EU-Wahl: Der Einheitskandidat soll Demokratie sein?

“…..Aber ich bin es leid, dass man mir ständig einreden will, dass jeder Satz gegen das europäische Parlament und seine Repräsentanten gleich dem Rechtspopulismus das Wort redet. Außerhalb der sozialistischen Welt gilt es nur in Brüssel als Demokratie, wenn man die Wahl zwischen zwei Spitzenkandidaten hat, die das Gleiche wollen. ….” (hier)

10 comments

  1. rubens

    EU ist keine Demokratie. Das ist ein potemkisches Dorf, was uns hier präsentiert wird. Hoffentlich bemerkt der Wähler das einmal.

  2. Reinhard

    Fleischhauer bejammert die Zahnlosigkeit der Journaille, wenn es um die Brüsseler Hofschranzen geht. Aber auch das erklärt sich durch den feudalen Charakter des Neuen Weströmischen Reiches: Wer nicht jubelnd für Kaiser und Reich die Fahnen schwenkt, ist ein Rechtspopulist und ein Europagegner (ein absolutes Quatschwort, denn keiner hat etwas gegen den Kontinent, aber die feudale Machtelite am Heiligen Hofe von Gottes Gnaden setzt den Kontinent mit der eigenen Machtstruktur auf eine Stufe – wie hat unsere europäische Lieblingskanzelorette so schön gemerkelt? “Geht der Euro unter, geht Europa unter” – als ob ein Kontinent vor Scham versinkt, wenn ein politisches Projekt einer entfesselten Feudalelite scheitert. Früher nannte man das Größenwahn und therapierte es auf der Couch, heute heißt es Sendungsbewusstsein und therapiert es mit Privatjets und üppig bezahlten Posten am Brüsseler Hof und in dessen Nähe).
    Keine Zeitung darf mehr leiseste Kritik an der EU äußern, ohne sofort einen medialen “Shitstorm” über sich ergehen zu lassen. Die Überheblichkeit am Kaiserhofe wächst stündlich, und auch wenn der Rest der Welt über diesen selbstherrlichen Haufen von Emporkömmlingen lacht (“Fuck the EU!”), vergeht den Untertanen das Lachen täglich mehr.
    Was soll dabei herauskommen? Egal wer wen wählt, am Ende des Sonntags wird eine der beiden Schnarchnasen den Kaiserthron für die nächsten Jahre erklimmen und es ist egal welcher – das Ergebnis wird immer gleich sein.
    Das kennen wir in Österreich aber schon lange…

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Reinhard
    Herr Reinhard, wie recht sie haben!
    aber, dass einer der beiden Schnarchnasen den Kaiserthron besteigt ist (hoffentlich) keine ausgemachte Sache ?!
    und, zum EU Befürworter werde ich wieder, wenn man mit einleuchtend erklärt, darum die EU eine Verordnung zur Erzeugung eine Pizza erlassen muss?
    Die Fragen stellen sich nämlich nicht mit der Vielzahl nationaler Regelungen in die Überführung ‘ einer ‘ Regelung (c Brok;CDU), sonder warum die EU überhaupt derartige Regelungen erlassen muss?
    Niall Ferguson hat in seinem Buch “Der Westen und der Rest der Welt” gut herausgearbeitet , dass der Vorsprung Europas bzw. die Dominanz europäischer Werte und Kulturen im Wettbewerb der Nationen begründet ist (war?) und nicht die Konformität.

  4. S.M.

    Ich habe die Medienberichterstattung zur EU- Parlamentswahl recht genau verfolgt. Wie dabei die Liste EU- Stop behandelt wurde, grenzt an putin’sche Verhältnisse!
    Bei fast allen Umfragen wurde die EU- Stop nicht einmal erwähnt und wenn doch, stand dort 0%!
    Bei der Elefantenrunde auf Puls 4 (vom ORF will ich gar nicht reden) waren zwar die Spitzenkandidaten von Rekos und Europa anders, EU- Stop wurde aber laut Homepage der Liste nicht eingeladen.Auch sonst fallen mir nur drei TV- Auftritte dieser Liste ein.

    Auf der anderen Seite instrumentalisierte die Stadt Wien jedes Pimperlfest, um Stimmung für die EU zu machen. Der Grad an Bürgerferne nimmt drastisch zu.

    Ich frage mich, warum Herr Ortner auf der einen Seite einen Artikel verlinkt, der “Rechtspopulisten” diffamiert und einen Tag später diesen hier. Sie werden doch wohl nicht so beliebig wie Frau Mlinar Herr Ortner?

  5. Rennziege

    Dazu (also zur morgigen EU-Wahl) wieder einmal ein sehr treffender, aktueller und amüsant zu lesender Henryk M. Broder:
    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article128341159/Europa-wird-doch-sowieso-von-Mutti-entschieden.html

    Auszug daraus:
    Hinter dem [von allen Medien georgelten] Wunsch nach einer hohen Wahlbeteiligung steckt vor allem das Verlangen der Kandidaten, auf möglichst vielen Händen ins Amt getragen zu werden.
    Wenn man schon kein Profil und kein Programm anzubieten hat, dann will man wenigstens viel Zustimmung einfahren. […]
    Die Wähler aber ahnen, dass sie nur Zuschauer bei einem Luftgitarrenwettbewerb sind. Der ganze Wahlkampf war so aufregend wie eine Tupperware-Party, die inszenierten “Duelle” zwischen den “Spitzenkandidaten” so spannend wie eine Runde Minigolf. Hinterher konnte niemand sagen, worin sich die Kandidaten unterschieden. Klar war nur, worauf es ihnen ankam: “Leute, geht wählen! Alles Übrige kegeln wir untereinander aus!”

    Die Habsburger-Monarchie wurde einst als “Völkerkerker” beschimpft. Die EU ist auf dem besten Wege, sogar den übelsten Feudalismus als Wellness-Oase erscheinen zu lassen.

  6. Erich Bauer

    Diese “Wahl” ist lediglich ein Spektakel. Ähnlich “Dancing Stars” oder “… next Top Model”. Ich verurteile niemand der dort hingeht. Sei es, dass er frühmorgens, geleitet von ein paar Veltliner, oder einfach nur um der Einsamkeit der PC-Monitors zu entkommen… Auch ehrwürdigste Personen machen oft verrückte Dinge…

  7. Thomas Holzer

    @Erich Bauer
    Sie haben vergessen, den Song Contest anzuführen 😉

  8. Erich Bauer

    @Thomas Holzer,

    ich habe mir diesen “musikalischen” Bullshit noch NIE gegeben… Weder UDO noch ABBA. Bei UDO stand mir nicht einmal ein Pfernseher zu Verfügung. (*g*) Obwohl… als kleines Büblein wär ich da sogar freiwillig schlafen gegangen.

  9. Christian Peter

    @S.M.

    endlich sind wir einmal derselben Meinung. EU – Stop ist die einzige wählbare Partei am Sonntag, da sie als einzige Partei Österreichs die richtigen Forderungen stellt : Austritt aus dem Kasperltheater EU und Wiedereinführung des Schillings.

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