Europa leidet am Stockholm-Syndrom

(WERNER REICHEL)   Das Phänomen ist seit rund 40 Jahren bekannt. Bei Geiselnahmen und Entführungen beginnen die Opfer in einigen Fällen mit ihren Geiselnehmern und Peinigern zu sympathisieren und manchmal auch zu kooperieren. Der Begriff geht auf eine Geiselnahme im Jahr 1973 in der schwedischen Hauptstadt zurück. Die Geiseln hatten damals mehr Angst vor der Polizei, als vor den Geiselnehmern. Sie waren ihnen sogar dankbar, dass sie sie nicht gekillt haben.

Ein ähnliches Verhaltensmuster lässt sich auch bei vielen politisch-korrekten Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten beobachten. Und das nicht erst seit den Paris-Attentaten. Wann immer extremistische Muslime Ungläubige abschlachten, versucht man im eurosozialistischen Milieu sofort die Schuld oder zumindest eine Teilschuld der westlichen Gesellschaft und Kultur in die Schuhe zu schieben und gar nicht so selten schwingen auch Sympathien mit, zumindest aber zeigt man Verständnis.

Dieser Selbsthass ist tief verwurzelt und mittlerweile Teil des europäischen Selbstverständnisses geworden. Dieser Defekt ist ein Wesensmerkmal und Charakterzug vieler West-und Mitteleuropäer.  Vergebung von der kolonialistischen und nationalsozialistischen Erbsünde scheint es für die Anhänger des politisch-korrekten Schuldkultes nur zu geben, wenn man selbst die schlimmsten Gräueltaten und Angriffe, die sich gegen Europa, seine Kultur, Werte und Errungenschaften richten, relativiert und verharmlost und sie als Sühne und Wiedergutmachung für längst Vergangenes (bis hin zu den Kreuzzügen) einfach hinnimmt.

Aus dieser Weltsicht heraus reagieren Islamisten immer nur, sorgen für ausgleichende Gerechtigkeit. Jedes Blutbad haben wir uns damit letztlich immer selbst zuzuschreiben. Das erklärt auch die immer gleichen medialen und politischen Reaktionen auf islamistische Attentate in Europa: Nach dem ersten kurzen Anstands-Schock bekundet man  automatisiert und wenig glaubwürdig Solidarität („Je suis Charlie“) und Durchhalteparolen (Wir lassen vom Terror nicht beeindrucken, etc.).

Wie ernst man es meint die demokratischen Grundrechte zu verteidigen, hat man gerade eindrucksvoll in Dresden bewiesen. Nach wochenlanger Hetze gegen die PEGIDA-Bewegung hat das politisch-korrekte Machtkartell  endlich einen Grund gefunden,  diese Kundgebungen kritischer Bürger einfach zu verbieten. Die Linke,  die gerade noch Charlie war,  freut sich unverhohlen über dieses Verbot. Dresden ist nur der Anfang. Drohungen von Linksextremisten und Islamisten gegen solche Demonstration gibt es immer, damit hat man künftig auch immer einen Grund sie zu verbieten. Während Salafisten in den Fußgängerzonen unbehelligt missionieren, werden Proteste gegen den politischen und den extremen Islam kurzerhand verboten. Wir sind Charlie, es lebe die Demokratie, es lebe die Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht.  Ja, solche Grundrechte gibt es und Europa nur noch mit den Zusätzen „wenn“ und „aber“.

Und nach jedem islamistischen Blutbad wird von Politik und Medien sofort die obligate und bange Frage gestellt, wie nun die „Rechten“ und die „Islamophoben“ diese Bluttat für ihre Zwecke nutzen könnten.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und selbstverständlich Politiker und Medien, von der eigentlichen Tat und ihren Ursachen ablenken und mit dem Finger auf den von ihnen selbst errichten Popanz zeigen. Und man warnt eindringlich davor, dass diese verängstigten und dummem Modernisierungsverlierer nun  Gewalttaten gegen Moslems verüben könnten. Dabei bekommt man oftmals  den Eindruck, dass Medien und Politik das fast herbeisehnen, würde es doch viel mehr in ihr Weltbild passen, als das nächste islamistische Massaker. Damit niemand auf dumme Gedanken kommt, wird den Untertanen mittlerweile täglich eingehämmert, dass Islamismus, Islamischer Staat und politischer Islam nichts mit dem Islam zu tun haben und die sich häufenden Attentate nur das Werk verwirrter Einzeltäter sind. Alles kein Grund zur Beunruhigung, nichts, dass man mit mehr Integrationsworkshops, noch mehr Transferleistungen, Sozialarbeitern und noch mehr Toleranz in den Griff bekommen  könnte.

Dieses Medienritual wiederholt sich nach jeder islamistischen Gräueltat mit den immer selben Formeln, Symbolen, Redewendungen, Begriffen, Abläufen und den immer gleichen Akteuren in Politik und  Medien.  Gruppierungen wie etwa die PEGIDA machen den PC-Priestern deshalb Angst, weil sie  ihre Autorität und Deutungshoheit in Frage stellen, die  Rituale stören und ihre Heilsbotschaften hinterfragen und somit  Zweifel unter den Gläubigen säen. Hierin ähnelt die politisch-korrekte Lehre dem Islam, wer vom Glauben abfällt, der hat mit harten Konsequenzen zu rechnen. Aber das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit.

22 comments

  1. waldsee

    mir war immer klar,daß viele(auch diese) vorgänge nur psychiatrisch erklärbar sind.oder es steckt geld dahinter?wer wird bezahlt?
    was nun überwiegt kann ich nicht
    beantworten.

  2. Syria Forever

    Herr Waldsee, Shalom.

    Das hat nichts mit Kaffeesatz-Lesen oder Hand auflegen zu tun.
    Es ist einfach erklärt braucht aber Jahre der Umsetzung.
    Der Durchschnittliche IQ in Europa ist seit ca. 15 Jahren am sinken. z.T. haben Staaten 10 Punkte und mehr verloren. Europa leidet an Massenverblödung. Stockholm-Syndrom klingt interessanter und netter doch am Ende ist es fehlender Intellekt.
    Ständiges herunter nivellieren der Durchschnittsbildung und totaler Verlust humanistischer Erziehung und Bildung zeigen Auswirkungen.
    Jeder durchschnittliche Europäer über 50 hat kein Problem das kleine 1×1 im Kopf zu rechnen oder einen Satz hin zu schreiben. Das versuchen Sie bei 20 bis 35 Jährigen.
    Ein Weltweit anerkannter Wissenschaftler in der Türkei hat das so formuliert; “Semi-gebildete Wannabe-Intellektuelle, produziert in Europa.”
    Europa hat ganze Generationen verloren und es wird wohl 1, 2, 3… Generationen brauchen um das wieder ins Lot zu bekommen. Ob das ausreicht, wenn oftmals der Professor Dümmer ist als der Durchschnittskommilitone in den 50igern und 60igern (heutiges Lehrpersonal ist z.T. lächerlich!) ist eine andere Frage.

    Guten Tag.

    PS. Geld hat immer etwas und mit allem zu tun. Je mehr, je besser. Als das Geld erfunden wurde gab es sicher Hintergedanken und erklärt auch warum gewissen Menschen nachgesagt wird viel davon zu besitzen; “Wer hats erfunden…??”

  3. Klingelfee

    Mit Interesse lese ich heute in den ORF-News, dass die gegen Pegida lancierten Demos viel grösser und umfangreicher seien als diese. Woher der Autor dies hat ?
    Mir fällt anlässlich der TV Berichte nur auf, das die “Gegendemos” von roten Hassfahnen, Kommunistischen Symbolen, Plakaten der “Linken” aber vor allen Lesben und Schwulenfahnen nur so strotzen.
    Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier sehr geschickt ein Vehikel aufgebaut wurde um den aufkeimenden linken Terror gegen Reaktionäre und sonst wie “zurückgebliebene Bürger” zu verschleiern.

  4. cmh

    Interessant ist die Umkehrung.

    Während des vielgescholtenen Feudalismus (nennen wir das einmal so) galt doch das(nicht ganz selbstlose) Interesse des Grundherren, möglichst intelligente Untertanen zu haben.

    Jetzt herrschen die damaligen Untertanen und schon werden sie wieder blöd. Da kann nicht an sinisteren Pösewichten liegen, die nur Pöses wollen – es scheint mir doch eher an den untertänig Herrschenden von heute zu liegen.

  5. sokrates9

    Jeder Politiker hat Interesse Wähler zu finden, die blöder als er sind!- Somit ist die Abwärtsspirale leicht erklärbar!

  6. caruso

    Nein, es ist kein Stockholm-Syndrom. Die Geiseln damals sind unschuldig zu Geiseln geworden. Hingegen ist Europa, besser gesagt: Europas Politiker sind überhaupt nicht unschuldig daran, was hier in immer stärkerem Maß abläuft.
    Europas Politiker sind unfähig, teilweise auch unwillig, mit diesem, in hohem Maße selbstverschuldeten Problem fertig zu werden. Die Wurzeln des Problems reichen bis in die 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück, als die EG(W) von den arabischen Ölstaaten genötigt wurde, den Bedingungen die sie stellten, zu beugen.
    lg
    caruso

  7. Selbstdenker

    @cmh
    (Temporäre) politische Stabilität gibt es nur im Totalitarismus. “Die” Gesellschaft rast wie eine Billiard-Kugel in eine Richtung, bis sie entweder ins Loch fällt bzw. auf eine andere Kugel oder die Bande auftrifft um anschließend in einer geänderten Richtung weiter zu rollen.

    Bestimmte Errungenschaften wie z.B. die Demokratie haben (hatten) ja ihren Sinn. Stellen Sie sich vor ein Monarch würde dem Rest der Bevölkerung aufzwingen zum Islam zu konvertieren.

    Nur wurden die an sich positiven Errungenschaften bis ins Extrem gesteigert. Das auf diesem Weg pervertierte Grundprinzip richtet ab diesen Zeitpunkt mehr Schaden an als es Nutzen stiftet.

    Beispiel Frauenrechte:
    Ich bin absolut der Meinung, dass Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben sollen und dass jeder Mensch – egal ob als Mann oder Frau geboren – das individuell größte Glück suchen können sollte.

    Es reicht aber das Umlegen eines kleinen Schalters aus um diese an sich positive Grundprinzip ins Gegenteil zu verkehren und langfristig aus den resultierenden inneren Widersprüchen selbst zu zerstören. Aus Gleichberechtigung wurde Chancengleichheit und dann – Achtung! – Gleichstellung.

    Die Gleichstellung hat aber nichts mehr mit Gleichberechtigung, Chancengleichheit und der Suche nach dem individuellen Glück zu tun, da sie alle in den gleichen Overall steckt und ihrer Identität beraubt. Sie beruht sogar per Definition aus der Schlechterstellung eines Teils rein aufgrund der Gruppenzugehörigkeit und ohne Berücksichtigung indvidueller Bedürfnisse und Werdegänge.

    Um die Gleichstellung zu rechtfertigen wurden weitere – zum Teil sehr verworrene und in sich widersprüchliche – Ideologien wie z.B. Gender Mainstreaming (GM) konstruiert. GM verkehrt das ursprünglich positive Grundprinzip in sein Gegenteil, es zerstört dieses Prinzip und es versenkt – falls die Kugel nicht rechtzeitig woanders aufprallt – die gesammte Gesellschaft im Loch.

    Wenn sich die europäischen Gesellschaften – dank GM und nicht zuletzt daraus resultierender niedriger Geburtenraten – selbst auflösen und die Nachkommenden aus muslimischen Ländern völlig andere Wertvorstellungen haben, hat sich damit auch die Gleichberechtigung und die Chancengleichheit erledigt.

    Man wundert sich dann, warum ausgerechnet in ehemaligen Achtundsechziger-Hochburgen immer mehr vollverschleierte Frauen rumrennen.

  8. Der Bockerer

    @Selbstdenker: Guter Gedanke. Es ist richtig, dass viele Dinge regelrecht pervertiert werden um eines höheren Zweckes willen. Entscheidend ist auch, dass die meisten Menschen zu blöd sind, um zu verstehen, dass sie selbst diesen Zustand herbeigewählt haben. Ich kenne viele SP und VP-Wähler, die GM absolut blöde finden. Es kommt ihnen aber nicht in den Sinn, dass sie mit ihrer eigenen Stimme genau diesem GM den Weg bereitet haben. Denn ohne eine solide politische Basis wären die GM-Tanten praktisch bedeutungslos.

  9. Mourawetz

    Bestürzend, was Herr Reichel hier schreibt, und doch kamen mir die gleichen Gedanken. Wenn ich Nachrichten im Fernsehen sehe, egal welcher Sender, schalte ich weg, um der Verharmlosung des religiösen Faschismus und den Verunglimpfungen des Widerstands dagegen zu entgehen. Aber auch um bisher als unabhängig geltende Medien muss man sich ernste Sorgen machen. Schlagt man z.B. die heutige Ausgabe der Welt auf, so kommt einem ein Schwall von Peida-Anfeindungen entgegen, angefangen beim Zipper zappt über Torsten Kraul u.s.w. Da hat jeder sein Scherflein dagegen beizutragen. In der Stunde des größten Terrors hat man nichts Besseres zu tun als jene zu diffamieren, die sich dagegen stemmen. Offensichtlich wurden die Medien von ganz oben gebrieft, anders ist das nicht vorstellbar. Broder wurde auf Eis gelegt, von Pirincci möchte man eine Stellungnahme hören, aber nichts. Wenigstens das Warum wird erklärbar durch die heutige Zeitungslektüre: er wurde von einem Uni-Professor wegen Beleidigung zu 8.000 Strafe verurteilt …. also auch mundtot gemacht.

    Wie sich unsere westliche Zivilgesellschaft aus der Mitte heraus – den Eliten und Institutionen, der Politikmacher und Meinungsvormacher – auflöst, ist bestürzend und beschämend zu gleich. So muss es zugegangen sein in den Dreißiger Jahren als man offenen Auges den Nationalsozialismus so groß hat werden lassen, dass der nur mehr durch Hilfe von außen in einem Weltkrieg zu besiegen war. Hoffentlich kommt es dieses Mal nicht so weit.

  10. Selbstdenker

    @Der Bockerer
    Wenn es ein absolut berechenbares Prinzip gibt, das Islamisten anwenden, so ist es die Umkehrung westlicher Errungenschaften. So wie man ein Messer zum Brotschneiden oder zum Töten verwenden kann, rasen die Terroristen mit Jumbo Jets in Hochhäuser, mit Autos in Menschenmassen und verwenden das Internet als Propagnda-Plattform.

    Ähnlich verhält es sich mit westlichen Werten.
    – Das Asylrecht wird zum Blankoscheck für völlig unkontrollierte Zuwanderung pervertiert
    – GM katapultiert die Gesellschaft demographisch in die Steinzeit (mit entsprechenden Frauen-“Rechten”)
    – PC zerstört Meinungsfreiheit und kritisches Denken
    – Eine pervertierte Form von Toleranz führt genau zum Gegenteil von Toleranz
    – Die antiautoritäre Erziehung produziert die Tyrannen von morgen
    etc.

  11. Selbstdenker

    @Mourawetz:
    “So muss es zugegangen sein in den Dreißiger Jahren als man offenen Auges den Nationalsozialismus so groß hat werden lassen, dass der nur mehr durch Hilfe von außen in einem Weltkrieg zu besiegen war.”

    Genau dieser Gedanke ist mir auch schon sehr oft in den Sinn gekommen. Die Leute achten alle darauf, dass der Choleriker mit dem strengen Blick und der braunen Uniform nicht wieder auftaucht. Leider fällt den Leuten nicht auf, dass er sich diesmal einen Turban statt eine Schildmütze aufgesetzt hat.

    “Er” ist wieder da.

  12. Fragolin

    Wir leben in einer Welt der permanenten Faktenverdrehung.
    Der Islam ist eine Religion des Friedens und die Gemeinschaft der Muslime eine lockere Multikulti-Gesellschaft. Die Spaziergänger der Pegida sind rechtsextreme hasszerfressene Demokratiefeinde.
    Merke: Feinde der Demokratie sind jene, die sie fordern und nicht jene, die sie bekämpfen…

  13. Klingelfee

    Pegida: rechtsextreme hasszerfressene Demokratiefeinde
    Manche Texte muss man dreimal lesen um überhaupt glauben zu können, dass dies eine aktuelle Meinung ist. Bei den kommunistischen Fahnen in der “Antibewegung” frage ich mich, ob den schreienden Demonstranten bewusst ist, dass diese Ideologie doppelt soviel Tote wie der Nationalsozialismus verursachte.

  14. Selbstdenker

    Zum Artikel.

    Erinnert sich noch wer an den Fall Susanne Osthoff im Jahr 2005? Die Reaktionen der geschockten Bürger nach den Anschlägen von Paris erinnerten mich wieder an diesen Fall:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/zdf-interview-susanne-osthoff-verschleiert-und-raetselhaft/2594018.html

    Zusätzlich nützen manche die Situation gleich um eigene Anliegen in die Öffentlichkeit einzusteuern:

    – Die CSU forderte die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung (obwohl es diese in Frankreich noch gibt und sie keinen Beitrag zur Prävention oder Aufklärung geleistet hat)
    – Der Front National deponierte Forderungen zur Wiedereinführung der Todesstrafe
    – Der Papst sowie einige Politiker nützten die Gelgenheit zur Relativierung der Meinungsfreiheit
    – Selbsternannte Weltverbesser versuchten die Anschläge mit “sozialer Ungerechtigkeit” in Verbindung zu bringen
    etc.

    Irgendwie wirkte alle sehr vorbereitet bzw. gekünstelt. Die Medien legen es ganz gezielt darauf an, nach derartigen Ereignissen nicht von Anfang an objektiv zu berichten, sondern die nicht ausbleibenden Diskussion gleich ab der Sekunde Null in eine bestimmte Richtung zu lenken.

    Zuerst die “WHY?”-Taferln und dann die hingebogenen Erklärungsversuche von Politikern, Medienleuten und Soziologen. So als ob das was wir gerade gesehen haben nicht offensichtlich genug wäre.

    Wirklich aufschlussreich ist in solchen Situationen meist der Blick von aussen. Die Berichterstattus von Fox News – dem Feindbild aller Linken diesseits und jenseits des Atlantiks – war um Quantensprünge objektiver als die europäischer Medien.

  15. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Es ist ja auch der Antifaschismus in Wahrheit purer Faschismus.
    Korrekt müsste es heissen: “Anti”-Faschismus

  16. Fragolin

    Wie gesagt, Faktenverdrehung.
    In Duisburg haben nicht die angeblichen rechtsextremen Hooligans der Pegida Krawalle geliefert, sondern für Freiheit und Multikulti demonstrierende “Links autonome”mehrere Polizisten verletzt.
    Na, wer ist wohl verantwortlich?

  17. Christian Weiss

    “Denn ohne eine solide politische Basis wären die GM-Tanten praktisch bedeutungslos.”

    Oh, ich glaube es ist schlimmer. Wir werden immer mehr durch Bürokraten beherrscht. Die mächtigste Person im Staat ist mancherorts schon lange der Beamte. Die GM-Tanten sitzen heute an nicht unbedeutenden Schaltstellen, wo sie ihr krudes Weltbild zum Beispiel durch verwaltungsinterne Leitbilder und Broschüren verbreiten können, ohne dass da viel politische Kontrolle vorhanden wäre. Irgendwann landen dann die “Leitfaden für die gendergerechte Sprache”-Traktate in den Lehrerzimmern und dieser Unsinn wird unseren Kleinsten eingetrichtert.
    Da diese heiligen Kriegerinnen für die vermeintliche Sache der Frau von ihrem Tun bis in die letzte Zelle ihres Körpers überzeugt sind, haben sie auch keine moralische und ethischen Bedenken, andere nach ihrem Gusto stetig und fortwährend zu konditionieren.
    Politische Kontrolle gibt es nicht, Selbstkontrolle gibt es nicht. Der Mist ist geführt, wie man in der Schweiz sagen würde.

  18. Christian Weiss

    “Vergebung von der kolonialistischen und nationalsozialistischen Erbsünde scheint es für die Anhänger des politisch-korrekten Schuldkultes nur zu geben, wenn man selbst die schlimmsten Gräueltaten und Angriffe, die sich gegen Europa, seine Kultur, Werte und Errungenschaften richten, relativiert und verharmlost und sie als Sühne und Wiedergutmachung für längst Vergangenes (bis hin zu den Kreuzzügen) einfach hinnimmt.”

    Der psychopathologische Grad der Selbstgeisselung hängt auch mit der in sozialistischen Kreisen weitverbreiteten Unkenntnis über Ökonomie zusammen. Diese Drittwelt-Bedauerer sind ja der festen Überzeugung, dass die “da unten” arm sind, weil wir reich sind. Die angesichts der Faktenlage nicht nachvollziehbare Ansicht, dass der Wohlstandskuchen unveränderlich gleich gross ist und die westliche Gesellschaft sich entsprechend zu viel davon gönnt, ist im linken Milieu flächendeckend verbreitet.
    Daraus entsteht ein Schuldgefühl, dass noch durch die Tatsache verstärkt wird, dass man zu allem Überfluss auch noch zu wenig hart ist, um konsequenterweise das Leben eines Bettelmönchen zu führen, wie das die Wohlstandskritiker früherer Jahrhunderte getan haben.
    Ich habe schon ein bisschen Verständnis und Mitleid, dass das Gewissen eine schwere Last ist, wenn man als durch den Steuerzahler besoldeter Heissluftabsonderer inzwischen ja nicht mehr nur Wasser predigt und Wein säuft, sondern schon mehrheitlich dazu übergegangen ist, Gülle zu predigen und Nektar und Ambrosia zu saufen.

    Gewisse Anomalien und Risse im weltanschaulichen Raum-Zeit-Kontinuum verursacht natürlich auch dieses seltsame Phänomen des “Antirassismus”.
    Primitive Gesellschaften haben sich seit jeher gegenseitig die Schädel eigeschlagen, geschändet, vergewaltigt und “gsirachet, äm Tüüfel äs Ohr ab” (finde leider kein hochdeutsches Äquivalent, dass es so schön ausdrückt.). Die inzwischen so liebevoll und intensiv vor der alles gefährdenden “Islamophobie” in Schutz genommenen Araber haben nicht nur mit grosser Leidenschaft und ähnlich spektakulärem Erfolg wie die Europäer versklavt und genozidiert, bei denen hält ja dieser folkloristische Trend nach wie vor an. Jetzt ist sich der leidenschaftliche Antirassist von heute dieser Tatsache schon bewusst. Aber irgendwie korreliert dieses Faktum nicht ganz mit seiner Weltanschauung, dass alle Kulturen gleichwertig sind und dass es so etwas wie “primitivere” Kulturen nicht gibt. In der Folge muss er sich intellektuell selbst ein Bein stellen und muss an die nicht-westlichen Kulturen andere Massstäbe ansetzen, womit er dann faktisch zum Rassist geworden ist. – Paradoxon vollbracht.

    Der Nicht-Rassist wird im Gegensatz zum Anti-Rassist keine unterschiedlichen Massstäbe ansetzen und so von den real existierenden Barbarenvölkern zumindest dann Entwicklung einfordern, wenn sie sich in die westliche Welt begeben. Und diese Entwicklung ist den Angehörigen dieser Kulturen als vollwertige und mündige Menschen auch möglich. Und weil wir inzwischen im Informationszeitalter leben und vernetzt sind und auch der Beduine per WorldWideWeb etwas von der Welt mitbekommen kann, sollte der Weg von der Hexenverbrennung bis zum Rechtsstaat eigentlich nicht mehr 500 Jahre dauern wie in Europa.

  19. Mario Wolf

    Eine hervorragende Analyse, nur Europa bzw. die Mehrzahl der Bevölkerung, leidet nich sondern suhlt sich in der Liebe zu seinen Geiselnehmern. An der Spitze die sog. Medienschaffenden, eingentlich Indoktrinierer, die jedesmal und ohne Ausnahme beim islamischen Terror, zuerst diesen verbal ablehnen, zeigen sich geschockt, entrüstet, nur um dann das vielsagende “aber” anhängen. Dieses “aber” haben sie von ihre 68 – Mentoren übernommen. Zu Zeiten des offenen linken Terrors haben die 68er auch immer gesagt” Wir sind gegen Gewalt, aber gegen einen faschstischen Staat, BRD,.muss man Gewalt “klammheimlich” verstehen

  20. Mourawetz

    Man fragt sich, was hat Europa gelernt vom Nationalsozialismus? Nichts. Nicht gegen den neuen Faschismus tritt man an sondern gegen jene, die friedlich einen Spaziergang in der frischen Abendluft wagen. Medien und Politik und ihre Vorhut die Antifa weichen der Gewalt der Gewalttätigeren und schlagen zu auf die Gewaltlosen. Eine neue Hackordnung entsteht. Und das mitten im zivilisierten Europa, wo man gewalttätige Auseinandersetzungen als Relikt alter Zeiten längst überwunden glaubte.

  21. Fragolin

    @Mourawetz
    Mit 14 wollte ich zum ersten Mal mit meinen Freunden ein Spiel meiner damaligen favorisierten deutschen Fußballmannschaft live erleben. Wir fuhren mit dem Fan-Zug in die Stadt und wurden am Bahnhof durch eine Phalanx Räumschilde Richtung Stadion geleitet.
    Hundert Meter die Straße runter trafen wir auf eine Gruppe der norddeutschen Gegner, die für ihre lockere Einstellung gegenüber Gewalt bekannt waren. Die Seitenstraßen waren abgesperrt und hinter uns die Räumschilde unserer Freunde und Helfer. Auch der Wechsel der Straßenseite half nicht mehr, es flogen von den Hooligans aus dem Gehsteig gerissene Pflastersteine zu uns rüber.
    Also trat die Staatsmacht in Aktion. Aber anders, als gedacht. Plötzlich rannten die Polizisten los, mischten sich unter uns und prügelten mit Gummiknüppeln auf uns ein: “Lauft! Schneller!”
    Das war eine Lehre fürs Leben.
    Bevor der Staat sich gegen die Gewalttätigen stellt, prügelt er die Opfer in die Flucht. Das nennt sich dann “Deeskalation”.
    An der Taktik hat sich nichts geändert. Nur die Dimensionen sind andere.

  22. Mourawetz

    @Fragolin:
    “An der Taktik hat sich nichts geändert. Nur die Dimensionen sind andere.”

    Genau: Die Behinderungen durch Gegendemonstranten, der Antifa, der Truppe fürs Grobe, um zum Pegida-Spaziergang zu kommen. Das Verbot des Pegida-Ablegers in Leipzig, nun das Verbot der Versammlungsfreiheit für Montag in Dresden. Ein roter Faden zieht sich da durch. Wir sind wieder so weit.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .