi Sobotka aus Waidhofen gefragt zu haben? 🙂

  10. Rennziege

    Ein ungewählter Apparatschik, der nie eine Uniform trug, will die NATO sabotieren und neue Steigbügelhalter mit EU-Pfründen an sich binden, um gleichzeitig von der klandestin eingeführtenTransferunion abzulenken. Das kann er, der auf allen Suppen schwimmende Herr Juncker. Da fällt’s einem ja wie Tränensäcke von den Augen! Da würden sicher auch einige Provisiönchen für die Abnahme antiquierter Waffen gen Luxemburg fließen.
    Unser Ehrenmitglied der ÖBB sieht das glasklar richtig.
    Bleibt eine naive Frage: Für wie verblödet halten die Rosstäuscher und Hütchenspieltrickster der EU ihre allmählich enteigneten, aber seltsamerweise noch friedlichen Bürger?

  11. H.Trickler

    Wenn hohe Politiker eine Stärkung oder Einführung zusätzlicher Armeen fordern, wird es meistens sehr gefährlich. Hoffentlich kostet ihn dieser Vorschlag den Job!

  12. rider650

    Dann, Herr “wenn es eng wird muss man lügen” Juncker, erzählen Sie mir doch mal, was die “Werte” der EU sind? Untertanenauspressen mit den höchsten Steuern der Welt? Gängeln der Untertanen bis in die letzten Lebensbereiche, a la Staubsauger- und Duschkopfverordnung? Weginflationieren der letzten Ersparnisse, die die Untertanen vor den Steuerschergen retten konnten? Ein gigantischer Beamtenwasserkopf? Umverteilung weg von den Fleissigen hin zu den faulsten verbeamteten Steuerkonsumenten des ganzen Kontinents?

    Sorry Herr Juncker, aber es gibt keine EU-Werte, sondern nur EU-Unwerte. Den Menschen in Europa Angst vor ominösen Feinden von außen zu machen ist eine altbekannte Herrschertaktik, wenn die eigenen Untertanen immer rebellischer werden und das Herrschen schwieriger wird. Krieg vereint, man kann totalitäre Maßnahmen durchdrücken, von denen man als Herrscher vorher nichtmal zu träumen wagte, und das eigene Versagen kann komplett dem “Feind” in die Schuhe geschoben werden.

    Wer wirklich nur seine Heimat verteidigen will, dem sei das uralte Mittel der Bürgermiliz ans Herz gelegt, die die Besitzungen der Mitglieder verteidigt, sie aber nicht verlässt. Wer allerdings in fremden Ländern für Herrscher wie Herrn Juncker anderen Gewalt antut, der ist ein Verbrecher, der jeden Widerstand der Einheimischen verdient. Jede EU-Armee wäre eine imperiale Verbrecherarmee. Ich kann nur jedem Menschen mit Gewissen abraten, bei so etwas mitzumachen.

    An all die “Chickenhawks”, die gerne andere Menschen in Richtung des gerade von jenseits des Atlantiks qua Pressesprachrohren vorgegebenen tagesaktuellen Feindes schicken möchten: dann machen Sie halt mit, aber bitteschön höchstpersönlich. Andere verheizen zu wollen, aber selber hintenbleiben ist nicht nur verbrecherisch, sondern auch elend feige.

  13. gms

    Selbstdenker,

    “Es wird stets auf den passenden Anlass gewartet um ein lang gehegtes Ziel durchzudrücken.”

    Das ist eine Binsenweisheit. Naiv aber sind jene, welche diesen simplen Umstand vom Nutzen der herbeigeführten oder zumindest begünstigten Krise nur auf eine Seite münzen wollen oder können. Da kann man dann schon mal die Debatte auf die zwingende Wahl zwischen zwei Übeln verengen, wonach es einen obersten europäischen Feldherrrn geben müsse, und der solle entweder in Brüssel oder Washington sitzen, nicht wahr?

    Apropos “nicht wahr”: Wenn schon “Spiegel” und “ntv”, die beide nicht im Verdacht stehen, Russlands Cheerleader zu sein, das Thema der Propaganda aufgreifen, dann kann man sich ausmalen, was tatsächlich hinter den Kulissen stattfindet.

    n-tv.de/politik/Deutschland-legt-sich-mit-der-Nato-an-article14654376.html
    spiegel.de/politik/ausland/nato-oberbefehlshaber-philip-breedlove-irritiert-allierte-a-1022242.html

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