Euro Islam, aber wie?

Von | 11. März 2016

(ANDREAS TÖGEL) Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan sprach im Club Unabhängiger Liberaler zum Thema Euroislam. Der türkischstämmige Theologe ist am Institut für Islamische Studien der Universität Wien für die Ausbildung muslimischer Religionspädagogen zuständig. Er sieht sich als Vorkämpfer eines aufgeklärten, demokratiekompatiblen „Euroislam“ und steht in vielen Fragen im Gegensatz zu den Positionen der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), der offiziellen Vertretung der Muslime im Lande. Aufgefallen ist er zuletzt durch seine im Auftrag von Integrationsminister Sebastian Kurz erstellte, kritische Untersuchung islamischer Kindergärten in Wien.

Aslan verweist zu Beginn seiner Ausführungen auf den syrisch-deutschen Politikwissenschaftler Bassam Tibi, der als einer der ersten den Begriff „Euro-Islam“ prägte. Dessen Bemühungen um die Ausbildung eines mit der europäischen „Leitkultur“ vereinbaren Islam blieben leider erfolglos. Die Vertreter eines traditionellen Islambildes hatten seine Thesen abgelehnt und von der Politik wurde der Mann im Stich gelassen.

Aslan sieht seine Aufgabe im Kampf gegen Vorurteile der nach Europa eingewanderten Muslime gegen die „westliche Kultur“. Diese Vorurteile basierten zum Teil auf Unwissenheit, die überwunden werden müsse. Dazu sei es erforderlich, auch eigene (muslimische) Positionen kritisch zu hinterfragen. Das allerdings sei nur im „freien Westen“ möglich und wäre in muslimischen Gesellschaften gegenwärtig undenkbar.

Aslans Position erweist sich als zutiefst humanistisch, wenn er die Forderung erhebt, die Religion nicht von Gott her, sondern aus dem Menschen heraus zu verstehen. Dann nämlich würde auch das Lebensumfeld in die Deutung einfließen und eine Prägung des Islam im europäischen Kontext zulassen.

Die Trennung von Islam und Scharia wird damit zur unabdingbaren Notwendigkeit. Denn Gesetze stehen nicht im Koran, sind also keineswegs göttliche Gebote, sondern sind eindeutig Menschenwerk und stehen daher nicht unverrückbar fest.

Die Ausbildung der „Pluralitätsfähigkeit“ der Muslime sei ebenso erforderlich. In Europa müssten Muslime mit der Tatsache umgehen lernen, eine religiöse Gemeinschaft neben anderen zu bilden und keinen Absolutheitsanspruch erheben zu können (wie in Afghanistan, der Türkei oder Syrien). Diese Forderung könne übrigens aus dem Koran herausgelesen werden – wie allerdings auch die Apologie für sämtliche Untaten und blutigen Verbrechen, die von Vertretern des IS begangen werden.

Derart offene Worte sind aus dem Mund von Muslimen – falls überhaupt – sehr selten zu hören. Meist wird ja kolportiert, der IS (oder andere muslimische Mordbrenner) missbrauche oder fehlinterpretiere den Koran, um eine zerstörerische Politik zu rechtfertigen. Mit dem Islam hätten derlei Dinge nicht das Geringste zu tun…

Die Frauenfeindlichkeit des Islam sei eine Tatsache, der nur die im Westen lebenden Muslime (besonders die gebildeten Frauen unter ihnen) mit Aussicht auf Erfolg entgegentreten könnten. In der islamischen Welt wäre das unmöglich. Dort erlebte pluralistisches Denken vielmehr eben einen Rückschlag. Beispiel: die Zahl der islamisch-theologischen Fakultäten in der Türkei ist seit 2004 von 27 auf 157 gewachsen. Hier wird eine absolut „konservative“ Version des Islam gepflegt, die in der westlichen Welt ein klares Feindbild sehe. „Die Türkei entwickelt sich derzeit in Richtung Saddam Hussein.“

Auch in Westen würden leider Stereotype gepflegt. Wird etwa eine Muslima zur Teilnahme an einer TV-Debatte eingeladen, so muss es unbedingt eine Kopftuchträgerin sein. Muslimische Frauen, die auf dieses Accessoire verzichten, würden zu weit vom hier gepflegten Bild abweichen und wären daher für mediale Zwecke unbrauchbar.

Aslan kämpft dafür, den Widerspruch zwischen Islam und Demokratie aufzulösen. Voraussetzung dafür sei, dass der/die einzelne Gläubige frei wählen und entscheiden dürfe – und sich gegebenenfalls auch gegen Gott und dessen Gebote stellen dürfe (!).

Der Umgang mit Homosexuellen sei deshalb problematisch, weil deren Tötung durch den Koran gedeckt sei. Kapitale Verbrechen an ihnen könnten folglich (wie auch andere, etwa solche an „Ungläubigen“) mit völlig reinem Gewissen verübt werden, weil sie theologisiert und „im Namen Gottes begangen werden“.

Um die Sache eines „aufgeklärten Islam“ in Europa stehe es unter anderem deshalb nicht gut, weil große Geldsummen aus konservativen Golfstaaten wie Saudi-Arabien oder aus der Türkei direkt an moslemische Religionsverbände oder Moscheevereine in Europa fließen würden, womit die Pflege traditioneller auf Feindbilder fixierter Ideen gefördert werde. In diesem Umfeld sei man (vorerst) sehr daran interessiert, den Islam am Rande der Gesellschaften zu halten, sich allen Integrationstendenzen zu widersetzen und stattdessen Parallelgesellschaften zu etablieren und zu zementieren.

Die Rolle der Muslime, die in Europa als Minderheit in „feindlichen“ Mehrheitsgesellschaften leben, sei neu und ungewohnt für sie. So definierten viele von ihnen sich durch eine Abwertung der Mitglieder dieser westlichen Mehrheitsgesellschaften – als Ungläubige, Huren, Schweinefleischfresser, Alkoholsäufer, etc.

In der anschließenden Diskussion wurde – mehr noch als im Vortrag – deutlich, dass die Ausbildung des von Aslan vertretenen Ideals einer „westkompatiblen“, aufgeklärten Version des Islam, wohl nicht zu Lebzeiten der Anwesenden erfolgen wird. Insbesondere der gegenwärtig erfolgende, millionenfache Zuzug von Menschen aus einem dem Westen (durchaus nicht ganz unbegründet) zutiefst feindselig gegenüberstehenden Kulturkreis, lässt nichts Gutes erwarten.

Aslan, so steht zu fürchten, wird – wie vor ihm schon Bassam Tibi – ein einsamer Rufer in der Wüste bleiben und gegen die übermächtige Phalanx der religiösen Traditionalisten seiner Glaubensrichtung kaum etwas ausrichten können. Dies umso weniger, als die heimische Politnomenklatura sich durch exemplarische Konfliktscheu und Feigheit auszeichnet, die sich etwa darin manifestiert, dass sie ausschließlich mit den (teilweise konservativen, teils explizit rechtsradikalen) Mehrheitsverbänden der hier ansässigen Muslime kooperiert und den wenigen Liberalen wie Aslan damit kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten lässt.

Religiöse Auseinandersetzungen werden in der islamischen Welt bekanntlich mit deutlich härteren Bandagen geführt als innerhalb der christlichen Kirchen. Nicht wenige kritische Geister, die traditionelle muslimische Glaubensinhalte hinterfragten, wurden von geistlichen Autoritäten bereits der Apostasie beschuldigt und brutal verfolgt.

Professor Aslan gebührt daher die größte Hochachtung dafür, dass er es auf sich nimmt, mit seinem mutigen Eintreten für einen modernen Islam sein Leben keineswegs einfacher (und gefahrloser) zu machen. Gäbe es mehr couragierte Korankundige seines Zuschnitts, müsste man sich als in der Alten Welt lebender „Ungläubiger“, wesentlich weniger Sorgen im Hinblick auf den Zusammenstoß der Kulturen machen.

44 Gedanken zu „Euro Islam, aber wie?

  1. Thomas Holzer

    “Aslan, so steht zu fürchten, wird – wie vor ihm schon Bassam Tibi – ein einsamer Rufer in der Wüste bleiben”

    So ist es, leider!
    Ich befürchte eher, auch wegen des massiven Zuzugs, daß die Muslime in Europa noch reaktionärer werden als sie schon sind

  2. Fragolin

    Mein Reden seit Langem: die Vorzeige-“Euro”-Muslime sind ein versprengtes Häuflein unter Permanentbedrohung der Masse ihrer Glaubensgenossen, für die sie vom Glauben Abbgefallene und damit islamrechtlich Todgeweihte darstellen. Die große Masse der Muslime ist eben nicht modern, moderat, liberal eingestellt und wird im Zweifelsfall grundsätzlich positiv dem radikalmuslimischen Terror gegen den verderbten Westen eingestellt.
    Man versucht uns mit Einzelfällen eine Normalität vorzugaukeln, die in der Masse so nicht existiert.

  3. Fragolin

    Der Text ist übrigens ein Meisterwerk des Konjunktivismus.
    “Müsste…wäre…könnte…würde…” – das beschreibt den “liberalen Islam” am Besten. Er existiert nicht, auch wenn er es “könnte”.

  4. Lisa

    Schon eigenartig, dass die junge Generation so aufdringlich ihren Glauben, bzw. ihre Zugehörigkeit, demonstriert! Die ersten Moslems in Europa waren ziemlich unauffällig, wohl das, was Erdogan als “assimiliert” betrachtet und was er der jetzigen muslimichen Bevölkerung auszureden versucht. Dabei ist Assimilation die einzige Möglichkeit, nicht ausgegrenzt zu werden. Wenn die Anzahl der Ausgegrenzten aber ein gewisses Mass übersteigt, werden sie selbst zu einer Gruppe, die ausgrenzt. Es ist nicht nur die Anzahl, die den Ausschlag gibt, sondern auch die Militanz des Auftretens. HareKrischna-Jünger fallen auch auf, aber sie sind eine Minderheit und stören den “öffentlichen Frieden” nicht. (Dies als Argument von Bismarck, als er sich gegen eifernde Katholiken äusserte und Hunderte katholischer Prieste insGefängnis steckte. Staat geht vor Religion.)

  5. Reini

    … wer bitte braucht in Österreich islamische Kindergärten !! … das widerspricht jeder Integration!!! … es wird immer die Integration von den Flüchtlingen erwartet, … aber wie soll das geschehen wenn es nicht einmal in 3. Generation in Österreich lebende Muslime es geschafft haben!!
    … wenn beide “Parteien” mit irrationalen Ansichten in einer Scheinwelt leben und an ein Märchenbuch im Jahr 2016 glauben, wird sich nix ändern,…

  6. Gerald Steinbach

    Irgendwer in einen zurückliegenden Diskussion hat geschrieben:
    Die Moslems kommen in das von ihnen gewünschte herbeigesehnte land und dann lehnen sie dessen Kultur, Lebensweise frauenrechte usw. radikal ab
    Der nächste emphatie Schritt waere dann statt Teddybären euroscheine, allerdings wäre dies nur ein temporärer effekt

  7. Selbstdenker

    @Lisa:
    “Die ersten Moslems in Europa waren ziemlich unauffällig […]”

    Stimmt. Der Zug für einen moderaten Islam ist meiner Meinung nach spätestens seit den frühen 1990iger Jahren für sehr lange Zeit abgefahren. Die zentralen Stellgrößen wurden bereits damals gesetzt:
    a) Anzahl / demographischer Trend
    b) Organisationsgrad / Segregation
    c) ideologische Radikalität / Polarisierung

    “In der anschließenden Diskussion wurde […] deutlich, dass die Ausbildung des von Aslan vertretenen Ideals einer „westkompatiblen“, aufgeklärten Version des Islam, wohl nicht zu Lebzeiten der Anwesenden erfolgen wird.”

    Hier hat sich die staatlich alimentierte Klasse (Politiker, Sozialarbeiter, Künstler, Medienleute, etc.) in Europa – insbesondere in Deutschland – völlig übernommen. Man glaubt allen ernstes, das man glaubensfeste Moslems ähnlich mit Social Engineering verbiegen kann wie relativistische Europäer.

    Was für ein fataler Irrtum!

    Wenn man die Muslime auf absehbare Zeit nicht integrieren kann, muss man die Zuwanderung aus diesen Ländern stoppen. Andernfalls rast der Kontinent auf ein Szenario zu, das man in Jugoslawien im “Kleinformat” beobachten konnte.

  8. Reini

    @Lisa…. „Die ersten Moslems in Europa waren ziemlich unauffällig”
    … richtig sie wurden auch bestens und schnellstmöglich integriert,… sie bekamen Arbeit, mussten die Sprache lernen, wurden Getauft, bekamen einheimische Namen, usw… und das waren die Gefangen der 1. und 2. Türkenbelagerung!!!

  9. Fragolin

    @Lisa
    So eigenartig ist das gar nicht. Die vorige Generation kam zwecks Arbeit und Verdienst nach Deutschland, sie haben sich weder integriert noch assimiliert (das sieht man an den von ihnen erzogenen Sprösslingen und deren Verhalten) sondern einfach still verhalten, weil sie 1.) nicht nur in der Minderzahl waren sondern auch in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Ungläubigen standen und 2.) von ihrem Glauben explizit zum Lügen und Verleugnen aufgefordert werden, wenn sie in einer Gesellschaft Ungläubiger als Untergebene leben – ebenso wie zur streng religiösen Unterrichtung der Kinder, damit diese einst die Herrschaft der Ungläubigen zerstören. Das steht alles in deren Schriften, man kann es nachlesen, und aus der Einheit von Rechtsansprüchen und Nachgiebigkeit gegenüber frechen Forderungen und dreistem Benehmen erwächst in der nächsten Generation keinerlei Zwang zur devoten Verleugung mehr sondern es wuchern die Sprosse der gewaltsamen Islamischen Machtübernahme, die ebenfalls als nächste Stufe in ihren religiösen Anleitungen gefordert wird.
    Es steht ja alles geschrieben, es wird von der muslimischen Familie über den Islam-Kindergarten bis zur Koran-Schule genau das eingetrichtert, ganz offen und ehrlich, nur unsere Beschwichtiger und Realitätsmodifikatoren vernebeln und verleugnen dies, obwohl es uns doch ganz offen vorgelebt wird und auch im Internet veröffentlicht. Es ist gar nicht verwunderlich, ganz im Gegenteil, es wäre ein mittleres Wunder wenn sich aus einer aggressiven und als Religion getarnten Eroberungs-Ideologie plötzlich ein kuscheliges Nest des Friedens entwickeln würde.

  10. Fragolin

    @Lisa
    Nachtrag: Und nicht nur geschrieben, auch gesprochen. Ich empfehle einen Blick in die reden erdogans, die sieser frech und unverblümt auf deutschem Boden gehalten hat, als ihm der deutsche Staat verbotenerweise türkischen Wahlkampf auf deutschem Boden ermöglichte. Es türkt, täuscht und tarnt nicht einmal, nein, er redet ganz offen, wie er sich die Islamisierung Europas vorstellt und welche Rolle er der türkischen “Herrenrasse” dabei zuspricht. Warum wir so blind und taub sind, ich weiß es nicht. Wohl zu faul, sich abseits der Bild- und Krone-Schlagzeilen um Information zu kümmern…

  11. Weninger

    Liegt auch daran, dass sowohl türkische als auch balkanesische Muslime aus damals doch sehr stark säkularisierten Systemen (Atatürk bzw Tito) kamen, die die Religion in bemerkenswert hohen Maße zurückgedrängt hatten, was sich leider erst mit der Wende und dem ersten Irkakrieg bzw Balkankrieg wieder ins Gegenteil verkehrt hat.

    @Fragolin — Ganz so würde ich das nicht sehen, die in den 70er Jahren zB gekommenen Perser sind dezidiert großteils nicht sehr religiös, weder verdeckt noch offen. Dasselbe gilt für Türken ausurbaneren Milieus. So zu tun, als ob alle nominellen Muslims nur scharf auf den Djihad sind, ist ein Blödsinn, sorry. Gewalttätigkeit und Machotum, das wir damit importieren, gedeiht nicht nur auf dem Boden der Religion.

  12. cmh

    Der Euro-islam ist ein hölzernes Eisen. Wer glaubt den zu finden, glaubt auch an das perpetuum mobile.

    Moselms sind schließlich strukturell nicht integrierbar. Meinten sie es ehrlich, würden sie zum Christentum konvertieren. Schalmeien sie, wie hier in der ersten Generation, dann rasten sie in der zweiten, oder spätestens in der dritten aus.

    Das ist aber seit jeher bekannt. Nur wer das nicht gecheckt hat, das sind die aufgekärten Humanisten, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und könnten daher auf sämtliche Generationen ihrer Vorfahren scheißen. Nur leider verdanken sie denen alles und mehr als Sch…e haben sie bis jetzt noch nicht zusammengebracht. Trotz all dem caritativen Getue, denn das ist genauso gestohlen, nämlich vom Christentum, wie der ganze Koran der Museln.

  13. Thomas F.

    Und was kommt als nächstes? Euro Voodoo?
    Und von uns wird erwartet auch diesen Schwachsinn ernst zu nehmen, weil es jemand seine Religion nennt?

  14. Lisa

    Ich dachte immer, politische Betätigung von Ausländern sei untersagt? oder ist das nur in der CH so? Warum können einmal eingeführte Gesetze nicht auch schnell wieder geändert werden, wenn das erforderlich sit? Als die Klosterneugründungen und die Jesuiten verboten wurden, war das ein Gesetz. Und wurde a auch wieder geändert. Warum wird unter dem Deckmalntel “Religionsfreiheit” dieses aufdringliche und teilweise militant-aggressive Auftreten der Moslems im Westen toleriert? Gegen Neonazis und Pegida u.ä. hat man ja offenbar auch Mittel. Es ist nicht der Schleier/das Kopftuch einzelnder Frauen, sondern einfach ihr massenhaftes Auftreten in urbanen Gebieten (und in die Städte wollen sie ja alle), sodass man sie nicht übersehen kann. Auch eine Nonne oder ein orthodoxer Jude ist äusserlich erkennbar – aber erstens sind deren nicht so viele und zweitens zeigen sie nicht so offen-arrogant, dass ihre Werte die besseren sind. Der Islam ist keine Religion im Sinne eines Lebenssins,der Zwiesprache mit Gott, einem “HöherenWesen”, einem Schöpfer oder wie immer das genannt werden soll, sondern eine im Diesseits agierende und sich in die Politik einmischende Ideologie.
    Die nciht integrierten/assimilierten Jugendlichen wurden meist erst spät hier sozialisiert, sondern verbrachten die ersten Lebensjahre in ihrem Kulturkreis. Darum finde ich es höchst bedenklich, überhaupt islamische Kitas und Kindergärten zu erlauben (der einzige Versuch in der CH wurde verboten). Sehr schön kann man den Unterschied feststellen zwischen den früh in Kinderkrippen versorgten italienischen Einwanderern der ersten Generation, die sich kaum von Schweizern unterschieden und der zweiten und dritten, nur mässig integrierten, die via TV, Telefon, Reisen den Kontakt zur Heimat aufrechterhielten und oft ihre Kinder bei Verwandten erziehen liessen. Was sicher schwer oder fast ummöglich zu integrieren ist, sind Jugendliche, die nirgends wirklich gewollt werden, sich von der Familie abnabeln, aber nirgends aufgenommen werden, bzw. nur aufgenommen werden, wenn sie sich den neuen Regeln beugen. und das wollen sie ja nciht, wo sie doch eben gerade den Familienregeln entkommen sind. Für sie ist Flucht auch ein Abenteuer: ob skinheads , gangsta oder eben eine Flüchtlingsjungmännergruppe – das ist Biologie und Soziologie. Damit müsste sich auch eine Physikerin mal beschäftigen…

  15. Lisa

    Nachtrag: natürlich wurden die Kinder der Einwanderer in den Krippen versorgt, nicht die Einwanderer!! – und statt “sondern” sollte es “und” heissen… Tut mir Leid!

  16. Fragolin

    @Lisa
    Politische Betätigung von Ausländern ist auch untersagt. Schert den Sultan aber genauso einen Dreck wie seine Anhänger in Germanien das dort geltende Recht – und das unter aktiver Unterstützung durch die Regierigen. Das Ignorieren geltenden Rechts durch die Obertanen und ihre Liebkinder sowie das achselzuckende Schweigen der Untertanen dazu haben in Deutschland eine lange unselige Tradition. Es muss für einen Schweizer absolut pittoresk klingen, wenn deutsche Glatzen skandieren, sie wären “stolz, Doitsche zu sein”, denn ein stolzes Volk würde nicht immer und immer wieder kriechend in die Schleimspur despotischer Machthaber gleiten.
    Und zum Thema Mittel gegen Pegida und Neonazis: ja, die hat man. Ebenso gegen die AfD, denn diese ist laut dem dicken Sigmar erst heute wieder vor laufender Kamera “demokratiefeindlich” – und wissen Sie auch warum, werte Lisa aus der Schweiz? Weil die AfD in ihrem (laut ebenjenem Sigmar und seinen Plappertüten nicht vorhandenen) Parteiprogramm eine Schwächung der Parteinetzwerke und mehr direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild fordert. Nur damit Sie mal wissen, mit wem Sie es zu tun haben und wie man in führenden Kreisen des deutschen Regimes über die schweizer Demokratie denkt. Denen droht man höchstens mit der Kavallerie oder bezeichnet sie um die Ecke als Demokratiefeinde und Rechtsradikale.

  17. Lisa

    @Fragolin. Ich bin zwar für direkte Demokratie – wenns sein muss sogar für die absolut nicht geheime Landsgemeinde! – aber sie lässt sich in einem so grossen Land wie D nicht durchsetzen. D würde unregierbar. Was mich mir vorstelen könnte, wäre eine Regionalisierung, aber das wollen gerade jene . die stolz sind, Dojtsche zu sein, nicht. Denn man fühlt sich grösser und stolzer als “Einer von 80 Millionen” und nicht als Sachse (schäm) oder Schwabe (kann nicht Hochdeutsch) oder Hanseat (schon fast Brite) und all die andern bunten und so liebenswürdigen deutschen Länder, die unter einer Nationalflagge ziemlich gleichgeschaltet werden. Direkte Demokratie ist nur kleinräumig möglich, bevölkerungsreiche Länder müssen sich mit demokratienaher Republik und Nation zufriedengeben…

  18. Marcel Elsener

    @Lisa
    ‘@Fragolin. Ich bin zwar für direkte Demokratie – wenns sein muss sogar für die absolut nicht geheime Landsgemeinde! – aber sie lässt sich in einem so grossen Land wie D nicht durchsetzen. D würde unregierbar.’

    Die Frage ist nicht, ob direkte Demokratie ja oder nein, sondern wieviel direkte Demokratie. Es ist ja nicht so, dass in der Schweiz jedes Gesetz vom Souverän verabschiedet würde. Die Schweiz ist eine Mischung aus parlamentarischer und direkter Demokratie, wobei erstere deutlich überwiegt. Üblicherweise gibt es pro Jahr 4, ausnahmsweise auch 5 Abstimmungstermine. Abstimmungen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene werden gleichzeitig abgehalten; sofern Wahlen (Bund, Kantone, Gemeinden) anstehen, werden auch diese meist mit den Abstimmungsterminen zusammengelegt. Das könnte selbstverständlich auch Deutschland verkraften, ohne deswegen unregierbar zu werden. Deutschland muss sich als Staat vergleichbaren Herausforderungen stellen wie die Schweiz, das hängt grundsätzlich nicht von der Bevölkerungszahl ab.

    Wer allerdings den umfassenden Staat will, der sich überall einmischen soll, der kommt mit der direkten Demokratie tatsächlich nicht weit. Vielleicht glauben Sie deshalb, dass Deutschland (oder auch Österreich) unregierbar würden?

    Insofern erachte ich die direkte Demokratie tatsächlich nicht als das Ei des Kolumbus. Weit wichtiger ist die Freiheit des Individuums – gerade auch gegenüber der staatlichen Obrigkeit. Immerhin kann man einen hohen individuellen Freiheitsgrad auch als eine Art direkte Demokratie sehen, denn ich bestimme dann gewissermassen direktdemokratisch mit exakt einer (nämlich meiner) Stimme mein eigenes Leben.

    Darüber hinaus sind auch Föderalismus und Subsidiaritätsprinzip eine Möglichkeit den umfassenden Machtstaat einzuhegen. In der politischen Praxis wahrscheinlich sogar erfolgreicher als die direkte Demokratie. Hier hat die Schweiz gegenüber Deutschland und Österreich – noch – deutliche Vorteile. Sowohl Föderalismus als auch Subsidiaritätsprinzip sind in der Schweiz wesentlich stärker ausgeprägt, werden aber leider auch immer mehr untergraben.

    Insbesondere das Subsidiaritätsprinzip gerät im umverteilenden Sozialstaat sehr schnell unter die Räder. Typisches Beispiel ist die Familienautonomie, die immer stärker durch staatliche Einmischung ausgehebelt wird. In voraufklärerischen Zeiten blieb die Familienautonomie während Jahrtausenden weitgehend erhalten; auch im 19. Jhd. blieb nach Einführung des (zumeist liberalen) bürgerlichen Zivilgesetzbuches die Familienautonomie in der politischen Praxis zunächst noch weitgehend intakt. Seit dem letzten Krieg und verstärkt seit den 70er Jahren wurde durch eine ausufernde Sozialgesetzgebung die Familie ihrer Aufgaben zunehmend beraubt; auch das familiäre Kerngeschäft der Kindererziehung wird immer stärker an staatliche oder staatlich beherrschte Organisationen (Schule, Kindergärten, Kinderhorte und -tagesstätten) delegiert. Übrig bleibt eine nur noch von romantischen Gefühlen der Eltern zusammengehaltene Familienhülle, die keine sozialen Zwecke mehr erfüllt und folgerichtig auch jederzeit aufgekündigt werden kann und wird. Unter diesem Aspekt ist übrigens auch die politische Förderung der sogenannten Homo-Ehe zu sehen, die ja auch nur eine Fassade ist, aber den Hauptzweck der Ehe aus biologischen Gründen gar nicht erfüllen kann: nämlich die Zeugung und nachfolgende Versorgung/Erziehung der eigenen Kinder. Der Staat ist somit für die flächendeckende Zertrümmerung der Familien in erheblichem Umfang mitverantwortlich und betreibt sie auch weiter.

  19. Mona Rieboldt

    Du meine Güte Lisa! Offensichtlich haben Sie was gegen junge Männer, wobei Sie ständig schreiben, das wäre Biologie. Ihre Wiederholungen über junge Männer, werden aber nicht richtiger. “Flüchtlingsjungmännergruppe”, das gibt es nicht übergreifend, sondern die Orientalen sind in Clans aufgewachsen und auch nur da tun sie sich zusammen. Ansonsten gäbe es wohl keine Kämpfe zwischen Tschetschenen und Afghanen wie in Österreich oder in “Flüchtlings”-Heimen um die Vorherrschaft eines Clans.

    Und was Deutsche angeht, haben sie gar keine Ahnung. Die fühlen sich nämlich mehrheitlich als Schwaben, Sachsen, Badener etc. Weder schämen sich Sachsen für eine Minderheit dort, noch haben Schwaben irgendwas gegen den eigenen Dialekt, Bayern sehen sich als Bayern. Erst danach sind sie alle Deutsche als Oberbegriff.

    Und schämen sich Schweizer, weil sie Schweizer sind? Und warum negieren Sie es dann, wenn einer stolz ist, Deutscher zu sein? Wenn Sie etwas gegen Deutschland und vor allem Deutsche haben, ist das Ihre Privatsache, aber hören Sie auf in irgendeiner Form hier gegen Deutsche zu hetzen.

  20. waldsee

    herr aslan ua.”islamherbeierklärer” verdienen eine menge geld mit ihren dastellungen.
    ich halte das nur für eine spielart der taqiya.

  21. astuga

    Ednan Aslan ist als Person ohne Frage eine positive Ausnahme.
    Nicht bloß weil er moderat und offen auftritt, sondern weil er, im Ggs zu anderen sog. modernen Muslimen (etwa Khorchide), eingesteht, dass der Islam selbst bereits grundsätzliche Probleme beinhaltet.
    Und dass es sich eben nicht bloß um Interpretationsfehler der Muslime handelt.

    Dennoch 2 Kritikpunkte.
    Bassam Tibi hat den von ihm geschaffenen Begriff “Euroislam” in einem konkreten Kontext benützt.
    Verkürztes Zitat: “Der Islam wird europäisch werden, oder Europa islamisch.”
    Das klingt natürlich gleich anders.

    Der zweite Punkt.
    Wie soll sich denn ein europäischer Islam herausbilden, wenn permanent neue Muslime nach Europa strömen, die dann oft genug laufend Ehepartner nachholen.
    So haben wir es in Wahrheit in Permanenz mit einer 1. und 2. Generation an Migranten zu tun, für Integration oder gar Assimilierung, Verwestlichung bleibt gar keine Zeit.
    Dazu noch der Einfluss moderner Medien und Internet auf die Muslime in Europa direkt aus den Hochburgen des isl. Fundamentalismus (zB al-Manara TV der Hisbollah über Satellit).

    Und selbst im positivsten Szenario – für eine Generation rechnet man etwa dreißig Jahre.
    Dh. würde man heute tolerante und moderne muslimische Kinder und Jugendliche sehen, dann wären das in 30 Jahren erwachsene Anhänger eines Euro-Islam die das wiederum ihren Kindern vermitteln.

    Tatsächlich sieht man aber das Gegenteil, auch bei jenen die bereits hier geboren wurden.
    Glaubt also wirklich jemand, dass Europa noch 30 – 60 Jahre Zeit hätte um das zufriedenstellend zu lösen?
    Der Euro Islam bleibt also aus mehreren Gründen das idealistische Projekt einer überschaubaren Elite.

  22. astuga

    Man darf auch nicht vergessen, der Islam ist vom Selbstverständnis her bereits eine radikale Reformbewegung.
    Nämlich eine des Monotheismus, also von Juden- und Christentum.
    Die isl. Lehre stellt dabei einen totalen Wahrheits- und Absolutheitsanspruch.

    Wer hätte jemals in der Weltgeschichte erfolgreich eine totalitäre Reformbewegung reformiert?
    Ist doch logisch, dass das als Glaubensabfall betrachtet wird, denn genau das ist es letztlich.

  23. Thomas Holzer

    “unsere” Politikerdarsteller bringen weder eine Pensions-, Gesundheits- noch irgendeine andere Reform zusammen, sind nicht in der Lage, Flughäfen, Krankenhäuser, Konzerthäuser rechtzeitig fertigstellen zu lassen, träumen aber von millionenfacher, natürlich erfolgreicher, Umerziehung, Implementierung eines “Euro-Islam” und der “Rettung des Klima”

    Sind die wirklich so naiv, oder leiden die alle an krankhafter Hybris und Megalomanie, oder alles zusammen?!

  24. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Ja *lach* beim Berliner Flughafen haben Sie nicht mal gemerkt, erst spät, dass es kein Architekt war, sondern ein technischer Zeichner.

    Die ganze Sache mit Integration und Erziehung zu westlichem Verhalten wie auch Achtung von Minderheiten wie Homosexuellen, wird bei dieser Menge von Moslems nicht stattfinden. Es wird gar nicht möglich sein. Es ist auch nicht gelungen bei denen, die schon 40 Jahre hier sind, teilweise nur geringe Deutschkenntnisse haben. Das ganze Gerede von Euro-Islam gibt es auch schon seit Jahrzehnten. Es dient einzig und allein die eigenen Bürger zu beruhigen, ihnen Hoffnung zu geben, es könnte so sein.

  25. gms

    waldsee,

    “herr aslan ua.“islamherbeierklärer“ verdienen eine menge geld mit ihren dastellungen.”

    Das kann sein.

    “ich halte das nur für eine spielart der taqiya.”

    Ich selbst folgte Aslans Ausführungen mit eben diesem Gedanken im Hinterkopf und hernach im Gespräch in kleiner Runde, bloß konnte sich dieser Verdacht nichtmal durch kleinste Indizien erhärten, weder inhaltlich noch körpersprachlich.
    Es sprach tatsächlich ein wahrer Humanist, der all die negativen Aspekte des Islams unverwunden und widerspruchsfrei auf den Punkt brachte und ebenso seine stringenten Vorstellungen, wie diesen Umtänden in unserer Gesellschaft begegnet werden könnten.

    Anwesend waren honorige und gebildete Leute aus bürgerlichen und liberalen Kreisen, der Tenor war einhellig: Sein Gesamtbild und die Herangehensweise sind stimmig, darüber aber, ob dies angesichts der schieren Menge der Zuwanderer eine entscheidende Abhilfe sein würde, herrschte Skepsis. Solange aber unsere lokale Politik maßgeblich mit konservativen und ansatzweisen radikalen Moslem-Verbänden kooperiert, solange operieren Moderate noch viel mehr auf verlorenem Posten.

    Aslan betonte auch und insbesondere die Frage des Repekts. Wenn wir unfähig oder unwillig sind, kompromisslos auf unsere eigenen Spielregeln zu bestehen und in einer Anything-Goes-Haltung verharren, solange sind wir in den Augen der Moslems nicht ernstzunehmen und somit beliebig unterbutterbar. Das ist insbesondere jenen ins Stammbuch geschrieben, die in bester gutmenschlicher Manier ihre eigene skurril verstimmte Toleranzorgel bespielen.

  26. Thomas Holzer

    @gms
    Da darf ich Ihnen ohne Einschränkung zustimmen, auch wenn Sie auf meine Zustimmung keinen Wert legen sollten.

  27. gms

    Thomas Holzer,

    “Da darf ich Ihnen ohne Einschränkung zustimmen”

    Danke!

    “auch wenn Sie auf meine Zustimmung keinen Wert legen sollten.”

    Keine Sorge, auch Edelfedern können manchmal patzen, mich als Gänsekiel natürlich eingeschlossen.

  28. Rennziege

    Allein das Wörtchen “Euro-Islam” ist ein Oxymoron par excellence. Ich bin versucht, das “Oxy” zu streichen, worauf nur das englische “moron” übrigbleibt. Womit keineswegs Herr Tögel gemeint ist, sondern die Erfinder dieser betrügerischen Wortschöpfung.

  29. mariuslupus

    Die politisch korrekten als überzeugte Islamversteher brauche ab und zu ein Feigenblatt dass verkündet, dass der Islam eine grosse Errungenschaft für Europa ist, und dass man gerade dabei ist den Islam in einen aufklärarisch-liberalen Jungbrunnen zu baden.
    Islamwissenschaften zu studieren ist wichtig. Hat Erdogan bei der Eröffnung der Ersten Katholischen Universität Konstantinopel, in Anwesenheit des Papstes, gesagt. ” Wenn die Ungläubigen Islam studieren, werden wir, Muslime, den Katholizismus studieren”.

  30. Astrid G.

    Hier womit man im Jahr 2012 an der Universitaet Wien einen Magistertitel erlangen konnte:
    http://othes.univie.ac.at/25897/1/2013-01-29_0203413.pdf
    (@Geheimrat hat oben schon ein Bild dazu gepostet, das hier ist der Link zur gesamten Arbeit)

    Abgesehen vom irren Inhalt hat der Verfasser auch niemand gefunden der des Deutschen maechtig gewesen waere und korrekturgelesen haette. Mir fehlen wirklich die Worte.

  31. Rennziege

    11. März 2016 – 19:05 Astrid G.
    I maan i traam! Da schreibt ja jeder Kärntner Holzknecht ein besseres Deutsch, auch wenn er Slowene oder ein Windischer ist. Kein Wunder, dass die Wiener Uni (traut vereint mit allen anderen österreichischen Hochschulen) in allen internationalen Rankings auf dem Allerwertesten landet.
    Überraschend und neu dabei: dass auch die Professoren neuerdings Legastheniker sind.

  32. gms

    Fragolin,

    “Irgendwie passend zum Thema: [das-islamische-problem-am-praktischen-beispiel/]

    Ja und nein, zumal ich diesen Fall gerade nicht exemplarisch sehe für das aktuelle Versagen. Der Autor schreibt: “Es ist dort – Staatsreligion Islam – also sogar strafbar, die Gesichtsverschleierung nicht abzunehmen. Kommt selten vor, aber wenn, dann setzen die das dort auch durch. Hier aber können sich sogar Richter nicht mehr durchsetzen.”

    Zwecks Identifizierung der Person muß auch in unseren Breiten noch jede Zeltträgerin relevante Körpermerkmale freilegen. Angespielt wurde aber in falscher Analogie auf das Vorgehen des Richters, nicht auf eine Entschleierung der Angeklagten während der Verhandlung zu bestehen.
    Statt dessen, und das ist eine korrekte Vorgangsweise, hat der Vorsitzende die Verhüllte wegen Mißachtung des Gerichts aus dem Saal entfernen lassen. Gegenteilige Fälle sind mir nicht bekannt.

    Mir ist deshalb an einer validen Argumentation gelegen, verfallen wir doch alternativ derselben Beliebigkeit wie jene Pippi Langstrümpfe, denen wir das Chaos verdanken. Eine nicht wasserdichte Gedankenkette macht uns angreifbar und verhindert zugleich Ambitionen, weitere Leute zu überzeugen.

  33. Fragolin

    @Rennziege
    Irgendwie müssen wir ja die heilige “Akademikerquote” erfüllen. Also nicht so streng, Werteste, immerhin ist auch die Zahl der syrischen und irakischen Atomphysiker und Herzchirurgen begrenzt und kann uns nicht retten, da müssen wir schon die Einstiegshürden in die akademischen Titel etwas abflachen. Nachdem es die “Matura für alle” nach den Wünschen der linken Reichshälfte auch ohne lästige Prüfung geben soll, könnte man dies auch gleich auf den Bakkalaureus und den Magister ausweiten – Anwesenheit 50% reicht und fertig. Und für Frauen, Migranten, Transgenderpersonen und ähnliche Dauerbenachteiligte kann auch die Anwesenheitspflicht entfallen, zwecks der positiven Diskriminierung… 😉

  34. Thomas Holzer

    Auf wen wurde der Verfasser dieser “Diplomarbeit” eigentlich losgelassen?
    Ist das irgendwo ersichtlich?!

  35. Astrid G.

    @Thomas Holzer:
    Befähigung der Absolventen des Masterstudiums Arabistik an der Universität Wien

    Link: Curriculum für das Masterstudium Islamwissenschaft Stand August 2011
    [(6) Absolventen und Absolventinnen sind insbesondere dazu befähigt, Tätigkeiten aus folgenden Bereichen nachzugehen:
    in der Wissenschaft – Lehre und Forschung, im Bereich der Medienarbeit, im Diplomatischen Dienst, in nationalen und internationalen Organisationen der öffentlichen Verwaltung,
    im Unterricht an Institutionen der Erwachsenenbildung, Curriculum für das Masterstudium Islamwissenschaft, soziale Tätigkeit und NGOs, in österreichischen Institutionen der AusländerInnen- und Integrationsarbeit, Kulturmanagement, in der Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung von Institutionen des Wissenschafts- und Kulturbereiches (Archive, Bibliotheken, Museen, Medien)
    (alles zitiert aus: http://islamdaten.freeforums.org/zitate-aus-der-diplomarbeit-kindererziehung-im-islam-t7.html)

    Mir ist nicht klar wieso die Ueberschrift “Arabistik” heisst und dann unten steht “Islamwissenschaft”, daher gebe ich die Info unter Vorbehalt weiter.

    Ich bin grade wirklich fassungslos. Solches Deutsch. Diese Diplomarbeit beleidigt jeden, der einen akademischem Grad einer oesterreichischen Universitaet hat.
    Ich bin nach einigem Nachsinnen uebrigens der Meinung, dass man dem Verfasser den Titel aberkennen koennte und sollte, weil imho der ueberwiegende Teil der “Arbeit” nur Uebersetzungen aus religioesen Buechern aus anderen Sprachen sind (vom Inhalt schweige ich sowieso).

  36. Wanderer

    Syntax und Rechtschreibung (allein im Wort steckt das Böse) spielen doch in der gegenderten linken Geisteswissenschaft keine Rolle mehr. In der Unterstufe war bei 7 Fehlern im Diktat der 5er fix, heute kann man sich mit beliebiger Fehlerzahl mancherorts sogar habilitieren.

  37. Astrid G.

    Weitere Recherche zum Verfasser ergibt:
    Xing sagt, ein Herr gleichen Namens (Abdelfatah El Manier) sei Lehrer, Employee in Wien, Stadtschulrat.

    Natuerlich weiss ich nicht ob es sich um Namensgleichheit aus Zufall oder weil das der Verfasser ist handelt.

  38. mariuslupus

    @AstridG
    Der Verfasser der sogenannten Wissenschaftlichen Arbeit ist für die Arbeit im Stadtschulrat überqualifiziert. Ein Ruf an die noch zu gründenede Islamische Universität Wien wird sicher folgen.
    Aber eines sollte man nicht überlesen. Der Kandidat schreibt bei seiner Abhandlung über die Erziehung der Kinder im Islam von Disziplin, Verboten und Regeln. Hätte so etwas ungeheuerliches ein Nicht-Muslim geschrieben, hätte seine Arbeit bei der Gender – und PC Abteilung der Uni keine Chance gehabt.
    Trotzdem, man sollte sich nicht mit dem Kandidaten beschäftigen, sondern mit seinen Professor. Wie kann ein habilitierter, wissenschaftlich qualifizierter, Hochschullehrer, so eine Arbeit durchgehen lassen. Eigentlich eine Angelegenheit für die Verantwortlichen der Uni die Qualifkation des “Magistervaters” zu überprüfen.
    Ein Präzedenzfall an der Uni Züeich, nur der überprüfte Professor ist Mitglied der SVP. Also ein politisch korrektes Vorgehen.

  39. Axel G.

    Danke Astrid G.!
    islamdaten.freeforums.org ist als eine nüchterne sachliche Informationsplattform gedacht.
    Die Unschärfe wegen dem Islamwissenschaften Curriculum tut mir wirklich sehr leid. Hintergrund ist, dass der Studienplan geändert wurde. Die Diplomarbeit “Kindererziehung im Islam” wurde im Rahmen eines Arabistik Diplom Studiums verfasst. Jetzt schließt man es mit MA (Master of Arts) ab und es dauert nur noch 4 Semester. Ich habe jetzt die Befähigungen anhand dieses Curriculums ins Forum gestellt da ein 4 Semestriges Arabistik Studium auf jeden Fall die berfuflichen Befähigungen eines damaligen Arabistik Diplomstudiums haben sollte.
    Ich bin total fassungslos wie die Medien Islamkritik zensurieren. Mir ist es ein Anliegen fundiert und sachlich verschwiegene Daten zu publizieren, deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich auf dieses Posting von Astrid G. gestossen bin! So kann ich es korrigieren, VIELEN DANK Astrid G. Es wird in der Presse und von Islam- und sogenannten Antirassismus Organisationen schon genug verschwiegen, verbogen, gelogen, geheuchelt, ich möchte ganz klar und sachlich informieren worüber geschwiegen oder gelogen wird.
    Ich bitte euch alle: Schaut euch die Informationen im Forum an, sie enthalten Unglaubliches. Z.b. Qaradawi der meint Hi. wäre ein gerechte Strafe für die Ju. gewesen. Qaradawis Buch wurde lange Jahre im Ö. Schulunterricht verwendet. Derjenige der es eingeführt hat erhielt goldene Ehrenzeichen!!
    Viele Menschen in meinem Umfeld wissen nicht was sie tun sollen. Helft mit auch andere Menschen aufzuklären, zu viele sind von der Propaganda vollkommen blind gemacht. Wer etwas Interessantes entdeckt bitte schickt es unter axel-gruber@gmx.at. Wenn ihr die Inhalte des Forums interessant findet, bitte teilt sie anderen mit!

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