Euro-Ausstieg näher, als man denkt?

Von | 23. Mai 2013

“…Wer glaubt, dass kein Risiko mehr besteht, dass ein Land die Eurozone verlassen könnte, sollte an andere Fälle denken, da ein Währungsregime als heilig galt – bis zu dem Moment, da es wieder weggefegt wurde….” (WSJ)

5 Gedanken zu „Euro-Ausstieg näher, als man denkt?

  1. gms

    @world-citizen

    Was soll vom tausendsten Aufguß zu halten sein, der im Geiste Helmut Schmidts offen und unumwunden die Transferunion bejubelt, um mit dieser, wie hinter jedem Beistrich extra betont, den Frieden zu sichern?
    Das einzig Stichhaltige an diesem absurden und zugleich dümmsten Argument der Friedenssicherung, ist die tröstliche Aussicht, in einem zentralistisch heruntergewirtschafteten Europa könnten Konflikte fürderhin bestenfalls mit markigen Sprüchen, Sensen und Mistgabeln ausgetragen werden.

    Aus einer Rezession: “Der Autor beschreibt seine Vorstellung einer Transferunion damit, dass diese an genau definierte Voraussetzungen gebunden sei.” — Entzückend!

    Was weiters der Unterschied zwischen jenen von EUphorikern so gescholtenen Nationen einerseits sein soll, und der angestrebten Supernation andererseits, die Europa wieder zu Gewicht auf der Weltbühne wider diese und jene ~Gegner~ verhelfen soll, wird auch Ihre Buchempfehlung einmal mehr unbeantwortet lassen. Unterm Strich sind die Nationalsozialisten aber genauso wiederlich, wie jene, die das Ganze eine Nummer größer aufziehen wollen.

    Je linker, desto feuchter wird das Hoserl, wenn auf dem Kontinent das ganz große Rad gedreht werden soll: Jakob-im-Zweifel-Links-Augstein: “Oder die Partei besinnt sich darauf, was Sozialdemokratie eigentlich bedeutet: Emanzipation. Die SPD muss sich das emanzipatorische Projekt unserer Zukunft suchen. Und da gibt es nur eine Antwort: Europa! Die gerechte Wirtschaft, die zivile Gesellschaft, der friedliche Staat – das wird es für uns nur in Europa geben. Umgeben von Steppen und Dschungeln ist Europa unser Garten der Ordnung. Es ist nicht nur die Chance der SPD im Wettstreit mit Merkel, dass die Kanzlerin die Bedeutung Europas nicht versteht – es ist die Verantwortung der Sozialdemokratie.” – Amen!

  2. Rennziege

    @gms
    Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass Jakob Augstein hier als WC postet. Beide verrichten ihr Geschäft auf Augenhöhe des Spülhebels. Hätte der mildtätige Rudolf Augstein seinem Kuckucksei, dessen leiblicher Vater Martin Walser ist, nicht so viele “Spiegel”-Anteile vererbt, müsste er seine Skurrilitäten im Selbstverlag veröffentlichen — oder in seinem wöchentlichen Pamphlet “Freitag”, dessen Leser er allesamt per Handschlag und Küsschen begrüßen kann: Kostet ihn nicht mehr als fünf Minuten.

  3. Mona Rieboldt

    @gms
    “Europa wieder zu Gewicht auf der Weltbühne…”
    Vor wenigen Jahren schrieben sie noch, die EU würde USA überholen und wichtiger werden. Nicht mal in die Nähe ihrer großen Worte kamen sie. Und inzwischen ist der Niedergang der EU zu besichtigen, vor allem wirtschaftlich.

    Übrigens das Öl-Kännchen-Verbot wurde wieder aufgehoben. Es hätte zu viel Widerstand in den Nord-Ländern gegeben.

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