4 comments

  1. Reinhard

    Der Sarrazin-Effekt: Wer es wagt, gegen die vom Brüsseler Hof ausgegebene Meinung zu sprechen, wird mundtot gemacht. In Russland würde man so etwas Chodorkowski-Effekt nennen, aber nicht vergessen: wenn Putin seinen Kritikern den Mund verbietet, ist das böse, wenn die EU das tut, dann ist das gut!

    “Konservative und Grüne”: da sich besonders die Grünen mit Verboten gut auskennen und die kommunismusaffinen Bio-Friedensengel auch keine Skrupel haben, gegen einen einmal definierten Feind agressiv loszuschlagen, wundert einen auch deren Teilnahme an dieser Initiative nicht. Dass ausgerechnet die Konservativen einen solchen Schritt setzen ist aber erschreckend und entlarvend. Es zeigt wieder einmal, dass die Parteien als solche weder für irgendwelche Inhalte noch für Werte stehen, sondern einzig und allein feudalistische Herrschaftshäuser darstellen, deren einziger Existenzzweck der Drang zum Futtertrog der Macht ist.

    Kriegspropaganda bestimmt die Medien, schon tauchen erste Kommentare auf die ganz unschuldig die Frage in den Raum stellen, ob man Russland nicht militärisch in die Knie zwingen soll.
    Der Westen zündelt an einem militärischen Konflikt mit einer Atommacht.
    Sein expansives Machtstreben, basierend auf moralischem Sendungsbewusstsein und missionarischem Übereifer, kennt keine Grenzen mehr und macht vor keiner Tür halt. Auch nicht vor der, hinter der Atombomben lagern. Ist es Dummheit, Ignoranz oder nur die unbremsbare Dynamik eines manischen Suchtverhaltens?
    Wer weiß.
    Aber bald werden wir solche Fragen wohl nicht mehr stellen dürfen.
    Zumindest das ist sicher in der Dynamik einer einmal losgebrochenen Kriegspropaganda: Wer zweifelt, fragt oder anderer Meinung ist wird zum Schweigen gebracht. Mit fadenscheinigen Argumenten lässt sich jede unterdrückerische Aktion im eigenen Einflussbereich setzen und jeder Widerstand dagegen als feindliche Aktion mit harten Maßnahmen bekämpfen.
    Willkommen zurück im Kalten Krieg.

  2. Thomas Holzer

    Diese Frau Harms ist auf Grund ihrer Naivität so was von peinlich, daß ihr Auftreten schwerlich noch zu unterbieten ist. Es zeigt sich wieder einmal, welche Personen, intellektuell weit unter dem allgemeinen Durchschnitt, durch Wahlen in -leider- entscheidende Funktionen gelangen.

    Bin wahrlich kein Anhänger von Schröder, aber diesmal hat er -u.U. ausnahmsweise- den Punkt getroffen.

  3. cmh

    Nur damit es dann wieder keiner gewusst haben wird:

    Wir sind nur einen Schritt von Gedankenverbrechen, Scheiterhaufen und sonstigen Leibesstrafen entfernt.

    Es sollte eigentlich jedermannes Pflicht sein, dies jeder Grünin auf ersten Sichtkontakt zu hinterbringen.

  4. gms

    Putin 2001 in seiner Rede [1] im Deutschen Bundestag: “Was fehlt heute, um zu einer effektiven Zusammenarbeit zu gelangen? Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. – Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist. [..]
    Noch vor kurzem schien es so, als würde auf dem Kontinent bald ein richtiges gemeinsames Haus entstehen, in welchem Europäer nicht in östliche und westliche, in nördliche und südliche geteilt werden. Solche Trennungslinien bleiben aber erhalten, und zwar deswegen, weil wir uns bis jetzt noch nicht endgültig von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit haben.
    Heute müssen wir mit Bestimmtheit und endgültig erklären: Der Kalte Krieg ist vorbei.” — Zitatende —

    Seit 2001 ist viel Zeit vergangen. Die Möglichkeit, die Ukraine als Brücke zu gestalten zwischen Ost- und West, als eine wirtschaftliche, politische aber auch militärische Drehscheibe, in der Modelle und Vorgangsweisen implementiert werden, die sich im Erfolgsfall auf andere Staaten übertragen lassen, die Abkehr vom Denken in streng abgegrenzte Macht- und Einflußsphären — all das wurde bislang grandios vergeigt! Das Angebot von 2001, in vertiefende Gespräche einzugsteigen, war in meinen Augen ebenso glaubwürdig wie der vermittelte Grundtenor, die vormalige Gegnerschaft ein für allemal zu beenden.

    [1] Sehens- und lesenswert: youtube.com/watch?v=9jyLQmyg9hs
    bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort.html

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