Europas Selbstbeschädigung

Von | 18. Juli 2021

(ANDREAS UNTERBERGER) Die europäische Politik verkündet stolz als Teil ihrer populisisch ambitionierten, aber völlig unrealistischen Klimarettungspolitik: Wir führen eine CO2-Steuer ein, die zwar Europa als Produktionsort schwer belasten wird, aber wir gleichen das durch eine Importabgabe auf alle in die EU kommenden Produkte aus, sodass dann wieder Wettbewerbsgleichheit herrscht. Das ist jedoch eine unglaublich dumme Milchmädchenrechnung, die ziemlich besorgt macht um das intellektuelle Niveau der europäischen Politik.

Dieses Vorhaben tut nämlich so, als ob Europas Industrie nur für den europäischen Markt produzieren würde. Außerhalb der Union werden aber die europäischen Exporte durch eine CO2-Steuer massiv verteuert, während dort die globale Konkurrenz weiterhin unbelastet anbieten kann. Dabei lebt Österreich zu mehr als 52 Prozent davon, dass andere Länder seine Waren kaufen. Dabei liefert selbst die kleine Binnenrepublik mehr als 32 Prozent ihrer Exporte in Länder außerhalb der EU (wobei viel vom Rest dann etwa als Teil deutscher Produkte ebenfalls in die Weltmärkte geht). Dabei hat in den EU-Ländern mit einer größeren globalen Tradition – etwa durch Häfen oder als einstige Kolonialmacht – der Nicht-EU-Außenhandel eine noch größere Bedeutung. weiter hier

4 Gedanken zu „Europas Selbstbeschädigung

  1. Sokrates9

    Warum traut sich keiner die Pariser Klimaziele zu hinterfragen?Diese manische Konzentration auf Co2 als Hauptverursacher des Klimawandels ist naiv.Wenn Ich falsche Ziele habe kann die Zielerreichung nichts sinnvolles bringen!
    Es gäbe tausende Massnahmen die Natur und Uwelt besser schützen würden als diese sinnlose Geldvernichtung die jeden einzelnen massiv treffen wird

  2. Sven Lagler

    Meines Erachtens ist es eine unglaubliche Anmaßung der EU, mit nicht einmal 6% Anteil an der Weltbevölkerung, zu meinen, allen anderen den richtigen Weg weisen zu und oder sogar die ganze Welt retten zu können. Die Ziele von Dublin, Maastricht, Lissabonn, Schengen wurden stets verfehlt oder sogar ins Gegenteil verkehrt, dennoch scheint man zu meinen, dieses mal die große Transformation zu schaffen.

    @Sokrates 9
    Ja, zB. Wälder zu pflanzen. Diese binden CO2, speichern Wasser, reinigen die Luft und würden ganz sicher keinen Schaden anrichten. Gibt es eigentlich Berechnungen die zeigen, wie viel CO2 von Menschen emittiert und danach wieder durch Pflanzen gebunden wird, d.h. wie viel netto übrig bleibt ? Angesichts der Wald- und Grünflächen in Österreich kann dies doch nicht so schlimm sein ?

  3. Gerald

    Ich mache mal ein gedankliches Experiment:
    Angenommen wir laden die gesamte Weltbevölkerung auf eine Party, jeder hat so seinen halben Quadratmeter Platz, discoähnlich halt, natürlich vor Corona.
    Die gesamte Weltbevölkerung hätte auf einer Fläche vergleichbar mit der des Burgenlandes Platz. Jetzt versucht mal, das Burgenland auf einem herkömmlichen Globus -ohne Zoomfunktion- zu finden.
    Der Mensch überschätzt sich enorm in seinen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Einflüssen.
    Jeder Vulkanausbruch, der selbstverständlich jederzeit passieren kann, jeder große Meteoriteneinschlag, jedes wirklich große Erdbeben, selbst jedes große Gewitter setzt Energien frei, von der die Menschheit nicht einmal zu träumen vermag. Und da glauben Kinder und solche die es geblieben sind, die nicht einmal fähig sind einen Nagel gerade einzuschlagen, das Weltklima beeinflussen zu können.
    Räumt wenigstens erst mal euer Zimmer auf.

  4. aneagle

    Hat nicht mal ein angeblich vertrottelter amerikanischer Präsident unter Verwendung von Zöllen ähnliches versucht? Wurde er da nicht oberlehrerhaft von der gaballten euröpäischen Wirtschaftsexpertise verlacht und mantraartig von oben herab eines angeblich besseren zum Wohle des Welthandels belehrt?

    Nun scheint es , dass die Europäer sich langsam von unten an die Intellektualität des derben Herrn Trump heranpirschen und, wesentlich ineffizienter und ohne die Vorteile eines solchen Vorgehens wirklich nutzen zu können, ähnliches versuchen? Oder folgen Sie nur ungeschickt und unerfahren Herrn Biden, von welchem die Europäer erstaunt erkennen mußten, dass seine Vorgehensweisen denen von Trump ähneln, ohne schlechtes Benehmen natürlich.

    Nicht nur vom dummen Trump kann man lernen, z.B. wie man Impfengpässe vermeidet, auch von den Chinesen kann man lernen. Aber nicht von dem, was sie Freiheit nennen, sondern von der Dimension ihrer Aufforstungen in ihrer Kolonie Afrika. Und von Trump wäre es ratsam, sich seine realistische Sicht auf das Pariser Klima- Abkommen anzueigenen, sowie das von ihm initiierten Abraham-Abkommen für den mittleren Osten zu fördern.

    Was die Dimensionen eines Planeten betrifft, der wahrscheinlich seinen Stoffwechsel, ungerührt von den Anstrengungen seiner mikrobiellen Bewohner, selbst regelt, genügen ca. 2 Wochen Physikunterricht an so ziemlich jeder Schule von ca 12-13jährigen.
    Ist vollkommen ausreichend, sogar für die bildungs- und erkenntnisfernen Politiker Europas, welche bisher in dem Wahn leben, Gesetze der Physik sind ebenso veränderlich, wie das Netzdurchsetzungsgesetz oder die DSGVO.
    Aber das brauchen die klugen elitären Europäer nicht, sie müssen (noch) nichts lernen- sie haben Ursula v.d.L.

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