EU: Rechnen wir die Pleite doch einfach weg!

Von | 23. September 2013

“…Die EU-Institutionen erwägen offenbar, die Methode zur Kalkulation der nationalen Haushaltsdefizite zu verändern – und zwar so, dass Krisenstaaten mit hoher Arbeitslosigkeit besser dastehen als bisher. Entsprechend könnten sie die Defizitziele der EU leichter erreichen…” (FAZ)

7 Gedanken zu „EU: Rechnen wir die Pleite doch einfach weg!

  1. FDominicus

    Kann man versuchen, das Ergebnis wird aber wie derzeit in Venezuela ausfallen:
    http://www.zerohedge.com/news/2013-09-22/venezuela-seizes-toilet-paper-factory-amid-fears-us-sabotage

    Bei bestimmten Dingen ist das Ergebnis vorhersehbar, zwar nicht der genaue zeitliche Rahmen aber das Ende ist klar. So wird Sozialismus niemals funktionieren, und so wird Fiat-Geld auf Dauer niemals funktionieren. Der Wert der Fiat-Zwangszahlungsmittel nähert sich immer der 0 an. Nichts und niemand wird das je ändern. Wo der Staat die Hoheit über das Geld hat und es Zentralbanken zu Verwaltung gibt, ist auf Dauer gesehen Verarmung weiter Bevölkerungsschichten unausweichlich. Man schaue sich die Länder mit zerütteter Währung an, dort funktioniert nichts mehr außer Markt und direkter bewaffneter Diebstahl mit einkalkulierter Ermordung.

  2. Thomas Holzer

    Die EU-Institutionen “erwägen” dies nicht nur!, sondern sind schon eifrig daran, diese neue/andere Berechnungsmethode zu implementieren.

    Fragt sich nur, ob die “bösen Märkte und Ratingagenturen” diese Augenauswischerei akzeptieren 😉

  3. aneagle

    @ Thomas Holzer
    …die bösen Märkte werden das akzeptieren müssen, denn die längst notwendige Einführung dieser neuen “Realität” ist nur der erste Schritt zur Berechnung der aussagekräftigen Arbeitsmarktreserve statt der wirtschaftlich uninteressanten Arbeitslosenrate.
    Die beiden Werte, obwohl gleich, sagen völlig anderes aus.

    Während aus der Arbeitslosenrate jene strukturell wertvollen Arbeitslosen herausgerechnet werden müssen, die zum Erhalt der Armutsindustrie und Armutsverwaltung mindestens vorhanden sein müssen, zeigt die Arbeitsmarktreserve das Potential des jeweiligen Landes, auf Konjunkturaufschwünge rasch zu reagieren. Diese Länder sind besser für Konjunkturen gerüstet als z.B. Deutschland, welches nur noch einen engen Spielraum für Aufschwünge besitzt, also praktisch am Leistungslimit läuft.
    Dessen neue Regierung wäre gut beraten, ihre Arbeitsmarktreserve zu erhöhen, damit auch Deutschland wieder mit Griechenland und Spanien mithalten kann! Sonst kann es sein, dass Deutschland die wertvolle Arbeitsmarktreserve anderer europäischen Staaten nutzen muss und dafür Zahlungen an die anderen Europäer leisten muss, wie weiland an die DDR. Problematisch auch, weil wirtschaftsmoderne Parteien in den meisten europäischen Ländern die Arbeitsmarktreserve fix einplanen und gerne als Wählerstimmenreserve bei demokratische Wahlen verwenden. Gegen eine Abwanderung in arbeitswütige Staaten ist daher Widerstand zu erwarten, die vordergründig fleißigen Länder sollten zeitgerecht ihre Hausaufgaben machen, einmal mehr zeigt die EU den Weg !
    Nachzulesen in jedem seriösen Buch über fortgeschrittene globale Steuerviehzucht. 🙂

  4. Reinhard

    @Christian Peter

    Staat (bzw Politik) und Banken zu trennen ist Augenauswischerei. Wie viele Goldmann-Sachs-Ministerpräsidenten müssen noch auf europäischen Sesseln sitzen und wieviele Parteizentralen ihre Sekretäre in Bank-Vorstandsetagen entsenden, bis das jeder sieht?

  5. Rennziege

    23. September 2013 – 19:55 — Reinhard
    Stimmt. Klarer kann man die Realität nicht schildern.

  6. Christian Peter

    @reinhard

    stimmt, nur spielen Politiker dabei die Statistenrolle.

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