EU-Waffenverbote: Bastelstunde im Irrenhaus

Von | 23. November 2015

(ANDREAS TÖGEL) Lange hat es nicht gedauert, bis die EU-Nomenklatura eine Antwort auf die Frage gefunden hatte, wie dem islamistischen Terror am besten zu begegnen wäre: mit einer Einschränkung des privaten Waffenbesitzes nämlich. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ meldet, sollen den Bürgern bestimmte Typen halbautomatischer Waffen künftig nicht mehr zum (legalen) Erwerb zur Verfügung stehen. Ob auch an die Enteignung der zahlreichen, in der Vergangenheit rechtmäßig erworbenen Waffen dieser Art gedacht ist (angesichts des prekären Zustands der Staatsfinanzen wohl entschädigungslos), ist vorerst unklar.
Man ist als leidgeprüfter Insasse des von Brüssel aus gelenkten Narrenschiffs namens EU ja einiges gewöhnt, aber hier haben wir es mit einem ganz besonders delikaten Leckerbissen zu tun. Da massakrieren ein paar mörderische Religionseiferer, 130 unschuldige Menschen – und zwar unter Verwendung vollautomatischer Waffen, die von europäischen Bürgern zu keiner Zeit je auf legale Weise erworben werden konnten – und die Kommission möchte daraufhin einen völlig anderen Waffentyp verbieten.
Dieser weltfremde Aktionismus nimmt sich so aus, als ob als Antwort auf eine tödliche Amokfahrt eines volltrunkenen Narren mit einem Porsche 911, der Verkauf von Dieselfahrzeugen verboten werden sollte. Man hält so viel Torheit nicht für möglich!
Die vielen Opfer des Terrors, einschließlich derer, die in Zukunft noch zu beklagen sein werden, sind mit weiteren Verschärfungen der in Euroland ohnehin bereits sehr restriktiv gehandhabten Waffengesetze mit Sicherheit nicht zu verhindern. Dazu werden schon andere Register gezogen werden müssen, die zu erörtern an dieser Stelle nicht der Platz ist.
Wer indes wissen will, wie dem Terror wirkungsvoll zu begegnen ist, wende seinen Blick dorthin, wo man mit diesem Phänomen die meiste Erfahrung hat: nach Israel. Dort hat der Bürgermeister von Jerusalem, unter dem Eindruck der gewalttätigen Ausschreitungen anlässlich der dritten Intifada, die rechtschaffenen Bürger des Landes eben dazu aufgefordert, sich privat zu bewaffnen.
So – und nicht anders – ist auch in Europa der Gefahr zu begegnen, zum Opfer einer Gewalttat zu werden. Vor bewaffneten Bösen, schützen nur bewaffnete Gute. Nicht die Teilnahme an Selbsterfahrungsgruppen oder Meditationskreisen, keine intensivierte Willkommenskultur und ganz bestimmt kein Appeasement. Einzig sinnvolles Mittel dazu, ist die Waffe in der Hand des angegriffenen Opfers. Die (staatlichen) Sicherheitskräfte können schließlich nicht überall sein – auch wenn sie noch so stark sind. In Israel wurde das begriffen.
Anstatt also einen weiteren Schritt in die falsche Richtung zu setzen, sollten die Obertanen der EU endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Entwaffnung rechtschaffener Bürger, in einer Zeit wachsender Terrorgefahr, nicht nur sinnlos, sondern grob fahrlässig – ja geradezu irrsinnig ist. Man nimmt damit nämlich jedem, der sich, seine Lieben – und letztlich die Gesellschaft – vor Gewalttätern schützen will, die einzigen dafür geeigneten Mittel. Die Bürger werden durch restriktive Waffengesetze der Willkür von Terroristen und anderen Gewaltverbrechern wehrlos ausgeliefert.
Ein Blick nach Israel überzeugt: Aggressiver Gewalt ist nur durch gleich wirksame Gewalt effektiv zu begegnen. Juncker & Genossen, die ihr eigenes Leben durch Dutzende schwerbewaffnete Büttel schützen lassen, sollten auch denjenigen, die ihre märchenhaften Gehälter bezahlen, zubilligen, sich im Fall des Falles selbst wirksam zu verteidigen.

19 Gedanken zu „EU-Waffenverbote: Bastelstunde im Irrenhaus

  1. Passant

    Wahrscheinlich hat der durchschlagende Erfolg der Drogenbekämpfung, den Politikern nahegelegt, ähnliches bei den Waffen anzuwenden. Immerhin hat jahrelanger Aufwand von hunderten Milliarden weltweit nicht nur Arbeitsplätze für ein Heer von Fahndern geschaffen, sondern die gefährlichen Drogen vom Markt gefegt; nur mehr Kriminelle handeln damit. Ähnliches muss auch bei Waffen möglich sein.
    Wichtig ist, nur den legalen Erwerb und den Waffenbesitz der Bürger zu verbieten, keinesfalls aber die Produktion. Denn so wie die armen Hanf- und Mohnbauern ihre Existenz verlieren würden, wären auch die Arbeitsplätze in der Waffenbranche gefährdet. Das wollen wir keinesfalls!
    Wie die Erzeuger dann zu Erlösen kommen? Über den “freien Markt” natürlich, und kaum ein Markt ist so frei wie der Schwarzmarkt, letzterer ist auch noch besser organisiert.

  2. Fragolin

    Da sich radikalmuslimische Terroristen bekanntermaßen immer und überall an geltendes Recht und Gesetz halten und auch ihre Sprengstoffwesten immer in der örtlich zuständigen BH haben registrieren lassen, wird diese weise und umsichtige Maßnahme unserer Obertanen zu einem eklatanten Absinken jeglicher Terrorgefahr führen. Außerdem erhöhen wir die Willkommenskultur und verdammen sukzessive Waren der aggressiv-islamophoben Juden aus den Basaren des künftigen europäischen Kalifats.
    Und am Bahnhof steht ein Studentinnenchor des ultralinken Antifa-Flügels der Hochschülerinnenschaft und singt: “Say it loud and say it clear, Terrorists are welcome here!” während ihre vermummten Freunde die Autos eines jeden, der nicht freiwillig in den Chor einstimmt, mit dem Baseballschläger in neue Form kneten.
    Man stelle sich vor, ein ultrarechtsnationaler Fremden- und damit automatisch EU- und Demokratie(also was die EU darunter versteht)-hasser, also jemand der am Bahnhof nicht mitsingt oder gar fragt, ob der Gesang auch wirklich angebracht wäre, würde in einer solch perfekten Welt eine Waffe besitzen. Nicht auszudenken!

  3. Marianne

    Die “EU” ist eigentlich die Summe aller Mitgliedsstaaten. Auch die Kommission agiert entsprechend dem Mainstream der Politiker der Mitgliedsländer. Die geplanten Waffenverbote sind ja ganz auf der Linie unserer rotschwarzgrünen Gutmenschenregierung, die in ihrem Elfenbeinturm natürlich keine Angst vor Terroristen haben muß.

  4. Fragolin

    @Marianne
    aber dafür haben sie Angst vor dem eigenen Volk. Sie werden schon wissen, warum.

  5. Reini

    wenn es Menschen ohne Kontrollen in die EU schaffen wird es für Waffen aller Art ebenfalls kein Problem darstellen!!!! … gibt ja keine Grenzen!!!

  6. Thomas Holzer

    Si vis pacem, para bellum!
    “unsere” Politikerdarsteller betreiben und forcieren das genaue Gegenteil

  7. Hanna

    Und bitte wie können wir ganz realistisch und wirklich diese “Regierungen” stoppen – soll heißen, außer Kraft setzen, in Ö und auf EU-Ebene?

  8. Lisa

    @Passant: “Kein Markt ist so frei wie der Schwarzmarkt” – wie wahr! In der Schweiz hat übrigens jeder “Wehrmann” seine Waffe zu Hause “sicher” aufzubewahren. Missbrauch ist sehr selten angesichts der hohen Anzahl Waffenbesitzer (am ehesten noch Selbstmorde). Vermutlich, weil Schweizer im Allgemeinen nicht zu hitzköpfigem Verhalten neigen (aber zu Depressionen?). Wenn man sich die Filme auf youtube ansieht, wo “aufgebrachte Bürger” von rechts oder links “demonstrieren” würde ich jedoch zögern, denen eine Waffe auszuhändigen.
    @Fragolin: das Lachen blieb mir im Hals stecken – wie deprimierend! Was für ein Bild des Zusammenhalts der Deutschen muss sich übrigens ein (egal wie und woher) Ankommender machen, wenn da hüst und dort hott geschrien wird. Gut für den Dritten, wenn sich zwei streiten…

  9. Falke

    Die EU nimmt ja offenbar an, dass sich die Terroristen die Waffen ganz offiziell bei legalen Waffenhändlern kaufen und sie natürlich auf sofort bei der Polizei registrieren lassen. Daher ist eine Einschränkung des privaten Waffenbesitzes eine hochwirksame Maßnahme gegen den Terrorismus. Wenn dieses Gesetz endlich EU-weit durch ist, brauchen wir uns daher nie wieder vor Terrorismus zu fürchten – dank der großartigen Ideen der EU-Spitzendenker.

  10. Rado

    Hätte ja gerne mal eine Meinungsumfrage mit der Frage gesehen, wieviele der Betroffenen der Pariser Anschläge sich in diesem Augenblick eine Waffe in der Hand gewünscht hätten. Überlebende gibts ja auch immer noch genug, die man fragen könnte.
    Durchaus passend zu den Plänen der EU-Kommission haben diese Herrschaften übrigends für sich selber auch gleich die Sicherheitsvorkehrungen hinaufgeschraubt.

  11. O.d.S.

    Gottseidank machen die EU Diktatoren die Rechnung ohne den Bürger. Die Waffenverkäufe sprechen eine deutliche Sprache.

  12. mike

    “Bastelstunde im Irrenhaus” passt zur Stunde auf viele Themen….

  13. Thomas Holzer

    “Die Waffenverkäufe sprechen eine deutliche Sprache.”

    Deswegen müssen diese Verkäufe nach Logik der EU-“Granden” ehestmöglich unterbunden werden; wo kämen wir denn hin, wenn der Bürger die notwendige Verteidigung der Zivilgesellschaft übernimmt, welche eigentlich dem Staatsmonopol -unfreiwillig- vom Bürger überantwortet wurde

  14. gms

    Marianne,

    “Die „EU“ ist eigentlich die Summe aller Mitgliedsstaaten. Auch die Kommission agiert entsprechend dem Mainstream der Politiker der Mitgliedsländer.”

    Diese Argumentation hört man nahezu ausnahmslos im Zusammenhang mit Regelungen der EU. Initiiert werden sie unten und institutionalisiert oben. Geschenkt! Auf selber Wellenlänge tönen Argumente, diverse Lobbyisten trügen die Verantwortung für flächendeckende Gängelungen der Passagiere im europäischen Narrenschiff. Die eigene mentale Verarmung offenbaren mitterdings schon Parlamentarier, die sich einem Einfluß sogenannter Pressure-Groups ausgeliefert sehen und das öffentlich in Worte kleiden.

    Das grundlegend Falsche an dieser Betrachtung ist die implizite Vorstellung einer geteilten Verantwortung, die auch jener zu tragen habe, der diverse Regelungen anstrebe. Solange aber dieser nicht mit Gewalt die Unterschrift auf Dokumenten erzwingt, die Letztendscheidung aus freiem Willen also bei dem bleibt, der den Entschluß besiegelt, kann und muß auch die Verantwortung dort liegen.

    Nicht minder verantwortlich sind jene, die zuvor zuließen, daß heute ein “Mainstream der Politiker der Mitgliedsländer” ihre Geschicke lenkt, erfolgte doch die Abgabe von Souveränität und die Abkehr vom Einstimmigkeitsprinzip freiwillig. Außen vor bleiben allenfalls Bürger, die zu dieser Abgabe ihres lokalen Einflusses, abgesehen vom initialen EG-Beitritt, nicht befragt wurden.

  15. Christian Weiss

    “In der Schweiz hat übrigens jeder „Wehrmann“ seine Waffe zu Hause „sicher“ aufzubewahren. Missbrauch ist sehr selten angesichts der hohen Anzahl Waffenbesitzer (am ehesten noch Selbstmorde).”
    Vor ca. 10 Jahren mussten allerdings alle Wehrmänner ihre “Taschenmunition”, eine versiegelte Büchse mit Patronen für den Ernstfall, abgeben. Seither sind die Schweizer Soldaten auch nicht mehr in der Lage einzugreifen, wenn vor ihrer Haustür ein Massaker wie in Paris abläuft.

  16. Christian Weiss

    Die Gesetze werden immer intelligenter.

    Es wundert, dass es noch keine Helmpflicht für Sprengstoffgürtelträger gibt.

  17. Lisa

    @Christian Weiss: Danke für die Info. Mal sehen, ob sich da angesichts der veränderten Bedrohungslage eine Initiative und eine Volksabstimmung draus machen lässt…

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