“Europa braucht eine starke Identität”

“Ich räume ein, dass es zahlreiche Menschen unter den Flüchtlingen gibt, die aus Not nach Europa kommen und denen man humanitär helfen muss. Ich bin aber nicht blind gegenüber der ­Tatsache, dass sich unter ihnen auch arabische Antisemiten, Islamisten und ethnische Nationalisten befinden. Der Irrsinn einer Willkommenskultur verbietet es aber, über diese Gefahren offen zu sprechen….” (Bassam Tibi, hier)

16 comments

  1. Thomas Holzer

    Leider viel zu viel zu kritisieren, um es hier zu erläutern; würde länger als der Artikel des Herrn Tibi werden.
    Greife aber zwei Punkte auf:
    1.) ich denke nicht, daß “Flüchtlingen”, welche sich über tausende Kilometer auf den Weg machen, geholfen werden MUSS! Auch wenn der Großteil ungebildet ist, eines scheinen alle zu wissen: Nämlich, wo die Sozialtöpfe noch relativ gut gefüllt sind.
    2.) Europa hatte nie und wird auch nie EINE Identität haben (denke ich). Europa ist vielmehr die Interaktion vieler Identitäten, nicht nur nationaler (ein Dorn im Auge aller Supranationalisten) sondern auch regionaler. Eben diese Interaktion macht(e) die Stärke Europas aus, anders sind -zumindest für mich- die Errungenschaften von Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Entdeckungen, Handel und Industrie gar nicht zu erklären.

  2. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    Bassam Tibi umgeht die von Ihnen dargelegten “Fallen” mit dem Term “zivilisatorische Identität”, die differente kulturelle Varianten umschließen/einschließen kann

  3. Rennziege

    Ein weiser, mutiger Mann und Muslim. Ich wünsche Bassam Tibi, dass seine Bodyguards rund um die Uhr wachsam bleiben.

  4. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ich hoffe doch wohl, Sie leiden mittlerweile nicht schon an “seniler Bettflucht” 😉

  5. mariuslupus

    Stammt die Überschrift vom Autor, oder vom Redaktor ? Egal, sie stimmt nicht. Europa könnte noch eine Entwicklungsschance haben. Die Voraussetzung ist die Auflösung der EU in dieser dirigistischer und zentralistischer Form. Zurück zu bilateraler oder multilateraler wirtschaftlichen Kooperation der einzelnen souveränen Staaten. Die ständigen, linkslastigen Interventionen und Übergriffen der EU Nomenklatura gegen
    die Interessen der Bevölkerung der jeweiligen Nationalstaaten muss aufhören. Nur so hat Europa noch eine Chance in der zivilisierten Welt seinen Platz zu behalten.

  6. mariuslupus

    @Thomas Holzer
    Als ich Flugzeuge für den Transport von “Flüchtlingen” empfohlen habe, waren sie dagegen. Und jetzt ?

  7. waldsee

    Sehr viele Jahrhunderte stand Europa dem Islam entgegen.”Plötzlich” war es nicht mehr so.Warum?

  8. Selbstdenker

    Dazu passend ein sehr interessanter Bericht von Lauren Southern:
    https://www.youtube.com/watch?v=uSBpHqv-OUo

    Was ich bemerkenswert finde, ist, dass europäische NGOs zum Teil sogar in libyschen Hoheitsgewässern Migranten von den Schlepperbooten umsteigen lassen und diese nach Europa anstatt zurück nach Libyen zu bringen.

    Im Grunde genommen ist das Meer ein Übergabepunkt an dem die Schlepper die Migranten bringen, die kurz darauf dann von NGOs abgeholt werden. Der europäische “Grenzschutz” besteht darin, die Verhinderung offenbar offiziell geduldeter illegaler Aktivitäten zu verhindern.

  9. Rennziege

    14. Mai 2017 – 11:33
    Thomas Holzer — @Rennziege
    Ich hoffe doch wohl, Sie leiden mittlerweile nicht schon an „seniler Bettflucht“

    Weder senil (wie kommen S’ denn auf so was, Euer Gnaden?) noch bettflüchtig. An Wochenenden arbeite ich halt gern in der Nacht, wenn die Gschrappen schmähstad sind, um montags darauf länger schlafen zu können. Mein Posting (EST 05:30) entsprang einer dieser hellwachen Nachtschichten.

  10. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Eben diese Interaktion macht(e) die Stärke Europas aus, anders sind -zumindest für mich- die Errungenschaften von Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Entdeckungen, Handel und Industrie gar nicht zu erklären.”

    Es ist der Wettbewerb der Ideen und das gegenseitige Kopieren von bewährten Konzepten, der diese Errungenschaften ermöglicht hat. Auf diesem Kapital aufbauend, waren wiederum neue Errungenschaften möglich.

    Die aktuelle Politik fährt zum Schaden für alle mit vollem Tempo in die genau entgegengesetzte Richtung.

  11. Johannes

    Europa hat sich ein Weltbild gebaut das sehr humanistisch theoretisch verfolgt wurde.
    Jetzt tritt eine Epoche ein in der dieses Weltbild zu einem Prinzip wird das man nicht aufgeben möchte.
    Die Folgen sind wir werden mit Vorgängen konfrontiert auf die unser bisheriges Weltbild keine andere Antwort weiß als es geschehen zu lassen im Namen der Menschenrechte.
    Im Namen der Menschenrechte muß zugelassen werden das sich wahrscheinlich hunderte Millionen auf den Weg machen werden, obwohl wir alle wissen das dies nicht gut gehen kann sagen es nur wenige und die, die es sagen werden verdammt.
    So wird alles seinen Lauf nehmen und es wird erstaunlich schnell passieren.
    Das Weltbild wird nicht von den Kritikern sondern von den Geschehnissen hinweggefegt werden, wohl von denen die da ankommen wie wir nicht nur in Köln erfahren konnten.
    Was danach kommt? Chaos vermute ich!

  12. Rennziege

    14. Mai 2017 – 14:17 — Johannes
    “Was danach kommt? Chaos, vermute ich!”
    Nicht so negativ denken, bitte! Nur aus dem Chaos entsteht Neues oder gar Befreiung. Phoenix nicht in Arizona :-), sondern aus der Asche, wenn Sie so wollen. Ebenso möglich: die altgriechische Katharsis (muss ich hoffentlich nicht erläutern).
    Auch die Evolution hat ihre Wurzeln immer noch im Chaos — woran sich schon Charles Darwin so manchen Zahn ausbiss. Was wohl auch daran lag, dass sich damals kaum jemand die Zähne putzte. Für mich ist das Wörtchen “Chaos” keineswegs negativ.

  13. Thomas Holzer

    @Johannes 14:17h
    Nicht Europa!, sondern EU-Politikerdarsteller und deren Bürokraten; die befeuern seit Jahrzehnten das Diktum “Friede, Freude, Eierkuchen”.
    Offensichtlich haben diese Menschen gehofft, daß der/ein status quo ad infinitum aufrecht erhalten werden kann.
    Welch Naivität, ja Dummheit

  14. mariuslupus

    @Thomas Holzer
    Das Ausbleiben der Flüge in einer Richtung, würde es erübrigen, in die andere Richtung zu fliegen.

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