Europas kulturelle Selbstverleugnung

“….Leider ist der Preis für den kulturellen Relativismus in Europa schmerzhaft sichtbar geworden. Der Zerfall der westlichen Nationalstaaten ist jetzt eine echte Möglichkeit. Multikulturalismus — aufgebaut auf dem Hintergrund von Bevölkerungsrückgang, massiver Entchristianisierung und kultureller Selbstverleugnung — ist nichts anderes als eine Übergangsphase, die zu einer Fragmentierung des Westens zu führen droht. Als Gründe dafür nannte der Historiker David Engels “Massenmigration, die Alterung der Bevölkerung, Islamisierung und die Auflösung von Nationalstaaten”. mehr hier

14 comments

  1. Selbstdenker

    Die europäischen Politiker können oder wollen uns nicht den Namen jener Ideologie nennen, die ihr Handeln bestimmt. Und dennoch zeigt sich immer deutlicher, dass ihr Handeln einer ideologischen Vision folgt und jeder einzelne Schritt präzise geplant ist.

    Kritiker meinen oft, dass die europäische Politik hilflos auf aktuelle Geschehnisse reagiert. Ich behaupte, dass sie innerhalb ihres ideologischen Konstruktes erstaunlich rational reagiert. Das Problem ist, dass ihre Ideologie auf falsche Grundannahmen beruht und die Realität – sofern störende Fakten nicht gleich ausgefiltert werden – als Störgröße wahrgenommen wird, die der Vision anzupassen ist.

    Über Merkel könnte man in diesem Zusammenhang einen ganzen Blog schreiben. Exemplarisch gehe ich kurz auf das Thema europäischer „Flüchtlings“-Verteilungsmechanismus ein. Merkel & Co ging es nicht um das Wohl der Einheimischen, sondern darum, die Entstehung migrationsbegrenzender Flaschenhälse zu verhindern.

    In Deutschland galt es die Entstehung einer migrationskritischen parlamentarischen Opposition zu verhindern. Im europäischen Ausland südlich von Deutschland ging es darum die Migrationsrouten offen zu halten und insbesondere so darzustellen, als könne man diese Routen gar nicht schließen. Und innerhalb der ganzen EU sollte eine Situation geschaffen werden, in der sich kein Land von der Massenzuwanderung abschotten kann.

    Die Merkel-Strategie rund um den „Flüchtlings“-Verteilungsmechanismus war eine Mischung von Containment („die Lasten gerecht verteilen…“) und die Anwendung vom Minority rule:
    https://medium.com/incerto/the-most-intolerant-wins-the-dictatorship-of-the-small-minority-3f1f83ce4e15

    Wenn es in jeden europäischen Land eine kritische Masse schnell einzubürgernder „Flüchtlinge“ gibt, kann man über diese Minderheit europaweit das Konzept des Nationalstaates knacken.

    Es waren jedoch kulturelle Überlebensreflexe, die die Pläne von Merkel & Co vorerst stoppten:

    Den Briten graut es vor der Vorstellung, dass die Deutschen über ihre Grenzen bzw. ihre Einwanderungspolitik entscheiden.

    Die Polen wissen instinktiv, dass es kein Vergnügen ist, von sozialistischen Imperien überrannt zu werden.

    Die Österreicher und die Italiener haben keine Lust mehr ein weiteres Mal zunächst Translistland und dann Solidarhaftender für deutsche Weltveränderungsphantasieren zu werden.

    Und in Südosteuropa kann man den Unterschied zwischen den Märchen aus 1001 Nacht einerseits und realer muslimischer Herrschaft anderseits immer noch gut auseinanderhalten.

    Und was passiert jetzt?

    Der Brexit wird mit allen Mitteln torpediert.

    In Österreich wurde eine bis dato in der Bevölkerung beliebte und gut funktionierende Regierung mit einen inszenierten Skandal, mit dem gezielten Ansprechen bekannter Reflexe innerhalb der FPÖ und einen Misstrauensantrag zu Fall gebracht.

    Auch in Italien wurden Reflexe der Rechtspopulisten gezielt angesprochen, um die Regierung zu Fall zu bringen und in einem abgekarteten Spiel eine Koalition der Sozialisten mit der 5-Sterne Bewegung zu installieren.

    Die Osteuropäer versucht man zu bestechen oder – wie im Falle von Ungarn – zu isolieren.

    Und siehe da: plötzlich steigt der Migrationsdruck wieder an.

  2. Sokrates9

    Für mich liegt die Hoffnu g in Osteuropa!Die haben noch Patriotismus den man in Westeuropa erfolgreich eliminiert!

  3. Selbstdenker

    Im Kern geht es um einen überarbeiteten Top-down Ansatz der totalen Machtergreifung durch eine sich als “neue Elite” begreifende Clique. Alle gewachsenen dezentralen Strukturen sollen durch künstliche zentralisierte Strukturen ersetzt werden und das was es heisst ein Mensch zu sein soll neu definiert werden.

    Die Methoden sind gleich wie im klassischen Kommunismus, nur dass man den ideologisch konstruierten Antagonismus zwischen Proletariat und Bürgertum, in einen zwischen Nicht-Westler und Westler umschreibt:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2019/09/04/confessions-of-a-kgb-agent/

    Damals wie heute geht es darum die Produkiven untereinander auszuspielen, sie zu enteignen, zu verknechten und ihr Denken hundertprozentig beherrschen.

  4. Selbstdenker

    Nachdem unser Hausherr vor längerer Zeit ein Video von Jonathan Pie verlinkt hat, erlaube ich mir auf ein Video vom Academic Agent zu verweisen in dem er Containment (auch) am Beispiel von Jonathan Pie erklärt:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2019/09/06/the-dave-chappelle-containment/

    Für Kontaleuropäer mag Jonathan Pie vordergründig den British humor verkörpern – aus Sicht aufmerksamer Briten betreibt er hinter dieser in Ironie verpackten Pseudo-Kritik durchschaubares Containment.

  5. Max Mustermann

    Teile der Argumentation von Selbstdenker mögen vielleicht sogar der Realität nahekommen, andererseits wird hier eine umfangreiche Pinky-and-Brain-Theorie aufgebaut, ein Konstrukt welches europäische Eliten beschwört, die unter Merkels Führung angeblich die “Macht” an sich reißen wollten.

    Wie alle Verschwörungstheorien ist die Wahrscheinlichkeit gering, daß hier eine konzertierte Aktion der EU Politiker vorliegt, in der Absicht die “starken europäischen Nationen” durch demographische Fragmentierung zu schwächen oder gar zu zerstören.

    Wahrscheinlicher ist die Erklärung, daß sich ebendiese Nationen bereits durch die freiwillige Abtretung wesentlicher nationaler Entscheidungsmacht an Brüssel selbst dermaßen geschwächt haben, daß es unmöglich erscheint, diesen Zerfall nur mit zivilisierten Methoden wieder rückgängig zu machen.

    Ebenso wahrscheinlich ist die Erklärung, daß die Brüsseler Politikerriege diese Schwäche nur erkannt hat und opportunistisch für die eigene Sache ausnutzt. Sie fungiert hier nur als Katalysator, aber nicht als Auslöser.

    Was auffällt, ist der Versuch von Selbstdenker die Schuld der österreichischen Regierungsauflösung auf einen “Beißreflex” der FPÖ zurückzuführen. Diese Annahme ist unfundiert und mehr als lächerlich. Es ist Fakt, daß die ÖVP unter Kurz die Hauptschuld an der Auflösung trägt.

    Sie verlangte ohne Not das Amt von Kickl, der wesentlich dafür verantwortlich war, daß die Deportation unerwünschter afrikanischer und asiatischer Elemente in die Gänge gekommen ist.

    Er selbst wäre auch zurückgetreten, aber das zentrale Innenminister-Resort, wie sie es verlangt haben, den EU-hörigen Türkis-Schwarzen zu überlassen, damit diese die von Brüssel geforderten Migrationsmaschinerie wieder in Gang setzen können, wäre der schwerwiegendste Verrat den eigenen Werten gegenüber gewesen. (und die Blauen haben wärend ihrer kurzen Regierungsperiode einigen Verrat begangen, aber das ist hier nicht das Thema) Deshalb war es seitens der FPÖ zwingend notwendig, nicht auf diese unverschämte Forderung der schwarzen Kuttenbrunzer einzugehen.

  6. Selbstdenker

    @Max Mustermann:
    Heute muss die Narrativ-Feuerwehr aber früh ausrücken, lieber Max.

    Jaja, die FPÖ macht immer alles richtig und ist immer Opfer der anderen. Es waren ja auch die anderen, die die FPÖ dazu gezwungen haben auf jenes Thema über das sich die FPÖ – neben einzelnen Personen in der Partei – offenbar ausschließlich definiert, im Wahlkampf 2019 komplett zu vergessen: die Migrationsfrage. Mimimimi!

    Stattdessen Verschwörungstheorien vom Fließband und ein aggressiver Beißreflex gegen den einzigen potentiellen Koalitionspartner. Während die FPÖ faktisch alles tut um eine Neuauflage von türkis-blau zu verhindern, gehen nun die Grenzen rundum wieder auf.

    Was Merkel anlangt, ist bereits ihre Rhetorik sehr aufschlussreich, um zu verstehen wie sie denkt. Von “EU-Eliten” habe ich nirgendwo in meinen obigen Beiträgen etwas geschrieben – vielmehr habe ich von einer sich als “neue Elite” begreifenden Clique gesprochen.

    Diese Leute müssen sich gar nicht so intensiv persönlich abstimmen. Es reicht komlett aus, dass sie eine gemeinsame Vision teilen und sämtliche ihrer Aktivitäten auf diese Vision ausrichten. Die zur Koordination erforderliche Informationsübertragung findet häufig sogar völlig öffentlich via Virtue Signaling statt.

    Entschlossene Selbstmörder kann man nicht aufhalten – das zeigt auch die FPÖ einmal mehr. Aber man verhindern, das einen ein Selbstmörder ins Nirvana mitnimmt.

  7. Falke

    Es gibt nur eine Möglichkeit, Europa und seine Kultur zu retten: sofortiges Verbot des Islam bei uns. Das widerspricht keinefalls der Religionsfreiheit, da der Islam keine Religion ist, sondern eine Ideologie und Gesellschaftsform, die unserer demokratischen Rechtsstaatlichkeit (einschließlich gleicher Rechte für Mann und Frau) diametral entgegensteht. Und dass der Koran zu Ausgrenzung, Gewalt und sogar Mord gegen “Ungläubige” aufruft, ist ja nichts Neues.

  8. Johannes

    Ein ganz großes, wenn nicht das wichtigste Ziel der EU-Bürokratie ist die Auflösung der Nationalstaaten.
    Wir haben als Kinder noch stolz am Nationalfeiertag die Flagge von Österreich und unserem Bundesland gezeichnet, heute müssen wir uns belehren lassen das es nationalistisch ist und das, dass etwas ganz schlimmes ist das genauso schändlich wie Rassismus wäre. Frau Merkel hat das deutsche Fähnchen mit einem ganz eigenartigen Gesichtsausdruck und verständnislosem Kopfschütteln von der Bühne entfernt.

    Wer das nicht versteht und eine Bewegung gründet die diese Entwicklung ablehnt wird gnadenlos als rechtspopulistischer Nationalist mit eindeutig rassistischen, Europa feindlichen und somit den Frieden zerstörenden, den Zusammenhalt in der Gesellschaft spaltenden, die freien (frei, weil sie Unfreiheit produzieren dürfen) Medien bekämpfenden, dem Buntland entgegenstehenden der Klimazerstörung huldigenden Eigenschaften entlarvt.

    Um diese unbequemen Störenfriede bedeutungslos zu machen lasse man Massen an Menschen ins Land auf das sich dieses Bekennen zu einer Nation von selbst erledige.

    Wenn dann genug Neuankömmlinge da sind die keinen Bezug zu ihrem Aufnahmeland haben ist das Ziel erreicht, denken die Bürokraten und haben die Rechnung ohne ihre ins Land geholten Gäste gemacht.

    Die Absetzbewegung nach Südamerika wird dann, wieder einmal, eine große sein wenn die Verantwortung dereinst eingefordert wird.

  9. GeBa

    Warum, nur warum war ich einmal eine EU-Befürworterin? Aber genau so wie ich einmal für ein Europa ohne Grenzen war war bin ich heute dagegen. Vielleicht erlebe ich noch eine Umkehr, vielleicht ist es noch nicht zu spät für Europa? Obwohl ich befürchte es ist nicht 5 vor 12 sondern schon 2 vor 12.

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