EU-Parlament an Wähler: Keep Calm and Carry On….

Von | 10. März 2013

“….Next week the European parliament will be voting on a resolution to ”ban all forms of pornography in media”. After this information became known to a wider audience, many citizens have decided to contact members of the European parliament to express their views on this issue. This is absolutely excellent. Citizens engaging actively in the democratic process is a very positive thing, at least in my opinion. Before noon, some 350 emails had arrived in my office. But around noon, these mails suddenly stopped arriving. When we started investigating why this happened so suddenly, we soon found out: The IT department of the European Parliament is blocking the delivery of the emails on this issue, after some members of the parliament complained about getting emails from citizens.”  (mehr hier)

10 Gedanken zu „EU-Parlament an Wähler: Keep Calm and Carry On….

  1. Sven Lagler

    Der link funktioniert leider nicht.

    Hat die EU eine Freiheitsberatung von Apple zur Imagekorrektur gemacht ?
    Verbote und zentrale Regulierungsvorgaben werden in dieser Firma als Freiheiten und Schutz betrachtet.
    Steve Jobs verstand unter Freiheit das Nichtvorhandensein bzw. den Schutz vor Pornographie und Viren.

    In Schweden kommt anscheinend die Befreiung vom Bargeld mit der Begründung, dass es dadurch viel sicherer wird. Schweden war ja, wie Mexiko, immer schon bekannt als Staat, in dem die Kriminalität unüberschaubar ist.

    Von den harten Entscheidungen, womit wir unsere Heime beleuchten, wie unser Duschkopf auszusehen hat… werden wir kollektiv zentral ohne Rücksicht auf lokale Besonderheiten befreit.

    Von den ursprünglichen Grund- Regelungen (no bailout…) befreit man sich auch, wenn aktuelle Entwicklungen zeigen, dass diese aufgrund aktueller Entwicklungen alternativlos übergangen werden müssen.

    Das Friedensprojekt und die nähere Konkretisierung und Präzisierung der Grundfreiheiten schreitet voran.

    Umso mehr hoffe ich, dass Blogs wie Ortner Online auch in Zukunft ihre Daseinsberechtigung haben werden und wir nicht von schlechten Nachrichten und unangenehmen Tatsachen und Ansichten befreit werden, auch und gerade wenn diese Aggressionen beim (ehemaligen ?) Wahlvolk hervorrufen.

  2. Thomas Holzer

    @Sven Lagler
    Daseinsberechtigung wird “Ortner Online” weiterhin haben, fragt sich nur, ob es in Zukunft auch weiterhin online und öffentlich sein darf!!

    Könnte ja im Auge des EU-Gesetzgebers als das Friedensprojekt und das friedliche Zusammenleben der Menschen gefährdend betrachtet werden.

  3. Thomas Holzer

    Wenn dann dieser Beschluß zur Bannung aller Arten von Pornographie in allen Arten von Medien durch ist, wird dann eine neue Behörde gegründet, welche die Einhaltung dieser Richtlinie/dieses Gesetzes/dieses Bannes überwacht?! Ich hoffe doch, ansonsten wäre das “ehrenwerte” Bestreben der EU-Parlamentarier ja vergeblich.

    Und wird es dann einen eigenen Pornographie-Kommissar von EU-Kommissions Gnaden geben, welcher mit der absoluten Gabe ausgestattet wird, zweifelsfrei zu erkennen, was Pornographie ist und was nicht?!?

  4. Sven Lagler

    Thomas Holzer :
    @Sven Lagler
    Daseinsberechtigung wird “Ortner Online” weiterhin haben, fragt sich nur, ob es in Zukunft auch weiterhin online und öffentlich sein darf!!
    Könnte ja im Auge des EU-Gesetzgebers als das Friedensprojekt und das friedliche Zusammenleben der Menschen gefährdend betrachtet werden.

    Vielen Dank für die Präzisierung, genau das hatte ich gemeint.

    Offensichtlich steuern wir einem System mit Sittlichkeitswächtern im Namen der Freiheit entgegen.
    Sieht so aus, als ob es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis der oberste, hochqualifizierte Rat der bestens (weil so hoch bezahlt und von lästiger Einkommenssteuer befreiten) ausgebildeten EU Elite zum Allgemeinwohl darüber befindet, was wir sehen (Internet wie Ortner Online), wissen (Zeitungen und Blogs), wählen (Italien), denken und anwenden (Glühbirnen) dürfen und was nicht. Wir müssen vor uns selbst geschützt werden.
    Die Rennziege hat mal über die zahlreichen Bordelle in Nähe der EU Zentralen berichtet. Werden diese auch abgeschafft ?

    Erinnert seltsamer weise stark an islamische Länder, wo es diese Absichten bereits in einer vollkommeneren Form gibt und wo von selbiger EU behauptet wird, dass dort angeblich Menschenrechte und Grundfreiheiten verletzt werden.
    Werden in absehbarer Zeit Burkas als aktive Maßnahmen gegen anzügliche Blicke von der EU empfohlen ?

    Auch China ist ein Vorbild in dieser Richtung. Es gibt keine freien Wahlen, die Regierung wacht über die Sittsamkeit und alle freuen sich über das stetige zentral gesteuerte Wachstum und die zunehmende gesellschaftliche Harmonie.

  5. gms

    Engstrom: “Before noon, some 350 emails had arrived in my office. But around noon, these mails suddenly stopped arriving.”

    Laut [1] waren es automatische Filter, die aufgrund von Häufigkeiten anschlugen. Das ist zumindest nicht ganz abwegig.

    Abwegig jedoch ist jenes, was auf [1] sonst noch zu lesen ist. Von massiver Propaganda über die Benachtteiligung von Frauen, offene Freude über eine Niederlage Polens vor den EuGH, die Gefahren des Rauchens, Maßnahmen gegen Co2, Bankerboni, Pferdefleisch-Skandal(!), wem Schulz aller Genesungswünsche ausrichtet und daß er wieder ein Buch geschrieben hat, Twitterleser sind die besseren Menschen, usw. usf.

    Ebenfalls bemerkenswert und nicht minder im Interesse des Sozialisten Schulz in seiner Rolle als Parlamentshäuptling: Auf [2] werden die Weichen gestellt, um hinsichlich Liberalisierung von Wasserver- und Entsorgung zurückrudern zu können. Daher ist es wohl auch keine Zufall, daß per Zwitter auch darauf hingewiesen wird, die Summe der nötigen Stimmen hätte die entsprechende Initiative zwar schon erreicht, es würden aber noch nationale Mindestanteile verfehlt.

    [1] twitter.com/Europarl_DE (ggfs. mit https ergänzen)
    [2] europarltv.europa.eu/de/player.aspx?pid=fb195fef-5443-44d2-8f04-a163012bfb60

  6. Thomas Holzer

    Bis dato dachte ich, es wird nur jeden 2. Tag eine neue Sau durch’s Dorf getrieben, aber mittlerweile, vor allem in Vorwahlzeiten, wird jeden Tag eine neue Sau durch jedes Parlament! getrieben.

    Bankerboni, dann Managergehälter, danach “pornographische Inhalte”, dazwischen Duschköpfe und was sonst auch immer………..

    Der Ostblock läßt grüßen; daß die Planwirtschaft in “West”Europa mittels parlamentarischer Mehrheiten installiert wird, habe ich immer schon befürchtet.

    Kein Wunder, Europa schafft sich selbst, ganz demokratisch legitimiert, ab 🙁

  7. gms

    @Thomas Holzer

    Was pornographische Inhalte anbelangt, die mittelbar Thema dieses Threads sind, so weht der alles vergiftende Wind aus dem “Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter”.

    [1] listet noch druckfrisch vom Dezember des Vorjahres auf, wie und mit welchen Motiven die EÜ-Bürger zu dressieren sind. Kostproben daraus:

    —8<——8<——8<——8<—
    17. fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, auf ihre Entschließung vom 16. September 1997 zur Diskriminierung von Frauen in der Werbung, die ein Verbot aller Arten von Pornographie in den Medien sowie von Werbung für Sextourismus fordert, konkrete Maßnahmen folgen zu lassen;

    18. fordert die EU auf, eine Untersuchung über die Zusammenhänge zwischen Kinder- und Erwachsenenpornographie sowie deren Auswirkungen auf Mädchen, Frauen, Jungen und Männer, und den Zusammenhang zwischen Pornographie und sexueller Gewalt durchzuführen;

    19. fordert die Mitgliedstaaten auf, unabhängige Kontrolleinrichtungen einzusetzen, um die Medien und die Werbeindustrie zu überwachen, und ihnen die Befugnis zu verleihen, wirksame Sanktionen über Unternehmen und Einzelpersonen zu verhängen, die die Sexualisierung von Mädchen vorantreiben;
    —8<——8<——8<——8<—

    [1] http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+REPORT+A7-2012-0401+0+DOC+PDF+V0//DE

  8. Mona Rieboldt

    Und nach pornographischen Inhalten werden dann Kochbücher verboten, weil wir da etwas sehen könnten, dass wir auf keinen Fall essen sollten, weil ja sooo ungesund. Kochbücher sind auch diskriminierend, da es halt Leute gibt, die sich manch dargestelltes Essen nicht leisten können. Bestimmt gibt es auch dafür bald einen eigenen Kommissar, der Kochbücher kontrolliert bzw. dessen Verbot.

  9. FDominicus

    “The IT department of the European Parliament is blocking the delivery of the emails on this issue, after some members of the parliament complained about getting emails from citizens.”

    Staaten sind etwas “wunderbares”, es stören nur die Bürger/Menschen…

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