“Europäer, entspannt Euch!”

Von | 2. Februar 2017

“…..Erstens würde ich sehr dazu raten, gerade in Europa, eine gewisse Ruhe zu behalten und nicht auf einmal zu sagen, dass das alles mit der amerikanischen Demokratie zu Ende ist, wie ein Schriftsteller das einmal ausgedrückt hat. Heute Morgen sagt der “Spiegel” auch, Amerika ist jetzt ein totalitärer Staat geworden. Das ist natürlich alles nicht wahr. Sie sehen das an den Reaktionen in der Gesellschaft, nicht nur im Kongress. Zum Beispiel eine Sache, die in kaum einem anderen Land passieren würde: in der Beamtenschaft. Meine ehemaligen Kollegen im Auswärtigen Amt, aber auch in anderen Ministerien. Die amerikanische Demokratie ist sehr stark, aber wir haben es mit einem einzigartigen Präsidenten zu tun und das wird natürlich sehr viel Unruhe mit sich bringen…” (der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, der Demokrat John Kornblum, hier)

10 Gedanken zu „“Europäer, entspannt Euch!”

  1. sokrates9

    Interessanterweise halten 75% der Kroneleser die Entscheidung von Trump bestimmte Moslems nicht mehr in das Land zu lassen für richtig!

  2. Christian Peter

    Linksliberale Europäer werden sich noch wundern. Donald Trump dürfte in den USA Millionen neue Jobs schaffen, da Konzerne gezwungen werden, in den USA zu produzieren – in Europa läuft es umgekehrt, hier wird ein Ausverkauf der Interessen der heimischen Unternehmen und Arbeiterschaft betrieben.

  3. Cimrman

    Christian Peter:
    Falls Trump seine angekündigte protektionistische Wirtschaftspolitik vorantreibt, kann es in der Tat passieren, dass Zölle den Binnenmarkt ankurbeln.
    Zu Teil zwei: Gerade Österreich als eine funktionierende Exportwirtschaft profitiert vom Außenhandel, insbesondere mit anderen EU-Staaten. (Jeder zweite Arbeitsplatz hängt bei uns vom Export ab, wie du weißt.) Unser Problem ist vielmehr unsere überhöhte Steuerquote.

  4. aneagle

    Tja, so schön hat die Zukunft ausgesehen ! Die zwei alten Schachteln diesseits und jenseits des Atlantiks hätten beim regelmäßigen Kaffeekränzchen dekretiert, was gut und was böse ist und sich im übrigen stillschweigend die Welt geteilt.
    Und jetzt das ! Nicht nur Putin alleine zu Hause, sondern auch am Ende der Atlantikbrücke sitzt ein alter weißer Mann, allem Wissen nach Carnivore, begütert und andere unappetitlichen Dinge.
    Und vor allem weiß Mutti Merkel nicht – ist das jetzt der neue Chef? Muß man ihm Gefolgschaft andienern?. Darf man weiterhin eigene Interessen einschmuggeln, oder steht zu befürchten, dass jetzt die Zügel angezogen werden? Eventuell ist es klüger dem schlüpfrigen Schulz den ganzen Krempel vor die Füße zu hauen? G´tt sei Dank, manchmal kommt es eben anders als man denkt. Nach dem Brexit ein weiterer Hoffnungsstrahl. 🙂

  5. Christian Peter

    @Cimrman

    Sie verbreiten Desinformation, Österreich ist (anders als Deutschland) keine Exportnation, hatte immer schon eine negative Handelsbilanz, die sich 2016 sogar verstärkte (siehe Statistik unten). Österreich ist ein Land der kleinen und mittelständischen Unternehmen (99,9 % aller Unternehmen), die im ungeschützten Wettbewerb mit ausländischen Konzernen schwer benachteiligt werden. 3 x dürften Sie raten, warum in Österreich die Steuerbelastung für einheimische Unternehmen mit 53 % (Total Tax Rate) zu den höchsten in Europa gehört, während ausländische Konzerne in Österreich jedes Jahr etwa 14 Milliarden Euro Steuern hinterziehen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/290511/umfrage/handelsbilanz-in-oesterreich-nach-monaten/

  6. Falke

    Laut Kornblum stehen maximal 30% der amerikanischen Bevölkerung hinter Trump. Mit nur 30% eine Wahl zu gewinnen wäre ja eine einmalige Leistung. Oder die rechnerischen Fähigkeiten des Herrn Kornblum bewegen sich auf Volksschulniveau, eher noch darunter.

  7. Weninger

    @Falke
    Es soll vorkommen, dass man als Wähler das kleinere Übel wählt. Hat ja auch der FPÖ schon öfter geholfen. Aber das heißt noch nicht, dass alle Wähler geschlossen hinter dieser Entscheidung und für sämtliche Inhalte ihres Kandidaten stehen. Das sollte man schon unterscheiden. Gerade in einem Richtungswahlkampf wählt man eher gegen als für etwas.

  8. Weninger

    @Falke
    Bei einer Wahlbeteiligung von ca. 51% haben knapp 24% der US-Bürger über 18 Jahre Trump gewählt. Dem Rest war es offensichtlich egal oder er hat Clinton bevorzugt.

  9. mariuslupus

    Die Europäer werden sich nicht entspannen, sie wollen sich nicht entspannen. Die Wahl Trumps ist eine existentielle Bedrohung der EU Machtstrukturen. Die EU unter der Führung von Merkel, hat voll auf die “Erneuerung” der europäischen Gesellschaft, durch Einschleppung von Illegalen, überwiegend Muslimen, gesetzt.
    Sollte Trump beweisen, und er ist gerade dabei, dass dieses “alternativlose” Vorgehen schädlich ist und gestoppt werden kann, verlieren die EU Machthaber ihre politische Daseinsberechtigung. Im besten Falle werden sie , endlich, als unnütz und für die Entwicklung Europas, als schädlich, entlarvt.

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