Europa wählt Biden

Von | 24. Oktober 2020

(ANDREAS TÖGEL) Schon anno 2016 wäre die Präsidentschaftswahl eindeutig zugunsten die US-Demokraten gelaufen, wäre es an den Europäern gewesen, sie zu entscheiden. Der von den Republikanern ins Rennen geschickte, erfolgreiche Geschäftsmann, selbstverliebte Medienstar und politische Außenseiter Donald Trump hätte gegen die seit Jahrzehnten mit allen Wassern des Politgeschäfts gewaschene, eiskalte Hillary Clinton nicht den Funken einer Chance gehabt. Sie hätte einen Erdrutschsieg verbuchen können. Für die in ihrer selbstreferenziellen Echokammer gefangenen Mainstreammedienjournalisten kam der Wahlerfolg Donald Trumps völlig überraschend.

In den zurückliegenden vier Jahren hat die Medienzunft sich gründlich durch eine entsprechend einseitige Berichterstattung an dem wahlweise als Clown, Idiot oder Gangster verunglimpften US-Präsidenten abgearbeitet. Das ist nicht ohne Folgen geblieben. Heute ist es in der Alten Welt nicht mehr einfach, Trump-Sympathisanten ausfindig zu machen. Die seit Jahren betriebene Gräuelpropaganda wirkt.

Die größte Boulevardzeitung Österreichs meldet am 22. 10. 2020, gestützt auf die Daten einer repräsentativen Umfrage eines renommierten Meinungsforschungsinstituts, dass 85,6 Prozent der heimischen Wahlberechtigten für Joe Biden votieren würden.

Überflüssig zu erwähnen, dass die wenigsten Österreicher jemals die Vereinigten Staaten besucht, oder sich ernsthaft und aus seriösen Quellen mit deren Geschichte auseinandergesetzt haben. Ihr Urteil basiert folglich allein auf den Hervorbringungen einer seit dem Tag seiner Angelobung gegen Donald Trump und seine Politik hetzenden Publizistik. Was auch immer er tut oder unterlässt – es ist jedenfalls falsch. Ob Erderwärmung, Covid-19-Pandemie, Wirbelsturmkatstrophen oder illegale Einwanderung: Trump ist dran schuld. Dass er gegenwärtig eine kontrafaktisch „liberal“ genannte, linke Höchstrichterin durch eine hinsichtlich ihrer Fachkompetenz unangreifbare Konservative ersetzt sehen möchte, versetzt die Damen und Herren Medienschaffenden in kollektive Hysterie. Eine mehrfache Mutter und erklärte Abtreibungsgegnerin? Das geht gar nicht.

Doch nicht nur im Land der Hämmer, sondern auch im Rest Eurolands hat sich der sozialistische Ungeist so tief in den Köpfen der Wählermehrheit eingegraben, dass sie sich eine Person, die ihre Karriere nicht in wirtschaftsfremden und/oder -feindlichen Sumpfbiotopen, sondern unter Marktbedingungen gemacht hat, einfach nicht in einer politisch verantwortlichen Position vorstellen können.

Entsprechend sehen übrigens die Parlamente und Regierungen Eurolands aus. Menschen, die ihre Zeit jemals auf wertschöpfende Arbeit verschwendet haben, sucht man da weitgehend vergebens.

Zwischen 69% (in Frankreich) und 93% (in Dänemark) variiert die Wählermehrheit für Joe Biden. In Deutschland würden ganze 13% der Wähler Donald Trump ihre Stimme geben.

Dass Biden im Falle seiner Wahl mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Amt nicht über die volle Distanz würde ausüben können, und daher schon bald durch seine ultralinke Running Mate Kamala Harris ersetzt würde, irritiert in der Alten Welt offenbar keinen.
Aber noch ist Polen nicht verloren! Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen werden schließlich nicht durch Umfragen entschieden – schon gar nicht durch solche in Europa.

Am 3. November wird sich entweder herausstellen, wie weit sich die völlig einseitige Medienberichterstattung von der Realität entfernt hat, oder wie groß die Wirkung der auch in den USA unentwegt getrommelten Gräuelpropaganda gegen „The Donald“ letztlich ist. Obwohl ich mich damit weit außerhalb des politisch korrekten Hauptstroms bewege: Ich halte Donald Trump, dem in Euroland bestgehassten Mann, für die Wahl beide Daumen!

10 Gedanken zu „Europa wählt Biden

  1. Bull

    Bravo Herr Tögel… weist man uninformierte hysterische Linke darauf hin, dass Donald Trump bis jetzt im Gegensatz zu seinen Vorgängern keine Angriffskriege geführt hat… UND zudem noch die amerikanischen Truppen aus Ländern abgezogen hat, was ja immer eine schrille Forderung der vereinigten Linken war erntet man ungläubiges Kopfschütteln und den Hinweis sich zu informieren… wahrscheinlich ist der ORF damit gemeint… 😂 😂

  2. Der Realist

    Ich bin Trump-Fan der ersten Stunde, allein weil er halt so gar nichts mit den Lauwarmen in Europas Regierungen gemein hat.
    Auch sind mir noch die eingeschlafenen Gesichter der ORF – Truppe in Erinnerung als sich der Sieg Trumps abzuzeichnen begann. Auch damals hat der ORF am Vorabend der Wahl verkündet, der Sieg Clintons steht ohnehin schon fest.
    Und in Europa gibt es mittlerweile fast keine Fernsehsendung, in der nicht zumindest ein Teilnehmer abschätzig Trump erwähnt.
    Hierzulande traut sich auch fast niemand als Putin-Versteher zu outen. Zwar wird nicht so offensiv gegen Putin gehetzt weil bekannt ist, dass Russlands Präsident sich genau anschaut, wer hinter der Hetze steht und dies auch nicht vergisst.

  3. astuga

    Zum Glück gibt es in den USA mittlerweile nicht nur #walkaway (Wähler die den Demokraten die Gefolgschaft aufkündigen), es gibt auch immer mehr Afroamerikaner und Latinos die nicht mehr auf den Schäh und die Lügen der Linken rein fallen, und die jetzt bewusst auf Trump setzen.

  4. sokrates9

    Man sieht schön die Macht der Linken in Europa, sämtlicher Politiker sind gegen Trump, was ja klar ist da einer der Letzten ist die nicht emotionsbasierte Politik macht. Er glaubt den Klimaschmäh nicht, versucht rationale Deals zu machen und hat da oft beachtlichen Erfolg.Gerade heute wurde bekannt dass Israel nun mit Sudan Friedensabkommen geschlossen hat, da ist derzeit dank Trump einiges in Bewegung. Trump erkennt die islamische Gefahr,sieht die Ineffizienz Europas und haut auch den Chinesen kräftig auf die Pfoten!6 Mio Arbeitsplätze hat Trump geschaffen, die Eu vernichtet gerade wahrscheinlich das 10 – fache!
    Der Coronaschmäh wird auch nur von den Linken geglaubt; Gesundheitspolitik ist in den USA Bundesstaatensache da hat ein Präsident relativ wenig zu reden.Amerika first auch absoluter Slandal – nie würde einen Europäeischen Top Politiker (die alle in Solidaridät mit jedem shitholecountry schwelgen)s o ein Spruch sein Heimatland betreffend über die Lippen kommen.(Auch für Kurz wäre undenkbar Österreich zuerst zu flüstern) .Trump hat seine Ankündigungen zum Großteil erfüllt,auch die Kindersexskandale wo ja bekanntlich auch Clinton mitgespielt hat wurden gesprengt.Unglaublich wie sehr Europa dank der Medienindoktrination nach Links abgewandert ist, welcher Hass (leider auch in den USA seit 9/11)- klar wenn der Verstand durch Emotionen ersetzt wird- aufgebaut wurde. Hoffe dass Trump trotz aller Manipulationen gewinnt, sonst driftet Europa noch mehr in ein kommunistisches System ab.

  5. Passant

    Die ganze Diskussion über Sympathie und Antipathie für Donald Trump ist völlig belanglos. Durch die Vorwahlergebnisse ist die Auswahl auf zwei Personen beschränkt, und der Gegner des amtierenden Präsidenten ist eine Mogelpackung. Mehr als ein paar Floskeln hat Biden in seinen Wahlreden nicht hervorgebracht, keine einzige Andeutung eines Konzepts. Mehr als den Amtseid herunter zu stottern und bei der nächsten Gelegenheit sein Amt Kamala Harris abzutreten, die selbst wegen ihres kümmerlichen Abschneidens bei den Vorwahlen der Demokraten für eine Nominierung nicht in Frage kam und auf diese Weise durch die Hintertür ins Amt gelangen kann, ist nicht zu erwarten. Wenn die Amerikaner also Biden wählen, geschieht ihnen Recht!
    Man darf aber nicht übersehen, dass gleichzeitig auch Kongresswahlen stattfinden, und da kann sich die Kritik an Trump sehr wohl für die Demokraten rentieren.

  6. Johannes

    Westeuropa wählt Biden, wenn ich das korrigieren darf. So wie man dort auch den Migrationspakt und die Umwandlung des Volkes in die Bevölkerung wählt.
    Diesen Lauf hält kein Ochs und Esel mehr auf.
    Einzig Vernunft könnte es, doch die ist in Europa schon vor Covid in Quarantäne geschickt worden.

  7. Falke

    Nicht zu vergessen, dass Trump als erster und einziger US-Präsident einen großen Schritt zum Frieden in Nahost gemacht hat, indem er das Ende des (formellen) Kriegszustandes sowie die Aufnahme normaler diplomatischer Beziehungen zwische Israel und einer Reihe arabischer Staaten vermittelt hat. Weitere (leider nur) 4 Jahre Trump würden nicht nur der USA nützen, sondern der ganzen Welt. Daher halte ich auch beide Daumen ganz fest für seinen Wahlsieg am 3. November.

  8. CE___

    Ich denke dass größte Problem in Europa ist dass die politische rechte Seite über keine eigene, sogar mehrere europäische Länder umfassende und zusammenarbeitende und unter gleichem Markenbanner auftretende, “mediale Luftflotte” verfügt, von einer “Luftüberlegenheit” daher ganz zu schweigen.

    Auch hiesige noch nach “rechts” und “konservativ” gezählte Medien, sprechen wir es doch aus, sind von links unterwandert (worden), wenn nicht doch ganz, so zu einem gewissen Teil.

    Umfragen unter europäischen Journalisten bzw. hüstelhüstel “Medienschaffenden” zeigen regelmäßig dass sich bis zu 80% der linken Seite, dem Marxismus, Sozialismus, Kommunismus hingezogen fühlt.

    Und dementsprechend sind die europäischen Medienkonsumenten eingeseift.

    In den USA ist das gottseidank noch anderes.

  9. Enemenemuh

    Trump hat beim letzten Mal 56,5 % der Stimmen geholt, denn die Wahl findet eben von einem Delegiertengremium statt. Wäre in Österreich undenkbar, ist in den USA aber Realität. Das war das beste Ergebnis eines republikanischen Kandidaten der jüngeren Vergangenheit (jedenfall in diesem Jahrtausend), obwohl im Vergleichszeitraum Trump das schlechteste Nominierungsergebnis seiner Partei erreichte (69 %). Alle diese Dinge sind nicht wertend, sondern einfach Zahlen. Aber diese sucht man in den Medien vergebens.

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