Europs besonderes Inflations-Risiko

Von | 25. März 2021

(HANS-WERNER SINN) Eine Reihe von Autoren hat in der letzten Zeit auf das gestiegene Inflationsrisiko in den USA und Europa hingewiesen. So wird zu Recht erwartet, dass sich nach der Überwindung der Covid-Pandemie durch die Impfungen die aufgestaute Kauflust entlädt und dass die riesigen staatlichen Rettungsprogramme, die den historischen Rahmen sprengen, inflationäre fiskalische Multiplikatorwirkungen entfalten werdenUnbeachtet geblieben ist dabei freilich, dass im Euroraum eine besondere Gefahr insofern hinzutritt, als dort die Zentralbankgeldmenge, die sogenannte Geldbasis, in den letzten Jahren relativ zur jährlichen Wirtschaftsleistung auf ein sehr viel größeres Niveau als in den USA gestiegen ist. weiterlesen hier

2 Gedanken zu „Europs besonderes Inflations-Risiko

  1. Passant

    Ob die Wirtschaft so rasch anspringen wird, ist nicht so sicher. Schliesslich haben die Konsumenten in der Pandemie-und Lockdownzeit entdeckt, was sie alles n i c h t benötigen, und dass sie das, was sie benötigen vielfach einfacher, häufig sogar billiger im Internet bekommen.

  2. CE___

    Sehr interessanter Artikel, nach der Logik der österr. Schule der Nationalökonomie gehend.

    Sukus ist, allein in den Euro-Banken liegt eine Treibladung von 3,6 Billionen Euro herum.

    Die, so wie ich das verstehe, bei einem Mindestreservesatz von einmal gesagt 1% ein Teuerungsfeuerwerk von 360 Billionen Euro verursachen könnte wenn Ausleihungen anspringen.

    Und eigentlich noch mehr, denn durch das Teilreservesystem neu geschaffenes Fiatgeld wird ja wieder auf Bankkonten gebucht, und kann nach Abzug der 1% Mindestreserve wieder ausgeliehen werden, und wieder teuernd wirken.

    Die wirklich einzige Limitation ist die Nachfrage von Privaten und Unternehmen (und Staaten) nach Gütern und Diestleistungen, gekauft durch Ausleihungen (Kredite).

    Nur, wird die Nachfrage steigen?

    Wie schon davor @Passant schrieb, “wir” lernen ja gerade, wie es die Klima-Fanatiker ja wollen, auf was “wir” nicht alles verzichten können.

    Ausserdem, eine Nachfrageeinbruch nach Produkten und Artikel gab es ja nicht wirklich. “Wir” haben ja eh’ schon alles im Überfluß als Konsumgesellschaft. Brauch’ ich noch 5 Hosen und 10 Autos und 20 Wohnungen mehr, es wird uns ja schon das eine Auto und die eine (wenn zu groß, da “klimafeindlich”) Wohnung verübelt.

    Das was am meisten einbricht durch Lockdown-Idiotie sind Dienstleitungen, die einen grossen Teil unserer Wirtschaft ausmachen.

    NUR, man kann halt nur in einer Woche einmal auf Urlaub fahren. Ich kenne noch keine Erfindung dass man sich teilen könne und in derselben Woche an zwei verschiedenen Orten Urlaub macht. Detto Friseur, Massage, Kosmetikstudio, Kaffeetscherl im Kaffeehaus.

    ABER, wir haben ja Ö schon die Lösung:

    wir verpulvern die Gelder durch den Staat und “stützen die Industrienachfrage” indem jetzt Zwangstests im Einzelhandel und Betrieben gemacht werden. Damit, so sieht es für mich aus, die Abnahmeverträge erfüllt werden können die die “Regierung” abgeschlossen hat.

    Ja, so kann man sich auch bankrottieren.

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