Europas Passivität wird ein Problem

Von | 6. Oktober 2021

Mit der Unterzeichnung des AUKUS-Abkommens haben Australien, Großbritannien und die USA ein neues Verteidigungsbündnis im Indopazifik begründet. EU-Länder spielen dabei keine Rolle. Das sollte dem alten Kontinent zu denken geben. weiterlesen hier

7 Gedanken zu „Europas Passivität wird ein Problem

  1. CE___

    Das (interessante) Problem ist das ALLE EU-Staaten allein durch den Umstand der EU-Mitgliedschaft vollkommen kompromitiert sind.

    Auf der einen Hand möchte man mit allem und jeden auf der Welt Geschäfte machen.

    Auf der anderen Hand besteht aber die latente Gefahr das die Geschäfte eines EU-Staates von den anderen EU-Mitgliedstaaten via irgendwelcher obskuren EU-Mechanismen schlicht jederzeit und sofort abgedreht werden können.

    Das lässt natürlich bei JEDEM Handelspartner, egal ob Russen, Amerikaner, Rotchinesen, UK, Indern, usw, die Alarmlichter angehen, zumindest in strategischen Bereichen, wie unter anderen Miltärgüter.

    Was machste‘ als Australier mit französischen U-Booten wenn im Konfliktfall mit der VR China plötzlich die Franzosen keine betriebsnotwendigen Ersatzteile liefern, weil die Franzosen blockiert werden durch die Deutschen, da die VR China die deutschen Automobilfabriken in der VR China als Geisel nehmen?

    Ich kann es nicht verstehen das nur irgendeiner auf der Welt im Jahre 2021 noch strategisch wichtige Güter aus den EU-Raum beschafft.

    Die einzigen in Westeuropa von denen man (noch) kaufen kann sind die Schweizer, die an alle liefern, Hauptsache man zahlt.

  2. Kluftinger

    Von wegen Megaaffäre? Die Affäre wird auch in Deutschland auf Sparflamme gekocht, weil wenn Scholz nicht mehr papapile ist, kommen die zwei offiziellen SPD Spitzen zum Zug (Inc. Kevin K.).
    Dann gute Nacht Deutschland!

  3. Franz Meier

    Deutsche Unzuverlässigkeit in der NATO
    Deutsches Bruttosozialprodukt ca. 3,3 Billionen Euro, britisches BSP ca. 2.3 Billionen Euro, französisches BSP ca. 2.2 Billionen Euro. Deutsche Militärausgaben ca. 51,4 Milliarden Euro, britische Militärausgaben ca. 47 Milliarden Euro, französische Militärausgaben ca. 46 Milliarden Euro. Die Briten haben zwei neue Flugzeugträger gebaut, betreiben Polaris Atom U-Boote, fliegen C-17 Grossraumdüsentransportflugzeuge, fliegen die neusten Boeing Poseidon Marine-Aufklärer, fliegen fünfte Generation F-35 Kampfjets , fliegen neuere CH-47 Grossraum-Transporthelicopter.

    Was bitte machen die Deutschen mit ihrem Militärbudget? Wofür geben sie das Geld aus? Man hat den Eindruck, dass die Deutschen bewusst und in voller Absicht jegliche Neubeschaffung und Modernisierung ihre Armee absichtlich und bewusst verhindern und in die Länge ziehen. Weil ex-Präsident Trump deswegen wütende Töne gegen Deutschland aussprach, zog die deutsche Presse gegen ihn ins Feld, die Kanzlerin sprach in ihrer geschickt- manipulierenden Art im Bierzelt von amerikanischer Unzuverlässigkeit. Die Amerikaner haben ihre Bündnisverpflichtungen in der NATO immer erfüllt. Die Deutschen nicht – dazu sind sie mit ihrer absichtlich kaputt gesparten Armee gar nicht in der Lage. Wo sind die Deutschen stark? Gegen Russland und Weissrussland wettern, das können sie gut, sich überall anderswo einmischen, überall die grosse Klappe. Ihrem anti-kapitalistischen Hass auf die USA freien Lauf lassen – das können sie auch gut. Aber dann Schutz von den USA einfordern und mitreden wollen auf der Internationalen Bühne. Den Angelsachsen reicht es von den Deutschen – auf diese Pazifisten ist kein Verlass – die reden nach 76 Jahren immer noch vom Weltkrieg II und beschwören die Nazizeit, um von ihrer wahren Gesinnung abzulenken. Die Franzosen sind mir sehr sympathisch und haben ausgezeichnete Streitkräfte, aber zuverlässig ist die Grande Nation leider auch nicht wirklich. Die könnten ohne weiteres wieder aus der NATO austreten. Den Angelsachsen reicht es! Die rücken wieder enger zusammen, die haben einen Wehrwillen, das sind eben echte Demokraten im Gegensatz zu den Deutschen. Australien, Neu Seeland, Grossbritannien und die USA haben im Pazifikkrieg 1941-1945 sehr eng zusammen gearbeitet, auch wenn die USA die grösste Last trugen. Aber das wissen die coolen, linken, woken, deutschen Journalisten wahrscheinlich nicht – das haben sie in ihrem anti-rechten Geschichtsunterricht von ihren links-pazifistischen Geschichtsprofessoren nicht gelernt.

    Die Deutschen hetzen gegen bestimmte Länder wie Israel betreffend Menschrechtsverletzungen und spielen sich als humanistische Grossmacht auf. Aber bei China und beim Iran schauen sie seit Jahrzehnten bewusst und hartnäckig weg – dort sind dann plötzlich die Wirtschaftsbeziehungen wichtiger. Wer ist also ein unzuverlässiger Partner in Fragen der westlichen Sicherheit? Es sind die Deutschen die einem starken, geeinten, freien, respektierten Westen im Weg stehen! Die Deutschen mit ihrer unsäglichen, unprofessionellen, verfehlten Politik der vergangenen 16 Jahre sind schuld an der Spaltung des Westens und sie werden so weiter fahren, egal welche Koalition die Regierung stellen wird. Dafür werden die Linken und ihre linksanarchistische MSM-Propagandapresse mit der bekannten Inbrunst schon sorgen.

  4. Franz Meier

    Taiwan ist das neue Sudetenland
    Wenn die Weltgemeinschaft und vor allem der freie Westen zusieht, wie das kommunistische China Taiwan angreift und sich einverleibt – also sozusagen „heim ins Reich“ holt – dann ist das wie damals 1938 als man den Nazis das Sudetenland überlassen hat, um den Frieden zu wahren. Es wird dann nicht bei Taiwan bleiben – die Kommunisten verfolgen weitreichendere Ziele im Indopazifik und vielleicht in der Mongolei. Das verstehen aber die Medien im Westen nicht. Wenn Taiwan fällt, ist das nur der Anfang. Die Kommunisten in Peking zeigen immer mehr Züge wie einst die Nazis in den 30er Jahren: Regimegegner überall und jederzeit überwachen und einsperren, hunderttausende/Millionen Uiguren in Lager einsperren und umerziehen, Überwachung der eigenen Bevölkerung mit hunderten Millionen Kameras (big brother), die gewaltige Aufrüstung der letzten 10 Jahre (wer will China angreifen?), das Gebaren im Südchinesischen Meer und die zu Stützpunkten ausgebauten Atolle, das Seidenstrasse Projekt, die gross angelegte Abschöpfung von Rohstoffen in Afrika, die die aggressive Wolfskrieg-Aussenpolitik, immer und jederzeit wegen Kleinigkeiten beleidigt und in der Ehre gekränkt, die „Bestrafung“ von Handelspartnern die nicht 100% China freundlich sind (wie z.B. Australien). In diesem Licht muss man die U-Boot Affäre der Australier sehen – die machen sich echte Sorge. Das dürfte keine Intrige der „bösen“ Amerikaner gegen Frankreich sein. Es könnte ernst werden im Pazifik.

  5. Manuel Leitgeb

    Zuerst: Europa ist ein Kontinent, und nicht die EU. Europa ist viel schöner, weiter und vielfältiger als dieser Moloch.

    Dann: Die EU ist doch überall passiv. Seit Anfang des Jahres fahren die intern. Reedereien u.a. im Verbund mit China ein Irrsinnsprogramm. Verschiffungspreise sind zwischenzeitlich auf bis zum 17-fachen von normal gestiegen, die Zeiten um 50-100% länger. Das trifft eine der Lebensadern der EU, aber setzen sich die EU-Granden damit auseinander? Versuchen sie Einfluß zu nehmen?
    Nö, ich glaub, die haben das nicht mal wirklich registriert und die Eingaben der Wirtschaftsverbänder ignoriert.

    In den letzten Wochen hat die chin. Partei auch noch einige „interessante“ interne Aktionen gesetzt, die einige Rohstoffe (Magnesium und Silizium) kurzzeitig zur absoluten Mangelware werden haben lassen, und wir sind da sehr stark abhängig von China und haben sowieso fast keine Reserven mehr. Preise ins Surreale gegangen, Verträge einseitig aufgelöst, viele Firmen reden schon von möglichem Produktionsstop.
    Reaktion der EU? Weiterschlafen …

  6. dna1

    @CE___
    Ich stimme völlig zu, dass man aus der EU kein entscheidendes (!) Kriegsmaterial kaufen kann, aber aus einem etwas anderen als von ihnen genannten Grund. Ja, das Problem ist, dass man sich im Kriegsfall nicht auf die EU verlassen kann, nur der Grund dafür ist: Wenn die USA gegen den Krieg sind, dann können sie mit dem EU-Zeugs nichts anfangen. Selbst unsere Eurofighter feuern keine Raketen ab, wenn die Amerikaner bestimmte Lizenzen nicht verlängern, ja er fliegt nicht einmal, wenn die das GPS abdrehen.
    Da kaufe ich doch lieber gleich bei dem, den ich sowieso um Genehmigung für meinen Krieg fragen muss. Sie können sicher sein, dass US-Beamte in Australien vorstellig wurden, und diese oder so ähnliche Argumente vorgebracht haben.

  7. Thomas Brandtner

    Vielen Dank für den ausgezeichneten, sachlichen Artikel. Eine technische Frage: bei den französischen U-Booten für Australien hätte es sich um modernste dieselelektrische Boote mit Brennstoffzellenantrieb gehandelt.
    Solche Boote sind meines Wissens nach leiser als atomgetriebene Unterseeboote (weil für die Kühlung des Atomreaktors Pumpen benötigt werden, die einen gewissen Lärm verursachen). Da sie ihren eigenen Sauerstoff und ihr eigenes Trinkwasser aus dem Meer erzeugen, können sie wochenlang unter Wasser bleiben, ohne aufzutauchen. Der limitierende Faktor ist heute nicht mehr der Antrieb, sondern die Verpflegung und die Ausdauer der Besatzung unter Wasser. Die Überlegenheit der AtomUBoote liegt in ihrer viel höheren Marschgeschwindigkeit unter Wasser und, bedingt durch diese, ihrer größeren strategischen Reichweite. Während die französischen U-Boote zur Verteidigung Australiens gedient hätten, sind die amerikanisch-britischen NuklearUBoote Angriffswaffen gegen China. Daher wird China auf diese Bedrohung antworten, auch mit Atomwaffen. Ob Australien für seine Sicherheit eine intelligente Entscheidung getroffen hat, darf in Frage gestellt werden.

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