“Europa hat nicht zuviel, sondern zuwenig gespart”

“…..Ich glaube nämlich: Es wurde gar nicht groß gespart. Es gab viele Ankündigungen, die öffentlichen Ausgaben zu kürzen. Das waren aber nur Lippenbekenntnisse. Selbst Deutschland hat doch konstant immer neue Schulden aufgenommen. Erst in diesem Jahr steuern wir auf einen ausgeglichenen Haushalt zu, aber vornehmlich wegen hoher Steuereinnahmen und niedriger Zinsen auf Staatsanleihen. Von Sparpolitik in Europa zu sprechen, ist absurd. Im Gegenteil: Es wurde zu wenig gespart….” (Streitgespräch, hier)

4 comments

  1. Thomas Holzer

    “Im Gegenteil: Es wurde zu wenig gespart….” ”

    Das grenzt schon fast an Blasphemie; öffentliche Aussagen dieser Art vor mehr als 10 Personen müssen verboten werden!
    Genauso wie das Leugnen des Klimawandels; derlei Aussagen für nur zu Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus

  2. Herr Karl jun.

    Florian Schui’s Gedankengänge sind ein Musterbeispiel für eine utopie-induzierte Freud’sche “Verdrängung”. Er argumentiert nach dem klassischen Muster der politischen Utopisten, eine visionär-literarisch Gattung, die wohl nie aussterben wird, obwohl die Folgen der Utopien der Menschheit immer schon sehr teuer zu stehen kamen. Der Utopist verlangt den proaktiven Eingriff in den “Lauf der Geschichte” um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, in unserem Fall eben das wohlstandssichernde Wachstumsbrummen der Wirtschaft. Ist dieses Ziel und der Weg dorthin in der Vorstellungswelt der Utopisten einmal “erreicht” , bricht in ihrem Denkmodell der “Lauf der Geschichte” anscheinend abrupt ab und es wird kein weiterer Gedanke mehr darauf verschwendet, wie es dann in der (utopischen) Welt weitergehen könnte – in unserem Fall, was dann mit den Schuldenbergen passieren würde. Mir konnte noch kein Ökonom halbwegs schlüssig erklären, wie diese Tage und Jahre nach den geforderten Konjunkturprogrammen aussehen würden.

  3. Thomas Holzer

    Wenn Utopisten ihr Ziel erreicht haben, sollte eigentlich das Ende der Zukunft angebrochen sein 😉
    Nachdem dieses Ende jedoch die Utopisten obsolet machen würde, sprich ihre Macht nicht mehr notwendig wäre, weil ja das Ziel erreicht wurde, darf die Utopie nie Wirklichkeit werden, respektive wird diese immer durch eine Neue ersetzt, um das weitere “Agieren” der Utopisten zu rechtfertigen; oder anders formuliert: um alles für das vulgus populus permanent immer schlechter zu machen

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