Euro-Ende im Jahr 2017?

“……Der Ökonom Heiner Flassbeck gibt dem Euro nur noch Zeit bis zur französischen Präsidentschaftswahl. Der Grund: In Deutschland sind die Löhne zu niedrig, ein Export des deutschen Kurses würde Frankreich und Italien in den Abgrund führen. 20 Prozent Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone würden das Ende der Gemeinschaftswährung bedeuten…” (hier)

7 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Bei manchen “Ökonomen” müsste man eine Legende anfügen über politische Herkunft oder Absicht.
    Bei Herrn Flassbeck ist es aber bekannt. Kein Seminarteilnehmer an einer hochrangigen Uni würde mit solchen Geschwafel durchkommen. Vermutungen werden zu Hypothesen und daraus wird dann die “Realität” abgeleitet!
    PS: ist noch ein Schreibtisch bei der Zeitung “Österreich” frei?

  2. Gerald Hütter

    Schöne Theorie, kann aber nur funktionieren in Zusammenspiel mit der gerade anhaltenden Abwertung des Euro, da ansonsten die Wettbewerbsfähigkeit der sogenannten starken Länder nach Aussen(Ausser EU!!) nicht mehr gegeben ist.
    Im Umkehrschluss heisst dies aber, dass Europa nicht gesundet durch Anstrengungen der kranken Länder, sondern durch relativ zu den USA, China, etc. weniger Krankwerden der Gesunden.
    Absurde Thesen, die in Merkels Euroretterkonzept passen.
    Last die Schwachen und begrenzt Willigen einfach pleite gehen, das ist natürlich, alles andere nur Hirngespinste, wo übermäßiges Risiko und verantwortungsloses Handeln belohnt werden.

  3. Christian Peter

    ‘Dank der verfehlten Politik können wir jetzt auf die Scherben Europas schauen’

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Hoffnung besteht erst 2017, sollte Marine Le Pen die nächste Präsidentin Frankreichs werden und den Scherbenhaufen Europa aufräumen wird.

  4. H.Trickler

    Flassbeck überzeugt mich ganz und gar nicht. Nach dem Grexit wird es bestimmt noch zu grossen Umwälzungen in der Eurolandschaft kommen, sei es ein Austritt der finanzschwachen oder starken Länder oder Doppelwährungen.

    Der Wunsch vieler, dass die verhasste Währung insgesamt untergehe, wird sich gemäss meiner Kristallkugel im überblickbaren Zeithorizont nicht erfüllen. Bei allen Nachteilen hat sie eben doch auch bestimmte Vorteile, die man nicht kleinreden kann.

  5. Rennziege

    Heiner Flassbeck irrt in der fundamentalen These seines Vortrags: Würden die Lohnstückkosten der deutschen Wirtschaft steigen, sagt er, wären die verarmten EU-Staaten wieder konkurrenzfähig und könnten sich durch wachsende Exporte sanieren. Mit diesem Satz ignoriert er die Realität, denn …

    (a) Deutschland (und einst auch Österreich) hatten technologisch und innovativ stets die Nase vorn, die besten Unis, Ingenieure und Facharbeiter der Welt. Plus ein annähernd konfliktloses Einvernehmen zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern. Gewerkschaften führen ein museales Dasein und leiden an Mitgliederschwund.
    (b) Die verarmten Länder, auch bei nivellierten Lohnstückkosten, haben auf dem Weltmarkt wenig anzubieten, was den Deutschen Paroli bieten könnte, selbst wenn sie teurer verkaufen müssten. Deutsche Maschinen, Industrieroboter, Medizintechnik, Automobile, Waffen etc.genießen einen fest verankerten Ruf der Qualität, der so manchem Preiskampf locker widersteht.
    (c) Ehemals erfolgreiche Exportartikel der EU-Südstaaten (am Beispiel der Auitomobilindustrie Frankreichs und Italiens) werden heute staatlich oder mit ausländischem Riskokapital beatmet. Einen nennenswerten Maschinenbau gab es dort nie. Der Airbus, an dem sie beteiligt sind, erzielt maximal Pseudogewinne, da die kontinuierlichen Subventionen EU-typisch, also schönmalerisch, verschwiegen werden.
    (d) Mit den Erlösen aus Tourismus, Obst, Gemüse, Wein, Champagner und Cognac allein ist kein Land der Welt ein erfolgreicher Exporteur. (Auch Deutschland nicht, obwohl Haribo-Gummibärchen den Globus lückenlos beherrschen.) Erschwerend kommt eine grandiose Überblähung der Bürokratie dazu, die Unternehmergeist, Produktivität und Fleiß im Keim erstickt. So wie bei uns dahaam, wo Wählerstimmen mit schuldenbezahlten “Zuckerln” und “sozial gerechte” Erdrosselung der Wirtschaft ergaunert werden.

    In einem Punkt könnte Flassbeck rechthaben: dass Marine le Pen anno 2017 Frankreichs Chefin wird. Und spätestens dann wird sich die Währungsunion erledigt haben, sofern nicht schon im laufenden Jahr.
    Doch der Meister übersieht, dass der von den EU-Jongleuren fahrlässig unterschätzte W.W. Putin alldieweil neue Allianzen pflegt, die zusehends auch EU-Staaten erfassen. Hinter den Kulissen der Ukraine-Nebelbombe natürlich, hinter denen gut munkeln ist. Putin weiß freilich, dass seine Gegner keine Geopolitiker sind, sondern hysterische Amateure, die in kreischender Kakophonie auf jeden Reißnagel reagieren, der ihnen unter die lebenslang beamteten und privilegierten Allerwertesten gelegt wird.

    Die EU nur von innen zu sehen, mit den üblichen Scheuklappen, ist unter Flassbecks Niveau. Vielleicht tu’ ich ihm diesbezüglich unrecht; denn das Video der “Deutschen Wirtschaftsnachrichten” ist nur ein Ausschnitt.

  6. Christian Peter

    ‘Euro – Ende 2017 ?’

    Erst wenn die schwarzen, roten, grünen und gelben Internationalisten endlich abgewählt wurden, wird Europa wieder eine Zukunft haben.

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